Landwirte
Personen: was die Programme zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein und der Koalitionsvertrag für diese Gruppe fordern, zum Aufklappen nach Art der Wirkung.
Rechts in Rot die Zahl der Forderungen, die die Gruppe belasten, in Grau die teils, teils oder ohne klare Richtung, in Grün die, die sie begünstigen. Alle Zielgruppen in Schleswig-Holstein
Klicken Sie auf eine Partei, um ihre Forderungen zu sehen.
Ohne Einzug ins Parlament
FW00
Programme zur Landtagswahl 2027
CDU 710
Mehr Geld 3
- Wirtschaftsgetragene Honorierungssysteme werden unterstützt, um Nachhaltigkeitsleistungen der Landwirtschaft abseits des Produktpreises zu vergüten.
- Landwirtinnen und Landwirte werden beim Auf- und Abbau von Wolfsschutzzäunen finanziell unterstützt.
- Landwirte können potenzielle Gänseflächen versichern und erhalten bei Frassschaeden Ausgleichszahlungen.
Mehr Rechte oder Angebote 7
- Die Landwirtschaft wird in ihrer Weiterentwicklung eng begleitet.
- Planungen in der Landwirtschaft erfolgen langfristig und gemeinsam im Dialog.
- Es wird geprüft, ob künftig auch Landwirtinnen und Landwirte mit der aktiven Landschaftspflege beauftragt werden können und nicht nur die Stiftung Naturschutz.
- Die Landwirtschaft wird bei der Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen unterstützt.
- Für Insektenschutz wird sich gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten eingesetzt.
- Landwirte können potenzielle Gänseflächen versichern und erhalten bei Frassschaeden Ausgleichszahlungen.
- Die Kooperation von Interessensgruppen wie Jagd- und Naturschutzverbänden, Landwirtschaft sowie Wasser- und Bodenverbänden wird zur Stärkung der Biodiversität vorangebracht.
Weniger Pflichten 1
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 6
- Für gute Planbarkeit in der Landwirtschaft wird sich eingesetzt.
- Der im Zukunftsdialog Landwirtschaft erreichte Konsens wird weiterentwickelt und in konkrete Maßnahmen umgesetzt.
- Für Lebensmittel und Landwirtschaft wird mehr Wertschätzung erreicht.
- Primäre Aufgabe der Landwirtschaft ist die Erzeugung hochwertiger, gesunder Nahrungsmittel.
- Schweinehalterinnen und Schweinehalter erhalten angesichts Afrikanischer Schweinepest, Coronapandemie und neuer Auflagen wieder eine Perspektive.
- Landwirtschaft, Umweltschutz, Energieerzeugung und Klimaschutz werden gemeinsam gedacht und nicht gegeneinander ausgespielt.
Grüne 10316
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 14
- Ein Reallabor „SH.Klimaneutral“ als transdisziplinäres Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk einrichten.
- Bewirtschafter*innen und Eigentümer*innen unterstützen, die durch das Management hoher Wasserstände Moor- und Klimaschutz umsetzen.
- Landwirt*innen und Flächeneigentümer*innen aktiv über die Chancen der Renaturierung informieren und dafür werben.
- Rahmenbedingungen für artenreiches Grünland und Paludikultur auf Moorflächen schaffen.
- Das Wassermanagement für Siedlungen, Infrastruktur und Landwirtschaft anpassen und in einem Zukunftsprogramm „Niederungen 2100“ festschreiben.
- Die Landwirt*innen an der Biodiversitätsstrategie des Landes beteiligen.
- Landwirt*innen beim Wandel zu einer ökologischeren Landwirtschaft unterstützen.
- Landwirt*innen bei der Umstrukturierung ihrer Betriebe bestmöglich unterstützen.
- Erweiterte Beratungsangebote für die Hofübernahme gemeinsam mit Beratungsstellen und der Landwirtschaftskammer auflegen.
- Den Dialog mit den Landwirt*innen darüber führen.
- Die Freilandhaltung mit Robusttierrassen unterstützen.
- Den Umstieg von konventioneller auf ökologische Tierhaltung erleichtern und fördern.
- Eine Umstiegsplattform für Informations- und Erfahrungsaustausch aufbauen.
