CDU NW, Wahlprogramm 2022: nicht im Vertrag
Aus dem Programm „Machen, worauf es ankommt. Nordrhein-Westfalen: Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark“ (Wahlprogramm 2022 der CDU), verglichen mit dem Koalitionsvertrag „Zukunftsvertrag für Nordrhein-Westfalen“
Modellauswertung der vorliegenden Forderungen, keine Aussage über eine Partei insgesamt. Stand: 19.10.2026.
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Alle Forderungen auf dieser Seite stammen aus dem Wahlprogramm 2022 der CDU, nicht aus dem Vertrag. 438 von 1.533 Forderungen dieses Programms finden sich im Koalitionsvertrag nicht wieder: Für sie gibt es im ganzen Vertrag keinen Punkt mit mindestens 30 Prozent Übereinstimmung. Bei jeder dieser Forderungen ist angegeben, welche anderen Parteien im Parlament sie teilen (Wahl- und Grundsatzprogramme, ab 30 Prozent Übereinstimmung).
Staat, Demokratie und Verwaltung22
- Der Staat hat gegenüber den Menschen eine dienende Funktion.
- Ein starker Staat vertraut auf Kreativität, Eigeninitiative und Eigenverantwortung der Menschen.
- Die Vorschläge der Enquetekommission zur Weiterentwicklung der Demokratie werden umgesetzt.
- Das christliche Menschenbild und die unteilbare Würde des Menschen bilden den Ausgangspunkt der Politik.
- Die Erteilung von Jagdscheinen soll landeseinheitlich und unbürokratisch vereinfacht werden.
- Antrags- und Dokumentationspflichten für Landwirte werden weiter verringert.
- Menschen mit Einwanderungsgeschichte gelten als Bereicherung für den öffentlichen Dienst.
- Das Zulagenwesen zur Anerkennung besonderer Belastungen wird gestärkt und angepasst.
- Mehrdienstzeiten sollen vor dem Verfall geschützt werden.
- Die Auszahlung von Mehrdienstzeiten soll steuerlich attraktiv gestaltet werden.
- Wer im öffentlichen Dienst mehr leistet, soll entsprechend entlohnt werden.
- Eine kürzere Probezeit bei guten Abschlussnoten wird geprüft.
- Die Eingangsbesoldung für die Laufbahngruppen 1.1 und 1.2 soll erhöht werden.
- Die Möglichkeiten zur Vergabe von Amtszulagen sollen ausgebaut werden.
- Das aktive Gesundheitsmanagement im öffentlichen Dienst wird weiterentwickelt.
- Die Lebensarbeitszeitkonten werden evaluiert und an neue Herausforderungen angepasst.
- Dezentrale Einrichtungen von Landesbehörden werden im ganzen Land, besonders im ländlichen Raum, ermöglicht.
- Die Durchlässigkeit zwischen öffentlichem Dienst, Privatwirtschaft, Wissenschaft sowie Kommunen und Land soll verbessert werden.
- Beschäftigte, die Kinder oder Angehörige betreuen, sollen vom Arbeitgeber unterstützt werden.
- Eine Verpflichtung zur Kinderbetreuung in den Landesbehörden wird geprüft.
- Die Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung wird ausgebaut.
- Gefordert werden weniger Bürokratie und mehr Freiräume.
Innere Sicherheit, Justiz und Bürgerrechte79
- Rechtsfreie Räume werden im Land nicht geduldet.
- Clanmitgliedern sollen Führerschein und Autos entzogen werden.
- Sicherheitspolitische Partnerschaften sollen verhindern, dass sich Kriminelle jenseits der Landesgrenzen verstecken.
- In allen fünf Autobahn-Inspektionen soll eine Eingreiftruppe Strategische Fahndung eingerichtet werden.
- In die Liegenschaften der Polizei soll weiterhin investiert werden.
- Angriffe auf Einsatzkräfte sollen härter bestraft werden.
- Der Wach- und Wechseldienst wird bis Ende 2025 mit Bodycams und Tasern ausgestattet.
- Eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnungspflicht für Polizistinnen und Polizisten wird abgelehnt.
- Das Gesundheitsmanagement in den Polizeibehörden soll professionalisiert werden.
- Die Unterstützung nach belastenden Einsätzen soll verbessert werden.
- Spuckattacken sollen wie Widerstände und Körperverletzungen behandelt werden.
- Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen so angepasst werden, dass Betroffene von Angriffen nicht auf Ansprüchen sitzen bleiben.
- Die Koordinierungsstelle Cybersicherheit soll zur zentralen Anlaufstelle ausgebaut werden.
- Bei der Anzeigenerstattung soll Künstliche Intelligenz, etwa in Form von Chatbots, eingesetzt werden.
- Soziale Netzwerke und Messenger-Dienste sollen bei Hasskriminalität und anderen Delikten auskunftspflichtig werden.
- Die Online-Durchsuchung soll eingeführt werden.
- Die Speicherfristen für Telefon- und Internetzugangsdienste sollen auf Bundesebene auf sechs Monate verlängert werden.
- Die Vermessung und Kartographierung von Funkzellen soll bei Wohnungseinbruchsdelikten ermöglicht werden.
- Die Verkehrsdatenspeicherung soll auf Bundesebene rechtlich abgesichert werden.
- Das Frühwarnsystem Periskop zur Erkennung von Personen mit Risikopotenzial soll flächendeckend eingeführt werden.
- Scheinhalterschaften bei Kraftfahrzeugen sollen durch eine bundesgesetzliche Regelung verhindert werden.
- Clanmitgliedern sollen Führerscheine entzogen und Autos beschlagnahmt werden können.
- Im Kampf gegen Zuhälterei sollen Verkehrsdaten und Telekommunikationsüberwachung genutzt werden.
