Kultur und Erinnerung
Schutzgüter: was die Programme zur Landtagswahl im Saarland für diese Gruppe fordern, zum Aufklappen nach Art der Wirkung.
Rechts in Rot die Zahl der Forderungen, die die Gruppe belasten, in Grau die teils, teils oder ohne klare Richtung, in Grün die, die sie begünstigen. Alle Zielgruppen im Saarland
Ohne Einzug ins Parlament
Programme zur Landtagswahl 2027
SPD 29
Mehr Rechte oder Angebote 9
- Kultur soll gemeinsam mit den Kommunen zur Pflichtaufgabe werden.
- Die Funde aus römischer und keltischer Zeit sollen besser vernetzt und national wie international sichtbarer gemacht werden.
- Die Bedeutung von Traditionen und Brauchtum wie dem Kulturerbe Viez soll gesichert und gestärkt werden.
- Traditionen, Brauchtum und Denkmäler der Montanindustrie werden im Rahmen der Industriekultur als Orte der Erinnerung und Solidarität gepflegt.
- Das Steigerlied soll als immaterielles Kulturerbe anerkannt werden.
- Für das Pingusson-Gebäude soll ein tragfähiges Nutzungskonzept entwickelt werden.
- Die Breitenkultur wird gefördert, um die Professionalisierung ihrer Strukturen zu ermöglichen.
- In Quartieren mit verfestigter Armut wird das soziale und kulturelle Leben gefördert.
- Gedenkarbeit sowie Orte jüdischen Lebens und Lebensorte anderer verfolgter Gruppen werden weiterhin gefördert und erlebbar gemacht.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 1
CDU 76
Mehr Rechte oder Angebote 6
- Durch Bildung wird bei Entscheidern und in der Öffentlichkeit Bewusstsein für Baukultur als Zukunftsinvestition geschaffen.
- Leitfäden und Hilfen für die Sanierung ortsbildprägender Gebäude werden erarbeitet.
- Neben der klassischen Kultur wird das Entstehen einer lebendigen Pop-, Jugend- und Clubkultur unterstützt.
- Des Grubenunglücks von Luisenthal wird zum 60. Jahrestag 2022 auch mit Blick auf die junge Generation angemessen gedacht.
- Heimatmuseen und Heimatvereine werden bei der Bewahrung des sprach- und kulturhistorischen Erbes finanziell und ideell unterstützt.
- Das Gebiet von der bisherigen Hochschule für Musik bis zum Staatstheater soll zu einer Kulturmeile entwickelt werden.
Bleibt wie bisher 2
Ohne klare Richtung 5
- Zur Sicherheit zählen ein gutes soziales Miteinander, ehrenamtliches Engagement und ein vielfältiges kulturelles Leben.
- Zwischen alten und neuen Medien und Kulturen gibt es keine Rangordnung.
- Ein möglichst großes Spektrum kultureller Aktivitäten von der Breitenkultur bis zur Spitzenkultur wird angestrebt.
- Die Förderung von Breitenkultur und kultureller Bildung ist nach der Pandemie besonders wichtig.
- Die enge Abstimmung in der Großregion und die Mehrsprachigkeit im Rahmen der Frankreichstrategie haben hohe Priorität.
AfD 102
Mehr Rechte oder Angebote 2
Bleibt wie bisher 6
- Die gewachsenen Traditionen und die eigene Kultur sollen erhalten und nicht in einer multikulturellen Gesellschaft aufgelöst werden.
- Die Zurückdrängung der deutschen Sprache in Wissenschaft und Lehre wird abgelehnt.
- Das Neujahrsfeuerwerk soll als kulturell verankerter Brauch erhalten bleiben.
- Der Ersetzung der deutschen Sprache durch das Englische in Behörden, Studiengängen und Firmen wird entgegengetreten.
- Einseitig durch heutige Maßstäbe motivierte Umbenennungen von Straßen und Orten werden abgelehnt.
- Die Bewahrung der Natur- und Kulturlandschaften sowie die Instandhaltung von Denkmälern und Ortsbildern gilt als Grundlage des Tourismus.
