Linke HB, Wahlprogramm 2023: nicht im Vertrag
Aus dem Programm „Damit Bremen weiter auf sozial-ökologischem Kurs bleibt – mit links“ (Wahlprogramm 2023 der Linken), verglichen mit dem Koalitionsvertrag „Veränderung gestalten: sicher, sozial, ökologisch, zukunftsfest“
Modellauswertung der vorliegenden Forderungen, keine Aussage über eine Partei insgesamt. Stand: 19.10.2026.
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Alle Forderungen auf dieser Seite stammen aus dem Wahlprogramm 2023 der Linken, nicht aus dem Vertrag. 622 von 2.050 Forderungen dieses Programms finden sich im Koalitionsvertrag nicht wieder: Für sie gibt es im ganzen Vertrag keinen Punkt mit mindestens 30 Prozent Übereinstimmung. Bei jeder dieser Forderungen ist angegeben, welche anderen Parteien im Parlament sie teilen (Wahl- und Grundsatzprogramme, ab 30 Prozent Übereinstimmung).
Staat, Demokratie und Verwaltung13
- Die Planfeststellung auf Grundlage des Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetzes wird verfassungsrechtlich überprüft.
- Die Inanspruchnahme von Dolmetscherdiensten in der Verwaltung wird gesetzlich geregelt.
- In der Kommunikation der Behörden untereinander wird das Faxgerät abgeschafft.
- Für Klimaschutzinvestitionen von einer halben Milliarde Euro jährlich braucht die Verwaltung das nötige Personal und Know-how.
- Eine ressortübergreifende kommunale Planungsgesellschaft wird als Eigenbetrieb oder Anstalt öffentlichen Rechts gegründet.
- Eine ressortübergreifende Planungsgesellschaft stellt für alle Investitionsvorhaben genügend Planungs- und Umsetzungskapazitäten bereit.
- Das Bremische Personalvertretungsgesetz wird bei der Freistellung von Personalräten an das Betriebsverfassungsgesetz angeglichen.
- Stellen im öffentlichen Dienst Bremens, etwa im Jugendamt, werden nicht schlechter vergütet als in Hamburg.
- Eine Kommission überprüft bis 2025 die Amtsangemessenheit von Eingruppierungen und die Wettbewerbsfähigkeit von Zulagen, ohne Einzelne oder Beschäftigtengruppen schlechterzustellen.
- Der Gesamtpersonalrat bestimmt in der Kommission zur Überprüfung der Eingruppierungen paritätisch mit.
- Bürger können im Land Bremen eine Landesverfassungsklage vor dem Staatsgerichtshof einreichen.
- Gewerbeaufsichtsamt und Eichamt bleiben am Standort Bremerhaven erhalten.
- Änderungen der Beamtengesetze schränken die Beteiligungsrechte der Bürger und der Stadtverordnetenversammlung nicht ein.
Innere Sicherheit, Justiz und Bürgerrechte55
- Die Kontrollgruppe gegen Autoposer wird aufgestockt.
- Autos mit illegalen Lärmeinbauten werden bei Autoposing beschlagnahmt.
- Beschlagnahmte Autos mit illegalen Lärmeinbauten werden möglichst zeitnah verschrottet.
- Für die betroffenen Institutionen werden verpflichtende Schulungen geschaffen.
- Ein wirksames Risikomanagementsystem gegen Gewalt an Frauen wird eingesetzt.
- Die Gewaltschutzambulanz am Klinikum Bremen-Mitte wird auf andere Gewaltstraftaten ausgeweitet.
- Das Angebot der Gewaltschutzambulanz wird bekannter gemacht.
- Die lokalen Projekte von Schattenriss e. V. werden verstetigt und ausgebaut.
- GBL und andere K.-o.-Tropfen werden als Betäubungsmittel eingestuft und verboten.
- Rassistische Kontinuitäten staatlicher Institutionen werden untersucht und beendet.
- Die unabhängige Polizei- und Feuerwehrbeauftragte wird durch Öffentlichkeitsarbeit bekannter gemacht.
- Polizeiliche Gefahrengebiete mit verdachtsunabhängigen Kontrollen werden abgeschafft.
- Die Quittungen bei Polizeikontrollen werden breiter bekannt gemacht.
- Die Verbotspolitik bei Cannabisbesitz und -konsum wird als gescheitert angesehen.
- Die erhöhten Grenzwerte für geringe Mengen Cannabis in Bremen werden befürwortet.
- Im Land Bremen wird der Cannabisbesitz je nach Bundesgesetz weiter entkriminalisiert.
- Jeder Cannabisbesitz wird nicht mehr an die Führerscheinstelle gemeldet.
- Die Nulltoleranzstrategie gegen Cannabis in der JVA wird durch höhere Grenzwerte ersetzt.
- Drogenkonsumierende werden nicht wie Straftäter behandelt.
- Die Einstellung von Verfahren beim Besitz geringer Mengen etwa von Ecstasy zum Eigenverbrauch wird in einer Richtlinie festgeschrieben.
- Die Vorratsdatenspeicherung wird abgelehnt.
- Die geplante Chatkontrolle der EU wird abgelehnt.
- Die Rasseliste für Hunde wird abgeschafft.
- Grund- und Menschenrechte werden vor zu tiefgreifenden staatlichen Befugnissen geschützt.
- Die Sicherheitsbehörden erhalten eine gute Personalausstattung.
- Die Überstunden bei der Polizei werden zeitnah ausbezahlt.
- Für den Polizeidienst werden auch tarifbeschäftigte Quereinsteiger benötigt.
- Statt Ermittlungen von Polizisten gegen Kollegen gibt es unabhängige Ermittlungsstellen.
- Eine Ausweitung anlassloser Videoüberwachung wird abgelehnt.
- Staatliches Eindringen in IT-Systeme mittels Staatstrojaner wird abgelehnt.
- Eine Ausweitung des Einsatzes von Tasern wird abgelehnt.
- Die Telekommunikationsüberwachung im Gefahrenabwehrrecht bleibt auf den eng begrenzten Rahmen des neuen Polizeigesetzes beschränkt.
- Bestehende Videoüberwachungsanlagen werden wissenschaftlich evaluiert.
- Der Datenschutz bei den Sicherheitsbehörden wird streng kontrolliert und verbessert.
- Der Tod von Mohamed Idrissi wird nach Abschluss der Strafverfahren parlamentarisch aufgearbeitet.
- Aus dem Tod von Mohamed Idrissi werden Konsequenzen für Ausbildung und Vorgehen der Polizei gezogen.
- Das Waffenrecht wird verschärft, damit es weniger Waffen in Privathaushalten gibt.
- Ein Modellprojekt zur kontrollierten Verwendung von Pyrotechnik im Weser-Stadion wird ermöglicht.
- Systematische Schikane von Polizei- und Ordnungsbehörden gegen Fußballfans wird abgelehnt.
- Der Verfassungsschutz wird aufgelöst.
- Angebote zur Deradikalisierung und Prävention im Bereich Islamismus werden verstetigt und erweitert.
- Der legalistische Islamismus der AKP und ihrer Verbände wird abgelehnt.
- Dem legalistischen Islamismus der AKP wird im Land Bremen der Nährboden entzogen.
- Deradikalisierung und Prävention richten sich gleichermaßen an sexistisch und queerfeindlich arbeitende Evangelikale im Land Bremen.
- Die Berufsfeuerwehr wird so aufgestellt, dass Zeitvorgaben und Personalstärken in Rettungsdienst und Brandschutz eingehalten werden.
- Die zwei neuen Feuerwachen werden mit zusätzlichem Personal ausgestattet.
- Der Katastrophenschutz wird für Notlagen besser ausgestattet.
- Die Strafkammern werden personell so ausgestattet, dass Prozesse zügig vorangebracht werden.
- Ersatzfreiheitsstrafen bei nicht bezahlten Geldstrafen werden abgeschafft.
- Aus der Zeit gefallene Straftatbestände wie Gotteslästerung werden abgeschafft.
- Bestehende Programme zur Haftvermeidung werden ausgebaut.
- Das Täter-Opfer-Ausgleichs-Programm wird ausfinanziert und ausgebaut.
- Die Jugendhilfe im Strafverfahren wird gestärkt.
- Die Löhne von Strafgefangenen werden auf Mindestlohnniveau angehoben.
- Überschuldung Inhaftierter bei den Krankenversicherungen wird durch unbürokratische Beratung gelöst.
Migration, Asyl, Integration und Staatsangehörigkeit24
- Die Integration aller Geflüchteten wird an den Standard der Aufnahme ukrainischer Geflüchteter angenähert.
- Geflüchtete werden in dezentralen Aufnahmeeinrichtungen untergebracht.
