Linke HE · Unser Hessen: Sozial. Ökologisch. Gerecht.
Forderungen zu Kultur, Medien, Religion und Erinnerung
Landtagswahl Hessen 2023 · beschlossen 04.03.2023 · Original
Das Programm enthält 46 von 1.578 Forderungen zu „Kultur, Medien, Religion und Erinnerung“.
- 46Forderungen zum Politikfeld
- 3 %des Programms
- 116Seiten im Original
- 2023Wahljahr
Keine Treffer.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung 46
Die Trennung von Staat und Kirche wird verwirklicht.
Wortlaut im Programm
Wir wollen mehr Demokratie, eine stärkere Beteiligung der Bürger*innen, eine Ausweitung des Wahlrechts und eine Verwirklichung der Trennung von Staat und Kirche. Link zum Original
Jedes Kind und jeder Jugendliche soll kostenfrei ins Museum gehen oder ein Musikinstrument erlernen können.
Wortlaut im Programm
Jedes Kind, jede*r Jugendliche muss kostenfrei ins Museum gehen oder ein Musikinstrument erlernen können. Link zum Original
Die Schließung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen im ländlichen Raum wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Deshalb engagieren wir uns gegen die Schließung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen und deren allgemeinen Mangel im ländlichen Raum. Link zum Original
Vor Ort soll es mehr Kultur- und Freizeitangebote wie Schwimmbäder, Büchereien oder Jugendzentren geben.
Wortlaut im Programm
Egal ob Schwimmbad, Sportplatz, Bücherei, Theater, Kino, Kulturfestival, Dorfgemeinschaftshaus oder Jugendzentrum: Es braucht nicht weniger, sondern mehr Angebote vor Ort – gerade für junge und ältere Menschen. Link zum Original
Kultur- und Freizeiteinrichtungen im ländlichen Raum werden finanziell gefördert.
Wortlaut im Programm
Daher wollen wir entsprechende Einrichtungen finanziell fördern und lokale, unkommerzielle und kreative Eigeninitiativen besonders unterstützen. Link zum Original
Lokale Zeitungen, Fernseh- und Hörfunkprogramme und selbstorganisierte Medienprojekte im ländlichen Raum werden stärker gefördert.
Wortlaut im Programm
Damit lokale Demokratie funktioniert, müssen insbesondere im ländlichen Raum Informationsquellen wie lokale Zeitungen, Fernseh- und Hörfunkprogramme oder selbstorganisierte Medienprojekte stärker gefördert werden. Link zum Original
Sonderrechte und Privilegien der beiden christlichen Kirchen werden abgeschafft.
Wortlaut im Programm
So genießen die beiden christlichen Kirchen Sonderrechte und Privilegien, die abgeschafft werden müssen. Link zum Original
Die staatlich erhobene Kirchensteuer wird abgeschafft.
Wortlaut im Programm
Wir wollen die Abschaffung der Kirchensteuer, die der Staat im Dienst der Kirchen erhebt. Link zum Original
Die Kirchen erheben ihre Mitgliedsbeiträge selbst.
Wortlaut im Programm
Die Kirchen sollen, wie in anderen Ländern üblich, die benötigten Gelder von ihren Mitgliedern selbst erheben. Link zum Original
Gebühren für den Kirchenaustritt werden den Kirchen statt den Austretenden in Rechnung gestellt.
Wortlaut im Programm
Gebühren für den Kirchenaustritt sollen nicht der/dem Bürger*in, sondern den Kirchen in Rechnung gestellt werden. Link zum Original
Die Staatsleistungen an die Kirchen werden entschädigungslos abgelöst.
Wortlaut im Programm
Wir setzen uns für die entschädigungslose Ablösung der Staatsleistungen ein, die alleine in Hessen jährliche Subventionen an die beiden christlichen Kirchen in Millionenhöhe bedeuten. Link zum Original
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk einschließlich starker Internetangebote und investigativer Journalismus in Printmedien werden gestärkt.
Wortlaut im Programm
Moderne Medienpolitik stärkt sowohl einen breit aufgestellten öffentlich-rechtlichen Rundfunk, einschließlich starker Internetangebote, als auch Printmedien mit engagierten investigativem Journalismus, einen freien Zugang zum Internet für alle, lokale TV-Angebote und Bürger*innenmedien als Zentren demokratischer Mitwirkung. Link zum Original
Freier Internetzugang für alle, lokale TV-Angebote und Bürgermedien werden gestärkt.
Wortlaut im Programm
Moderne Medienpolitik stärkt sowohl einen breit aufgestellten öffentlich-rechtlichen Rundfunk, einschließlich starker Internetangebote, als auch Printmedien mit engagierten investigativem Journalismus, einen freien Zugang zum Internet für alle, lokale TV-Angebote und Bürger*innenmedien als Zentren demokratischer Mitwirkung. Link zum Original
Die Pressefreiheit wird gegen alle Angriffe verteidigt.
Wortlaut im Programm
Entscheidende Grundlage ist dabei die Pressefreiheit, die wir gegen alle gegenwärtigen und zukünftigen Angriffe verteidigen. Link zum Original
Für Sozialleistungsbeziehende, Geringverdienende, Studierende, Rentner mit geringen Renten und Menschen mit Einschränkungen gelten klare Befreiungen vom Rundfunkbeitrag.