Ohne klare Richtung 4
- Gewachsene Ortskerne und wertvolle Bausubstanz sollen einen hohen Stellenwert erhalten.
- Die Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts wird abgelehnt.
- Eine erweiterte Erinnerungskultur, eine bürgernahe Museums-, Archiv- und Bibliothekslandschaft sowie die Pflege von Denkmälern und Kriegsgräberstätten liegen im öffentlichen Interesse.
- Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte verdient besondere Wertschätzung.
Grüne 49
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 7
- Kunst und Kultur gelten als unverzichtbarer Bestandteil der Gesellschaft und als Pflichtaufgabe des Landes.
- Die Kommunikation zwischen Wissenschaft, Kunst, Politik und Gesellschaft wird gefördert.
- Kultur wird als Staatsziel verankert.
- Die saarländische Industriekultur wird mit einem Konzept weiterentwickelt.
- Weitere Industriedenkmäler aus dem 19. und 20. Jahrhundert werden instandgesetzt und öffentlich zugänglich gemacht.
- Neue kulturelle Freiräume, etwa am Saarbrücker Osthafen, werden ermöglicht.
- Im öffentlichen Raum werden mehr künstlerische Akzente gesetzt.
Ohne klare Richtung 4
- Die Förderung von Kreativwirtschaft, kultureller Bildung und kultureller Teilhabe gilt als gesellschaftliche Pflichtaufgabe.
- Neben der Bewahrung des kulturellen Erbes soll es genügend Raum für neue und diverse kreative Ausdrucksformen geben.
- Die Bedürfnisse der Kulturschaffenden werden wahrgenommen und eine zukunftsfähige Kulturszene im Saarland wird aktiv gestaltet.
- Kunst und Kultur gelten als Teil der Daseinsvorsorge.
FDP 11
Linke 112
Mehr Rechte oder Angebote 11
- Der Staat ist verpflichtet, Kultur zu schützen und zu fördern.
- Kultur wird als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen.
- Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte wird unterstützt.
- Ein Saarländischer Kulturrat als Zusammenschluss landesweiter Kulturorganisationen wird eingerichtet.
- Denkmalpflegerische Strukturen einschließlich des Personals werden erhalten und ausgebaut.
- Historische Erinnerungsorte werden erhalten, ausgebaut und finanziell ausreichend ausgestattet, um pädagogisch betreutes historisches Lernen zu ermöglichen.
- Erinnerungsarbeit wird stärker mit Integrationsarbeit verbunden.
- Das Gedenken an die NS-Opfer wird jährlich erneuert.
- Öffentliche Plätze, Straßen und Räume wie Säle im Landesparlament werden verstärkt nach Opfern des Nationalsozialismus benannt.
- Auf der Webseite der Kreisstadt Saarlouis wird eine Videokampagne zur Stärkung der Erinnerungsarbeit eingerichtet.
- In der Innenstadt von Saarlouis entsteht an einem belebten Platz ein Gedenkort für Samuel Yeboah und alle Opfer rassistischer Gewalt.
Ohne klare Richtung 1
FW 11
Mehr Rechte oder Angebote 1
Bleibt wie bisher 1
Linke, Programmentwurf zur Landtagswahl 2027 834
Mehr Geld 6
- Die Mittel für Gedenkarbeit und damit verbundene Bildungsarbeit im Saarland werden gesichert und ausgebaut.
- Der Kulturetat des Landes wird im Verhältnis zum Gesamthaushalt deutlich erhöht.
- Kulturförderung wird nicht von kurzfristigen Haushaltslagen abhängig gemacht.
- Der Kulturetat soll deutlich erhöht werden.
- Land und Kommunen sollen Kultur verlässlich und langfristig finanzieren.
- Interkommunale Kooperationen und Investitionen in Bildung, Kultur und soziale Angebote sollen stärker gefördert werden.
Mehr Rechte oder Angebote 30
- Das Gedenken an die Corona-Toten und die Anerkennung des Leids der Betroffenen werden dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein verankert.