- Bei Vermögen unklarer Herkunft soll verfassungskonform eine vollständige Beweislastumkehr gelten.
- Der Informationsaustausch der beteiligten Sicherheitsbehörden soll verbessert werden.
- Der Austausch der Sicherheitsbehörden mit Banken und Geldautomatenbetreibern wird gefördert.
- Geldscheine sollen sich bei einer Automatensprengung automatisch einfärben oder verkleben.
- Eine Verbunddatei zum gewaltorientierten Linksextremismus soll auf Bundesebene eingerichtet werden.
- Öffentliche Gelder sollen nicht mehr an Verfassungsfeinde fließen, auch nicht an extremistische Akteure im Namen der Extremismusbekämpfung.
- Im Internet kursierende Lehrvideos über Waffengebrauch und das Verletzen von Menschen sollen gelöscht werden.
- Der Verfassungsschutz soll personell verstärkt werden.
- Der Verfassungsschutz soll mit modernster IT-Technik ausgerüstet werden.
- Alle großen Städte sollen einen Masterplan Sauberkeit und Sicherheit entwickeln.
- Die Kommunen sollen dabei mit polizeilichem Wissen unterstützt werden.
- Landesweit einheitliche Zulagen für kommunale Vollzugskräfte sollen geprüft werden.
- Städte und Kommunen sollen eine Rechtsgrundlage für Videoüberwachung im öffentlichen Raum erhalten.
- Die Ergebnisse der Dunkelfeldstudie zu häuslicher Gewalt sollen konsequent umgesetzt werden.
- Zugang und Bekanntheit von Hilfsangeboten sollen verbessert werden, auch durch mehrsprachige Angebote.
- Warnsysteme und Kommunikationswege sollen belastbar gemacht werden.
- Meldewege sollen vereinfacht, vereinheitlicht und digitalisiert werden.
- Feuerwehrgebäude sollen modernisiert werden.
- Ein ständiger operativ-taktischer Führungsstab und eine landeseigene Crisis Response Unit sollen eingerichtet werden.
- Ein virtuelles Drehkreuz für Sachspenden soll eingerichtet werden.
- Der Bund soll den Zivilschutz finanziell angemessen ausgestalten.
- Feuerwehren und anerkannte Hilfsorganisationen sollen mit modernsten Fahrzeugen und Techniken ausgestattet sein.
- Die Feuerwehr soll weiter modernisiert werden, etwa mit einer Feuerwehr-App für einsatznotwendige Daten.
- Die Feuerwehr-App soll ein Modul zur Erfassung von Gewalt gegen Einsatzkräfte enthalten, das einer Strafanzeige genügt.
- Erschwerniszulagen und Anwärterbezüge der Feuerwehr sollen überprüft und bei Bedarf ausgebaut werden.
- Die Rechte ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer im Brand- und Katastrophenschutz sollen gesetzlich gestärkt werden, etwa bei Freistellung und Verdienstausfall.
- Eine Werbekampagne soll unterrepräsentierte Gruppen für das Ehrenamt im Katastrophenschutz ansprechen.
- Kinder- und Jugendfeuerwehren sollen weiterhin unterstützt werden.
- In einem Pilotprojekt soll eine Bunte Leitstelle auf Effizienz und Praxistauglichkeit geprüft werden.
- In Nordrhein-Westfalen gilt die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren.
- Strafe soll der Tat unmittelbar folgen.
- Paralleljustiz wird abgelehnt.
- Paralleljustiz soll nicht zugelassen werden.
- Die Justiz soll technisch mit hochprofessionellen Cyberkriminellen Schritt halten.
- Verbrechern sollen ihre Gewinne entzogen werden.
- Der Einsatz von Richterassistenzen zur Entlastung soll geprüft werden.
- Justizberufe sollen wirtschaftlich attraktiver werden.
- Die Zahl der Beförderungsstellen in der Justiz soll ausgeweitet werden.
- Die Ausbildung der Referendarinnen und Referendare soll einheitlichen Standards folgen.
- Die Justiz soll in der Fläche präsent bleiben.
- Die bestehenden Gerichtsorte sollen erhalten bleiben.
- Alle Einrichtungen der außergerichtlichen Streitschlichtung sollen gefördert werden.
- Die Zuständigkeit der Europäischen Staatsanwaltschaft soll in geeigneten Bereichen erweitert werden.
- IP-Adressen sollen bei schwerwiegenden Verbrechen im vom EuGH zugelassenen Umfang sechs Monate gespeichert und auf richterliche Anordnung übermittelt werden.
- Bei den Staatsanwaltschaften sollen zusätzliche Ermittlerinnen und Ermittler eingesetzt werden.
- Die Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten wird konsequent weiter ausgebaut und verstärkt.
- Eine Legalisierung illegaler Drogen wird abgelehnt.
- Die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Opferorganisationen wird weiter intensiviert.
- Geprüft wird die Bestellung eines Opferanwalts bei Fällen häuslicher Gewalt.
- Das Konzept der psychiatrisch intensivierten Regelbehandlung in Justizvollzugsanstalten wird konsequent fortgeführt.
- Straftäter sollen nach Verbüßen ihrer Strafe wieder in der Gesellschaft Fuß fassen können.
- Die Zusammenarbeit des Strafvollzugs mit den Kommunen bei der Entlassungsvorbereitung soll verbessert werden.
- Das Projekt EVALIS sorgt für eine evidenzbasierte Gestaltung des Strafvollzugs.
- Missbrauchstäter sollen sich in der Anonymität des Internets nicht sicher fühlen können, jeder Spur wird nachgegangen.
- Für Webseiten, Apps und Spiele mit Chatfunktion soll bundesweit eine Registrierungspflicht mit deutscher Mobilfunknummer eingeführt werden.