- Den Wechsel zu ökologischen Formen der Nahrungsmittelproduktion fördern.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 2
Mehr Pflichten 10
- Überflutungsräume künftig ohne Pestizide und Düngung bewirtschaften.
- Ökologisch-soziale Leistungen der Landwirt*innen zur Bemessungsgrundlage für öffentliche Zahlungen machen.
- Die EU-Nitrat- und Wasserrahmenrichtlinie konsequent umsetzen und in der Düngeverordnung verankern.
- Die Einhaltung der Düngevorgaben im Land wirksam kontrollieren.
- Die Zahl der gehaltenen Tiere je Flächeneinheit verringern.
- Die Zahl der gehaltenen Tiere stärker an die bewirtschaftete Fläche koppeln.
- Eine Obergrenze von zwei Großvieheinheiten je Hektar anstreben.
- Das Platz- und Beschäftigungsangebot für Nutztiere erweitern und ausreichend Funktionsflächen und Auslauf anbieten.
- Die Fütterung der Nutztiere anpassen.
- Die Tierhaltung langfristig auf die artgerechteren Haltungsstufen 3 und 4 umbauen.
SPD 415
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 3
- Die privatwirtschaftliche und bäuerliche nachhaltige Forstwirtschaft unterstützen.
- Alle beteiligten Akteure von Naturschutzverbänden bis Landwirtschaft bei Schutz und Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme einbeziehen und unterstützen.
- Aus-, Fort- und Weiterbildung für Betriebsleitungen und Beschäftigte in der Landwirtschaft fördern.
Bleibt wie bisher 1
Mehr Pflichten 4
- Brachliegende landwirtschaftliche Flächen unter Statusschutz stellen.
- Den Einsatz von Dünger und Pestiziden stärker reduzieren.
- Das Tierwohl in der Nutztierhaltung unter Berücksichtigung einer flächenbezogenen Obergrenze verbessern.
- Ein verpflichtendes staatliches Tierwohllabel mit nachvollziehbaren Regeln einführen.
FDP 149
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 6
- Praktische Erfahrungen aus der Landwirtschaft für einen Realitätscheck nutzen.
- Verordnungsentwürfe vor Inkrafttreten stärker durch Praktiker auf Umsetzbarkeit prüfen lassen.
- Die Gänsebejagung anpassen, um die Schadensabwehr in der Landwirtschaft zu unterstützen.
- Die Landwirtschaft stärker in den politischen Prozess einbinden.
- Einen Dialog zum Flächentausch zwischen Landwirtschaft und Stiftung Naturschutz initiieren.
- Einen organisierten Wissensaustausch zwischen Gründern und Landwirten fördern.
Weniger Pflichten 1
Ohne klare Richtung 2
SSW 221
Ohne klare Richtung 2
AfD 4718
Mehr Geld 3
Mehr Rechte oder Angebote 15
- Landwirte entscheiden selbst über die Nutzung ihrer Flächen.
- Bauern auf direktem Weg unterstützen.
- Landwirte beider Bewirtschaftungsformen gemeinsam ausbilden.
- Landwirten eine kostenlose zentrale Beratung für umweltschonende, betriebsindividuelle Bearbeitung anbieten.
- Bäuerliche Initiativen zur Anlage von Blühstreifen mit einheimischen Blütenpflanzen unterstützen.
- Moorflächen im Einvernehmen mit den Bauern wiederbeleben.
- Die Entscheidung über die Bewirtschaftungsart landwirtschaftlicher Flächen allein den Landwirten überlassen.
- Landwirte frühzeitig in neue Gesetzesvorhaben einbinden und ihnen ein Mitspracherecht geben.
- Landwirten und Gärtnern Werbung für saisonale Produkte auch außerhalb geschlossener Ortschaften erlauben.
- Bei Umweltschutzprojekten Enteignungen von Landwirten und Berufsverbote für Fischer ausschließen.
- Landwirten die Entscheidung überlassen, welche Flächen sie als Acker- und welche als Grünland nutzen.
- Die Regelung zur automatischen Umwandlung von Ackerflächen in Grünland nach fünf Jahren Begrünung abschaffen.
- Gemeinsam mit den Landwirten die Nutztierhaltung weiter verbessern.
- Kleinbauern und Hobbyhalter im Bau- und Naturschutzrecht den Großbetrieben gleichstellen.
