Pflegebedürftige
Personen: was die Programme zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein und der Koalitionsvertrag für diese Gruppe fordern, zum Aufklappen nach Art der Wirkung.
Rechts in Rot die Zahl der Forderungen, die die Gruppe belasten, in Grau die teils, teils oder ohne klare Richtung, in Grün die, die sie begünstigen. Alle Zielgruppen in Schleswig-Holstein
Klicken Sie auf eine Partei, um ihre Forderungen zu sehen.
Ohne Einzug ins Parlament
Programme zur Landtagswahl 2027
CDU 210
Mehr Rechte oder Angebote 10
- Ein leistungsstarkes Gesundheits- und Pflegesystem im Land sichern und fortentwickeln.
- Eine flächendeckende, wohnortnahe und zeitlich verlässliche Gesundheits- und Pflegeversorgung sicherstellen.
- Das Netz an ambulanter Pflege, Unterstützung und Beratung erhalten und ausbauen.
- Die unterschiedlichen Arten der Kurzzeitpflege stärken.
- Tagespflegeangebote ausbauen.
- Kommunale Verwaltungen und Kommunalvertretungen stärker einbeziehen, um die Pflegestrukturen vor Ort auszubauen.
- Weitere gesetzliche Personaluntergrenzen in der stationären Altenpflege einführen.
- Die wohnortnahe Pflege- und Beratungsinfrastruktur stärken, damit länger im eigenen Umfeld gepflegt werden kann und Angehörige entlastet werden.
- Die solitäre Kurzzeitpflege einführen.
- Die Religiosität von Menschen in Heimen und Krankenhäusern soll beachtet werden, insbesondere mit Blick auf Spiritual Care.
Grüne 12
Mehr Rechte oder Angebote 2
SPD 115
Mehr Rechte oder Angebote 15
- Digitale Teilhabe auch für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe ermöglichen.
- In Versorgungszentren die hausärztliche Versorgung um ambulante Pflegedienste und haushaltsnahe Dienstleistungen ergänzen.
- Das Angebot in Kindertagespflege, Kindertagesstätten, Ganztagsschulen und Tagespflege erreichbar und ausreichend gestalten.
- Die Vor-Ort-für-dich-Kraft soll Angebotslücken zwischen gesundheitlicher, pflegerischer und sozialer Unterstützung schließen.
- Medizinische, pflegerische und soziale Leistungen gebündelt und systemübergreifend anbieten.
- Die Pflegeversorgung vor Ort umgestalten und verbessern.
- In der Pflege den Grundsatz ambulant vor stationär in den Vordergrund stellen.
- Niedrigschwellige und umfassende Pflegeangebote wohnortnah vorhalten.
- Im Krankheits- oder Pflegefall flächendeckenden Zugang zu Notfallversorgung und spitzenmedizinischen Leistungen sichern.
- Kurzzeitpflege und Tagespflegeangebote ausweiten.
- Angebote für solitäre Kurzzeitpflege aufbauen.
- Die Tages- und Nachtpflege ausbauen.
- Mehr Pflegestützpunkte einrichten.
- Die Arbeit der landesweit flächendeckenden trägerunabhängigen Pflegestützpunkte unterstützen.
- Das Angebot des barrierefrei erreichbaren Pflegenottelefons erweitern.
FDP 29
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 7
- Die Pflegestützpunkte bedarfsgerecht ausbauen.
- Pflegebedürftigen die Rückkehr in das gewohnte Umfeld ermöglichen, statt dass ein dauerhafter Heimaufenthalt entsteht.
- Das Land soll Investitionsmittel für die Schaffung von Kurzzeit- und Tagespflegeplätzen bereitstellen.
- Die Digitalisierung in der Pflege auf die Vereinfachung von Abläufen und der Pflegedokumentation ausrichten.
- In Pflegeheimen mehr Angebote schaffen, damit Bewohner an digitaler Kommunikation teilhaben können.
- Die Wohnpflegeaufsicht gut ausstatten, um Pflegemängel zu unterbinden.
- Eine LSBTIQ-sensible Altenpflege schaffen und dies in der Ausbildung berücksichtigen.
SSW 6
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 6
- Die Pflegeversicherung zu einer Bürger:innenvollversicherung umbauen, die alle Kosten der Pflegebedürftigkeit ohne Zuzahlung abdeckt.
- Ein wirksames Personalbemessungsinstrument für die Pflege gesetzlich verankern.
- Eine Hospizkultur in der stationären Pflege, in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und in Krankenhäusern aufbauen.