- Für geflüchtete Frauen mit Gewalterfahrungen werden bedarfsgerechte Schutzeinrichtungen gewährleistet.
- Menschen, die wegen Verfolgung aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung geflohen sind, erhalten einen dauerhaften Aufenthaltsstatus.
- Queere Geflüchtete erhalten Freizügigkeit bei der Wahl des Wohnorts.
- Jobcenter und Sprachschulen arbeiten für bedarfsgerechte Kurse besser zusammen.
- Es werden bessere und legale Fluchtwege geschaffen.
- Bei der Aufnahme von Familienangehörigen spielt das Einkommen keine Rolle.
- Geflüchtete aus der Ukraine ohne ukrainischen Pass werden solchen mit ukrainischem Pass gleichgestellt.
- Für die Gleichstellung werden auf Landesebene Fiktionsbescheinigungen genutzt und Strukturen an Hochschulen und in Betrieben ausgebaut.
- Rom*nja erhalten häufiger einen Schutzstatus.
- Das Konzept sicherer Herkunftsstaaten wird abgelehnt.
- Behörden, Wohnungsbaugesellschaften, Wohlfahrtsträger und Initiativen arbeiten bei der Wohnraumversorgung Geflüchteter enger zusammen.
- Die Zentrale Erstaufnahmestelle in der Lindenstraße wird in ihrer bestehenden Form abgelehnt.
- Die Zentrale Erstaufnahmestelle wird verkleinert.
- Die Zentrale Erstaufnahmestelle wird dezentralisiert.
- Die Unverletzlichkeit der Wohnung wird in allen Unterkünften für Geflüchtete, etwa über die Hausordnung, sichergestellt.
- Unterkünfte erhalten bessere Personalschlüssel.
- Zielgruppenspezifische Angebote für geflüchtete Frauen bleiben bestehen.
- Angebote für geflüchtete Frauen werden nach Schutzbedarf statt nach Herkunftsregion belegt.
- Die Unterstützung Geflüchteter durch professionelle und ehrenamtliche Strukturen wird stärker gewürdigt.
- Staatliche und wohlfahrtliche Aufgaben werden nicht systematisch auf Ehrenamtliche ausgelagert.
- Projekte von Geflüchteten für Geflüchtete werden weiter gefördert.
- Die Förderung von Projekten Geflüchteter erhält niedrigschwellige Zugänge.
Wirtschaft, Wettbewerb und Industrie27
- Kleinunternehmen erhalten bei Bedarf Zuschüsse, um die Krise zu überstehen.
- Wo öffentliches Geld an Unternehmen fließt, soll öffentliches Eigentum entstehen.
- Beim Einsatz öffentlicher Gelder werden ökologische Standards für Produktionsverfahren, Produkte und den gesamten ökologischen Fußabdruck festgelegt.
- Das Vergaberecht wird so angepasst, dass Kompetenz, Verlässlichkeit und Kooperationsbereitschaft statt des niedrigsten Preises entscheiden.
- Für inhabergeführte Außengastronomie werden die Gebühren für die Nutzung öffentlicher Flächen weiterhin erlassen.
- Statt marktliberalem Laufenlassen sind zielorientierte staatliche Steuerung und Kooperation in der Wirtschaft nötig.
- In Bremen soll weiterhin Hardware für die Transformation produziert werden.
- Gewerbe wird vor Verdrängung geschützt.
- Kooperatives Wirtschaften soll an die Stelle von Konkurrenzkampf treten.
- Ein Green New Deal wird abgelehnt; angestrebt wird ein anderes Wirtschaften.
- Die Bundesregierung soll bei den ESA-Programmen und im nationalen Raumfahrtprogramm eine führende Rolle spielen.
- Wirtschaftsressort und Senat vertreten die Interessen der Bremer Wirtschaftsregion aktiv auf überregionaler Ebene, insbesondere gegenüber der Bundesregierung.
- Die deutsche Seite bei Airbus soll ihre Beteiligung besser organisieren und gezielter einsetzen, um die Standortstrategie des Konzerns zu beeinflussen.
- Ein Förderprogramm für die Gründung gewerblicher Genossenschaften wird aufgelegt.
- Gewerbeimmobilien werden weiterhin nach ökologischen Kriterien erschlossen.
- Die wirtschaftliche Erholung in Bremen soll nachhaltig und sozial gerecht gestaltet werden.
- Das Kompetenzzentrum „Faire und nachhaltige Logistik“ wird schnellstmöglich auf- und ausgebaut.
- Die Rüstungsproduktion wird zeitnah auf zivile und ökologisch sinnvolle Produktion umgestellt.
- Ein Konversionsfonds unter Beteiligung der Bremer Wirtschaftsförderung sichert die Umstellung der Rüstungsproduktion ab.
- Bei privatwirtschaftlich betriebener Infrastruktur wie Mobilfunk und unterirdischen Leitungen wird eine Monopolisierung des Angebots vermieden.
- Die Vergabe öffentlicher Aufträge wird zur Steuerung gegen Monopolisierung privat betriebener Infrastruktur genutzt.
- Verbraucherschutz umfasst Schutz vor missbräuchlichen Angeboten im Internet und mehr Medienkompetenz.
- Finanzprodukte und Preisexplosionen bei Gütern des täglichen Bedarfs werden reguliert.
- In bestimmten Räumen wird kommerzielle Werbung ausgeschlossen.
- Für Prozesskostenrisiken bei Musterfeststellungsklagen werden starke Budgets vorgehalten.
- Die Verbraucherzentrale erhält mehr Personal für neue Aufgaben im Klimaschutz.
- Die Verknüpfung der Nahrungsmittelindustrie mit der Hochschule und ihre Begleitung durch die Wirtschaftsförderung bleiben gewährleistet.
Arbeit, Löhne und soziale Sicherung55
- Fließen Steuergelder, sind belastbare Zusagen zu Beschäftigung, Arbeitnehmerrechten und Löhnen erforderlich.
- Zum Recht auf Arbeit gehört, dass es Arbeitsangebote für alle gibt.
- Löhne sollen armutsfest sein.
- Bremen legt eigene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Preiserhöhungen auf.
- Soziale Politik soll sich durch alle Politikbereiche ziehen, von Wirtschaft bis Verkehr und von Bildung bis Wohnen.
- Eine existenzsichernde, sanktionsfreie Grundsicherung wird eingeführt.
- Die Sanktionspraxis gegenüber Menschen im Leistungsbezug wird sofort beendet.
- Gespräche zwischen Sozialbehörden und Leistungsberechtigten werden auf Augenhöhe und unter Einbeziehung ihrer Vorstellungen und Grenzen geführt.
- Ein Preisdeckel auf Lebensmittel wird eingeführt.
- Zwangsumzüge durch Kostensenkungsverfahren werden ausgeschlossen.
- Ein warmmietenneutraler Klimabonus erhöht die Bemessungsgrundlage der Kosten der Unterkunft bei energetisch sanierten Gebäuden.
- Die Senatskommission Armutsbekämpfung wird fachlich und wissenschaftlich begleitet.
- Alle politischen Entscheidungen im Land Bremen werden auf ihre Auswirkungen auf die Armutsentwicklung geprüft.
- Für alle Pflegebeschäftigten gilt ein allgemeinverbindlicher Tarif, zumindest in Bremen und Bremerhaven.
- Bei industriellen Leitunternehmen und in Produktionsbranchen soll die Beschäftigung erhalten werden.
- Beim Wegfall von Tätigkeiten sollen nicht die Beschäftigten ersetzt werden.
- Stellenabbau wird verhindert.
- Wo gering qualifizierte Arbeitsplätze wegfallen und Höherqualifizierung nicht möglich ist, hilft der Staat.
- Der sozial-ökologische Umbau wird von einer Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsoffensive begleitet.
- Das Tarifniveau von Tochterunternehmen landeseigener Unternehmen wird schrittweise an das ihrer Mutterunternehmen angeglichen.
- Beschäftigte freier Träger der sozialen Infrastruktur werden nach den Tarifverträgen der öffentlichen Hand bezahlt.
- Bei der Refinanzierung freier Träger werden auch die Kosten der Betriebsratsarbeit berücksichtigt.
- Die vorhandenen Beschäftigten stehen in der Transformation im Mittelpunkt.
- Der Senat setzt sich im Bund für bessere Zuverdienstmöglichkeiten beim Leistungsbezug ein.
- Verdienste von Jugendlichen werden nicht auf die Bedarfsgemeinschaft angerechnet.
- Alle zwei Jahre wird ein Bericht zur Lage der Erwerbslosen im Land Bremen erstellt.
- Eine vom Jobcenter unabhängige öffentliche Beschwerdestelle wird eingerichtet.
- Bestehende Angebote zur Vereinbarkeit wie das Siegel „Ausgezeichnet familienfreundlich“ des Bremer RKW werden weiterentwickelt und finanziell abgesichert.
