Landwirte
Personen: was die Programme zur Landtagswahl in Niedersachsen und der Koalitionsvertrag für diese Gruppe fordern, zum Aufklappen nach Art der Wirkung.
Rechts in Rot die Zahl der Forderungen, die die Gruppe belasten, in Grau die teils, teils oder ohne klare Richtung, in Grün die, die sie begünstigen. Alle Zielgruppen in Niedersachsen
Klicken Sie auf eine Partei, um ihre Forderungen zu sehen.
Ohne Einzug ins Parlament
SPD 112
Mehr Geld 3
Mehr Rechte oder Angebote 9
- Klimaschonende Bodenbewirtschaftung durch Carbon Farming oder Agroforstsysteme wird unterstützt und gefördert.
- Flächenbewirtschafter und ländlicher Raum werden beim Moor- und Klimaschutz von Beginn an eingebunden.
- Mit den Flächenbewirtschaftern wird ein Konzept erarbeitet, das die Speicherfähigkeit des Bodens nutzt und Ent- und Bewässerung digital steuert.
- Beratungsangebote für Landwirte zu Energiewende, Klimaschutz, Direktvermarktung und Hofnachfolge werden deutlich ausgebaut.
- Für Tierhalter wird Planungssicherheit geschaffen.
- Verunreinigungen durch Nährstoffe und Pflanzenschutzmittel sollen vorsorgend und kooperativ mit den Flächenbewirtschaftern an der Quelle verhindert werden.
- Arbeitsschutzkontrollen werden insbesondere in der Ernährungs- und Landwirtschaft verstärkt.
- Landwirtschaftliche Software wird, wo immer möglich, nicht an Hardware gekoppelt.
- Landwirtinnen und Landwirte dürfen selbst erzeugte Daten auch selbst nutzen.
Teils begünstigend, teils belastend 1
CDU 1720
Mehr Geld 5
- Die Gemeinwohlleistungen der Land- und Forstwirte werden angemessen honoriert.
- Faire Entlohnung und eine nachhaltige Landwirtschaft dienen der Sicherstellung der Ernährung der Bevölkerung.
- Landwirtinnen und Landwirte werden mit Agrarförderprogrammen gefördert.
- Förderobergrenzen und Förderinhalte beim Herdenschutz werden aufgehoben oder ergänzt.
- Teile der Einnahmen aus dem CO2-Zertifikatehandel werden an Waldbesitzer und Landwirte abgegeben, damit sie in klimafreundliche Projekte reinvestieren.
Mehr Rechte oder Angebote 13
- Landwirtinnen und Landwirte erhalten Planungssicherheit, während die Verbraucherinteressen berücksichtigt werden.
- Ein Zukunftsdialog mit den Landwirtinnen und Landwirten wird vorangetrieben.
- Ein bundesweites Tierwohlgesetz regelt Bau-, Naturschutz- und Kennzeichnungsrecht gemeinsam mit den Tierwohlanforderungen und gibt Planungssicherheit.
- Die Weidetierhaltung wird ausgebaut und dauerhaft gefördert.
- Das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen wird zu einem Zentrum für angewandte Grünlandforschung ausgebaut.
- Die Umstellungsberatung wird gestärkt.
- Mehr Einstellungen von Fachkräften für die Umstellungsberatung werden gefördert.
- Aus-, Fort- und Weiterbildung zu Tierwohl, Klimaschutz und nachhaltiger Produktivität wird gezielt gefördert.
- Das Programm Smart-Farming-Berater unterstützt Landwirte bei Digitalisierung und Technologiebeschaffung.
- Die Kopplung von Biogas, Windkraft und Solar mit grünem Wasserstoff wird gefördert.
- Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfrisse werden weiterentwickelt.
- Eine Moorschutzstrategie wird gemeinsam mit Betroffenen, Naturschutzverbänden und Landwirten analog zum Niedersächsischen Weg etabliert und Interessenkonflikte werden ganzheitlich betrachtet.
- Für den vorbeugenden Hochwasserschutz werden über Anreizsysteme mehr Flächen von Landwirtschaft und Eigentümern gewonnen.
Weniger Pflichten 2
Teils begünstigend, teils belastend 1
Ohne klare Richtung 6
- Die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte wird von der Gesellschaft vertrauensvoll anerkannt.
- Die berechtigten Interessen der Landwirtschaft und des Umweltschutzes werden zusammengeführt.
- Landwirtsfamilien, die sich in der Tierhaltung engagieren, benötigen sichere Perspektiven.