- Ein Nordrhein-Westfalen-Pakt gegen Gewalt wird mit Verbänden und Organisationen auf den Weg gebracht.
Migration, Asyl, Integration und Staatsangehörigkeit3
Wirtschaft, Wettbewerb und Industrie21
- In Zukunftsbranchen sollen Industriearbeitsplätze geschaffen werden.
- Wirtschaft, Umweltschutz und soziale Frage werden stets gemeinsam betrachtet.
- Der Staat gilt nicht als der bessere Unternehmer.
- Die Mittel für die sozialen Sicherungssysteme müssen zuerst erwirtschaftet werden.
- Der Export von Clean Tech gilt als Chance für die Wirtschaft und als Beitrag zum weltweiten Klimaschutz.
- Nordrhein-Westfalen soll die Werkbank Europas bleiben.
- Eine Verdrängung energieintensiver Unternehmen ins Ausland wird abgelehnt, weil sie kein CO2 spart und Arbeitsplätze kostet.
- Die Industrie gilt beim Klimaschutz als Teil der Lösung.
- Investitionsanreize sollen Handwerksbetrieben helfen, Hemmnisse bei der Digitalisierung zu überwinden.
- Eine einheitliche digitale Plattform für touristische Angebote wird geschaffen.
- Zertifizierungen für barrierefreies „Reisen für alle“ werden finanziell unterstützt.
- Leitbild des Verbraucherschutzes sind verantwortlich handelnde, mündige Verbraucher.
- Verbraucher sollen für Gefahren durch Fake Shops und Produktfälschungen sensibilisiert werden.
- Regionalbanken sollen als starke Partner erhalten bleiben.
- Öffentlich-rechtliche Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken sollen fortbestehen.
- Die Bankenregulierung soll nach Größenklassen gestaffelt werden.
- Die Einlagensicherungssysteme sollen sachgerecht dimensioniert werden.
- Institutssicherungssysteme von Sparkassen und Genossenschaftsbanken sollen nicht zusätzlich durch nationale oder europäische Systeme belastet werden.
- Durch eine konsequente Investorenpolitik soll mehr Wagniskapital für schnell wachsende Start-ups gewonnen werden.
- Gründungen aus dem Hochschulwettbewerb erhalten Wagniskapital, und eine Marke für Tech Entrepreneurship wird gesetzt.
- Die Gaming-Industrie gilt als Zukunftsmarkt.
Arbeit, Löhne und soziale Sicherung20
- In der Sozialpolitik gilt das Prinzip Fördern und Fordern.
- Das Werkstattjahr führt jährlich 1.600 Jugendliche schrittweise an den Arbeitsmarkt heran.
- Jugendliche mit Behinderung werden bei der Berufsorientierung unterstützt.
- Nordrhein-Westfalen soll das soziale Gewissen der Bundesrepublik bleiben.
- Starke Betriebs- und Personalräte gelten als unverzichtbar.
- Betriebsratswahlen dürfen von niemandem verhindert werden.
- Arbeitgeber werden etwa durch Online-Schulungsangebote für den Wiedereinstieg dabei unterstützt, das Potenzial von Frauen nach Familien- und Pflegezeiten zu nutzen.
- Online-Schulungsangebote für den beruflichen Wiedereinstieg sollen verstärkt über die Arbeitsagenturen angeboten werden.
- Mütter ohne Ausbildung sollen einen Abschluss und Zugang zur Berufswelt erhalten.
- Alle Menschen in Nordrhein-Westfalen sollen gut und sicher arbeiten können.
- Der Arbeitsschutz wird personell und technisch vorbildlich ausgestattet.
- Die dezentralen Strukturen des Arbeitsschutzes bleiben erhalten.
- Von Armut betroffene Menschen werden weiterhin unterstützt.
- Das Prinzip „Fördern und Fordern“ soll in der Grundsicherung auch beim Bürgergeld erhalten bleiben.
- Die Regelsätze der Grundsicherung sollen an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst werden.
- Persönlicher Einsatz soll sich für den Einzelnen lohnen.
- Arbeitslosen Eltern soll der Einstieg in Arbeit und der soziale Aufstieg erleichtert werden.
- Die Bedürfnisse Alleinerziehender und von Kindern mit Behinderung werden dabei besonders beachtet.
- Solche Schulungsangebote sollen verstärkt über die Arbeitsagenturen angeboten werden.
- Mütter ohne Ausbildung sollen einen Abschluss und Zugang zur Berufswelt erhalten.
Steuern, Haushalt und öffentliche Finanzen9
- Politik soll künftige Generationen nicht zusätzlich finanziell belasten.
- Die Mehrwertsteuer auf Heizkosten soll gesenkt werden.
- Die Stromsteuer soll gesenkt werden, um Verbraucher zu entlasten.
- Die Energiesteuer, früher Mineralölsteuer, soll gesenkt werden.
- Die Pendlerpauschale soll ab dem ersten Kilometer erhöht werden.
- Haushalte sollen nicht auf Kante genäht sein, sondern Maß und Mitte haben.
- In finanziell guten Zeiten wird Vorsorge für schlechte Zeiten getroffen.
- In Krisen soll das Land schnell handlungsfähig sein und genug Geld zur Stärkung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen haben.
- Nach der Krise soll zur haushaltspolitischen Normalität zurückgekehrt werden.
Rente und Alterssicherung11
- Nach einem langen Arbeitsleben soll eine verdiente Rente stehen.
- Die gesetzliche Rentenversicherung gilt als wichtigste Säule der Alterssicherung.
- Das umlagefinanzierte Rentensystem soll mit Blick auf den demografischen Wandel weiterentwickelt werden.
- Das Land begleitet die Rentengesetzgebung des Bundes und bringt eigene Initiativen ein.