- Für die Organisationsentwicklung in Unternehmen werden Initiativen auf Bundesebene angestoßen.
- Branchenspezifische Mindesthonorare werden entwickelt und festgeschrieben.
- Musterverträge mit Standardregelungen zu Materialkosten, Ausfallhonoraren und Versicherung werden entwickelt, um die Interessen von Auftragnehmerinnen und Auftragnehmern zu wahren.
- Interessenvertretungen für Gig-Workerinnen und Gig-Worker der verschiedenen Plattformen werden gefördert.
- Es wird geprüft, ob öffentliche oder selbstorganisierte Vermittlungsplattformen unseriöse private Anbieter ersetzen und gute Mindeststandards sichern können.
- Große Betriebe zahlen mehr in den Fonds als kleine, und nicht ausbildende Betriebe zahlen für ausbildende Unternehmen.
- Das Projekt „Kompetenzlotsen“, das junge Menschen in Bremen-Nord auf dem Weg zur Ausbildung unterstützt, wird dauerhaft abgesichert.
- Der Frauenanteil in der dualen Ausbildung wird erhöht.
- Die qualifizierten Arbeitsplätze in den Hafenbetrieben werden gesichert.
- Überstunden sind nicht die Regel und werden durch ausreichendes Personal ausgeglichen.
- Tarife werden an die Lebenshaltungskosten angepasst.
- Betriebsräte in den Hafenbetrieben werden in ihrem Einsatz für die Sicherheit der Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter unterstützt.
- Internationale Seeleute werden nicht ausgebeutet, und Sozialstandards gelten für alle.
- Alle Menschen erhalten mehr Entscheidungsspielraum darüber, wie sie ihre Lebenszeit verbringen.
- Wo Unterbezahlung und Überlastung herrschen, oft in Branchen mit hohem Frauenanteil, werden bessere Arbeitsbedingungen geschaffen.
- In Betrieben werden Gleichstellungsausschüsse eingerichtet.
- Berufe und Arbeitsbereiche, in denen überwiegend Frauen tätig sind, werden aufgewertet.
- Perspektivisch wird eine 30-Stunden-Woche mit einem Lohnausgleich eingeführt, der ein gutes Leben sichert und vor Armut schützt.
- Es wird ein neues Normalarbeitsverhältnis geschaffen.
- Für Pflegekräfte in den Krankenhäusern der GeNo wird eine 35-Stunden-Woche angestrebt.
- Pflegestützpunkte bieten auch arbeitsrechtliche Beratung für Menschen in haushaltsnahen Dienstleistungen an.
- Beschäftigte von Jobcenter und Amt für Soziale Dienste werden im Umgang mit Gewaltbetroffenen geschult.
- Der Mindestlohn gilt auch in Werkstätten für behinderte Menschen.
- Anonymisierte Bewerbungsverfahren bei öffentlichen und privaten Arbeitgebern werden ausgeweitet.
- Alle Beschäftigten der Tochterunternehmen der Stadtreinigung werden nach TVöD oder gleichwertig bezahlt.
- Pflichtpraktika werden nach den Standards der DGB-Jugend vergütet.
- Die Pauschalbeträge für Beiratsmitglieder werden nicht auf SGB-II-Leistungen angerechnet.
Steuern, Haushalt und öffentliche Finanzen18
- Es wird von oben nach unten umverteilt.
- Zur Finanzierung des kostenlosen ÖPNV wird die Grundsteuer auf Wohnen erhöht.
- Zur Finanzierung des kostenlosen ÖPNV wird die Gewerbesteuer erhöht.
- Die Mehrwertsteuer auf nachhaltig produzierte Lebensmittel wird gesenkt.
- Zur Bewältigung aktueller und kommender Krisen können Kredite aufgenommen werden.
- Die Mittel der Anstalt für Versorgungsvorsorge werden für Investitionen wie bessere Schulausstattung oder die Energiewende verwendet.
- Die Erklärung einer Notsituation wegen der Klimakrise gilt als richtig, aber nicht ausreichend.
- Die Mittel der Anstalt für Versorgungsvorsorge werden in den sozialen Ausgleich investiert.
- Neben investiven Mitteln werden auch Gelder für neue Fachkräfte vorgesehen.
- PPP-Verträge mit ungerechtfertigten langfristigen Haushaltsbelastungen werden verhindert.
- Das Prinzip, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren, wird abgelehnt.
- Das Vermögen der Anstalt für Versorgungsvorsorge wird schrittweise aufgelöst.
- Selbstbewohntes Wohneigentum bleibt von der Erbschaftsteuer unberührt.
- Die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wird auf 0 Prozent gesenkt.
- Die Mehrwertsteuer auf Produkte des alltäglichen Bedarfs wird auf 7 Prozent gesenkt.
- Eine Digitalsteuer sorgt dafür, dass Firmen wie Facebook und Google ihre Umsätze dort versteuern, wo sie anfallen.
- Es werden mehr Betriebsprüfende und Personal zur Bekämpfung von Geldwäsche und Schwarzarbeit eingestellt.
- Auf Bundesebene wird ein Satz von null Prozent für Grundnahrungsmittel und gesunde, nachhaltig produzierte Lebensmittel angestrebt.
Rente und Alterssicherung7
- Die Rente ab 67 wird für viele Berufe als realitätsfern abgelehnt.
- Es gibt keinen Zwang, für die Absicherung im Alter immer länger erwerbstätig zu sein.
- Auf Bundesebene wird die Rente mit 65 gefordert.
- Auf Bundesebene werden bessere Möglichkeiten der Altersteilzeit gefordert.
- Auf Bundesebene wird ein auskömmliches Rentenniveau gefordert.
- Auf Bundesebene wird die Rückkehr des Rentenniveaus auf 53 Prozent gefordert.
- Eine Teilprivatisierung des Rentensystems über eine Aktienrente wird abgelehnt.
Gesundheit und Pflege71
- An kommunalen Kliniken gilt ein einheitlicher Tarif für den gesamten Klinikverbund.
- Die für Reinigung und Catering zuständige Servicegesellschaft der kommunalen Kliniken wird wieder eingegliedert.
- Die Gesundheits- und Sorgezentren unterstützen Care-Arbeit und deren faire und gleichberechtigte Verteilung.
- Auf Bundesebene wird ein Pflegegeld für pflegende Angehörige nach dem Vorbild des Elterngelds eingeführt.
- Alten- und Pflegeheime im Besitz von Finanzinvestoren werden perspektivisch rekommunalisiert.
- Daseinsvorsorge und die Versorgung älterer Menschen gehören in gemeinnützige oder öffentliche Hand statt als Anlageobjekt zu dienen.
- Erfahrungen aus Projekten wie LIGA in Gröpelingen fließen in die Entwicklung der Gesundheitszentren ein.
- Für die Haftpflichtversicherung von Hebammen wird per Bundesratsinitiative eine bundesweite Lösung angestrebt.
- Das System der Beleghebammen wird wieder eingeführt.
- Ärzt*innen erhalten mehr Weiterbildungen zu medikamentösen und operativen Schwangerschaftsabbrüchen und zum Umgang mit Schwangeren.
- Schwangerschaftsabbruch wird Teil der allgemeinen medizinischen Ausbildung.
- Die Weiterbildungsordnung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe wird um den Schwangerschaftsabbruch erweitert.
- Praxen erhalten für medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche eine angemessene Vergütung.
- Eine Pauschale über die Gebührenordnungspositionen ermöglicht Ärzt*innen eine bürokratieärmere Abrechnung.
- Bei der Gesundheitsbehörde wird eine Rechtsberatung für Ärzt*innen zu Schwangerschaftsabbrüchen eingerichtet.
- Ein Investitionsförderprogramm unterstützt die Ausstattung von OP-Sälen in gynäkologischen Praxen.
- Der anonyme Krankenschein für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus wird verstetigt.
- Das Gesundheitswesen öffnet sich interkulturell durch fortlaufende Schulungen des Personals.
- Beschäftigte im Gesundheitssektor werden für die Bedarfe geflüchteter Menschen sensibilisiert.
- Migration wird in Gesundheitsversorgung, -prävention und -förderung systematisch berücksichtigt.
- Die Module zum Umgang mit Menschen mit Behinderungen werden von fachkundigen Peerkräften durchgeführt.
- Persönliche Assistenz darf zu Untersuchungen, Krankenhausaufenthalten und Reha-Einrichtungen mitgenommen werden, auch außerhalb des Arbeitgebermodells.
- Neustrukturierungen von Krankenhäusern und ambulanter Versorgung führen weder zu Personalabbau noch zu Outsourcing.
- Die Fallpauschalenfinanzierung der Krankenhäuser wird abgeschafft.