- Die Mittel für Gedenkarbeit und damit verbundene Bildungsarbeit im Saarland werden gesichert und ausgebaut.
- Gedenkorte im Saarland werden gesichert und ausgebaut.
- Straßen mit kolonialer oder NS-Geschichte im Saarland werden umbenannt.
- Neue Gedenk- und Lernorte werden geschaffen.
- Kritische Gedenk- und Bildungsarbeit wird ausgebaut und gesichert.
- Neue Lernorte der Gedenk- und Bildungsarbeit werden geschaffen.
- Straßen werden nach Antifaschistinnen und Antifaschisten statt nach Militaristen benannt.
- Im Saarland wird ein Deserteursdenkmal für Menschen errichtet, die sich dem Krieg und dem nationalsozialistischen Unrechtsregime widersetzt haben.
- Straßen werden symbolisch nach Antifaschistinnen, Antifaschisten, Antimilitaristinnen und Antimilitaristen umbenannt.
- Die nationalsozialistischen Verbrechen an Menschen mit Behinderungen werden stärker aufgearbeitet.
- Erinnerung und politische Bildung zu den NS-„Euthanasie“-Verbrechen werden stärker in Schulen, Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur verankert.
- Die NS-Verbrechen an behinderten und psychisch erkrankten Menschen werden stärker aufgearbeitet.
- Eine demokratische, öffentliche Kultur mit Orten der Begegnung, Kritik und Kreativität wird aktiv entwickelt.
- Kulturförderung wird in transparenten und gerechten Vergabeverfahren vergeben.
- Kulturpflege und Kulturförderung werden als kommunale Pflichtaufgabe mit verbindlichen Standards verankert.
- Leerstehende öffentliche Gebäude werden verstärkt für kulturelle Zwecke geöffnet.
- Alternative Programmkinos und Filmkultur werden dauerhaft gefördert.
- Die Kulturdenkmäler der Bergbau- und Hüttengeschichte sollen erhalten und saniert werden.
- Die Kulturdenkmäler der Bergbau- und Hüttengeschichte sollen in Konzepte für Bildung, Forschung und nachhaltigen Tourismus eingebunden werden.
- Ehemalige Industrieanlagen sollen als Lernorte, Kulturstätten und touristische Anziehungspunkte weiterentwickelt werden.
- Das Land soll das Projekt einer Museenbahn zwischen Völklinger Hütte, Erlebnisbergwerk Velsen und La Mine finanziell unterstützen.
- Über Abriss oder Erhalt von Denkmälern und historischen Bauten sollen nicht allein wirtschaftliche Interessen entscheiden.
- Erhalt, Sanierung und Umnutzung von Denkmälern und historischen Bauten sollen Vorrang haben.
- Kultur soll als Pflichtaufgabe verankert werden.
- Das Land soll grenzüberschreitende Initiativen in Kultur, Bildung, Wissenschaft und kommunaler Kooperation systematisch unterstützen.
- Das Land soll grenzüberschreitende Bildungs- und Gedenkprojekte fördern.
- Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Kultur, Bildung, Wissenschaft, Erinnerungsarbeit und Kommunen soll gestärkt und ausgebaut werden.
- Interkommunale Kooperationen und Investitionen in Bildung, Kultur und soziale Angebote sollen stärker gefördert werden.
- Freizeit, Kultur und künstlerische Veranstaltungen dürfen nicht durch religiöse Vorschriften eingeschränkt werden.
Bleibt wie bisher 2
Ohne klare Richtung 6
- Kultur soll nicht zu einem reinen Konsumgut werden.
- Kultur gilt als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.
- Eine lebendige Schulkultur wird gefördert.
- Mehrsprachigkeit wird als kulturelle Stärke verstanden.
- Eine offene Theaterkultur einschließlich experimenteller Formen, zeitgenössischer Ästhetik und politischen Theaters wird unterstützt.
- Große Kulturprojekte sollen keine Prestigeprojekte sein, sondern in eine Gesamtstrategie kultureller Grundversorgung eingebettet werden.
Vorläufige Auswertung. Wie das entsteht