Kultur und Erinnerung
Schutzgüter: was die Programme zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und der Koalitionsvertrag für diese Gruppe fordern, zum Aufklappen nach Art der Wirkung.
Rechts in Rot die Zahl der Forderungen, die die Gruppe belasten, in Grau die teils, teils oder ohne klare Richtung, in Grün die, die sie begünstigen. Alle Zielgruppen in Nordrhein-Westfalen
Klicken Sie auf eine Partei, um ihre Forderungen zu sehen.
Ohne Einzug ins Parlament
Programme zur Landtagswahl 2027
CDU NW 210
Mehr Geld 4
Mehr Rechte oder Angebote 6
- Teilhabechancen sollen durch Weiterentwicklung der kulturellen Bildung wachsen.
- Die Digitalisierung im Kulturbereich soll beschleunigt werden.
- Die kulturelle Infrastruktur wird durch Kooperationen weiter gestärkt.
- Das Modell der Dritten Orte wird flächendeckend ausgebaut.
- Die Digitalität von Kunstproduktion, Vernetzung, Vermittlung und Bewahrung des Kulturerbes wird weiterentwickelt.
- Die Kooperation von Kultur und politischer Bildung wird gefördert.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 1
SPD NW 14
Mehr Rechte oder Angebote 4
- Der Missbrauch von Gedenktagen für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft durch Rechtsextreme wird nicht zugelassen.
- Soziokultur, Interkultur, Inklusion, Breitenkultur und kulturelle Angebote in der Fläche werden grundlegend gestärkt.
- Die Förderstruktur wird auf Soziokultur, Interkultur, Inklusion, Breitenkultur und Angebote in der Fläche ausgerichtet.
- Die Anerkennung des Ruhrgebiets als UNESCO-Welterbe wird aktiv unterstützt und die Beantragung vorangetrieben.
Ohne klare Richtung 1
Grüne NW 1513
Mehr Rechte oder Angebote 13
- Die Geschichte der Migration wird als gesamtgesellschaftliche Geschichte Nordrhein-Westfalens stärker gewürdigt.
- Mehrsprachigkeit wird gefördert und ihre gesellschaftliche Anerkennung gestärkt.
- Erinnerungskulturelle Angebote werden breiter gefasst.
- Die deutsche und europäische Kolonialgeschichte und ihre Folgen bis in die Gegenwart werden systematisch aufgearbeitet.
- Ein Konzept zur historischen Aufarbeitung der kolonialen Verantwortung Nordrhein-Westfalens und zur Auseinandersetzung damit in Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Stadtquartieren wird entwickelt.
- Die Geschichte der Diskriminierung und Verfolgung queerer Menschen wird aufgearbeitet.
- Es werden Erinnerungsorte für die Verfolgung queerer Menschen geschaffen.
- Die Kulturlandschaft Nordrhein-Westfalens erhält Sicherheit und wird erhalten und ausgebaut.
- Die Erinnerung an die NS-Zeit wird für alle Menschen lebendig und erfahrbar gemacht.
- Schutz und Pflege des kulturellen Erbes werden gestärkt.
- Das fotografische Erbe wird in größtmöglicher Vielfalt erfasst, erforscht und bewahrt.
- Das fotografische Erbe soll in größtmöglicher Vielfalt erfasst, erforscht und bewahrt werden.
- Gaming-Kultur und E-Sport werden unterstützt.
Bleibt wie bisher 4
- Die verbliebenen Siedlungsstrukturen und die Manheimer Kirche sollen erhalten werden.
- Die Geschichte der Einwanderung nach Nordrhein-Westfalen soll als Teil der Identität des Landes lebendig gehalten werden.
- Die Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit wird wachgehalten.
- Ein Schlussstrich unter das Gedenken an die NS-Verbrechen wird abgelehnt.
Ohne klare Richtung 1
Weniger Rechte oder Angebote 1
FDP NW 39
Mehr Rechte oder Angebote 9
- Nach der Lockdown-Zeit wird ein Aufbruch in der Kultur gefördert.
- Kooperationen und Veranstaltungen jüdischer Begegnungs- und Kennenlernprojekte werden ausgebaut.
- Rundfunkangebote aus Information, Bildung und Kultur werden gestützt.
- Breite und Vielfalt der Kulturszene werden gestärkt.
- Für jede Person steht unabhängig von Alter, Herkunft und Bildungshintergrund ein passendes Angebot kultureller Bildung zur Verfügung.
- Projekte wie „JeKits“ werden gestärkt und zu einem 3K-Programm als Kulturgarantie ausgebaut.
- Das Programm „Dritte Orte“ wird gestärkt.