- Eine solidarische, bedarfsdeckende und qualitätssichernde Finanzierung der stationären Versorgung wird eingeführt.
- Das Krankenhaussystem wird in öffentliche Hand überführt und von Profitorientierung befreit.
- Vorsorgepauschalen sichern die Grundfinanzierung, insbesondere für Notaufnahmen, Geburtshilfe und Pädiatrie.
- Das Sonderprogramm Krankenhäuser und öffentliches Gesundheitswesen aus dem Bremen-Fonds wird im regulären Haushalt fortgesetzt.
- Die Stadtgemeinde übernimmt alle restlichen Kredite der GeNo für den Teilersatzneubau.
- Eine Ablösung der 100-Millionen-Euro-Namensschuldverschreibung aus den laufenden Einnahmen der GeNo wird abgelehnt.
- Versorgungsstrukturen und Bedarfe in Bremen, Bremerhaven und dem Umland werden umfassend analysiert.
- Weitere Ausgliederungen in den kommunalen Kliniken werden abgelehnt.
- Neben wenigen zentralen Notaufnahmen werden wohnortnahe ambulante Notfallstrukturen vorgehalten.
- Die Krankenkassen finanzieren die Notfallversorgung ausreichend.
- Bei der GeNo wird ein Belastungsausgleich mit dem Ziel einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich eingeführt.
- Eine Beschäftigungsoffensive verhindert Arbeitsverdichtung für Pflegekräfte bei verkürzter Wochenarbeitszeit.
- Die ärztliche Bedarfsplanung orientiert sich zusätzlich an Einkommensarmut, Arbeitslosigkeit, Pflegebedarf und räumlichen Gegebenheiten.
- Auf Bundesebene wird eine Neuordnung der Sicherstellung der ambulanten Versorgung angestrebt, die die Kompetenzen der Länder stärkt.
- Der Entscheidungsspielraum der Selbstverwaltungsorgane in der ambulanten Versorgung wird durch Bindung an öffentliche Versorgungsziele eingeengt.
- Bis zu einer Neuordnung der Bedarfsplanung wird ein Verfahren zur gerechteren Verteilung von Ärztinnen und Ärzten nach Berliner Vorbild eingeführt.
- Stadtteile mit hoher Armutsquote erhalten einen Zuschlag bei der Zahl der haus- und kinderärztlichen Praxissitze.
- Dem Einfluss von Investoren, besonders Private-Equity-Gesellschaften, in der ambulanten Versorgung wird entgegengetreten.
- Das Land Bremen setzt sich auf Bundesebene dafür ein, dem Betrieb von Praxen durch Privatinvestoren die Rechtsgrundlage zu entziehen.
- Ambulante Modellprojekte für Menschen mit psychischen Problemen werden verstetigt.
- Die Ambulantisierung erfordert einen verbindlichen Bettenabbau in der stationären Psychiatrie.
- Das Landes-PsychKG wird daraufhin überprüft, wie der Schutz vor Zwangsbehandlung gestärkt werden kann.
- Genesungsbegleiterinnen und -begleiter werden nachhaltig abgesichert.
- Die Arbeit der Genesungsbegleitung wird konsequent integriert und unterstützt.
- Bestehende Arbeits- und Beschäftigungsangebote zur Stabilisierung werden verstetigt und ausgebaut.
- Die Gesundheitsfachkräfte in den Quartieren werden gegebenenfalls in neu zu schaffende Gesundheits- und Sorgezentren integriert.
- Für Bremen wird ein Gesundheitsplan erstellt.
- Der Öffentliche Gesundheitsdienst wird weiter ausgebaut.
- Der Öffentliche Gesundheitsdienst nimmt neue Themen wie Klima und Gesundheit stärker in den Fokus.
- Jeder Präventions- oder Pflegefachkraft wird eine bestimmte Zahl von Bürgerinnen und Bürgern als feste Ansprechperson für Gesundheitsfragen zugeteilt.
- Mittelfristig werden alle medizinischen Behandlungen im Rahmen der Transition an einem öffentlichen Krankenhaus in Bremen und Bremerhaven gebündelt.
- Im Gesundheitswesen werden Antidiskriminierungsstellen nach dem Vorbild der Schulen geschaffen.
- Bestehende Methadonprogramme werden bedarfsgerecht und mehrsprachig erhalten.
- Die Gesundheit Nord wird finanziell abgesichert.
- Kommunale Krankenhäuser werden nicht länger ausschließlich betriebswirtschaftlich saniert.
- Der Bund regelt die Krankenhausfinanzierung neu.
- Die Pandemiefolgen der Krankenhäuser werden komplett ausgeglichen.
- Pflegekräfte und andere Beschäftigte in Krankenhäusern werden besser bezahlt.
- Krankenhausinvestitionen werden nicht von Bremen allein getragen.
- Das Prinzip der Fallpauschalen gilt als untauglich.
- Das Klinikum Bremen-Nord wird zu einem Krankenhaus der medizinischen Vollversorgung weiterentwickelt.
- Der Abzug der Level-II-Frühchenversorgung aus dem Klinikum Bremen-Nord wird abgelehnt.
- Die kinder- und fachärztliche Versorgung in Bremen-Nord wird deutlich verbessert.
- Die Kassenärztliche Vereinigung wird regional kleinteiliger geordnet, mit einer eigenen KV Bremen-Nord.
- Dem drohenden Ärztemangel in Bremerhaven wird mit einem Rahmenkonzept zur medizinischen Versorgung begegnet.
- Grundlage der ärztlichen Bedarfsplanung ist der tatsächliche Bedarf und nicht der Verteilungsschlüssel der Kassenärztlichen Vereinigung.
- Die Einführung von Polikliniken wird ernsthaft geprüft.
Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft55
- Einkommensarme Familien werden am stärksten unterstützt.
- Staatliche Familienleistungen sinken mit zunehmendem Familieneinkommen.
- Kinder und Jugendliche im Grundsicherungsbezug erhalten freien Eintritt in Stadtbibliotheken und Kultureinrichtungen.
- Die in der Corona-Pandemie eingeführten Regelungen zu mehr Kinderkrankentagen werden verstetigt.
- Die städtischen Investitionen in Spielplätze werden um 50 Prozent gesteigert.
- Im Jugendamt sollen wieder mehr sozialarbeiterische Tätigkeiten verortet werden.
- Für den Ausbau und die Ausdifferenzierung der stationären Jugendhilfeangebote wird langfristig geplant.
- Die ambulanten Hilfen in der Verselbstständigungsphase werden evaluiert.
- Gewerbliche Jugendhilfeträger werden abgelehnt.
- Ehrenamtliche und nachbarschaftliche Hilfen für Senior*innen werden an die kommunalen Gesundheits- und Sorgezentren angebunden.
- Für gemeinnützige Organisationen, Vereine und Flohmärkte werden die Gebühren für öffentliche Flächen erlassen.
- Breitensport und Teilhabe sind Ziel der Sportpolitik.
- Für den Neu- und Umbau von Sportheimen und Kabinen an Fußballplätzen wird eine Bedarfsanalyse erstellt.
- Der Zugang zu Sportvereinen wird durch die Übernahme von Vereinsbeiträgen erleichtert.
- Für Beziehende von Transferleistungen wird ein Sportförderprogramm eingerichtet.
- Die Diversität in Sportverbänden und -vereinen einschließlich ihrer Vorstände wird gefördert.
- Sportliche Betätigung soll in einem sicheren Umfeld stattfinden.
- Gegen Gewalt beim Fußball und Jugendfußball wird ein übergreifendes Konzept erarbeitet.
- Die Umverteilung von Zeit gilt als Antwort auf Fremdbestimmung und ungleiche Arbeitsteilung.
- Eine partnerschaftliche Familienpolitik wird vorangetrieben.
- Die Abwertung sorgender, unbezahlter Arbeit wird nicht akzeptiert.
- Reproduktions- und Sorgearbeit wird aufgewertet und gerechter verteilt.
- Reproduktions- und Sorgearbeit wie Pflege, Kinderbetreuung oder Assistenz wird zwischen den Geschlechtern gerechter verteilt.
- Reproduktions- und Sorgearbeit steht im Zentrum des politischen Handelns, um eine öffentliche und demokratische Versorgung zu gewährleisten.
- Ein Stadtbild frei von sexistischer Werbung wird gestärkt.
- Eine Care-Karte wird eingeführt, die Menschen mit viel unbezahlter Sorgearbeit bevorzugte oder vergünstigte Zugänge zu sozialen und kulturellen Angeboten gibt.
- Im Land Bremen werden mehr Frauenhausplätze geschaffen.
- Eine zentrale Vergabestelle für Frauenhausplätze wird geschaffen.