- Geringverdiener sollen faire Renten erhalten.
- Wer ein Leben lang gearbeitet hat, soll eine höhere Rente erhalten als jemand ohne Erwerbsarbeit.
- Die Zahlung freiwilliger Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung soll erleichtert werden.
- Selbstständige und Solo-Selbstständige sollen im Alter besser abgesichert werden.
- Die betriebliche Altersvorsorge soll gestärkt werden und mehr Beschäftigte erreichen.
- Die private Altersvorsorge soll attraktiver und transparenter werden.
- Ein Standardprodukt für die private Altersvorsorge soll eingeführt werden.
Gesundheit und Pflege39
- Die Krankenhausfinanzierung soll zuverlässig sein.
- Der Gesundheitsbereich gilt als Wirtschaftsfaktor.
- Medizinstudienplätze werden per Auswahlverfahren an Bewerber vergeben, die danach hausärztlich in unterversorgten Regionen arbeiten.
- Die Medizinische Fakultät Ostwestfalen-Lippe bildet weiterhin Hausärztinnen und Hausärzte für die Region aus.
- Schwerpunkte der Ausbildung in Ostwestfalen-Lippe bleiben Allgemeinmedizin und ambulante Medizin.
- In Siegen soll eine Medizinerausbildung entstehen.
- Arztpraxen sollen möglichst barrierefrei werden.
- Krankenhäuser gelten als wichtige Einrichtungen der Daseinsvorsorge.
- Komplizierte medizinische Eingriffe gehören in die Hände erfahrener Spezialisten.
- Das aktuelle DRG-System gilt als nicht bewährt.
- Eine Expertenkommission erarbeitet Vorschläge zur Stärkung der Rehabilitation.
- An einer starken Trägervielfalt im Gesundheitswesen wird festgehalten.
- Das Cluster Medizin.NRW wird weiter ausgebaut.
- Das Netzwerk VIRus ALlianz NRW wird weiterentwickelt.
- Die Expertise der Universitätskliniken wird Krankenhäusern in der Fläche zugänglich gemacht.
- Gesetzliche Rahmenbedingungen und Finanzierung für sektorenübergreifende Versorgung sollen auf Bundesebene geschaffen werden.
- Die Hochschulmedizin soll Patientinnen und Patienten im ländlichen Raum stärker zur Verfügung stehen.
- Der Verbund von Uniklinik Köln und Städtischen Kliniken Köln zu einem Gesundheitscluster wird unterstützt.
- Alle sollen eine qualitativ gute und menschliche Pflege erhalten.
- Pflege- und Gesundheitsfachberufe werden bereits in der Berufsfeldorientierung gestärkt.
- In Pflege- und Gesundheitsfachberufen sollen mehr Fachkräfte arbeiten.
- Angehörige und Familien werden bei der Pflege weiter unterstützt.
- Pflegende Angehörige erhalten zusätzliche Kinderbetreuung, etwa Vorzugsplätze in Kitas und Betreuung an Kliniken und Pflegeeinrichtungen.
- Die Angebote der Kurzzeit- und Tagespflege werden weiter flexibilisiert.
- Die Pflegeversicherung und ihre Leistungen sollen ständig überprüft und verbessert werden.
- Pflege braucht mehr Zeit und weniger Dokumentation zugunsten menschlicher Zuwendung.
- Für kurzfristigen Personalmangel in Pflege und Krankenhäusern werden Personalpools eingerichtet.
- Modellvorhaben zur Erprobung künftiger Personalbemessungsinstrumente in der Pflege werden durchgeführt.
- Weitere Fördermöglichkeiten für Praktika in Pflege- und Gesundheitsfachberufen werden geschaffen.
- Das freiwillige Jahr in Pflege- und Gesundheitsberufen soll auf Bundesebene gestärkt werden.
- Eine landesweite Informationskampagne für Pflege- und Gesundheitsfachberufe wird gestartet.
- Junge Menschen sollen Einblick in den Pflegebereich erhalten.
- Zusätzliche Kinderbetreuung, etwa an Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, soll Pflegepersonal im Beruf halten.
- Der Wiedereinstieg ausgebildeter Pflegekräfte wird etwa durch Auffrischerkurse oder eine Wiedereinsteigerprämie unterstützt.
- Der Ausbau von Ausbildungsplätzen in der Pflegefachassistenz wird fortgesetzt.
- Einrichtungen werden bei praktischen Ausbildungsanteilen der Pflegefachassistenz unterstützt.
- Die Errichtung einer Bundespflegekammer wird unterstützt.
- Weitere Gesundheitsfachberufe erhalten weitreichende Mitbestimmung in den Landesgremien.
- Eine pauschale Beihilfe und eine zwangsweise Einheitsversicherung werden abgelehnt.
Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft53
- Für Profi- und Breitensport sollen die besten Bedingungen geschaffen werden.
- Jeder Mensch in der Gesellschaft muss einen Beitrag leisten und Verantwortung übernehmen.
- Die Stärkung des familiären Zusammenhalts hat Priorität.
- Jede Partnerschaft, in der Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, erfährt höchste Wertschätzung.
- Gesellschaftlicher Zusammenhalt lässt sich nicht von oben verordnen.
- Das ehrenamtliche Engagement vieler Millionen Menschen gilt als unverzichtbar.
- Kinderschutz soll Vorrang vor Datenschutz haben.
- Interprofessionelle Netzwerkstrukturen für Kinderschutz sollen gefördert werden.
- Für Netzwerke im Kinderschutz werden Stellen für Netzwerkmanager geschaffen.
- Verdachtsmeldungen bei der Polizei oder bei einer unabhängigen Meldestelle sollen erleichtert werden.