- Wildgänse intensiver vergrämen und bejagen.
Weniger Pflichten 3
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 6
- Die Landwirte als freie Unternehmer unterstützen.
- Der Landwirtschaft eine ihrer Leistung entsprechende Wertschätzung verschaffen.
- Den Landwirten ideologiefreie und fachlich geprägte politische Rahmenbedingungen für die Ernährungssicherung geben.
- Durch Aufklärung und Schulung das Verständnis für landwirtschaftliche Berufe fördern.
- Die geltenden Fassungen von Düngeverordnung und Insektenschutzgesetz als zu starken Eingriff in die unternehmerische Freiheit der Landwirte ansehen.
- Die Bewertung der Tierhaltung am verfügbaren Platz pro Tier statt an der Tierzahl ausrichten.
Mehr Pflichten 4
- Ackerflächen wieder für den Nahrungsmittelanbau nutzen.
- Beim Anbau von Getreide, Obst und Gemüse Dünge- und Pflanzenschutzmittel genau abgestimmt und nützlingsschonend einsetzen.
- Amputationen wie das Kupieren von Schwänzen bei Schweinen und das Kürzen von Schnäbeln bei Hühnern ablehnen.
- Änderungen in der Tierhaltung wissenschaftlich begleiten und auf Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit prüfen.
Linke 24
Mehr Rechte oder Angebote 3
Koalitionsvertrag 2620
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 15
- Landwirte werden beim Umbau der Tierhaltung umfassend beraten.
- Die Datenhoheit über Betriebsdaten liegt bei den Landwirten.
- Für betroffene Landwirte werden wirksame Lösungen gegen Gänseschäden entwickelt.
- Eine digitale Plattform zur besseren Nährstoffnutzung und zum Vollzug des Düngerechts wird eingerichtet.
- Geprüft wird, ob auch Landwirte mit aktiver Landschaftspflege beauftragt werden können.
- Der Vertragsnaturschutz wird gemeinsam mit der Landwirtschaft weiterentwickelt.
- Das Beratungsangebot für Hofübernahmen wird ausgeweitet, ausdrücklich einschließlich sozio-ökonomischer Beratung.
- Maßnahmen zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Kulturpflanzen werden gefördert.
- Es werden Anreize für vielfältige Fruchtfolgen und Mischkulturen mit ausreichenden Anbaupausen gesetzt.
- Technologieoffene Anwendungen zur Gesunderhaltung von Pflanzen werden gefördert.
- Neue Anbausysteme und digitale Lösungen im Pflanzenbau werden gefördert.
- Die Nährstoffeffizienz in der Landwirtschaft soll durch technischen Fortschritt und Wissenstransfer gesteigert werden.
- Die Landwirtschaft wird bei der Reduzierung von Nährstoffeinträgen unterstützt.
- Ein freiwilliges Anreizsystem für breitere Gewässerabstände wird unterstützt.
- Mit den Betroffenen wird eine Zukunftsstrategie Niederungen 2100 für ökonomische und ökologische Bewirtschaftung der Niederungen entwickelt.
Weniger Pflichten 3
- Geprüft wird, wie Landwirte durch freiwillige Datenbereitstellung in der Risikobewertung profitieren und Kontrollen effizienter werden.
- Geprüft wird, wie Folgeschäden durch Wölfe unbürokratischer ausgeglichen werden.
- Weidetierhaltung wird durch den Abbau von Zaunvorgaben und komplizierten Meldeverfahren attraktiver gemacht.
Bleibt wie bisher 3
Ohne klare Richtung 3
Grüne, Programmentwurf zur Landtagswahl 2027 9429
Mehr Geld 4
Mehr Rechte oder Angebote 23
- Biomethan und Biokraftstoffe sollen vorrangig in der Industrie und in schwer zu dekarbonisierenden Verkehrsanwendungen eingesetzt werden.
- Die Partnerschaft zwischen Naturschutz und Landwirtschaft soll ausgebaut werden.
- Die traditionelle Waldweide soll zur Pflege von Lichtwäldern zugelassen und gefördert werden.
- Maßnahmen von Landwirtinnen und Landwirten, Vereinen und Verbänden zum Rehkitz- und Bodenvogelschutz werden ausgebaut, unterstützt und gefördert.