- In Bremerhaven werden Anlaufstellen auf Veranstaltungen und im Nachtleben geschaffen, die unabhängig von der Polizei bei Grenzüberschreitung, Diskriminierung und Gewalt unterstützen.
- Für projektbezogene Arbeit werden flexible Finanzierungsstrukturen geschaffen, die auch außerhalb der Haushaltsverhandlungen auf veränderte Bedarfe reagieren können.
- Die Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) erhält zusätzliche Mittel.
- Der 8. März (Internationaler Frauenkampftag) wird gesetzlicher Feiertag.
- Bestehende geschlechtliche Rollenzuschreibungen werden überwunden.
- Soziale, antirassistische und queerfeministische Kämpfe werden miteinander verknüpft.
- Im Landessportbund und in den Vereinen werden Queer-Ansprechpersonen benannt.
- In der Selbsthilfeförderung für queere Menschen mit Behinderungen werden spürbare Fortschritte erzielt.
- Bei Trägern und Initiativen der Offenen Jugendarbeit werden gute und zuverlässige Arbeitsbedingungen abgesichert.
- Die Einführung eines Jugendförder- und Beteiligungsgesetzes nach Berliner Vorbild wird geprüft.
- Ehrenamtlich in der Jugendarbeit Tätige erhalten einen gesetzlichen Anspruch auf Sonderurlaub.
- Ein Landesjugendförderplan zur Fachplanung und Steuerung der Jugendarbeitsangebote wird eingeführt.
- Ein Pflichtdienst wird abgelehnt.
- Bremen setzt sich für den Erhalt des Skateparks im P5 ein.
- Die BMX-Anlage am Schlachthof wird in einem Projekt mit Freiwilligen aus der Szene erneuert.
- Beschäftigte und Ehrenamtliche in der Offenen Jugendarbeit und bei Jugendverbänden werden zum Mangel an günstigem Wohnraum für junge Menschen sensibilisiert und weitergebildet.
- Ehrenamtliche und nachbarschaftliche Hilfen für ältere Menschen werden an die kommunalen Gesundheits- und Sorgezentren angebunden.
- Der Landesaktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention wird vom Land ausfinanziert.
- Behindertenvertretungen, Selbstorganisationen und das Behindertenparlament werden stärker gefördert.
- Ein Schwerhörigengeld wird nach dem Vorbild anderer Länder eingeführt.
- Politik geht auf die Forderungen von Rassismusbetroffenen ein.
- Die Finanzierung politischer Bildungsarbeit gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wird gestärkt und verstetigt.
- Eine zivilgesellschaftliche Antidiskriminierungsberatung wird aufgebaut.
- Die Finanzierung der Initiative Partnerschaft für Demokratie wird dauerhaft institutionalisiert und ausgebaut.
- Kleingartenvereine werden in ihrer Arbeit besser unterstützt.
- Ehrenamtliche Arbeit in Beiräten und Vereinen wird weiblicher.
- Durch Förderung von Projekten und Institutionen wird sichergestellt, dass Freiwillige hauptamtliche Ansprechpartner vorfinden.
Bildung, Wissenschaft und Forschung84
- Klimabewusstes Kochen wird Teil der schulischen Lehrpläne.
- Grundkenntnisse im Reparieren von Alltagsgegenständen werden Teil der schulischen Lehrpläne.
- Sportunterricht wird perspektivisch wieder zu einem höheren Anteil von Fachlehrkräften erteilt.
- Die Bedingungen in der sportbetonten Oberschule an der Ronzelenstraße werden optimiert.
- Die wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Schwimmkurse in den Schulen werden nachgeholt.
- Junge Menschen werden frühzeitig für MINT-Berufe sensibilisiert.
- Die fachschulische Ausbildung ist gebührenfrei.
- Inhaber der Care-Karte erhalten ein Vorrecht auf wohnortnahe Kita-Betreuung.
- Umgang mit und Prävention von Homophobie und Transfeindlichkeit werden auch im Sportunterricht an Schulen behandelt.
- Der Ausbau frühkindlicher Bildung darf nicht an der Schuldenbremse scheitern.
- Bis 2025 wird für unter Dreijährige in allen Stadtteilen eine Versorgungsquote von 60 Prozent erreicht.
- Notwendige qualitative Verbesserungen in Kitas werden planerisch einbezogen, auch wenn sie wegen des Fachkräftemangels nicht sofort umsetzbar sind.
- Grundschulen werden angesichts des Ganztagsausbaus auch als Ausbildungsorte für sozialpädagogische Fachkräfte entwickelt.
- Bei allen Ausbildungs- und Quereinstiegsformaten wird eine hochwertige Praxisbegleitung strukturell abgesichert.
- Für die Praxisbegleitung gibt es zusätzliche Verfügungszeiten.
- Ausreichende Pausenräume, Lärmschutz und ergonomisches Mobiliar dienen einem verbesserten Gesundheitsschutz der Beschäftigten.
- Vertretungspools für Krankheits- und Urlaubsvertretungen sowie Fortbildungen werden bedarfsgerecht ausgebaut.
- Wirksame Maßnahmen zur Altersentlastung werden eingeführt, ohne sich nachteilig auf die Rente auszuwirken.
- Eine mittelbare Arbeitszeit für Vorbereitung, Nachbereitung und Elterngespräche wird verbindlich eingeführt.
- Die bestehenden Standorte der Mobilen Kindertagesbetreuung werden langfristig gesichert.
- Eine Kommerzialisierung der Kita-Landschaft in Bremen wird entschieden abgelehnt.
- Profite aus dem Betrieb von Kinderbetreuungseinrichtungen werden kategorisch abgelehnt.
- Freie Träger und Elternvereine werden bedarfsdeckend finanziert.
- Die ehrenamtliche Vorstandsarbeit in Elternvereinen wird von administrativen Aufgaben entlastet.
- Das Projekt TräGA (Trägerstrukturen Gemeinsam Aufbauen) wird zur Entlastung der Elternvereine ausgebaut.
- Sachmittel und Betriebskostenerstattungen in der Kindertagespflege werden deutlich erhöht.
- Ansätze wie Service Learning, bei denen Schülerinnen und Schüler freiwilliges Engagement im Unterricht erproben, werden unterstützt.
- Ein Schulsystem, das die soziale Spaltung zementiert, wird abgelehnt.
- Gymnasien werden in inklusive Schulen für alle umgewandelt.
- Der Systemwechsel zur Schule für alle wird ab der kommenden Legislaturperiode vorbereitet.
- Die Gründung einer Jugendschule zur Fortführung der Kinderschule wird unterstützt.
- Die Jugendschule wird in einem benachteiligten Stadtteil angesiedelt.
- Es gibt einen systematischen Wissenstransfer von den Modellschulen ins allgemeine Schulsystem.
- Ein Schulbeginn um 9 Uhr für Jugendliche wird unterstützt.
- Das Unterrichtsraster in 45-Minuten-Einheiten wird erheblich flexibler gestaltet.
- Grundschulen werden bei der Schaffung einer offenen Schuleingangsphase unterstützt.
- Alle Sozialarbeiterinnen, Sozialarbeiter und Assistenzkräfte an Schulen erhalten ein Tablet.
- Alle Klassenräume, für die es gewünscht wird, erhalten ein Smartboard.
- Reichen die Bundesmittel nicht aus, springt das Land Bremen ein.
- Separierte Willkommensklassen und Willkommensschulen werden schnellstmöglich geschlossen.
- Gebärdensprache wird als Fremdsprache anerkannt.
- Studienplätze für Inklusive Pädagogik an der Universität Bremen bleiben nicht unbesetzt.
- Angehende Erzieherinnen und Erzieher können Schulen als Ausbildungsstätten für Praxisphasen oder das Anerkennungsjahr wählen.
- Studierende und Masterabsolventinnen und -absolventen, die an Schulen als Vertretungskräfte arbeiten, werden direkt bei der Stadt Bremen beschäftigt.
- Die Konkurrenz der Bundesländer um Fachkräfte wird durch ein gemeinsames, solidarisches Programm zur Fachkräftegewinnung ersetzt.
- Ein Staatsvertrag zwischen Bund und Ländern erhöht mit stetiger Finanzhilfe des Bundes und auf Grundlage realistischer Personalprognosen die Ausbildungskapazitäten.
- Die Arbeitsbelastung von Lehrkräften wird sofort reduziert, indem deutlich mehr Aufgaben auf die Unterrichtsverpflichtung angerechnet werden.
- Differenzierungs- und Fachräume an Schulen werden nicht in Klassenräume umgewandelt.
- Schulgebäude gehören in öffentliche Hand.
- Eine Kooperation von Schulen und Bundeswehr wird abgelehnt.
- Werbung für eine Karriere bei der Bundeswehr an Schulen wird abgelehnt.