- Eine Düngeverordnung orientiert sich am Verursacherprinzip.
- Verordnungen werden landwirtschaftsfreundlich erlassen und einem Praxischeck unterzogen.
- Zwischen Naturschutzverbänden und Landwirtschaft wird auf Anreize statt nur auf das Ordnungsrecht gesetzt.
Grüne 18215
Mehr Geld 4
- Eine Weideprämie wird eingeführt.
- Das Wiesenvogelschutzprogramm wird durch eine deutlich bessere Honorierung wirksamer Schutzmaßnahmen aufgewertet.
- Beteiligten Landwirtinnen und Landwirten werden Ertragseinbußen durch Wiesenvogelschutz ausgeglichen.
- Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter werden für Verluste durch Wolfsübergriffe konsequent entschädigt.
Mehr Rechte oder Angebote 11
- Saatgut wird als Gemeingut freigegeben.
- Tierhalter werden durch die Förderung von mehr Tierschutz unterstützt.
- Tierhalter werden bei der Vermarktung tiergerechter Produkte auf regionalen Märkten unterstützt.
- Zur Erleichterung der außerfamiliären Hofübergabe wird ein Existenzgründungsprogramm für angehende Landwirtinnen und Landwirte eingerichtet.
- Eine Informationsoffensive vermittelt konventionellen Landwirtinnen und Landwirten die Chancen des Ökolandbaus, um sie zum Umstieg zu motivieren.
- Landwirtinnen und Landwirte werden bei bodenschonenderer und schadstoffärmerer Bewirtschaftung und beim Humusaufbau unterstützt.
- Für eine den Wiesenvögeln zuträgliche Bewirtschaftung des Grünlands werden wirksame Anreize gesetzt.
- Weidetierhalterinnen und Weidetierhaltern werden Hilfen angeboten.
- Der Herdenschutz wird gestärkt.
- Die Haltung von Herdenschutztieren wird unterstützt, besonders beim Herdenschutz am Deich.
- Ein Herdenschutzteam leistet betroffenen Tierhaltenden und benachbarten Betrieben schnelle Hilfe beim Herdenschutz.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 1
Weniger Rechte oder Angebote 1
Mehr Pflichten 17
- Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln soll massiv reduziert werden.
- Ein Verbot des Glyphosateinsatzes bis spätestens Ende 2023 wird befürwortet.
- Die Ausweitung der Pestizidbeschränkungen von Naturschutzgebieten auf Wasserschutzgebiete wird befürwortet.
- Ställe und Haltung werden an die Bedürfnisse der Tiere angepasst.
- Betäubungslose Eingriffe bei Nutztieren werden beendet und verboten.
- Die Haltung von Mastschweinen und Mastrindern auf Vollspaltenböden wird abgelehnt.
- Haltung mit Stroheinstreu und Zugang zu Außenbereichen wird in Niedersachsen zum Standard.
- Die Anbindehaltung von Rindern wird in Niedersachsen beendet.
- Gemeinsam mit der Bundesregierung wird das Qualzuchtverbot in der Nutztierhaltung umgesetzt.
- Der Antibiotikaverbrauch in der Tierhaltung wird sowohl mengenmäßig als auch qualitativ reduziert.
- Reserveantibiotika werden in der Tiermast verboten.
- Der Nährstoffüberschuss wird durch wirksame Düngerechtskontrollen abgebaut.
- Der Nährstoffüberschuss wird durch eine flächengebundene Tierhaltung abgebaut.
- Für Ackerfolien wird ein Pfandsystem eingeführt.
- Die Ausnahmen vom grundsätzlichen Verbot chemisch-synthetischer Pestizide auf Grünland in Naturschutz- und Natura-2000-Gebieten sollen gemeinsam mit Landwirtschafts- und Umweltverbänden weiter verringert werden.
- Zum Gesundheitsschutz wird der Umbau der Tierhaltung zu tiergerechten Haltungssystemen und flächengebundener Tierhaltung vorangetrieben.
- Aus Seuchenschutzgründen werden kurzfristige Maßnahmen wie Wiederbelegungsverbote zumindest in sehr viehdichten Regionen genutzt.
AfD 147
Mehr Geld 3
- Landwirte werden in die Lage versetzt, von ihrem Einkommen ihre Familien abzusichern und in den Fortbestand ihrer Höfe zu investieren.
- Solange es eine CO2-Bepreisung gibt, wird die CO2-Speicherleistung der Land- und Forstwirtschaft honoriert.