- Anbieter von Internetplattformen sollen europarechtskonform verpflichtet werden, Inhalte auf Kindesmissbrauch zu prüfen und den Ermittlungsbehörden zu melden.
- Sichere Systeme zur Altersverifikation sollen für alle Anbieter verbindlich werden.
- Kinderschutz hat Vorrang vor Datenschutz.
- Alle am Kinderschutz beteiligten Akteure sollen relevante Informationen austauschen können.
- Eine gute und bezahlbare frühkindliche Bildung mit ausreichend Plätzen wird geschaffen.
- Der Mutterschutz soll so verbessert werden, dass die Rückkehr in den vorherigen Beruf reibungslos verläuft.
- Familie wird dort gesehen, wo Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen.
- Eltern tragen in erster Linie die Verantwortung für Erziehung und Wohlergehen ihrer Kinder.
- Im Land soll der Grundsatz gelten, dass Familie vorgeht.
- Nordrhein-Westfalen soll das familien- und kinderfreundlichste Bundesland werden.
- Ein digitales Familienzentrum NRW soll etabliert werden.
- Die Förderung der Familienverbände und die Ombudschaft Jugendhilfe werden evaluiert und weiterentwickelt.
- Eine Familienkarte für Mehrkindfamilien soll die Teilhabe an Angeboten wie Museen und Zoos erleichtern.
- Die Kita-Platz-Ausbaugarantie wird fortgesetzt.
- Der Bestandsschutz für eingruppige Kitas wird erweitert.
- Die Mittel aus dem Gute-Kita-Gesetz sollen den Ländern dauerhaft zur Verfügung stehen.
- Ein digitales Kita- und Tagespflegeplatzmanagement wird eingeführt.
- Die Voraussetzungen für das digitale Kitaplatzmanagement werden mit den Kommunen abgestimmt.
- Ein Sonderprogramm zur Ertüchtigung von Kinder- und Jugendhäusern wird aufgelegt.
- Berufsbilder sollen von Geschlechterklischees befreit werden.
- Schon in Kitas soll zur Überwindung von Geschlechterklischees beigetragen werden.
- Landesweite FrauenWirtschaftsTage werden initiiert, um Frauen aus der Wirtschaft zu vernetzen.
- Die Istanbul-Konvention wird anerkannt und im Land umgesetzt.
- Das Programm Neustart miteinander unterstützt Vereine nach der Corona-Zeit mit bis zu 10.000 Euro.
- Die Zusammenarbeit von Verwaltung und Vereinen soll neu gedacht werden.
- Mitgliedsbeiträge sollen steuerlich absetzbar werden.
- Engagement-Schecks für Vereine sollen eingeführt werden.
- Wo es noch keine gibt, werden Begegnungsorte wie Vereins- oder Dorfgemeinschaftshäuser geschaffen.
- Ein Förderprogramm für Vereine in Kultur, Heimat und Tradition wird aufgelegt.
- Formulare sollen für Vereinsvorstände ohne einschlägige Berufserfahrung ausfüllbar sein.
- Regelmäßig anfallende Gebühren für Vereine, etwa für die Abnahme von Schießständen, werden überprüft.
- Eigentumsbildung und Erhaltungsaufwendungen von Vereinen werden steuerlich erleichtert.
- Die Möglichkeiten zur Bildung freier Rücklagen von Vereinen werden zeitlich erweitert.
- Die Umsatzsteuergrenze für Vereine soll erneut angehoben werden.
- Es wird geprüft, ob Ausbildungskosten von Vereinen steuerlich geltend gemacht werden können.
- Steuererklärungen für Vereine werden durch eine Weiterentwicklung von ELSTER vereinfacht.
- Es wird geprüft, ob die Jugendleiter-Card an Schulen erworben werden kann.
- Vereine werden unterstützt, Menschen mit Behinderung und Zugewanderte stärker einzubinden.
- Barrierefreie und mehrsprachige Informationen über Vereine werden bereitgestellt.
- Die Übungsleiterpauschale für Ehrenamtliche soll weiter angepasst werden.
- Das Förderprogramm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ soll fortgesetzt werden.
- Die Rolle des Landes als Austragungsort großer Sportveranstaltungen soll international gefestigt und ausgebaut werden.
- Initiativen für einen verpflichtenden Freiwilligendienst für junge Menschen nach der Schulzeit, nicht nur bei der Bundeswehr, werden unterstützt.
Bildung, Wissenschaft und Forschung53
- Die Grundschule wird mit einem Masterplan professionell und zukunftsfähig weiterentwickelt.
- Unternehmen werden zur Finanzierung von Stiftungslehrstühlen ermuntert und dabei beraten.
- Verantwortlich für Bildung und Erziehung sind in erster Linie Eltern und Erziehungsberechtigte.
- Bis 2025 fließen rund 2 Milliarden Euro in das Lehren und Lernen mit digitalen Medien.
- Die Potenziale der Digitalisierung in der Schule sollen ausgeschöpft werden.
- Jedes Kind soll ein digitales Endgerät erhalten.
- Die Schulen sollen über motivierte Lehrkräfte verfügen.
- Die Attraktivität des Lehrerberufs soll gesteigert werden.
- Bei den Vorgaben zu Mindestklassengrößen werden die Gemeindegrößen berücksichtigt.
- Für Grundschulen gilt weiterhin der Grundsatz kurzer Wege für kleine Kinder.
- Förderschulen und Inklusion gelten nicht als Gegensätze.
- An der Spitze von Schulen sollen mehr Managementqualitäten Abläufe professionalisieren.
- Lehrkräfte an Talentschulen werden für besondere Leistungen zusätzlich honoriert.
- Alle Kinder sollen am Ende der Grundschulzeit Lesen, Schreiben und Rechnen beherrschen.
