Polizei und Sicherheitsbehörden
Staat: was die Programme zur Landtagswahl in Sachsen und der Koalitionsvertrag für diese Gruppe fordern, zum Aufklappen nach Art der Wirkung.
Rechts in Rot die Zahl der Forderungen, die die Gruppe belasten, in Grau die teils, teils oder ohne klare Richtung, in Grün die, die sie begünstigen. Alle Zielgruppen in Sachsen
Ohne Einzug ins Parlament
CDU 488
Mehr Geld 5
- Es wird weiter in eine moderne, gut ausgestattete und vor Ort präsente Polizei investiert.
- Die sächsische Polizei wird aufgabengerecht ausgestattet.
- Die Zahl der Bürgerpolizisten soll verdoppelt werden.
- Eine Investitionsoffensive soll räumliche Unterbringung, Trainingsstätten und technische Ausstattung der Polizei verbessern.
- Polizei und Verfassungsschutz werden für Cyber- und Spionageabwehr angemessen ausgestattet.
Mehr Rechte oder Angebote 3
- Quellen-Telekommunikationsüberwachung und Online-Durchsuchungen sollen im Polizeivollzugsgesetz und im Verfassungsschutzgesetz verankert werden.
- Die Befugnisse der Gefahrenabwehr im digitalen Bereich sollen erweitert werden.
- Daher fordern wir Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen- TKÜ) und Online-Durchsuchungen im Polizeivollzugsgesetz und im Verfassungsschutzgesetz
Bleibt wie bisher 5
- Der Personalkorridor der Polizei soll trotz demografischer Entwicklung stabil bleiben.
- Die Sicherheitsbehörden gehen weiterhin gegen jede Form des Extremismus vor.
- Stationäre Grenzkontrollen mit Zurückweisungsmöglichkeit sollen bis zur Wirksamkeit des Schengen-Systems bleiben.
- Schleierfahndung soll bis zur wirksamen Umsetzung des Schengen-Systems fortgesetzt werden.
- Die Radfahrausbildung im Grundschulalter führt weiterhin die sächsische Polizei gemeinsam mit Schulen und Verkehrssicherheitsakteuren durch.
Ohne klare Richtung 3
- Die sächsische Polizei gilt als Garant für innere Sicherheit und erhält politischen Rückhalt.
- Die Ziele der Fachkommission zur Evaluierung der Polizei sollen in der nächsten Legislatur erreicht werden.
- Die Fahndungspolizei wird gegen Betäubungsmittelkriminalität, illegale Migration und Schleusungen gestärkt.
Mehr Pflichten 4
- Die Polizei soll stärker in der Fläche präsent sein.
- Die gemeinsame Fahndung mit den Nachbarländern im grenznahen Raum wird gestärkt.
- Gegen Schleuserkriminalität wird ein gemeinsamer Streifendienst mit polnischer und tschechischer Polizei organisiert.
- Eine Polizeieinheit zur Unterstützung der Landesdirektion bei Rückführungen wird ausgebaut.
AfD 524
Mehr Geld 3
Weniger Pflichten 1
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 1
Mehr Pflichten 5
- Die sichtbare Polizeipräsenz im öffentlichen Raum, vor allem in ländlichen und grenznahen Regionen, wird rund um die Uhr erhöht.
- Videoüberwachung zur Gefahrenabwehr und Einsatzunterstützung wird maßvoll eingesetzt.
- An den Grenzübergangsstellen werden wieder Grenzkontrollen eingeführt.
- Die grüne Grenze wird lückenlos überwacht.
- Der Freistaat ergreift alle gesetzlich möglichen polizeilichen Maßnahmen gegen illegale Einreisen.
BSW 214
Mehr Geld 4
- Mehr Polizisten auf der Straße und in Problemvierteln werden mehr Videokameras vorgezogen.
- Die Polizei soll angemessen mit Personal ausgestattet sein, vor allem im Streifen- und Ermittlungsdienst.
- Das Personal der Polizeiverwaltung soll proportional wachsen, insbesondere im IT-Bereich.
- Die Ausbildungsstandorte der Polizei sollen hochwertig technisch ausgestattet werden.
