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Methode und Offenlegung

Sprachmodelle werten die Wahlprogramme und Koalitionsverträge aus. Für jedes Programm gilt dasselbe Verfahren, und kein Befund wird von Hand geändert. Jeder Befund nennt seine Fundstelle im Original. Die Auswertung ist quantitativ: Sie ordnet Forderungen einzeln ein und zählt, sie deutet keine Programme. Was sie nicht kann

KI-generiert · Methode beschrieben

  1. ZerlegenJedes Programm wird in einzelne Forderungen zerlegt, jede mit wörtlichem Zitat und Seite.
  2. VerknüpfenDie Forderungen einer Partei werden über ihre Programme hinweg verfolgt.
  3. VergleichenDie Forderungen verschiedener Parteien werden paarweise eingestuft.
  4. NachprüfenUnsichere Urteile prüft ein zweites Modell; bleibt das Urteil offen, steht es als „unsicher“ da.

Was wir auswerten

Wir werten die Programme der Parteien aus, die bei der jeweils letzten Wahl in den Bundestag oder in einen Landtag gewählt wurden. Maßgeblich ist der Einzug über die Wahl – auch mit einem Direktmandat –, nicht spätere Übertritte oder Neugründungen von Fraktionen und Gruppen. Auf den Parteiseiten stehen alle Programme einer Partei seit 1990, auch zu Wahlen, bei denen sie nicht eingezogen ist, damit sich ihr Verlauf verfolgen lässt. Auf den Seiten zu Parlamenten und Regierungen zählen nur die Programme, mit denen eine Partei in das jeweilige Parlament eingezogen ist. Stand: 17. Oktober 2026.

Ausgewertet werden Programme zu Wahlen ab der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 – beginnend mit den Landtagswahlen vom 14. Oktober 1990 und der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 2. Dezember 1990. Ältere Programme sind nicht Teil des Bestands.

Sobald der Wahltag amtlich festgesetzt ist, bekommt jede Wahl eine eigene Seite; dort erfassen wir die Programme aller Parteien, die antreten. Nach der Wahl zählen in Politikfeldern, Themen und Vergleichen nur die Programme der Parteien, die eingezogen sind. Die Wahlseite wird archiviert und bleibt unter derselben Adresse mit allen angetretenen Programmen erreichbar.

1. Zerlegen

Der Text wird Seite für Seite aus dem Originaldokument gelesen; eingescannte Programme wandelt eine herkömmliche Texterkennung um. Ein Sprachmodell liest das ganze Programm und hält zu jeder Forderung fest: das wörtliche Zitat mit Seite, eine neutrale Umschreibung in einem Satz, die Art der Aussage (Forderung, Ziel, Position, Ablehnung oder Beschreibung) und das Politikfeld. Dabei gelten feste Grundsätze:

Ohne Sprachmodell prüfen wir jedes Zitat gegen die Originalseite und verwerfen es, wenn es dort nicht steht; dazu weitere automatische Prüfungen auf unvollständige Angaben und Dubletten. Ein Programm wird nur übernommen, wenn mindestens 99 % der Zitate genau im Original stehen.

Zur Kontrolle prüft ein zweiter, unabhängiger Modelllauf je Partei und Ebene eine Stichprobe: Ist das Zitat eine Sinneinheit, gibt die Umschreibung es treu wieder, passt das Politikfeld, fehlt etwas, ist etwas doppelt? Verlangt sind 90 % ohne Beanstandung. Die Stichprobe misst die Güte des Verfahrens; einzelne Forderungen korrigiert sie nicht.

Politikfelder

Die 20 Politikfelder sind fest vorgegeben. Jede Forderung kommt in genau ein Feld, auch wenn sie mehrere berührt. Für Grenzfälle gibt es feste Regeln: Die Rente hat ein eigenes Feld, die übrige Sozialversicherung gehört zu Arbeit und Soziales; Klimaschutz und Stromerzeugung sind getrennt; EU-Fachpolitik steht beim Fachthema, nicht bei Europa.