- Jedem Kind wird ein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt.
- Lehrkräfte werden befähigt, die Potenziale der Digitalisierung im Unterricht voll auszuschöpfen.
- Die erforderlichen Investitionssummen des DigitalPakts Schule 2 werden definiert.
- Die persönliche Begleitung durch Lehrkräfte beim digitalen Lernen wird sichergestellt.
- Bestehende digitale Bildungsangebote werden in einer Bildungscloud.NRW gebündelt und weiterentwickelt.
- Informatik wird zum Abiturfach.
- Für den Sachunterricht werden MINT-Bildungsstandards definiert und umgesetzt.
- Der weitere Ausbau des Offenen Ganztags wird vorangetrieben.
- An den Schulen sollen die besten Lehrkräfte unterrichten.
- Den besten Absolventinnen und Absolventen der Lehrerausbildung wird jährlich eine Einstellung unabhängig vom Bedarf zugesichert.
- Im Lehramtsstudium für den Primarbereich sinkt die Zahl der Pflichtfächer von drei auf zwei.
- Mit den Hochschulen wird geprüft, wie das Mathematikstudium für Grundschullehrkräfte an aktuelle Bedarfe angepasst werden kann.
- Lehrkräfte erhalten in Aus- und Weiterbildung Angebote zum Umgang mit radikalen und extremistischen Haltungen.
- Multiprofessionelle Teams sollen auch in Expertengremien zur Qualitätssicherung von Unterricht, Aus- und Fortbildung wirken.
- Die Vereinbarkeit von Lehramtsstudium und Nebentätigkeit an einer Schule wird verbessert.
- Eine Mangelfach-Offensive in der Lehrerausbildung wird gestartet.
- Die Forschung zur Lehrerbildung wird stärker gefördert, vernetzt und für die Lehrerfortbildung nutzbar gemacht.
- Die Schulabschlüsse der Sekundarstufe I werden gestärkt und auf die berufliche Ausbildung ausgerichtet.
- Das Programm KAoA wird stärker auf Jugendliche mit Unterstützungsbedarf ausgerichtet.
- Eine Offensive für mehr Lehrpersonal an Berufsschulen wird gestartet.
- Mit den kommunalen Spitzenverbänden wird eine Bestandsaufnahme zur Schulfinanzierung erstellt.
- Aus dem Projekt Photonisches Quantencomputing an der Universität Paderborn soll ein international führendes Forschungszentrum entstehen.
- Das Center for Quantum Science and Engineering im Rheinischen Revier wird weiter ausgebaut.
- Das Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr wird gestärkt.
- Ein Wettbewerb für Entrepreneurship an den Hochschulen wird gestartet.
- Die Qualitätsverbesserungsmittel für die Lehre steigen um 50 Millionen auf 350 Millionen Euro.
- Ein Preis für die besten Umsetzungskonzepte in der Lehre wird ausgelobt.
- Eine Wiedereinführung von Studienbeiträgen ist ausgeschlossen.
- Auf Bundesebene soll das BAföG neu aufgestellt und elternunabhängiger gestaltet werden.
- Das Land soll künftig in der Wissenschaft zur bundesweiten Spitze gehören.
- Die Einrichtung von Studienangeboten im Bereich Pharmazie wird unterstützt.
- Die Open University Hagen wird begleitet und nach der Anfangsphase dauerhaft stabil aufgestellt.
- Der Finanzierungsaufwuchs der Open University Hagen wird fortgeführt und eine Mitfinanzierung durch den Bund angestrebt.
- Eine landesweite CampusApp bietet Studierenden einen digitalen Ausweis mit Bibliothek, Mensazahlung und Semesterticket.
- Das Rückkehrer-Programm für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wird weiter ausgebaut.
- Frei werdende Kapazitäten an Hochschulen könnten für wissenschaftliche Weiterbildung eingesetzt werden.
- Der Bau eines Modellcampus der Zukunft wird über einen Wettbewerb gefördert.
- Ein Hochschulbau-Sanierungsprogramm wird aufgelegt.
- Das Optionsmodell für passgenaue bauliche Investitionen wird weiterentwickelt.
Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung16
- Es soll mehr Bauland ausgewiesen werden.
- Beim Wohngeld soll eine dynamisierte Heizkostenpauschale eingeführt werden.
- Das Projekt „Zukunft des Bau- und Liegenschaftsbetriebes“ wird fortgesetzt.
- Die Entwicklung von Bauland gilt als eine der dringlichsten Aufgaben.
- Die Ausweisung von Bauland soll weiter vereinfacht werden.
- Auch das Baurecht des Bundes soll entsprechend angepasst werden.
- Nordrhein-Westfalen soll seine Vorreiterrolle beim 3D-Druck im Bauen ausbauen.
- Nachhaltige Konzepte zur Revitalisierung von Altlastenflächen sollen ermöglicht werden.
- Baulücken sollen geschlossen werden.
- Der Bund soll die Ergebnisse seiner Baukostensenkungskommission umsetzen.
- Im Landtag soll eine Enquetekommission „Zukunft des Wohnens“ eingesetzt werden.
- Das Wohngeld soll dauerhaft erhöht werden.
- Zur Förderung angemeldete städtebauliche Maßnahmen werden strenger auf Umsetzbarkeit geprüft.
- Ein strategisches digitales Leerstandskataster für aktives Ansiedlungsmanagement von Handelsflächen wird eingeführt.
- Ansiedlungs- und Leerstandsmanagement, auch in Stadtteilzentren, soll koordiniert werden.
- Die Zukunftsmanagerinnen und Zukunftsmanager für Innenstädte sollen dauerhaft etabliert werden.
Verkehr und Infrastruktur11
- Das erste Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz eines Flächenlandes setzt neue Maßstäbe.