Teils begünstigend, teils belastend 1
SPD 43
Mehr Geld 3
Mehr Pflichten 4
- Polizei und Justiz verfolgen Hasskriminalität, insbesondere im Netz, konsequent.
- Die Zentrale Meldestelle für Hasskriminalität im Internet wird als Kontaktstelle für Amts- und Mandatsträger ausgebaut.
- Dem Unsicherheitsgefühl wird mit einer deutlich sichtbaren Präsenz der Landespolizei begegnet.
- Polizei und kommunaler Vollzugsdienst sind gezielt an Schwerpunktorten präsent.
Grüne 1064
Mehr Geld 4
- Die Polizei wird für die Sucht- und Drogenprävention personell und technisch angemessen ausgestattet.
- In allen Polizeidirektionen stehen für die kindgerechte strafrechtliche Aufarbeitung audiovisuell ausgestattete Befragungsräume und geschultes Personal zur Verfügung.
- Es gibt mehr Bürgerpolizistinnen und Bürgerpolizisten.
- Das Personal der Verkehrspolizei wird erhöht.
Bleibt wie bisher 5
- Die Handlungsfähigkeit von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten, Verwaltung und Katastrophenschutz wird in den kommenden Jahren sichergestellt.
- Die Polizei erhält weiterhin eine angemessene Personalstärke.
- Die Präsenz der Polizei in der Fläche wird sichergestellt.
- Neue Eingriffsbefugnisse für kommunale Sicherheitsbehörden werden abgelehnt.
- Die Bewaffnung der Polizei mit Handgranaten und Maschinengewehren wird abgelehnt.
Ohne klare Richtung 1
Weniger Rechte oder Angebote 2
Mehr Pflichten 8
- Sicherheitsbehörden gewährleisten einen besseren Schutz vor rechtsextremen Akteuren.
- Betroffene werden automatisch und regelmäßig über die von Sicherheitsbehörden gespeicherten Daten unterrichtet.
- An die Stelle des Verfassungsschutzes tritt eine gut kontrollierte Behörde, die terroristische Gefahren frühzeitig erkennt und aufklärt.
- Die Kontrolle polizeilicher Arbeit wird verbessert.
- Beim Landtag wird eine unabhängige Polizeibeauftragte oder ein unabhängiger Polizeibeauftragter mit ausreichenden Befugnissen und Personal eingesetzt.
- Die Bodycam wird zu einem Instrument weiterentwickelt, das vor allem polizeiliches Handeln dokumentiert.
- Kooperationen der sächsischen Polizei mit autoritären Regimen werden nicht zugelassen.
- Jeder Auslandseinsatz sächsischer Polizisten muss vom Landtag genehmigt werden.
Linke 1774
Mehr Geld 3
Weniger Pflichten 1
Teils begünstigend, teils belastend 1
Bleibt wie bisher 5
- Mehr Sicherheit soll nicht durch Aufrüstung von Polizei und Geheimdiensten, sondern durch Bekämpfung sozialer Ursachen von Kriminalität entstehen.
- Ein weiterer Ausbau der Kreispolizeibehörden mit gemeindlichen Vollzugsbediensteten nach Zahl, Befugnissen und Einsatzmitteln wird abgelehnt.
- Eine Ausweitung polizeilicher Befugnisse wird abgelehnt.
- Eine weitere Aufrüstung der Polizei wird abgelehnt.
- Eine Vergeheimdienstlichung der Polizei wird abgelehnt.
Ohne klare Richtung 1
Weniger Rechte oder Angebote 6
- Racial Profiling wird verboten.
- Kontrollen und Schleierfahndung an den Grenzen zu Polen und Tschechien werden abgelehnt.
- Racial Profiling wird verboten.
- Die Befugnis der Polizei zu anlasslosen Personenkontrollen wird abgeschafft.
- Die Befugnis der Polizei, Plätze zu gefährlichen Orten zu erklären, wird abgeschafft.
- Die Befugnis der Polizei, Verbotszonen wie Waffenverbotszonen und Kontrollbereiche einzurichten, wird abgeschafft.