Programmschwerpunkte

Innerhalb eines Felds fassen Begriffe die Forderungen zusammen. Sie sind aus den Programmen selbst gewonnen: Jeder Begriff kommt in mehreren Programmen vor, benennt einen Gegenstand statt einer Richtung und grenzt sich von den anderen ab; einen Sammelbegriff wie „Allgemeines“ gibt es nicht.

Die Zuordnung trifft ein Sprachmodell, unterstützt von einem Rechenverfahren, das Texte nach ihrer Bedeutung vergleicht (im Folgenden: Bedeutungssuche). Passt kein Begriff, bleibt die Forderung ohne Schwerpunkt. Die Rangfolge der Schwerpunkte wird ohne Sprachmodell aus den Zuordnungen berechnet.

Auf den Seiten der Themen stehen die Schwerpunkte aller Parteien eines Parlaments zusammen. Ein Thema ist enger gefasst als ein Politikfeld: der Gegenstand, um den es in mehreren Forderungen geht. Forderungen ohne Schwerpunkt betreffen ihr Politikfeld im Ganzen und stehen unter seinem Namen als „Sonstige Themen“. Die Koalitionsverträge sind ebenso eingeordnet, zählen bei den Themen aber nicht mit; ebenso Forderungen, die eine andere Partei einem anderen Thema zugeordnet hat.

2. Verknüpfen

Ein Sprachmodell vergleicht Forderungen aus einem älteren und einem neueren Programm derselben Partei: gleich, ähnlich, keine Verbindung oder doppelt. So wird sichtbar, seit wann eine Position vertreten wird, wann sie sich geändert hat und wann sie weggefallen ist. Im Zweifel gilt „keine Verbindung“; eine fehlende Verknüpfung ist der kleinere Fehler.

Verlauf und Veränderungen

„Gefordert seit“ an einer Forderung nennt das älteste frühere Programm derselben Partei im selben Parlament mit derselben oder einer ähnlichen Forderung, nur wo diese Verknüpfung schon berechnet ist. Die Seite „Veränderungen“ eines Programms zeigt, was gegenüber dem vorigen neu, geändert oder entfallen ist und wie sich seine Lage im Spektrum dadurch bewegt; diese Bewegung ist nur aus dem gerechnet, was die Forderungen wollen, ohne ihre Zielgruppen. Auf den Parteiseiten zeigt der Verlauf die früheren Programme auf derselben Skala.

3. Vergleichen

Die Programme der Parteien zur letzten Wahl werden paarweise verglichen. Die Bedeutungssuche bestimmt zu jeder Forderung die nächstliegenden Forderungen der anderen Programme; ein Sprachmodell stuft jedes Paar ein:

Gemeinsames und Trennendes muss das Modell mit wörtlichen Stellen belegen; ohne Sprachmodell prüfen wir, dass diese Stellen im Original stehen. Ein gemeinsames Thema allein ist keine Übereinstimmung.

Gemeinsame Forderungen und Mehrheiten

Auf den Seiten zu Themen und Politikfeldern stehen Forderungen, die mehrere Parteien gleich oder ähnlich stellen, als Gruppe. Unsichere Paare zählen dafür nicht. Hervorgehoben sind Gruppen von Parteien, die zusammen mehr als die Hälfte der Sitze im Parlament haben (warum); zu jeder steht, wie viele Sitze das sind. Gleiche oder ähnliche Forderungen sind keine Aussage über Abstimmungen oder Bündnisse.

Schnittmengen

Auf den Programmseiten steht, wie weit ein Programm mit den anderen im selben Parlament übereinstimmt. Jede Forderung zählt mit ihrer stärksten Entsprechung im anderen Programm: Gleiches voll, Ähnliches und teilweise Übereinstimmendes anteilig, bezogen auf alle Forderungen des Programms. Gegenteilige Forderungen gehen vom Wert ab. Weil Programme unterschiedlich lang sind, ergibt die Gegenrichtung, vom anderen Programm aus gerechnet, meist einen anderen Wert. Für den Koalitionsvertrag gilt dieselbe Rechnung; sie sagt nicht, wer eine Forderung in den Vertrag gebracht hat.