- Mobilität in Stadt und Land soll bezahlbar bleiben.
- Alle rund 600 landeseigenen Nutzfahrzeuge ab 3,5 Tonnen und Busse sollen in fünf Jahren Abbiegeassistenten erhalten.
- Nordrhein-Westfalen soll E-Mobilitätsland Nummer eins werden.
- Gemeinsam mit Verkehrsverbünden und Kammern soll ein Weg gefunden werden, Jobtickets auch kleinen und mittleren Unternehmen zu ermöglichen.
- Menschen und Wirtschaft benötigen eine zuverlässige Straßeninfrastruktur.
- Der Neu- und Ausbau von Ortsumgehungen wird weiter finanziert.
- Die Produktion synthetischer Kraftstoffe soll gefördert werden.
- Für die Brückenerneuerung wird ein Sonderfonds von 300 Millionen Euro gefordert.
- Eine eigene Planungseinheit für die Brückenplanung in Nordrhein-Westfalen wird gefordert.
- Das Konzept einer dezentralen Flughafeninfrastruktur bleibt bestehen.
Energie8
- Die Energiewende gelingt nur mit Beteiligung der Menschen.
- Der Tagebau Hambach wird rund ein Jahrzehnt früher stillgelegt als zuvor beschlossen.
- Zehn Leuchtturmprojekte der Wasserstoffwirtschaft sollen Investitionen von mehr als 7 Milliarden Euro auslösen.
- Nordrhein-Westfalen soll Energieland Nummer 1 bleiben.
- Außenpolitisch richtige Entscheidungen sollen die Menschen im Land nicht belasten.
- Eine Energiepreisbremse soll sofort eingeführt werden.
- Die Rahmenbedingungen für die finanzielle Beteiligung von Anwohnern werden verbessert.
- In einer Übergangsphase soll auch blauer und türkiser Wasserstoff genutzt werden.
Klima, Umwelt und Naturschutz20
- Klimaschutz gilt als überlebensnotwendig.
- Technologieoffenheit und Akzeptanz in der Bevölkerung gelten als Leitplanken auf dem Weg zur Klimaneutralität.
- Ein neuer gesellschaftlicher Pakt für Arbeit und Umwelt soll initiiert werden.
- Nachhaltigkeit wird vernetzt gedacht und verknüpft Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Wohnen und Mobilität.
- Zur Erreichung der CO2-Ziele sollen vorrangig Gebäude mit hohem Energiebedarf saniert werden.
- Klimaschutz soll als generationenübergreifendes Versöhnungsprojekt gestaltet werden.
- Klimaschutz soll zum Jobmotor für gute Arbeitsplätze werden.
- Bis Ende des Jahrzehnts sollen über 100 Millionen Euro für Schadholzräumung und Wiederaufforstung bereitstehen.
- Eine Baumprämie soll für alle zugänglich sein.
- Das Landeszentrum Wasser soll die zentrale hydrologische Informations- und Warnaufgabe der Landesregierung übernehmen.
- Eine Strategie zur Begrenzung der Gefahren durch invasive Arten wird erarbeitet.
- Der Schutzstatus des Wolfes soll mit Blick auf seine tatsächliche Verbreitung verändert werden.
- Einzelne Regionen sollen durch Rohstoffabbau nicht übermäßig beansprucht werden.
- Geprüft wird ein Wertungsvorteil für die Verwendung von Sekundärrohstoffen in Vergabeverfahren.
- Geprüft wird, ob Artenschutz als verbindliches Landesziel verankert werden kann.
- Jägerinnen und Jäger gelten als wichtige Partner des Naturschutzes.
- Die Eigenverantwortung der Jäger soll gestärkt und die Bürokratie für sie verringert werden.
- Der Umweltbildungsauftrag der Jägerschaft wird begrüßt.
- Die Kormoranverordnung wird evaluiert und bei Bedarf konkretisiert.
- Der Rahmen für den Europäischen Green Deal und Fit for 55 soll richtige Prioritäten setzen, Innovationskraft entfalten und bürokratische Gängelung vermeiden.
Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum21
- Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest werden die Erfahrung der Jäger und angepasste Schwarzwildbestände benötigt.
- Landwirte erhalten im Transformationsprozess Planungs- und Investitionssicherheit.
- Die ernährungssichernde Landwirtschaft im Land soll eine nachhaltige Zukunft haben.
- Der Wandel soll mit den Landwirten gestaltet und Planungs- und Investitionssicherheit geschaffen werden.
- Wettbewerbsverzerrungen in Europa zulasten der Landwirtschaft sollen verhindert werden.
- Fairer Wettbewerb und eine funktionierende Gemeinsame Agrarpolitik der EU werden gefordert.
- Eingriffe in landwirtschaftliche Nutzung sollen stets ausgeglichen werden.
- Der Bund soll die zugesagten Mittel für den Erschwernisausgleich in Naturschutzgebieten bereitstellen.
- Freiwillige Agrarumweltmaßnahmen sollen durch Kooperation und Anreize gestärkt werden.
- Agrarumweltmaßnahmen sollen in der neuen GAP-Förderperiode ausreichend finanziert werden.
- Zahlungen aus der ersten Säule der Agrarpolitik sollen weiterhin einkommensstützende Grundprämien enthalten.
- Digitalisierung und neue Technologien sollen für die Zukunft der Landwirtschaft genutzt werden.
- Neue Züchtungsmethoden gelten als Beitrag zu widerstandsfähigeren Pflanzen sowie Umwelt- und Klimaschutz.
- Der Vertragsnaturschutz soll ein Instrument für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen der Landwirte werden.
- Die Mehrkosten für Tierwohl sollen moderat auf die Verbraucherpreise umgelegt werden.