Mehr Pflichten 13
- Rassismus und Diskriminierung in und durch Polizei und Justiz werden beendet.
- Racial Profiling wird verboten.
- Behörden und Polizei schützen die Menschen vor Gefahren durch die extreme Rechte und menschenfeindliche Ideologien.
- Polizei und Justiz gehen wirksamer gegen rechte Gewalt vor.
- Die Polizei schützt Journalisten wirksam gegen Anfeindungen und Angriffe.
- Polizei und Justiz werden dafür sensibilisiert, entschiedener gegen queerfeindliche Hasskriminalität vorzugehen.
- Polizei und Justiz werden besser geschult, insbesondere zu Prävention und zum Grundsatz „Gewaltschutz vor Umgangsrecht“.
- Für den Einsatz polizeilicher Super Recognizer gelten Transparenz und klare Regeln.
- In Polizeiausbildung sowie Fort- und Weiterbildung werden verpflichtende Kurse gegen Rassismus und Diskriminierung eingeführt.
- Racial Profiling wird verboten.
- Interkulturelle und soziale Kompetenzen sowie Diskriminierungsvermeidung werden im Aus- und Weiterbildungskonzept der Polizei verankert.
- Für Betroffene von Personenkontrollen wird eine Kontrollbescheinigung eingeführt.
- Die Polizei agiert im Umgang mit friedlichen Fangruppen deeskalierend und ressourcenschonend.
FW 212
Mehr Rechte oder Angebote 1
Bleibt wie bisher 1
FDP 125
Mehr Geld 5
- Die Polizei soll personell gut ausgestattet und fachlich qualifiziert sein.
- Die Personalausstattung der Polizei wird angesichts neuer Aufgaben verbessert.
- Neben der Sanierung von Bestandsgebäuden sollen neue Bedarfe wie Trainings- und Schießanlagen und ein neues Rechenzentrum berücksichtigt werden.
- Polizei und Justiz werden für die Verfolgung sexualisierter Gewalt besser ausgestattet und im Umgang mit Betroffenen stärker sensibilisiert.
- Einstellungsbedarfe bei Polizei, Justiz, Schulen und Wissenschaft sollen durch effizienteren Personaleinsatz und demografische Effekte in der Landesverwaltung aufgefangen werden.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 1
Koalitionsvertrag 739
Mehr Geld 7
- Die Zahl der Polizeibediensteten soll bis zum Ende der Legislaturperiode auf 15.000 steigen.
- Zusätzliche Polizeibedienstete werden vorrangig in den Polizeirevieren und zur Verstärkung der Bürgerpolizei eingesetzt.
- Landeskriminalamt und Verfassungsschutz werden in Spionageabwehr und Finanzermittlungen personell und technisch gestärkt.
- Die Zahl der Bürgerpolizisten wird erhöht.
- Für die konsequente Verfolgung von Hass und Hetze erhalten Polizei und Justiz ausreichend Qualifizierung und Ressourcen.
- Zusätzliche Mittel fördern Projekte des Community Policing zwischen Polizei, Kommunen und Gesellschaft.
- Die Kapazitäten der Bundespolizei an den sächsischen Grenzen sollen aufgestockt werden.
Mehr Rechte oder Angebote 1
Weniger Pflichten 1
Bleibt wie bisher 2
Ohne klare Richtung 1
Weniger Rechte oder Angebote 1
Mehr Pflichten 6
- Die polizeiliche Präsenz wird in ganz Sachsen zielgerichtet verstärkt.
- An innerstädtischen Kriminalitätsschwerpunkten wird Kriminalität durch täterorientierte Präsenz und Kontrolle zurückgedrängt.
- Die Polizeipräsenz im ländlichen Raum wird deutlich erhöht.
- Die Grenzkontrollen an den sächsischen Außengrenzen werden verstetigt, bis europäische Maßnahmen gleich wirksam sind.
- Schleierfahndungen werden intensiviert.
- Die Verkehrssicherheitsbildung für Erwachsene wird durch Zusammenarbeit von Polizei und Verkehrswacht gefördert.
Vorläufige Auswertung. Wie das entsteht