Tiere
Schutzgüter: was die Programme zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und der Koalitionsvertrag für diese Gruppe fordern, zum Aufklappen nach Art der Wirkung.
Rechts in Rot die Zahl der Forderungen, die die Gruppe belasten, in Grau die teils, teils oder ohne klare Richtung, in Grün die, die sie begünstigen. Alle Zielgruppen in Nordrhein-Westfalen
Klicken Sie auf eine Partei, um ihre Forderungen zu sehen.
SPD00
Ohne Einzug ins Parlament
Programme zur Landtagswahl 2027
CDU 52
Mehr Rechte oder Angebote 2
Ohne klare Richtung 5
- Der Schutzstatus des Wolfes soll mit Blick auf seine tatsächliche Verbreitung verändert werden.
- Bei der Wiederbewaldung gilt der Grundsatz von Wald und Wild.
- Nachhaltige, umweltverträgliche Erzeugung mit hohen Tierwohlstandards gilt als Qualitätsmerkmal der Aquakultur.
- Hochwertige, bezahlbare Lebensmittel sollen regional mit hohen Tier- und Umweltschutzvorgaben erzeugt werden.
- Tierwohl soll im Mittelpunkt der Tierhaltung stehen.
Grüne 141
Mehr Rechte oder Angebote 41
- Ein umfangreiches Schutzprogramm hilft Vögeln und Fledermäusen.
- Rahmenbedingungen sollen Wölfen Lebensräume in NRW bieten und zugleich die Weidetierhaltung ermöglichen.
- Technische Lösungen wie Echtzeitüberwachung von Rotoren mit Abschaltautomatik sollen Greifvögel und Fledermäuse schützen.
- Besitzerinnen und Besitzer kleiner Waldflächen werden dabei unterstützt, eine tierschutzgerechte und ausreichende Bejagung ihrer Flächen sicherzustellen.
- Fisch- und fließgewässerfreundliche Wasserkraftwerke werden bevorzugt.
- Die Stickstoff- und Pestizidbelastung wird durch Stärkung einer bäuerlichen Landwirtschaft mit flächengebundenen Tierbeständen und tiergerechten Ställen gesenkt.
- Tiere sollen entsprechend ihren Bedürfnissen gehalten werden.
- Die industrialisierte Intensivtierhaltung wird abgelehnt.
- Der Bestand landwirtschaftlich gehaltener Tiere wird mittelfristig auf ein umwelt- und tierverträgliches Maß reduziert.
- Öffentliche Agrarfördermittel von EU, Bund und Land sollen an Betriebe gehen, die mit dem Schutz von Natur und Tieren eine öffentliche Leistung erbringen.
- Eine „Landesstrategie Nutztierhaltung“ soll die Tierhaltung deutlich verbessern und für tiergerechte Haltungsbedingungen sorgen.
- Der Tierschutz auf Schlachthöfen wird verbessert.
- Akkordarbeit in tierschutzsensiblen Bereichen von Schlachthöfen wie Zutrieb, Betäubung und Tötung wird beendet.
- Videokontrollen werden flächendeckend in tierschutzrelevanten Bereichen eingesetzt.
- Tierschutzkonforme Alternativen zur CO2-Betäubung werden vorangebracht.
- Die Qualitätssicherung bei Betäubungsgeräten wird verbessert.
- Nicht medizinisch notwendige Amputationen und Eingriffe an Tieren werden abgelehnt.
- Tiertransporte aus und nach NRW werden ausnahmslos auf höchstens vier Stunden beschränkt.
- Tiertransporte werden nur unter strengen Tierschutzauflagen genehmigt.
- Die Einhaltung der Auflagen bei Tiertransporten wird besser kontrolliert.
- Eine Überarbeitung der Tierschutzstandards für mehr Tierwohl wird angestrebt.
- Lebendtiertransporte aus NRW in Nicht-EU-Länder werden beendet.
- Ein bundesweites Verbot von Lebendtiertransporten in Nicht-EU-Länder wird angestrebt.
- Die oder der Landestierschutzbeauftragte soll weisungsunabhängig arbeiten können.
- Die amtlichen Tierschutzkontrollen werden gestärkt.
- Die Landesbauordnung wird geändert, um den Brandschutz in Ställen zu verbessern.
- Die gesetzlichen Brandschutzstandards werden in neuen und bestehenden Ställen konsequent durchgesetzt.
- Anbindehaltung, Kastenhaltung und isolierte Haltung von Tieren werden schnell beendet.
- Tierversuche, für die anerkannte tierleidfreie Alternativen bestehen, sollen verboten werden.
- Die Zahl der Tierversuche wird mit Zielvereinbarungen, Förderung und Vorgaben in allen Bereichen deutlich reduziert.
- Ein Ende von Tierversuchen wird angestrebt.