- Bremens Berufsschulen erhalten mindestens 1.000 Euro zusätzlich pro Schülerin oder Schüler und Jahr, um gleichwertige Ausbildungsstandards wie in den anderen Stadtstaaten zu erreichen.
- Nach dem Abschluss der Berufsorientierungsklassen gibt es ausreichend qualifizierte Anschlussangebote.
- Die Hochschulen halten sich an ihre gesetzliche Verpflichtung, ausschließlich zu friedlichen Zwecken zu lehren und zu forschen.
- Bestehende Kooperationen der Hochschulen mit der Bundeswehr oder Rüstungsbetrieben werden beendet.
- Das Bremische Hochschulgesetz wird so überarbeitet, dass eine unbefristete Anstellung nach der Promotion die Regel wird.
- Die Lehrverpflichtungsverordnung wird grundlegend überarbeitet, um Lehrende zu entlasten und zeitgemäße Lehrformate wie Teamteaching zu fördern.
- Für die Bremer Hochschulen wird ein Überbrückungsfonds gebildet.
- Die Vergütung von Lehraufträgen umfasst künftig auch Vor- und Nachbereitung.
- Lehrbeauftragte werden durch die Personalräte an den Hochschulen vertreten.
- Lehrbeauftragte erhalten das Wahlrecht für die Hochschulgremien.
- Ausländische Schulzeugnisse und Studienleistungen werden leichter anerkannt, um Geflüchteten die Studienaufnahme zu erleichtern.
- Die Handlungsempfehlungen der Enquetekommission „Klimaschutzstrategie für das Land Bremen“ im Handlungsfeld „Klimabildung und Wissenschaft“ werden umgesetzt.
- Der Hochschulbau bildet einen Schwerpunkt im kommenden Haushalt.
- Die Mensen werden klimaneutral umgestaltet.
- Das Mensa-Angebot stellt vegetarische und vegane Speisen stärker in den Mittelpunkt.
- In Bremen wird ein Lehramtsstudiengang Philosophie eingerichtet.
- In Bremen wird ein Lehramtsstudiengang für Philosophie eingerichtet.
- Der Approbationsmaster Klinische Psychologie und Psychotherapie startet im Wintersemester 2024/25.
- Die Studierendenvertretungen erhalten ein allgemeinpolitisches Mandat.
- Der Teilumzug der Universität wird unter frühzeitiger und intensiver Einbeziehung der universitären Gremien gestaltet.
- Die aus hohen Studiengebühren finanzierte Privathochschule erhält keine weiteren Steuermittel.
- Die exklusive Werkstufe wird abgeschafft.
- Es gibt mehr schulische und außerschulische Nachhilfe für Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrung.
- An den Bremer Hochschulen wird die Forschung zu Frieden, ziviler Konfliktlösung und Klimafolgen von Rüstung erweitert.
- Das Verbot der Bundeswehrwerbung durch Jugendoffiziere an Schulen wird befürwortet.
- Die Honorare an der Volkshochschule werden erhöht.
- Die Vereinbarungen zwischen Volkshochschule und Honorarkräften werden weiter umgesetzt.
- Kinder und Jugendliche erhalten in Schule und Freizeit mehr Möglichkeiten, sich über Datenschutz, Ernährungsrisiken, Konsum und Schuldenfallen zu informieren.
- Kitas, Schulen und außerschulische Lernorte knüpfen ihre Angebote nicht an kommerzielle Partner und bleiben werbefrei.
- Die Ansiedlung privater, profitorientierter Kita-Konzerne wird abgelehnt.
- Für den Umzug der Berufsschulstandorte gibt es verlässliche Zeitfenster.
- Die Constructor University wird in die Strukturen der öffentlichen Hochschulen Bremens eingegliedert.
- Weitere öffentliche Förderung für die private Constructor University wird abgelehnt.
Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung48
- Die GEWOBA wird auf eine konsequent sozial orientierte Mietenstrategie verpflichtet.
- Brachflächen sollen zuerst an die Stadt verkauft werden, bevor neues Baurecht entsteht.
- Mietendeckel werden eingeführt.
- Die Einkommensgrenzen für den Zugang zum Wohngeld werden weiter erhöht.
- Eine sozial gerechte und nachhaltige Stadtentwicklungspolitik wird vorangetrieben, bei der Bildungspolitik eng mit Stadtentwicklung verzahnt wird.
- Ablösesummen für nicht gebaute Kinderspielflächen müssen zweckgebunden für öffentliche Spielflächen in der Nähe verwendet werden.
- Zwangsräumungen werden verhindert.
- Zwangsräumungen ohne Anschlussunterbringung werden verboten.
- Für eine seniorengerechte Infrastruktur werden ausreichende Wegebeleuchtung und öffentliche Toiletten geschaffen.
- Der Passivhaus-Bau wird bei Neubauten zum Standard.
- Beratung und Planung von Sanierungsmaßnahmen erfolgen aus einer Hand.
- Naherholungsgebiete werden geschaffen.
- Der Umbau zur Klimaneutralität wird mit der Demokratisierung des städtischen Raums verbunden.
- Integrierte Entwicklungskonzepte werden weiterhin als Grundlage der Städtebauförderung aufgelegt.
- Reine Wohnquartiere und reine Büroquartiere werden abgelehnt.
- Wohnungen erhalten nach Möglichkeit einen Balkon oder eine Loggia.
- Bremen wird baulich verdichtet, möglichst nicht dort, wo die Dichte bereits sehr hoch ist.
- Die Stadt soll architektonisch ansprechend gestaltet sein.
- Neue Quartiere erhalten eine kleinteilige Parzellierung mit abwechslungsreichen Gebäuden, Fassaden und Farben.
- Die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen wird verboten.
- Neubauprojekte erhalten starke Auflagen.
- Für die Überseestadt wird ein neuer Masterplan mit Blick auf Familienfreundlichkeit, Verkehrsanbindung und Quartiersentwicklung erstellt.
- Gewerbeansiedlungen im Bremer Westen werden stärker gesteuert.
- Flächen im Industriehafen und Hemelinger Hafen ohne echte Hafennutzung werden ab einem Abstand zur Wasserkante zu Gewerbegebieten erklärt.
- Auch im privaten Mietsektor werden Maßnahmen zur Mietbegrenzung als wichtig angesehen.
- Die Gewinnausschüttung der GEWOBA wird von 18 auf 4 Prozent des Eigenkapitals gesenkt.
- Auf Bundesebene wird eine Neue Wohngemeinnützigkeit mit dauerhafter Förderung sozial orientierter Wohnbauträger eingeführt.
- Alle verfügbaren Instrumente zur Begrenzung der Mieten im privaten Sektor werden genutzt.
- Die staatliche Wohnungsaufsicht wird gestärkt.
- Baugenehmigungen werden bei Untätigkeit nicht mehr verlängert.
- In städtebaulichen Verträgen erhalten soziale und städtebauliche Vorgaben das gleiche Gewicht wie ökologische und klimapolitische.
- Städtebauliche Verträge enthalten eine Flächenquote für gemeinschaftlich nutzbaren Freiraum.
- Städtebauliche Verträge schließen Hochhäuser aus.
- Geschosswohnungsbau wird nur mit Balkonen zugelassen.
- Höchstens 20 Prozent des Wohnraums dürfen in den nächsten zehn Jahren in Eigentumswohnungen umgewandelt werden.
- In urbanen Gebieten wird eine Mischquote von 50 Prozent Wohnen, 30 Prozent Gewerbe und 20 Prozent öffentlicher Nutzung vorgegeben.
- Die Ausschöpfung von Mieterhöhungspotenzialen ist bei den kommunalen Wohnungsgesellschaften kein Automatismus.
- Die GEWOBA wird durch Aufkauf der privaten Anteile vollständig in städtischen Besitz überführt.
- Die GEWOBA wird in eine GmbH umgewandelt.
- Profitorientierte Immobilienkonzerne werden im Land Bremen vergesellschaftet.
- Brachflächen, für die neues Baurecht nötig ist, werden zuerst an die Stadt verkauft, bevor Baurecht entsteht.
- Die soziale Förderung von Wohnungseigentum wird in der bestehenden Form fortgesetzt.
- Das Innenstadtprogramm wird auf die Quartiere ausgeweitet.
- Die Errichtung eines Fonds, der jungen Menschen bei der Finanzierung der Ersteinrichtung ihrer ersten Wohnung hilft, wird geprüft.
- In Neubauten werden je nach Bedarf des Stadtteils Kitas, Sozial- und Kulturzentren und Ärztehäuser integriert.
- Die geltende Sozialbindungsquote reicht nicht aus, um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu beseitigen.
- Der Verkauf öffentlichen Grunds wird auch in Bremen-Nord gestoppt.