- Die Förderung von Spitzenkultur stärkt die Ausstrahlung in nationale und internationale Kulturszenen und die Professionalität für den künstlerischen Nachwuchs.
- Digitale Strategien zur Vermittlung von Kunst in der kulturellen Bildung werden verstärkt.
Bleibt wie bisher 1
AfD NW 64
Mehr Rechte oder Angebote 4
- Bei kulturell bedingten Wert- und Normkonflikten hat die deutsche Kultur als Leitkultur Vorrang.
- Deutsch wird als Landessprache in das Grundgesetz und die Landesverfassung Nordrhein-Westfalens aufgenommen.
- Der inflationären Verwendung von Anglizismen soll entgegengewirkt werden.
- Regionale Baukultur soll als Leitbild für Architektur und Städtebau gefördert werden.
Bleibt wie bisher 3
Linke NW 528
Mehr Geld 3
Mehr Rechte oder Angebote 26
- Die NS-Vergangenheit früherer Landtagsmitglieder und Landesbeamter, insbesondere in Ministerien, Justiz und Polizei, wird historisch aufgearbeitet.
- Der 8. Mai wird als Tag der Befreiung vom Faschismus gesetzlicher Feiertag.
- Kultur soll frei von ökonomischen Zwängen sein und staatlichen Schutz sowie ausreichende finanzielle Mittel erhalten.
- Kunst und Kultur gelten nicht als freiwillige Leistung der Kommunen, sondern als Teil der Daseinsvorsorge.
- Die Geschichte des Nationalsozialismus und des Widerstands soll stärker präsent gemacht werden.
- Bestehende Gedenkstätten sollen gepflegt, erhalten und durch Arbeit vor Ort präsent gehalten werden.
- Erhalt und Pflege des materiellen und immateriellen kulturellen Erbes des Landes werden gefördert.
- Industriekultur und Provenienzforschung werden in die Kulturerbepolitik einbezogen.
- Kulturelle Projekte zur „Kultur der Arbeitsmigration“ werden besonders unterstützt.
- Kulturpolitik soll sich der Vielfalt kultureller Auffassungen öffnen, den Austausch fördern und Kulturschaffenden aus anderen Ländern Auftrittsmöglichkeiten geben.
- Der Zugang zur kulturellen Nutzung leerstehender Gebäude wird vereinfacht.
- Die regionale Sprache und Dialekte in NRW werden als erlebbares Kulturgut geschützt und sichtbar gemacht.
- Lokale Dialekte werden als immaterielles Kulturgut anerkannt und sichtbar gemacht.
- Lokale Dialekte werden in Schulen gefördert.
- Landesgebäude werden mit baukünstlerischem Ausdruck sowie umweltverträglich und gesellschaftlich nachhaltig gebaut.
- Bei Neubauten werden der gesellschaftliche Nutzen und kulturelle Erfordernisse berücksichtigt.
- Haltestellen des Nahverkehrs werden künstlerisch gestaltet und mit Kulturinformationen ausgestattet.
- Der öffentliche Raum wird im Zuge der Verkehrswende neu aufgeteilt und künstlerisch sowie naturnah gestaltet.
- Für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum gelten landeseinheitliche stadtplanerische Leitlinien.
- Die musikalische Breitenförderung wird deutlich verbessert.
- Die Musikgeschichte NRWs wird im neuen Haus der Geschichte in Düsseldorf aufgearbeitet.
- Creative Commons werden anerkannt und gefördert.
- Die Gedenkstätte am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stukenbrock-Senne wird Lernort für Antifaschismus, Antirassismus, Frieden und Demokratie.
- Die Rolle des Stalag 326 im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion steht im Mittelpunkt der Gedenkstätte.
- Der sowjetische Ehrenfriedhof wird Teil der Gedenkstätte Stalag 326.
- Die Ausstellung Verbrechen der Wehrmacht wird in der Gedenkstätte Stukenbrock-Senne gezeigt.
Bleibt wie bisher 2
Ohne klare Richtung 3
- Angestrebt wird ein verbindendes, inklusives Kulturbewusstsein, das gemeinschaftlichen Zusammenhalt fördert.
- Kultur soll kein elitärer Begriff sein, sondern allen Menschen Teilhabe und Mitwirkung ermöglichen.
- Alle Menschen sollen unabhängig von Einkommen, Alter, Geschlecht oder Herkunft an Kultur teilhaben können.
Koalitionsvertrag 1016
Mehr Geld 4
- Der Fonds für bürgerschaftliche Projekte wird auch für Identitätspflege und ein „Reallabor Bürgerbeteiligung“ genutzt.