Koalitionsverträge

Koalitionsverträge werden mit derselben Arbeitsanweisung und denselben Prüfungen zerlegt wie Wahlprogramme. Ein Koalitionsvertrag ist aber kein Wahlprogramm und nicht das Programm einer einzelnen Partei: Seine Forderungen gehen nicht in die Parteiseiten, Politikfelder und Vergleiche zu den Wahlen ein. Mit den Programmen der Parteien im Parlament ist er verglichen wie ein weiteres Programm, in beiden Richtungen.

Abgleich mit den Programmen

Für den Bund und die Länder mit Koalitionsvertrag vergleichen wir jeden Punkt des Vertrags mit den Forderungen aus den Programmen der Koalitionsparteien; in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ruht der Abgleich, bis der neue Koalitionsvertrag vorliegt. Die Bedeutungssuche findet die Paare; ein Sprachmodell bewertet, wie weit sich die Forderung im Vertragspunkt wiederfindet, nach festen Kriterien wie Gegenstand, Richtung und Verbindlichkeit, als Wert in Prozent. Gezeigt wird eine Entsprechung ab 30 %, mit je einer Zeile „Gemeinsam“ und „Unterschied“. Das Modell urteilt nur nach den beiden Texten, nennt keine Partei und bewertet nicht, wer sich durchgesetzt hat.

Ressorts und Regierungen

Für den Bund und alle 16 Länder ordnen Sprachmodelle jedes Thema dem Ressort der amtierenden Regierung zu, das für seinen Gegenstand federführend zuständig ist, nach den amtlichen Geschäftsverteilungs- und Organisationsplänen. Die Seite eines Ressorts zeigt die Forderungen der Wahlprogramme zu seinen Themen; einzelne Forderungen eines Themas können auch ein anderes Ressort betreffen.

Die Punkte der Koalitionsverträge sind einzeln zugeordnet, jeder dem Ressort, das ihn federführend umsetzen müsste. Ressorts, die nur mitwirken, zeigen ihn zugeklappt unter „Beteiligt“, ohne ihn mitzuzählen. Wo Regierungschef und sein Amt (Kanzleramt, Staatskanzlei) getrennt geführt werden, zeigt die Seite des Regierungschefs auch die Themen und Punkte seines Amts.

Ressorts, Leitungen, Zuständigkeiten, Wahlergebnisse und Lebensläufe tragen Sprachmodelle in Recherchen zusammen; jede Angabe ist mit Quelle und Abrufdatum belegt. Sitze und Stimmenanteile stammen von den Wahlleitungen. Ressorts stehen in der Reihenfolge der amtlichen Kabinettsliste, Parteien nach Sitzzahl.

Gesetzentwürfe und Verordnungen

Für den Bund holen wir täglich alle Gesetzentwürfe und Verordnungen der laufenden Wahlperiode aus dem Dokumentationssystem des Bundestages: Titel, Einbringer, federführendes Ministerium, Beratungsstand und den Text der Drucksachen. Verordnungen stehen dort nur, wenn sie Bundesrat oder Bundestag vorgelegt werden; ihren Stand lesen wir aus dem letzten Beschluss ab. Referentenentwürfe, die noch in den Ministerien liegen, sind nicht erfasst. Ein Entwurf, der Gesetz wird, bleibt derselbe Eintrag, nur sein Stand ändert sich. Bringen Regierung und Koalitionsfraktionen denselben Entwurf ein, verknüpfen wir beide.

Ein Sprachmodell vergleicht den Entwurf mit allen Forderungen einer Liste: dem Koalitionsvertrag, dem Wahlprogramm von CDU und CSU und dem der SPD, bei Entwürfen der Opposition auch dem Programm der einbringenden Fraktion. Jede Liste wird für sich geprüft. Grundlage sind die Teile der Drucksache, in denen sie selbst beschreibt, was sie regelt. Das Modell nimmt jede Forderung auf, deren Gegenstand der Entwurf berührt, und gibt an, zu wie viel Prozent er sie aufgreift, nach denselben Kriterien wie beim Vertragsabgleich. Gezeigt werden Werte ab 30 % und Gegenpositionen, also Entwürfe, die das Gegenteil einer Forderung regeln. Das Belegzitat aus der Drucksache zeigen wir nur, wenn es dort wörtlich steht.