- Pflegebedürftige und ihre Angehörigen durch aufsuchende Hilfs- und Beratungsangebote nach dem Modell der Gemeindepflege entlasten.
- Pflegebedürftige zu Hause besuchen und dort kostenlos und individuell beraten.
- Die Pflege menschenwürdig gestalten und mit angemessener Zeit erbringen.
AfD 12
Mehr Rechte oder Angebote 1
Bleibt wie bisher 1
Linke 5
Mehr Geld 1
Mehr Rechte oder Angebote 5
- Statt Zwei-Klassen-Medizin wird eine Pflegeversicherung eingeführt, in die alle einzahlen.
- In der Pflege wird nach einem menschenwürdigen Pflegeleitbild gearbeitet.
- In der Pflege gilt eine gesetzliche Personalbemessung, die sich am tatsächlichen pflegerischen Bedarf orientiert.
- Der Zugang zu hochwertiger pflegerischer Versorgung wird nicht Kostenkalkülen untergeordnet.
- Eine Pflegevollversicherung wird angestrebt.
FW 4
Mehr Rechte oder Angebote 4
- Technische Hilfsmittel, die den Verbleib in der eigenen Wohnung ermöglichen, sollen gefördert werden.
- Kommunen sollen bei Erhalt, Ausbau und Neuschaffung von Altenpflegeeinrichtungen in öffentlicher Trägerschaft unterstützt werden.
- Es soll ein verbindlicher Rechtsanspruch auf einen wohnortnahen Pflegeplatz eingeführt werden.
- Die Kurzzeitpflegeplätze sollen ausgebaut werden.
Koalitionsvertrag 6
Mehr Rechte oder Angebote 6
- Eine gute Gesundheitsversorgung und Pflege soll sichergestellt und ihre Rahmenbedingungen verbessert werden.
- Die wohnortnahe Pflege- und Beratungsinfrastruktur wird gestärkt, um Pflege im eigenen Umfeld zu ermöglichen und Angehörige zu entlasten.
- Die solitäre Kurzzeitpflege wird eingeführt.
- In der Pflege sollen mehr Koordination und Ansprechpersonen vor Ort bestehen.
- Die Beratung in anspruchsvollen Querschnittsbereichen wie queeren Geflüchteten, pflegebedürftigen alten Menschen, Frauen sowie inter*, trans* und nicht-binären Personen wird gestärkt.
- Fachfremde Beratungsstellen werden für diese Zielgruppen sensibilisiert und unterstützt.
Grüne, Programmentwurf zur Landtagswahl 2027 313
Mehr Rechte oder Angebote 12
- Verlässliche Strukturen in der Pflege werden geschaffen.
- Die pflegerische Versorgung soll besser mit Angeboten für pflegende Angehörige, ambulanten Wohnformen und weiterer Pflegeinfrastruktur verzahnt werden.
- Starre Versorgungsgrenzen zwischen ambulanten und stationären Pflegeangeboten werden überwunden.
- Ambulante und stationäre Pflegestrukturen werden durch Änderungen im Landes- und Bundesrecht stärker verzahnt.
- Freie Pflegekapazitäten sollen besser dargestellt und mögliche Engpässe mit KI-Einsatz besser vorhergesagt werden.
- Die Kurzzeitpflege wird bedarfsgerecht weiter ausgebaut.
- Freie Plätze werden landesweit digital in Echtzeit erfasst und vermittelt, um das Angebot besser zugänglich zu machen.
- Pflegestützpunkte sollen als regionale Lotsen auf Kreisebene Pflegebedürftige aktiv begleiten.
- Der Ausbau der Pflegeinfrastruktur wird weiter vorangetrieben.
- Touristische Angebote, öffentliche Grünanlagen und Spielplätze werden für alle Menschen nutzbar gemacht.
- Inklusive Wohnprojekte wie Mehrgenerationenhäuser und betreute Wohn- oder Pflegewohngemeinschaften werden mit Bundesmitteln gezielt gefördert.
- In ländlichen Räumen braucht es gemeinschaftliche Wohnformen und Quartierslösungen, die Altersarmut vorbeugen, Pflege mitdenken und Wohnraum bedarfsgerecht umverteilen.
Weniger Pflichten 1
Ohne klare Richtung 3
- Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen nicht die Lasten struktureller Fehlentscheidungen tragen müssen.
- Pflegebedürftige Menschen sollen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können.
- Vollstationäre Pflegeeinrichtungen bleiben besonders für Menschen mit hohem Pflegebedarf unverzichtbar.
Vorläufige Auswertung. Wie das entsteht