- Der Gemeinschaftliche Wiesenvogelschutz von Landwirtschaft und Naturschutz wird ausgebaut und unterstützt.
- Zur Reduktion von Konflikten zwischen Gänsen und Landwirtschaft werden Go- und NoGo-Areas statt Vergrämung oder Bejagung geschützter Arten eingesetzt.
- Landwirtinnen und Landwirte werden bei der Transformation ihrer Betriebe und in ihren Leistungen für Natur und Umwelt unterstützt.
- Gemeinsam mit der Praxis wird eine landesweite Agroforst-Strategie entwickelt.
- Eine Beratungs- und Informationskampagne spricht Landwirtinnen und Landwirte frühzeitig zur Hofnachfolge an.
- Die Gründungsberatung für Junglandwirtinnen und Junglandwirte wird ausgebaut.
- Die Gründungsberatung wird stärker auf neue und vielfältige Betriebsformen ausgerichtet.
- Die Beratung zu Hofnachfolge und Gründung soll niedrigschwellig und praxisnah sein.
- Mit der Landwirtschaftskammer und bestehenden Beratungsstrukturen werden erweiterte Beratungsangebote geschaffen.
- Hofgründungen und -übernahmen außerhalb der Familie werden aktiv unterstützt.
- Eine landesweite Hofbörse wird eingerichtet.
- Die Hofbörse bietet persönliches Coaching, Begleitung und eine Vermittlung zwischen Interessierten und Abgebenden.
- Landwirtinnen und Landwirte werden als Fachleute eng in die Landschaftspflege einbezogen.
- Landwirtinnen und Landwirte werden beim Umstieg auf Paludikulturen beraten.
- Fortbildungsmodule ermöglichen ausgebildeten Landwirtinnen und Landwirten, Inhalte der Moorwirt-Ausbildung nebenberuflich zu erlernen.
- Bei Freiflächen-Photovoltaik werden Agri-PV und naturverträgliche Ausgestaltung gefördert.
- Eine integrierte Flächenplanung soll Klimaschutz-, Naturschutz- und Landwirtschaftsziele von Beginn an gemeinsam betrachten.
- Pachtflächen der öffentlichen Hand werden nicht mehr vorrangig nach dem Höchstgebot vergeben.
- Für die Vergabe öffentlicher Pachtflächen werden transparente Vergaberichtlinien mit Beratung und Unterstützung entwickelt.
Weniger Pflichten 2
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 3
- Im Artenschutz werden dauerhafte Lösungen unter Berücksichtigung ökologischer, ethischer und landwirtschaftlicher Nutzungsinteressen gesucht, die auch punktuelles Eingreifen des Menschen umfassen können.
- Eine zukunftsfähige Landwirtschaft braucht gut ausgebildeten Nachwuchs und gute Regelungen für Generationswechsel auf Höfen.
- Die Junglandwirtinnen- und Junglandwirte-Prämie wird weiterentwickelt.
Mehr Pflichten 9
- Der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in FFH-Gebieten soll schrittweise deutlich verringert werden.
- Mindestens 60 Prozent der Salzwiesen an der Westküste sollen unbeweidet bleiben und sich natürlich entwickeln.
- Eine verpflichtende Stoffstrombilanz ermöglicht eine betriebsgenaue Regulierung von Nährstoffeinträgen statt pauschaler Einschränkungen in Roten Gebieten.
- Ein Verbot besonders schädlicher Pestizidwirkstoffe wie Neonicotinoide, PFAS und Glyphosat wird angestrebt.
- Die ganzjährige Anbindehaltung von Rindern wird schnellstmöglich beendet.
- Das Tierschutzgesetz wird in der Tierhaltung konsequent umgesetzt.
- Die ganzjährige Anbindehaltung ohne Auslauf wird schnellstmöglich beendet.
- Der Anbau von Energiepflanzen wie Mais für Biogasanlagen soll zugunsten von Reststoffen, Gülle, Dauergrünland und Blühstreifen reduziert werden.
- Nachgewiesene Gemeinwohlleistungen wie ökologische Bewirtschaftung, Biodiversität, regionale Versorgung und Tierwohl werden maßgebliche Kriterien bei der Vergabe öffentlicher Pachtflächen.
Vorläufige Auswertung. Wie das entsteht