Viele Entwürfe berufen sich selbst auf den Koalitionsvertrag, mit Zitat oder Zeilenangabe. Diese Stellen ordnen wir ohne Sprachmodell dem Vertragspunkt zu und kennzeichnen sie als „im Entwurf genannt“. Sie dienen zugleich als Prüfstein: Das Modell fand 43 von 50 solcher Stellen. Bewertet wird jeder Entwurf einmal; ändert sich nur sein Stand, bleibt die Bewertung. Entwürfe des Bundesrates gleichen wir nicht ab.

Für die Länder holen wir täglich die Gesetzentwürfe der laufenden Wahlperiode aus dem Parlamentsspiegel der Länder, für Bremen aus der Parlamentsdokumentation der Bürgerschaft; den Stand ergänzen wir aus den Dokumentationen einzelner Landtage. Verordnungen gehen dort nicht durch die Parlamente und fehlen daher. Das federführende Ministerium ordnen wir nach den Angaben der Drucksache zu; unklare Fälle haben wir gesondert geprüft. Abgeglichen wird wie im Bund, mit dem Koalitionsvertrag und den Wahlprogrammen der Regierungsparteien, die zum Zeitpunkt der Einbringung galten, bei Entwürfen der Opposition oder mehrerer Fraktionen zusätzlich mit den Programmen der einbringenden Parteien. Grundlage ist der Teil der Drucksache, in dem sie Problem, Lösung und Begründung beschreibt.

Haushalt

Für den Bund lesen wir den beschlossenen Bundeshaushaltsplan 2026 aus dem Download-Portal des Bundesministeriums der Finanzen: die Ansätze aller Titel als Datei und dazu die Erläuterungen aus den Einzelplänen, die viele Titel weiter aufteilen, etwa in einzelne Förderprogramme. Ein Posten ist ein Titel oder, wo die Erläuterungen ihn aufteilen, ein Teil davon. Eine Aufteilung übernehmen wir nur, wenn ihre Teile auf den Euro den Ansatz des Titels ergeben; sonst bleibt der Titel ein Posten.

Jeder Posten gehört zu dem Ministerium, dessen Einzelplan ihn enthält. Mittel aus Sondervermögen, etwa dem Klima- und Transformationsfonds, stehen bei dem Ministerium, das sie laut Haushaltsplan bewirtschaftet. Nicht mitgezählt sind Mittel, die der Bund nur weiterreicht (Eigenmittel und Agrarmittel der Europäischen Union, Mittel der NATO), und Überweisungen zwischen Kernhaushalt und Sondervermögen, damit nichts doppelt zählt. Zur Probe ergeben die Posten des Kernhaushalts das beschlossene Haushaltsvolumen.

Welche Posten eine Forderung berührt, beurteilt ein Sprachmodell: Für jede Forderung des Koalitionsvertrags und der Wahlprogramme, die einem Ministerium zugeordnet ist (Ressorts), prüft es alle Posten dieses Ministeriums und nimmt nur die auf, bei denen sich durch die Forderung Mittel ändern würden oder die genau ihren Gegenstand finanzieren. Es gibt die Richtung an: mehr Mittel, eine neue Leistung, Umbau, weniger Mittel, Streichen oder ein Bezug ohne erkennbare Richtung. Forderungen, die nur Gesetze ändern oder deren Kosten bei Ländern, Kommunen oder Sozialversicherungen lägen, bekommen keinen Posten. Ein zweites Sprachmodell prüft danach jede Zuordnung: Hält es sie für falsch, ist sie als „unsicher“ gekennzeichnet. Die Zuordnung ist ein erster Test. Maßgeblich sind der Haushaltsplan und der Wortlaut der Forderung.