- Jede von Land- und Forstwirtschaft gebundene Tonne CO2 wird zum Marktpreis aus den Einnahmen der CO2-Abgaben vergütet.
Mehr Rechte oder Angebote 4
- Landwirte erhalten wieder mehr Entscheidungsfreiheit.
- Energiekonzepte werden gemeinsam mit Gemeinden, Landkreisen und Landwirten unter Berücksichtigung der Landwirtschaft gestaltet.
- Deutschland legt nach dem Vorbild Frankreichs und Schwedens eine Höchstzahl für Wölfe fest.
- Eine 5D-Kennzeichnung macht Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Verarbeitung von Schweinen in Deutschland für Verbraucher erkennbar.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 3
- Die Rahmenbedingungen für produzierende Landwirte werden deutlich verbessert.
- Der Beruf des Landwirts wird attraktiver und erfährt mehr Wertschätzung.
- Grunderwerb durch internationale Investoren, insbesondere über steuerfreie Share Deals, wird als gegen die Interessen der Landwirte gerichtet abgelehnt.
FDP 35
Mehr Geld 1
Mehr Rechte oder Angebote 4
- Für die Landwirtschaft stehen zeitgemäße Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.
- Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest wird durch stärkere Koordination des Bundes und bessere Abstimmung der Länder intensiviert.
- Das Wolfsmanagement begrenzt die Zahl der Wölfe auf ein mit der Weidetierhaltung verträgliches Maß.
- Der Niedersächsische Weg wird als kooperatives Instrument mit Bewirtschaftern und Umweltverbänden weiterentwickelt.
Bleibt wie bisher 1
Linke 219
Mehr Geld 5
- Präventive Schutzmaßnahmen gegen Wolfsrisse werden gefördert.
- Schäferinnen und Schäfer erhalten vollständigen Ausgleich für Schäden durch Wolfsrisse.
- Gerechte Erzeugerpreise sollen gegen die Interessen großer Handelskonzerne durchgesetzt werden.
- Landwirtinnen und Landwirte sollen aktiv bei einer profitablen Direktvermarktung unterstützt werden.
- Analog zum Mindestlohn sollen Mindesterzeugerpreise eingeführt werden.
Mehr Rechte oder Angebote 5
- Land- und Forstwirtschaft sollen gemeinsam mit den Land- und Forstwirten ökologisch nachhaltig gestaltet werden.
- Eine soziale und ökologische Landwirtschaft soll gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern gestaltet werden.
- Landwirtinnen und Landwirte sollen bei Problemen infolge von Pestizidverboten Unterstützung vom Land erhalten.
- Analog zum Mindestlohn sollen Mindesterzeugerpreise eingeführt werden.
- Landgrabbing durch große Konzerne soll unterbunden werden.
Ohne klare Richtung 1
FW 1310
Mehr Geld 3
Mehr Rechte oder Angebote 8
- Baurechtliche Anpassungen für Tierwohl-Umstellungen sollen durch Weiterführung der Zukunftskommission Landwirtschaft verlässlich und langfristig planbar festgelegt werden.
- Bei Ausgleichsmaßnahmen sollen nutzungsintegrierte Projekte ohne kompletten Produktionsausfall auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen bevorzugt werden.
- Faire Marktbedingungen sollen die Rolle der Landwirte in der Wertschöpfungskette stärken.
- Unfaire Handelspraktiken sollen beseitigt werden.
- Sittenwidrige Verträge unterhalb der Produktionskosten sollen verboten werden.
- Die EU soll Sicherheitsnetze für die Landwirtschaft bereitstellen.
- Der Dialog zwischen Verbrauchern und Landwirten soll intensiviert werden.
- Die Rolle der Landwirte in der Wertschöpfungskette soll gestärkt werden.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 2
- Eine zukunftsfähige, akzeptierte Land- und Forstwirtschaft und Fischerei zu gewährleisten, gilt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
- Eigentumsorientierte, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, Teichwirtschaft und an Grund und Boden gebundene Jagd gelten als Grundvoraussetzungen des ländlichen Raumes.
Koalitionsvertrag 9521
Mehr Geld 5
- Die Landesförderung für Moorrenaturierung und torferhaltende Bewirtschaftung soll ausgeweitet werden.
- Naturschutzleistungen von Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sollen stärker honoriert werden.
- Landwirtinnen und Landwirte werden bei dieser Umstellung mit mehr Ressourcen unterstützt.
- Im ersten Halbjahr 2023 wird ein Gesetz zur Sicherung der bäuerlichen Agrarstruktur eingebracht, um steigende Kauf- und Pachtpreise zu dämpfen.