- Öffentlicher Grund wird höchstens langfristig verpachtet statt verkauft.
Verkehr und Infrastruktur57
- Das StadtTicket wird auf Bremerhaven ausgedehnt.
- Der öffentliche Nahverkehr wird barrierefrei und kostenfrei.
- Der Pkw-Verkehr wird bis 2030 um mindestens 30 Prozent reduziert.
- Die Reduzierung des Pkw-Verkehrs umfasst das gesamte Land, nicht nur die Innenstadt.
- Die Alternativen zum Auto werden verbessert, um den Umstieg zu erleichtern.
- Ein Ausschuss der Bürgerschaft kontrolliert die Umsetzung des Mobilitätsgesetzes.
- Bremerhaven erhält ein kommunales Sozialticket.
- Die Steuererhöhung wird so bemessen, dass zusätzliche Mittel für Infrastrukturausbau, neue Fahrzeuge und mehr Personal im ÖPNV bleiben.
- Der Bundesanteil an den Kosten des Nahverkehrstickets wird erhöht.
- Die Regionalisierungsmittel des Bundes werden erheblich aufgestockt.
- In der nächsten Legislaturperiode wird ein professioneller Auftrag zur Gestaltung eines Metro-Netzes ohne Metro ausgeschrieben.
- Auf Grundlage dieser Untersuchung wird politisch über Modell, Zeitplan und Investitionsplanung entschieden.
- Der Verkehrsträger beschafft zusätzliche Bahnen für die Regio-S-Bahn.
- Bus und Bahn werden bis 2030 vollständig barrierefrei.
- Park-and-Ride-Angebote sind für die ersten sieben Tage pro Einfahrt kostenlos.
- An jeder Haltestelle, die nicht am Straßenrand liegt, werden hochgepflasterte Zebrastreifen angelegt.
- Die Bahnstrecke Bremen–Bassum–Sulingen–Wagenfeld–Rahden wird reaktiviert.
- Eine Reaktivierung der Strecke Bremen–Osterholz–Worpswede–Bremervörde–Stade wird geprüft.
- Mehr Güterverkehr wird von der Straße auf Schiene und Wasser verlagert.
- Stillgelegte Gleisanlagen werden reaktiviert.
- Die Schieneninfrastruktur der Region wird auf ETCS Level 3 umgerüstet.
- Die Mittel für den Fußverkehr im städtischen Haushalt werden verdoppelt.
- Es werden deutlich mehr Kreisverkehre gebaut.
- Die geplante Rad- und Fußbrücke bei Hemelingen wird priorisiert.
- Die Fahrradmitnahme im ÖPNV wird vereinfacht.
- Bei der Förderung der Anschaffung von Lastenrädern werden soziale Kriterien stärker berücksichtigt.
- Wo möglich, wird ein grüner Pfeil zum Rechtsabbiegen für Fahrräder eingeführt.
- Verkehrsrelevante Wege in Parks werden befestigt.
- Tempo 30 wird mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen wie Fahrbahnverengungen, Hindernissen und Bremsschwellen verbunden.
- Auf vierspurigen Straßen und Kraftfahrstraßen bleibt Tempo 50.
- Die Einrichtung eines kommunalen Taxiunternehmens wird geprüft.
- Neue Autobahnen im Land Bremen werden abgelehnt.
- Der Ausbau von Autobahnen im Land Bremen nach Fertigstellung der A 281 wird abgelehnt.
- Die Neustadt wird während der Bauarbeiten an der A 281 von Ausweichverkehren entlastet.
- Der Weiterbau der A 20 wird abgelehnt.
- LKW-Ausweichverkehre durch Wohnquartiere werden durch verkehrslenkende und bauliche Maßnahmen reduziert.
- Die Pläne für eine autofreie Innenstadt werden unterstützt.
- Zufahrtsstraßen zur Innenstadt wie Georg-Elser-Allee und Friedrich-Ebert-Straße werden auf zwei Spuren zurückgebaut.
- Der Grundbetrag für Anwohnerparkberechtigungen ist sozial verträglich.
- Für besonders große und schwere Fahrzeuge werden die Parkgebühren verdoppelt.
- Park-and-Ride wird Quartiersgaragen vorgezogen.
- Ein Runder Tisch aus Behörden, Landesbehindertenbeauftragtem und Beiräten ermittelt Stellen mit dringlichem Handlungsbedarf beim aufgesetzten Parken.
- Der EU-weite Neuzulassungsstopp für nicht klimaneutrale PKW ab 2035 wird unterstützt.
- Die Förderung von Hybridfahrzeugen wird abgeschafft.
- Die Förderung von E-Fuel- und wasserstoffbetriebenen PKW wird abgelehnt.
- Das Datum für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor wird politisch festgelegt.
- Eine Schließung des Passagierbereichs des Bremer Flughafens wird abgelehnt.
- Eine Privatisierung des öffentlichen Flughafens wird abgelehnt.
- Ein aus öffentlichen Mitteln betriebener Werkflughafen für die Luft- und Raumfahrt wird abgelehnt.
- Der schienengebundene Verkehrsanteil in den Häfen wird ausgebaut.
- Trimodale Wirtschaftsstandorte, die Lkw-, Zug- und Schiffsverkehr verbinden, werden gestärkt, saniert und ausgebaut, insbesondere der Holz- und Fabrikenhafen.
- Das Gewerbegebiet GVZ wird mit dem Neustädter Hafen verzahnt.
- WLAN-Versorgung in Nahverkehrszügen wird Teil der Ausschreibung der Verkehrsleistungen.
- Der Neubau von Autobahnen einschließlich der A20 wird abgelehnt.
- Die Abfahrtszeiten der Busse in Bremen-Nord werden auf eintreffende Bahnen aus dem Zentrum abgestimmt, mit genug Umsteigezeit.
- Busse können ihre Abfahrtszeiten bei Verspätungen der Bahnen anpassen.
- Die Schnellfähre zwischen Farge und der Waterfront wird Teil des ÖPNV.
Energie17
- Ein Sozialtarif für Strom wird eingeführt.
- Eine Landeswärmestrategie wird entwickelt.
- Frühzeitige und wirksame Gas- und Energiepreisdeckel werden eingeführt.
- Die Flächen der ehemaligen Bremer Kohlekraftwerke werden für Herstellung, Lagerung und Verteilung von Wasserstoff genutzt.
- Beim Import von grünem Wasserstoff werden soziale und ökologische Standards eingehalten.
- Wo etwa die Statik nicht geeignet ist, wird mit gezielter Förderung nachgerüstet.
- Die Regeln des Denkmalschutzes werden überprüft, damit auch denkmalgeschützte Häuser Solaranlagen erhalten können.
- Beteiligungen an Windparks in Niedersachsen werden geprüft.
- Das kommunale Energieunternehmen verpflichtet sich, nicht renditeorientiert zu arbeiten.
- Die Energie-Infrastruktur wird für Passivhaus-Neubauten aus- und umgebaut.
- Rekommunalisierungen oder Neugründungen von Energieversorgern für Wärme- und Kühlnetze werden geprüft.
- Stromsparberatungen werden überall in Bremen kostenlos und dezentral angeboten.
- Wo die Statik keine Photovoltaik zulässt, wird sie nachträglich angepasst.
- Alle Neubauten der Hochschulen erhalten Photovoltaikanlagen auf allen Dächern.
- Ein kommunales Energieversorgungsunternehmen wird gegründet.
- Die stille Beteiligung an Wesernetz wird in aktive Anteile umgewandelt.
- Die Gründung eines neuen kommunalen Energieversorgungsunternehmens wird in Betracht gezogen.
Klima, Umwelt und Naturschutz24
- Die Ergebnisse der Klima-Enquete werden laufend an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst und um Themen wie weitere planetare Grenzen erweitert.
- In den Quartieren werden Klimaschutzmanager*innen eingesetzt.
- Schädliche Subventionen werden abgeschafft.
- Die Rahmenbedingungen für die Wiederverwertung von Rohstoffen werden auf Bundes- und Europaebene verschärft.
- Wer durch seinen Lebensstil besonders viel CO₂ verursacht, leistet einen höheren Beitrag zur Klimawende.
- In allen Stadtteilen gibt es dauerhaft kommunal finanzierte Repair Cafés und Materialtauschbörsen.
- Grünschnitt wird zur Förderung der Biodiversität auf das notwendige Minimum begrenzt.
- Ein Volksentscheid zum Erhalt der Platanen am Neustadtsufer zusammen mit der Bürgerschaftswahl 2023 wird unterstützt.
- Eine Vertiefung der Außenweser über 13,5 Meter Fahrrinnentiefe hinaus wird abgelehnt.
- Lieferketten werden auf eine vollständige Kreislaufwirtschaft ausgerichtet.