Zielgruppen

Die Zielgruppen stammen aus einer festen Liste von Personen, Organisationen, Schutzgütern und dem Ausland. Ein Sprachmodell ordnet jede Forderung einzeln den Gruppen zu, die sie nach ihrem Wortlaut erkennbar betrifft, und hält je Gruppe fest, ob sie ihr mehr oder weniger Geld, Rechte, Angebote oder Schutz bringt oder mehr Pflichten. Eine Forderung kann mehrere Gruppen betreffen. Staatliche Stellen zählen nicht mit, weil fast jede Forderung sie als Handelnde betrifft.

Rot steht für Forderungen, die eine Gruppe belasten, Grün für solche, die sie begünstigen, Grau für teils, teils oder ohne klare Richtung. Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei eine Gruppe ist. Die Auswertung ist vorläufig.

Politisches Spektrum

Die Lage eines Programms im Spektrum ergibt sich je zur Hälfte aus dem, was seine Forderungen wollen, und aus den Gruppen, die sie betreffen. Ein Sprachmodell ordnet jede Forderung einzeln ein, ohne Partei, Land oder Jahr zu kennen. Gefragt wird nicht nach „links“ oder „rechts“, sondern nach dem Text:

Ein Programm liegt umso weiter außen, je mehr seiner Forderungen deutlich in dieselbe Richtung gehen; ein langes Programm liegt nicht schon wegen seiner Länge weiter außen. Unsichere Einordnungen zählen vorsichtig. Fast alle Programme wollen eher, dass der Staat selbst handelt, und eher mehr Ausgleich. Wir zeigen deshalb, wie die Programme zueinander stehen, alle aus Bund und Ländern und die Koalitionsverträge auf derselben Skala. Oben, unten, links oder rechts ist weder besser noch schlechter.

Zielgruppen im Spektrum

Die zweite Hälfte der Lage kommt aus den Zielgruppen. Zu jeder Forderung ist festgehalten, welche Gruppen sie betrifft und ob sie ihnen mehr oder weniger Geld, Rechte oder Angebote oder Pflichten bringt. Jede Gruppe ist einmal mit KI nach allgemeinem Verständnis eher linkem oder eher rechtem Klientel zugeordnet. Mehr für eher linkes Klientel zieht nach links, mehr für eher rechtes nach rechts; mehr Rechte, Angebote oder Pflichten ziehen nach oben, weniger nach unten. Je Politikfeld und Thema zählt nur, was die Forderungen wollen.

Jeder Punkt führt zu einer Seite mit den Forderungen dahinter, je Achse nach Richtung geordnet. Auf den Seiten der Politikfelder stehen die Forderungen jeder Partei als Kästchen, nach Mittel und nach Ausgleich.

Die politische Mitte

sagt:

Ich habe jede Forderung für sich eingeordnet und jede Gruppe einmal einem eher linken oder eher rechten Klientel zugeordnet. Die gestrichelte Mitte ist der Punkt, an dem sich all das aufhebt. Ein Programm stünde dort, wenn es

  • so viel Ausgleich zwischen Gruppen und Regionen verlangt, wie es bestehende Unterschiede schützen will,
  • so viel mit Verboten, Pflichten, Steuern oder Förderung regeln will, wie es abschaffen, deregulieren oder nur mit Anreizen lenken will,
  • so viel mehr staatliche Steuerung fordert wie weniger,
  • so viel mehr für eher linkes Klientel will (etwa Arbeitnehmer oder Mieter) wie für eher rechtes (etwa Arbeitgeber oder Vermieter),
  • und so viele Rechte, Angebote und Pflichten neu schaffen will, wie es streicht.

Das Achsenkreuz der Grafik ist dagegen das Mittel der Programme mit Sitzen. Die echte Mitte liegt etwas rechts davon und deutlich darunter: Fast alle Programme wollen, dass der Staat mehr selbst regelt, und im Schnitt etwas mehr Ausgleich, als sich aufheben würde. Die Mitte ist keine Empfehlung. Wer weiter weg steht, ist weder besser noch schlechter.