- Bei der Lebensmittelherstellung soll volle Transparenz über die gesamte Produktionskette herrschen.
- In der Lebensmittelproduktion soll volle Transparenz herrschen.
- Verbraucher sollen etwa per QR-Code alle Informationen der Produktionskette verarbeiteter Lebensmittel erhalten.
- Die Zusammenlegung der fünf Lebensmittelüberwachungsämter wird geprüft.
- Bei einer Zusammenlegung der Lebensmittelüberwachungsämter bleiben die Standorte erhalten.
- Modellprojekte „ReGen smart Villages“ mit Selbstversorgung durch erneuerbare Energie werden gestartet.
Digitalisierung, Daten und Technologie4
Europa, Euro und europäische Institutionen3
Außenpolitik, Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit15
- Das Land richtet ein neues Landesbüro in London ein.
- Angestrebt wird ein sicheres Europa als Grundlage der Freiheit.
- Deutschland soll mehr in die eigene Sicherheit und die der Partner in EU und NATO investieren.
- Bei der Heimatverteidigung soll sich Deutschland nicht länger auf andere verlassen.
- Dem angekündigten Sondervermögen für die Bundeswehr und dem Zwei-Prozent-Ziel der NATO sollen Taten folgen.
- Soldatinnen und Soldaten gelten als Staatsbürger in Uniform und selbstverständlicher Teil der Gesellschaft.
- Gefordert wird eine Kultur des Respekts gegenüber Soldatinnen und Soldaten und ihrem Einsatz.
- Das Land unterstützt den Bund dabei, die Bundeswehr personell, materiell, technisch und strategisch zu ertüchtigen.
- Die Bundeswehr soll wieder in die Lage versetzt werden, Staatsgebiet und Bevölkerung wirksam zu verteidigen.
- Die Bundeswehr soll ihren Bündnisverpflichtungen nachkommen können.
- Die Kooperationsvereinbarung mit den Jugendoffizieren der Bundeswehr für den Schulunterricht wird fortgesetzt und erweitert.
- Jugendoffiziere der Bundeswehr erhalten uneingeschränkten Zugang zu staatlichen Bildungseinrichtungen.
- Die Zusammenarbeit mit dem US-Bundesstaat Pennsylvania soll ausgebaut werden.
- Ghana wird dabei unterstützt, aus eigener Kraft Wachstum und Beschäftigung zu schaffen.
- Der Verwaltungsaustausch mit Ghana wird weiter ausgebaut.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung26
- Die Künstler- und Kulturförderung soll mit weniger Vorschriften auskommen.
- Der Landesanteil an den Betriebskosten kommunaler Theater und Orchester soll von zehn auf 20 Prozent steigen.
- Die kulturelle Infrastruktur wird durch Kooperationen weiter gestärkt.
- Ein Verstärkungsfonds für kommunale oder kommunal geförderte Kultureinrichtungen wird geschaffen.
- Junge Künstlerinnen und Künstler werden weiterhin gefördert.
- An der Neuregelung zum Sonntagsschutz wird festgehalten.
- Die Gründung eines Kompetenzzentrums Diversität als Service- und Beratungseinrichtung wird unterstützt.
- Eine neue Förderrichtlinie für die Kultur- und Kreativwirtschaft wird geschaffen.
- Die im POPBOARD NRW gebündelten Aktivitäten der Popkultur werden unterstützt.
- Kulturelle Bildung wird in der Aus- und Fortbildung von Erziehern und Lehrkräften verankert.
- Gedenkstätten nutzen digitale Möglichkeiten für die Wissensvermittlung.
- Die Errichtung einer Erinnerungsstätte Unna-Massen wird weiter begleitet.
- Die Martin-Opitz-Bibliothek soll als An-Institut der Ruhr-Universität Bochum zum Zentrum für Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa ausgebaut werden.
- Medienvielfalt gilt als Schutz gegen Desinformation und als Chance für ein schärferes Profil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
- Vertrauenswürdige Informationsquellen sollen sichergestellt werden.
- Qualitätsjournalismus soll bezahlbar bleiben.
- Kinos im ländlichen Raum werden gestärkt.
- Mit der Landesmedienanstalt werden Wege gesucht, Übertragungs- und Verbreitungskosten des Lokalfunks zu senken.
- Im öffentlich-rechtlichen Profil sollen vielfaltsfördernde Angebote, die Private weniger leisten, stärker hervortreten.
- Die Rundfunkanstalten sollen mehr Eigenverantwortung erhalten.
- Das Grimme-Institut soll zur Förderung von Medienqualität und Mediendiskurs weiter profiliert werden.
- Journalistisch-redaktionelle Inhalte sollen im Netz diskriminierungsfrei auffindbar und zugänglich sein.
- Werbevorgaben für Internet und Rundfunk sollen rechtlich einheitlich gestaltet werden.
- Der Aufbau einer länderübergreifenden digitalen Plattform in Europa wird unterstützt.
- Der Medien- und Digitalstandort wird weiterhin sichtbar präsentiert.
- Das Global Media Forum der Deutschen Welle soll fester Treffpunkt und Ort internationaler Vernetzung der Medienbranche werden.
Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung3
- Im Rheinischen Revier sollen bestehende Arbeitsplätze erhalten und zusätzliche geschaffen werden.
- Die kleinteilige, ressortbezogene Konnexitätsregel des Landes behindert eine ganzheitliche Aufgabenbewältigung.
- Gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden werden Lösungen für unbesetzte Stellen in Kommunalverwaltungen erarbeitet.
„Nicht gefunden“ heißt nicht, dass es zu dem Thema keine Forderung gibt. Wie das entsteht
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der Reihenfolge unseres Katalogs; „Ohne Politikfeld“ steht hier am Anfang.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Programms, also nach Seitenzahl.