- Die sozial-ökologische Spaltung, nach der ärmere Stadtteile höhere Lärmbelastung, schlechtere Luft und weniger Grün haben, wird nicht hingenommen.
- Das Verbot von Schottergärten wird auch für bestehende Gärten zwingend umgesetzt.
- Breite Straßenzüge erhalten Grünstreifen.
- Über die geplante Vertiefung der Außenweser auf 13,5 Meter hinaus wird keine weitere Vertiefung zugelassen.
- Eine Aufweichung bestehender Grenzwerte, etwa beim Lärmschutz, wird abgelehnt.
- Auf Landesebene werden alle Möglichkeiten genutzt, weitere Versuche an Makaken zu verhindern.
- Eine bauliche Erweiterung des Tierheims Bremen wird unterstützt.
- Der Import lebender Wildtiere wird verboten.
- Eine Privatisierung des Klimaschutzes wird abgelehnt.
- Bremer Bioabfall wird statt in Osnabrück in einer städtischen Verwertungsanlage verwertet.
- Schadstoffdurchbrüche der Deponie Grauer Wall und mangelhafte Kontrollen werden ernsthaft untersucht.
- Planungen für einen Ersatz der Deponie Grauer Wall werden aufgenommen.
- Die Deponie Grauer Wall wird nicht als Ersatz für die Bremer Mülldeponie genutzt.
- Die Aufnahme von auswärtigem Müll auf der Deponie Grauer Wall wird eingeschränkt.
Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum3
Digitalisierung, Daten und Technologie8
- Das Internet gilt als Grundrecht und frei öffentlich zugängliches Gut.
- Der Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes wird beschleunigt.
- Sozial benachteiligte Stadtteile werden beim Netzausbau nicht vernachlässigt.
- Auf der gesamten Bahnstrecke nach Bremerhaven wird Mobilfunk und damit Internet im Zug verfügbar.
- Der Fonds für digitale Endgeräte wird über Stadtteilzentren, Hochschulen, Schulen und vergleichbare Einrichtungen bekannt gemacht.
- Ein neues Urheberrecht würdigt die Kreativität und Vielfalt digitaler Kultur, statt sie zu bestrafen.
- Uploadfilter werden abgelehnt.
- Die Behörde der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit wird gestärkt.
Außenpolitik, Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit13
- Ein internationales Regierungsabkommen verlangt eine echte Verbindung zwischen der Flagge eines Schiffes und dem Sitz seiner Eigentümer oder wirtschaftlichen Nutznießer.
- Die massive Aufrüstung der Bundeswehr durch das 100-Milliarden-Paket wird abgelehnt.
- Waffenstillstand und Verhandlungen werden gefordert.
- Waffenexporte werden abgelehnt.
- Rüstungskonversion wird gefordert.
- Rüstungsexporte über Bremen werden per Landesgesetz gestoppt.
- Bremen setzt sich auf Bundesebene für die Unterzeichnung und Ratifizierung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags ein.
- Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine verpflichtet zu atomarer Deeskalation und Entspannung.
- Entspannung wird durch Diplomatie, Verhandlungen und gewaltlose Konfliktlösung statt Kriegslogik erreicht.
- Die Bundeswehr wird verpflichtet, keine Minderjährigen aufzunehmen.
- Der Einsatz der Bundeswehr im Inneren bleibt auf Katastrophenfälle beschränkt.
- Das Land Bremen macht sich für globale Gerechtigkeit, faire Übergänge und die Unterstützung besonders betroffener Länder bei Schäden und Verlusten stark.
- Der Umschlag von Rüstungsgütern wird im Hafenbetriebsgesetz verboten.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung28
- Der 8. Mai wird gesetzlicher Feiertag.
- Das Gedenken an die NS-Herrschaft wird weiterentwickelt.
- Das Mahnmal an der Wilhelm-Kaisen-Brücke wird regelmäßig mit politischer Bildungsarbeit zu Raub und Arisierung begleitet.
- Der Lichtbringer an der Böttcherstraße und das Ehrenmal auf der Altmannshöhe werden künstlerisch überformt und architektonisch gebrochen.
- Die Ostertorwache und das Gräberfeld an der Reitbrake werden nicht dem Profitstreben geopfert.
- Eine Stiftung bremische Gedenkstätten wird gegründet.
- Bei der Stiftung bremische Gedenkstätten werden die Verantwortung für den Denkort Bunker Valentin und weitere Erinnerungsorte gebündelt.
- Die Stiftung bremische Gedenkstätten übernimmt eine aktive Rolle in der Vermittlung von Wissen über die NS-Zeit.
- Die neue Gedenkstättenstiftung wird von Anfang an mit ausreichend Personal und Sachmitteln ausgestattet.
- Der Denkort Bunker Valentin wird als zentrale Gedenkstätte des Landes gestärkt.
- Personal- und Raumkonzept des Denkorts Bunker Valentin werden evaluiert.
- Straßennamen stellen das Gedenken an die Leidtragenden kolonialer Herrschaft in den Mittelpunkt.
- Die Bismarck-Statue auf dem Domshof wird künstlerisch überformt.
- Geraubte oder unrechtmäßig erworbene Gegenstände aus Bremer Museen werden vollständig an die Herkunftsgesellschaften zurückgegeben.
- Menschliche Überreste in den Sammlungen werden vordringlich identifiziert und zurückgegeben.
- Die Errungenschaften der Novemberrevolution 1918 und der Bremer Räterepublik werden besonders gewürdigt.
- Der Beschluss der Bürgerschaft zu einem Gedenktag für den demokratischen Aufbruch wird konsequent umgesetzt.
- Zum Gedenktag gibt es konkrete Angebote an Schulen und Betriebe zu Ideen und Forderungen der Novemberrevolution.
- Die Forderung freier Mitarbeitender in der Gedenkstättenarbeit nach besseren Arbeitsbedingungen, besserer Entlohnung und unbefristeten Stellen wird unterstützt.
- Die liberale Bremer Regelung für Freiluftpartys bleibt erhalten.
- Unbürokratisch stellbare Anträge ermöglichen einen leichten Zugang zur Förderung von Junger Szene und Subkultur.
- Kunst am Bau wird gestärkt, um neue öffentliche Aufträge für die bildende Kunst zu schaffen.
- Das Magazin für die Bibliotheksbusse wird zeitnah modernisiert.
- Im öffentlich-rechtlichen Programm gibt es keine Werbung mehr.
- In den Redaktionen werden gute Arbeitsbedingungen geschaffen.
- In den Redaktionen werden mehr feste Stellen geschaffen.
- Die Bremische Landesmedienanstalt bleibt erhalten und wird auskömmlich finanziert.
- Die Bremische Landesmedienanstalt erhält zusätzliche Stellen für die Aufgaben aus Medienstaatsverträgen und EU-Richtlinien.
Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung15
- Die Landesverfassung wird so geändert, dass die Stadtgemeinden wieder kommunale Kredite aufnehmen können.
- Nach Ablauf der Leistungsverträge 2028 übernimmt Bremen die privatisierten Aufgaben der Daseinsvorsorge wieder selbst.
- Auslagerungen, die die Rekommunalisierung der Abwasserentsorgung erschweren, werden verhindert.
- Die Verträge und Preise der Trinkwasserversorgung durch die swb werden überprüft, um die Gebühren auf das Niveau der realen Kosten zu senken.
- Es wird geprüft, die Beiräte nach Hamburger oder Berliner Modell in Bezirksverordnetenversammlungen umzuwandeln.
- Die Aufwandsentschädigung der Beiräte wird nicht mehr je Sitzung abgerechnet.
- Die Höhe der monatlichen Pauschalbeträge richtet sich nach der Stellung des Beiratsmitglieds.
- Beiratsmitglieder, die Kinder bis zum Wechsel auf eine weiterführende Schule betreuen, erhalten einen zusätzlichen monatlichen Pauschalbetrag.
- Beiratsmitglieder, die pflegebedürftige Angehörige versorgen, erhalten einen zusätzlichen monatlichen Pauschalbetrag.
- Alle Stadtteile erhalten ein eigenes Ortsamt.
- Die Wahlzeit der Ortsamtsleitungen wird von zehn auf acht Jahre verkürzt.
- Die Magistratsstrukturen in Bremerhaven werden geändert.
- Eine Abschaffung der ehrenamtlichen Dezernenten wird erwogen.
- Hauptamtliche Dezernenten werden nach fachlicher Qualifikation statt nach Koalitionsproporz ausgewählt.
- Der Oberbürgermeister wird direkt gewählt.
„Nicht gefunden“ heißt nicht, dass es zu dem Thema keine Forderung gibt. Wie das entsteht
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der Reihenfolge unseres Katalogs; „Ohne Politikfeld“ steht hier am Anfang.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Programms, also nach Seitenzahl.