- Die Finanzmittel für die dauerhafte Erhaltung von Industriedenkmälern sollen verstetigt werden.
- Der Kulturetat wird bis zum Ende der Legislaturperiode schrittweise um 50 Prozent erhöht.
- Die Förderung von Gedenkstättenfahrten, besonders außerschulischer Angebote und Angebote für Erwachsene, wird gestärkt.
Mehr Rechte oder Angebote 13
- Der Fonds für bürgerschaftliche Projekte wird auch für Identitätspflege und ein „Reallabor Bürgerbeteiligung“ genutzt.
- Die Landwirtschaft wird dabei gefördert, die Ernährung zu sichern, Einkommen zu erzielen, die Natur zu pflegen und historisch gewachsene Kulturlandschaften zu bewahren.
- Neue Welterbeinitiativen werden begleitet.
- Digitalität in Kunstproduktion, Vernetzung, Vermittlung und Bewahrung des kulturellen Erbes wird weiterentwickelt.
- Die digitale Erfassung der Sammlungsbestände aller Museen wird umgesetzt.
- Eine Offensive zur Speicherung weiterer Medien und Kulturgüter macht Museen zu Speicherbibliotheken.
- Für kulturelle Teilhabe aller werden begleitende Betreuungsangebote ausgebaut.
- Die Erinnerungskultur wird im Sinne einer pluralen Gesellschaft weiterentwickelt.
- Die deutsche und europäische Kolonialgeschichte wird aufgearbeitet.
- Mit Zivilgesellschaft, Kultur und Wissenschaft wird ein Konzept zur Aufarbeitung der Kolonialgeschichte in Forschung, Bildungs- und Kultureinrichtungen und Stadtquartieren entwickelt.
- Digitale Vermittlungskonzepte und die Digitalisierung bestehender Sammlungen werden gestärkt.
- Gaming-Kultur und E-Sport werden unterstützt.
- Das Erlernen der französischen und polnischen Sprache wird stärker gefördert.
Bleibt wie bisher 5
- Das Landgestüt wird als kulturelles Erbe fortgeführt.
- Die Finanzmittel für Schutz und Pflege der Denkmäler bleiben mindestens auf dem derzeitigen Niveau.
- Stadtbildprägende Kirchengebäude sollen weitestgehend erhalten werden.
- Das Regionale Kulturprogramm wird fortgesetzt und weiterentwickelt.
- Die Aufarbeitung der NS-Geschichte im Land bleibt ein Schwerpunkt.
Ohne klare Richtung 5
- Die Kooperation von Kultur und politischer Bildung wird gestärkt.
- Die Rolle Nordrhein-Westfalens als vielfältiges Kultur- und Medienland wird ausgebaut.
- Das Bauhaus-Erbe dient als Grundlage, um die Transformation der Stadtentwicklung voranzubringen und die ästhetische Dimension des Bauens erlebbar zu machen.
- Das Kulturgesetzbuch wird weiterentwickelt.
- Das Landesprogramm Öko-Kult NRW wird fortgeschrieben.
Grüne NW, Programmentwurf zur Landtagswahl 2027 48
Mehr Rechte oder Angebote 8
- Eine vielfältige, inklusive und barrierefreie Erinnerungskultur wird gestärkt.
- Neue Ansätze der Erinnerungskultur sollen alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft zeitgemäß ansprechen.
- Digitale Erinnerungsformate und neue Vermittlungsangebote werden gefördert.
- Die Erinnerungskultur umfasst auch die Opfer von Verbrechen vor und nach der NS-Zeit.
- Die Geschichte der Verfolgung queerer Menschen in der NS-Zeit und in der Bundesrepublik wird sichtbarer gemacht.
- Kulturelle Teilhabe soll für Menschen aller Generationen ermöglicht und gestärkt werden.
- Kulturelle Bildung soll nicht auf Kinder und Jugendliche beschränkt sein, sondern Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen erreichen.
- Wiederaufnahmen und die Weiterentwicklung bestehender Programme sollen gezielt unterstützt werden.
Bleibt wie bisher 4
- Die Erinnerung an die Verbrechen der Vergangenheit wird wachgehalten.
- Das Gedenken an die Opfer rechtsextremer und islamistischer Gewalt der jüngeren Vergangenheit wird wachgehalten.
- Die Geschichte der Einwanderung nach Nordrhein-Westfalen soll als selbstverständlicher Teil der gemeinsamen Geschichte sichtbar bleiben.
- Das Vorhaben eines nationalen Migrationsmuseums in Nordrhein-Westfalen wird weiter unterstützt.
Vorläufige Auswertung. Wie das entsteht