- Es werden ausreichend kostenfreie Beratungskontingente für sozioökonomische Fragen in der Landwirtschaft bereitgestellt.
Mehr Rechte oder Angebote 17
- Mit Energiebranche, Naturschutz, Landwirtschaft und kommunalen Spitzenverbänden wird eine „Taskforce Energiewende“ eingerichtet.
- Das Niedersächsische Kompetenzzentrum Klimawandel wird gestärkt und ausgebaut, um Kommunen, Wasserverbände und Landwirtschaft zu beraten.
- Mit den Flächenbewirtschaftenden werden Planungsgrundlagen für eine intelligente, digitale Be- und Entwässerung erarbeitet.
- Die Transformation der Moorbodennutzung wird im Dialog mit Kommunen, Landwirtschaft, Naturschutz und Wasserwirtschaft nach dem Vorbild des Niedersächsischen Weges angegangen.
- Ein Moor-Kompetenzzentrum wird als Koordinations- und Beratungsstelle für Renaturierung und torferhaltende Bewirtschaftung kohlenstoffreicher Böden geschaffen.
- In einer Pilotregion werden die Potenziale einer nachhaltigen Regionalentwicklung durch Moorschutz, klimafreundliche Bewirtschaftung und sanften Tourismus erprobt.
- Die Weidetierhaltung wird in besonderem Maße unterstützt.
- Landwirtschaftspolitik wird gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten gestaltet.
- Gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten werden die Weichen für eine nachhaltige und digitalere Landwirtschaft gestellt.
- Bei der Weiterentwicklung der Landwirtschaft wird gemeinsam mit den Akteuren für Planungssicherheit gesorgt.
- Für diese Transformation werden Partizipation und Dialog mit Kommunen, Landwirtschaft, Naturschutz und Wasserwirtschaft genutzt.
- Vom Aussterben bedrohte Pflanzensorten und Nutztierrassen werden unter Unterstützung von Züchtern und Tierhaltern erhalten.
- Es werden ausreichend kostenfreie Beratungskontingente für sozioökonomische Fragen in der Landwirtschaft bereitgestellt.
- Die Weidehaltung von Schafen, Ziegen, Schweinen und Rindern wird mit abgestimmten Maßnahmen gefördert.
- Schutz und Eigennutzung der Daten von Landwirten erhalten einen höheren Stellenwert.
- Auf Bundes- und EU-Ebene wird Schnittstellenkompatibilität und Interoperabilität landwirtschaftlicher Hard- und Software gefordert.
- Winterakademien bieten Landwirten praxisorientierte Weiterbildung zu Biolandwirtschaft und neuen Methoden.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 4
- Für die Landwirtschaft werden mehr Planungssicherheit, mehr Wertschätzung, eine stabile Einkommenssituation und effektiver Klimaschutz angestrebt.
- Klima- und Ressourcenschutz, Arten- und Tierschutz, auskömmliche Erzeugerpreise, Ernährungssicherung, Verbraucherschutz und mehr Wertschöpfung im ländlichen Raum haben in der Land- und Forstwirtschaftspolitik Priorität.
- Auf Bundesebene sollen Anreizinstrumente den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren.
- Niedersächsische Landwirte sollen gegenüber anderen Investoren beim Bodenerwerb nicht ins Hintertreffen geraten.
Weniger Rechte oder Angebote 1
Mehr Pflichten 8
- Das Düngerecht wird wirksam kontrolliert.
- Bodenleben, Bodenfruchtbarkeit, Fruchtfolge, Humusaufbau und Wasserspeicherfähigkeit sollen bei der Bodenbearbeitung, im Ackerbauzentrum und in der Beratung stärker berücksichtigt werden.
- Die Umsetzung der Regelungen zu betäubungslosem Schnabelkürzen, Qualzuchtverbot, Anbindehaltung und Kupieren der Ringelschwänze wird vorangetrieben.
- Als Grünland genutzte Niedermoorstandorte dürfen nicht umgebrochen werden.
- Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird wie im Niedersächsischen Weg vereinbart deutlich reduziert.
- Die vereinbarte Pestizidreduktionsstrategie wird fertiggestellt und umgesetzt.
- Pachtflächen im öffentlichen Eigentum werden künftig vorrangig ökologisch bewirtschaftet.
- Die ordnungsgemäße Düngung wird effektiv und verursacherbezogen bewertet und kontrolliert.
Vorläufige Auswertung. Wie das entsteht