Instrumente

Dasselbe Verfahren ordnet jede Forderung einem Instrument zu: Förderung (unterstützen, Anreize setzen, werben), Pflicht oder Verbot oder Deregulierung (Regeln zurücknehmen, abschaffen). Dazu kommt, wie weit sie geht: Fortführung, Anpassung oder grundlegende Änderung. Die Zahl neben dem Balken ist der Anteil der Forderungen mit diesem Instrument. Der Balken gewichtet zusätzlich nach Ausmaß: Eine grundlegende Änderung zählt mehr als eine Anpassung, diese mehr als eine Fortführung.

Auf den Seiten der Politikfelder, Ressorts und Programme steht jede Forderung als Kästchen bei ihrem Mittel, je Mittel in drei Zeilen: grundlegende Änderungen, Anpassungen und Fortführungen. Blasse Kästchen sind unsicher eingeordnet, leere blieben auch nach der Nachprüfung offen. Unter „Sonstige Forderungen“ stehen Forderungen ohne staatliches Mittel. Ein × heißt kontrovers: Eine andere Partei im Parlament fordert laut Vergleich das Gegenteil.

Wann ein Befund unsicher ist

Jedes Urteil nennt, wie sicher es ist. Ist es nicht sicher genug, prüft ein zweites Sprachmodell unabhängig nach. Bestätigt es das Urteil nicht, zeigen wir den Befund trotzdem, gekennzeichnet als unsicher, und rechnen vorsichtig mit ihm: Ein unsicherer Vergleich zählt nicht als Übereinstimmung.

Unsicher heißt nicht falsch, sondern: nicht übereinstimmend bestätigt. Niemand prüft diese Befunde von Hand. Lesen Sie die Fundstelle, bevor Sie einen solchen Befund verwenden.

Wo kein Sprachmodell arbeitet

Beim Aufruf einer Seite läuft kein Sprachmodell; alle Ergebnisse sind vorab berechnet. Die Suche vergleicht Ihre Eingabe als Zeichenkette mit den Texten. Zählungen, Anteile, Rangfolgen und die Meldungen unter „Aktuelles“ werden aus den Daten berechnet.

Fehler und Versionen

Sprachmodelle machen Fehler. Wir versprechen nicht Fehlerfreiheit, sondern dasselbe Verfahren für jedes Programm und belegte Fundstellen. Fehler melden Sie an der Forderung über „Fehler melden“ oder an korrektur@wasstehtdrin.de. Sie fließen in die nächste Neuberechnung ein. Jede Änderung der Methode gilt für alle Programme. Das Verfahren ist in Erprobung; wir streben eine Prüfung durch eine externe Stelle an.

Wir legen offen, was wir auswerten, nach welchen Grundsätzen und wie wir die Ergebnisse prüfen; jeder Befund lässt sich an seiner Fundstelle nachvollziehen. Arbeitsanweisungen, Gewichte und Auswahlregeln im Einzelnen veröffentlichen wir nicht. Einer unabhängigen Prüfstelle legen wir sie vollständig vor.

Nutzung der Befunde

Befunde sind maschinelle Auslegungen von Programmtexten. Maßgeblich ist der Wortlaut des Programms; jeder Befund nennt die Fundstelle, an der er sich prüfen lässt. Unsichere Befunde sind gekennzeichnet. Einzelne Befunde dürfen Sie mit der Quellenangabe „wasstehtdrin.de“ und dem Datenstand zitieren. Programmstellen zitieren wir als Belege mit Quellenangabe (§ 51 UrhG); die Rechte an den Originaldokumenten liegen bei den Parteien. Das systematische Auslesen, Kopieren oder Weiterverbreiten der Datenbank oder wesentlicher Teile davon ist nur mit unserer vorherigen Zustimmung in Textform erlaubt.

KI-Hinweis

Die Inhalte dieser Seite sind mit KI erstellt und können Ungenauigkeiten und Fehler enthalten. Maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Stand der Daten: . Wie KI hier arbeitet · Zur Methode

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