- Die Forschung zu tierleidfreien Alternativen wird in NRW unterstützt.
- Der Ausstieg aus Überzüchtung und Qualzucht in der Tierzucht wird vorangetrieben.
- Ein Gefahrtiergesetz stellt die sichere Haltung von für Menschen gefährlichen Tieren sicher.
- Beim Online-Handel mit Tieren wird eine verpflichtende Identitätsprüfung befürwortet.
- Bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflichten für Haustiere werden befürwortet.
- Tierheime erhalten landesweit eine verbindliche Vergütung für die Unterbringung von Heimtieren.
- Unterbringung und Versorgung domestizierter Tiere in Zirkussen sollen jederzeit tiergerecht sein und den Tierschutzleitlinien entsprechen.
- Der Einsatz von Tieren, insbesondere Pferden, bei Karnevals- und Festumzügen wird eingeschränkt.
- Für den Tiereinsatz bei Umzügen werden individuelle Regelungen vor Ort angestrebt.
- Die Forschung an Alternativen zu Tierversuchen wird unterstützt, um Tierversuche weitgehend zu reduzieren.
FDP 214
Mehr Rechte oder Angebote 4
- Projekte, die in Forschung und Praxis landwirtschaftliche Innovationen schaffen, werden stärker vorangetrieben.
- Maßstab für das Tierwohl soll der Zustand des einzelnen Tieres sein, nicht allein Stallgröße oder Haltungsform.
- Landwirte werden bei der Umsetzung tierwohlfördernder Maßnahmen unterstützt.
- Genehmigungsverfahren für den Bau offener Stallsysteme werden beschleunigt.
Ohne klare Richtung 1
AfD 227
Mehr Rechte oder Angebote 7
- Eine Strategie soll Tierversuche bei Forschung mit geringer klinischer Relevanz verringern.
- Lebendtiertransporte werden auf ein Mindestmaß beschränkt.
- Die Ausfuhr von Schlachttieren in Länder mit Tierschutzverstößen wird eingeschränkt.
- Tierschutzgesetze gelten ausnahmslos für alle Tiere.
- Das Schächten wird abgelehnt.
- Die gesetzlichen Ausnahmeregelungen für das Schächten werden gestrichen.
- Windkraftanlagen auf Waldflächen werden abgelehnt.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 1
Weniger Rechte oder Angebote 2
Linke 227
Mehr Rechte oder Angebote 27
- Agrarzahlungen werden an wissenschaftlich fundierte Umwelt- und Sozialkriterien und an den Tierschutz gebunden.
- Die Massentierhaltung wird abgeschafft.
- Nutztiere werden artgerecht mit genügend Auslauf gehalten.
- Tierschutzkontrollen werden häufiger und strenger, Verstöße werden härter bestraft.
- Schlachtverfahren werden schmerz- und stressärmer.
- Der staatliche Schutzauftrag erstreckt sich auch auf Tiere.
- Tiere haben unabhängig von ihrem Nutzwert ein Recht auf eine natürliche, artgerechte Existenz.
- Schinderei und quälerische Haltungsweisen von Tieren werden beendet.
- Der respektvolle Umgang mit Tieren wird erlernt und praktiziert.
- Qualzüchtungen und Massentierhaltung werden beendet und durch artgerechte Haltung ersetzt.
- Ein Tierrassen-Krankheits-Register wird eingeführt, mit dessen Hilfe Qualzuchten definiert werden können.
- Wildtiere in Zirkussen werden verboten.
- Das Training von Jagdhunden am lebenden Tier wird verboten.
- Schliefenanlagen werden geschlossen.
- Pferde dürfen erst ab drei Jahren an Rennen teilnehmen, die Altersgrenzen im Spring- und Rennsport werden überdacht.
- Ausbildungsmethoden und artgerechte Haltung von Pferden werden regelmäßig durch das Veterinäramt und die FN geprüft.
- Kommerzielle Pferdekutschfahrten in städtischen Gebieten werden eingestellt, wo Lärm, Boden oder Luftqualität die Tiere belasten.
- Die Teilnahme von Pferden an Karnevalsumzügen wird abgelehnt.
- Medizinische Tierversuche, die nicht für die Entwicklung neuer Heilverfahren und Arzneimittel für den Menschen notwendig sind, werden verboten.
- Forschungsmethoden ohne Tierversuche werden gefördert.
- Mehr Amtsveterinärinnen und Amtsveterinäre werden zur Durchsetzung des Tierschutzes eingestellt.
- Das Land übernimmt die Kosten für die Kastration streunender und herrenloser Haustiere.
- Hunde und Katzen dürfen nur mit Sondergenehmigung der Forstbehörde geschossen werden.
- Streunende Hunde und Katzen werden zunächst eingefangen und ins Tierheim gebracht.
- Besitzerinnen und Besitzern, deren Tiere häufig entfliehen oder Wildtiere stören, kann das Tier weggenommen werden.
- Ausnahmen im Tierschutzgesetz für schmerzhafte Eingriffe an Tieren ohne Betäubung werden gestrichen, außer wenn die Betäubung das Tier stärker beeinträchtigt als der Eingriff.
- Landwirtinnen und Landwirte werden verpflichtet, beim Mähen Drohnen einzusetzen, um den Tod von Tieren zu verhindern.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 1
Koalitionsvertrag 115
Mehr Rechte oder Angebote 15
- Der Tierschutz wird gestärkt, die Bedingungen für alle Tiere im Land werden verbessert und unnötiges Tierleid wird verhindert.
- Tierhalterinnen und Tierhalter werden bei einer ressourcenschonenden Erzeugung nach hohen Qualitäts-, Sicherheits- und Tierwohlstandards unterstützt.
- Im nachgelagerten Bereich werden die tierschutzrechtlichen Vorgaben durchgesetzt.
- Die Weiterentwicklung der Haltungsbedingungen mit stärkerem Blick auf Tierschutzkriterien wird unterstützt.
- Züchtungsverfahren mit Schwerpunkt auf Gesundheit und Robustheit bei Mastschweinen, Geflügel und Rindern werden unterstützt.
- Der Bestandsschutz von Stallbauten wird an die überbaute Fläche gebunden, um eine flexiblere Nutzung auch zugunsten des Tierwohls zu ermöglichen.
- Tierwohlinvestitionen in bestehende Bauten sollen vereinfacht genehmigt werden.
- Ein Sofortprogramm fördert tierfreundliche Außenklimaställe für Betriebe mit höchstens zwei Großvieheinheiten je Hektar.
- Der Transport landwirtschaftlicher Nutztiere in Nicht-EU-Länder soll generell verboten werden.
- Das Sanierungsprogramm für die bauliche Infrastruktur von Tierheimen wird verlängert und ausgebaut.
- Es wird eine Grundlage geschaffen, damit Veterinärkontrollen von Großschlachtbetrieben auch durch übergeordnete Behörden erfolgen können.
- Die CO2-Betäubung von Tieren in Schlachtbetrieben wird überprüft.
- Alternativen zur CO2-Betäubung werden gefördert.
- Tierversuche sollen nach dem 3R-Verfahren reduziert werden.
- Netzwerkarbeit sowie Erforschung und Nutzung alternativer Methoden zu Tierversuchen werden gestärkt.
Grüne, Programmentwurf zur Landtagswahl 2027 20
Mehr Rechte oder Angebote 20
- Stadtgrün wird möglichst naturnah und vielfältig gestaltet, sodass es Lebensräume für Tiere und Pflanzen schafft.
- In Städten werden mehr Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen und verbunden.
- Eine Landwirtschaft mit vielfältigen Feldern, artgerechter Tierhaltung und zukunftsfähigen Höfen wird besonders unterstützt.
- Zur Bekämpfung von Tierseuchen wird auf Resilienzmerkmale in der Züchtung gesetzt.
- Zur Bekämpfung von Tierseuchen werden geringere Viehbesatzdichten angestrebt.
- Die Entwicklung von Impfstoffen gegen Tierseuchen wird vorangetrieben.
- Der Tierschutz wird gestärkt, damit Tiere qualfrei und artgerecht leben.
- Gegen Qualzuchten und illegalen Welpenhandel wird härter vorgegangen.
- Der kommerzielle Einsatz von Wildtieren für Social-Media-Inhalte wird stärker beobachtet und es wird für verharmlostes Tierleid sensibilisiert.
- Auf großen Schlachthöfen wird der Tierschutz durch Videoaufzeichnung in sensiblen Bereichen kontrolliert.
- Bürokratische Hürden für mobile und hofnahe Schlachtung werden abgebaut.
- Die Forschung zu alternativen Betäubungsmethoden wird vorangetrieben.
- Die Anforderungen an Hitze- und Brandschutz für Tiere in Ställen und auf Weiden werden weiterentwickelt.
- Der Ausstieg aus der Anbindehaltung von Rindern wird insgesamt vorangetrieben.
- Der Umbau zu tiergerechten Haltungsformen wird mit unbürokratischer Beratung und fairen Übergangsfristen ermöglicht.
- Tiere, deren artgerechte Haltung in reisenden Zirkussen nicht gewährleistet ist, sollen bundesweit nicht mehr in Zirkussen zugelassen werden.
- Der Bund soll einheitliche Regeln für ein Nachtfahrverbot von Mährobotern aufstellen.
- Die Ausbildung von Jagdhunden in Schliefenanlagen mit lebenden Füchsen wird verboten.
- Die Baujagd wird verboten.
- Die Fischerei wird natur- und tierschutzgerecht weiterentwickelt.
Vorläufige Auswertung. Wie das entsteht