Wortlaut im Programm
Klare Befreiungstatbestände für Sozialempfänger*innen, Geringverdienende, Studierende, Senior*innen mit geringen Renten und Menschen mit Einschränkungen. Link zum Original
Perspektivisch übernehmen Sozialleistungsträger oder der Staat aus Steuermitteln die Rundfunkgebühren vollständig.
Wortlaut im Programm
Perspektivisch streben wir die volle Übernehme der Gebühren durch die jeweiligen Sozialleistungsträger oder ersatzweise aus Steuermitteln an. Link zum Original
Die öffentlich-rechtlichen Sender legen die Verwendung der Rundfunkbeiträge und strukturelle Veränderungen transparent offen.
Wortlaut im Programm
Mit Blick auf die anhaltende gesellschaftliche Diskussion zum Rundfunkbeitrag ist Transparenz bei der Verwendung der Mittel, bei strukturellen Veränderungen und beim wirtschaftlichen Umgang mit den Rundfunkbeiträgen unerlässlich. Link zum Original
Öffentlich geförderte Medienprojekte wie offene Kanäle und Radios werden flächendeckend aufgebaut und gefördert.
Wortlaut im Programm
Einen Beitrag zur Kompetenzbildung können öffentlich geförderte Medienprojekte wie offene Kanäle, Radios oder ähnliches sein, die wir flächendeckend aufbauen und fördern möchten. Link zum Original
Der 8. Mai wird in Hessen gesetzlicher Gedenk- und Feiertag.
Wortlaut im Programm
Eine würdige Gegenkultur: Der 8. Mai als Jahrestag des Siegs über den Nationalsozialismus muss gesetzlicher Gedenk- und Feiertag in Hessen werden. Link zum Original
Die Förderstrukturen für Kultur werden planungssicher gestaltet.
Wortlaut im Programm
In Zeiten vielfacher Krisen will DIE LINKE Förderstrukturen planungssicher gestalten und die soziale Lage von Kulturschaffenden verbessern, damit die kulturelle Infrastruktur geschützt und ausgebaut wird. Link zum Original
Die soziale Lage von Kulturschaffenden wird verbessert.
Wortlaut im Programm
In Zeiten vielfacher Krisen will DIE LINKE Förderstrukturen planungssicher gestalten und die soziale Lage von Kulturschaffenden verbessern, damit die kulturelle Infrastruktur geschützt und ausgebaut wird. Link zum Original
Kulturförderung wird als Infrastrukturförderung in Stadt und Land verstanden.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE versteht Kulturförderung im weitesten Sinne als Infrastrukturförderung in Stadt und Land. Link zum Original
Kulturförderung beruht auf einem breiten, partizipativen Kulturbegriff von kultureller Bildung über Freie Szene und Bibliotheken bis zur Gedenkkultur.
Wortlaut im Programm
Dabei treten wir für einen breiten und partizipativen Kulturbegriff ein, der kulturelle Bildung, soziokulturelle Zentren, Vereins- wie auch Clubkultur, Festivals, Theater und Kinos, die Freie Szene, Bibliotheken, Orchester, kleine und große Kulturinstitutionen, die Pflege des kulturellen Erbes und eine lebendige Gedenkkultur umfasst. Link zum Original
Die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, vor allem mit den NS-Verbrechen, hat besonderes Gewicht.
Wortlaut im Programm
Die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert liegt uns besonders am Herzen, allen voran die Verbrechen des Nationalsozialismus. Link zum Original
Aufarbeitung und Erinnerung an Kolonialismus und Sklaverei werden präsenter.
Wortlaut im Programm
Aber auch die Aufarbeitung und Erinnerung an den Kolonialismus und Sklaverei muss präsenter werden. Link zum Original
Eine lebendige Erinnerungskultur, die sich an der Einwanderungsgesellschaft orientiert, wird gefördert.
Wortlaut im Programm
Wir wollen eine lebendige Erinnerungskultur fördern, die sich an den Realitäten der Einwanderungsgesellschaft orientiert. Link zum Original
Kulturelle Bildung wird besonders für Kinder und Jugendliche ausgebaut.
Wortlaut im Programm
Deshalb will DIE LINKE kulturelle Bildung besonders für Kinder und Jugendliche ausbauen. Link zum Original
Die Landeskulturförderung wird prozesshaft und weniger projektorientiert gestaltet.
Wortlaut im Programm
Die Landeskulturförderung insgesamt prozesshaft und weniger projektorientiert gestalten: Link zum Original
Langfristige Stipendienprogramme in der Kulturförderung gelten als sinnvoll.
Wortlaut im Programm
In diesem Sinne sind langfristige Stipendienprogramme sinnvoll. Link zum Original
Soziale Standards, Geschlechtergerechtigkeit und Diversität werden Kriterien bei der Vergabe von Kulturfördermitteln.
Wortlaut im Programm
Bei der Vergabe von Fördermitteln sollen soziale Standards, Geschlechtergerechtigkeit und Diversität als Kriterien etabliert werden. Link zum Original
In der freien Kunst- und Kulturarbeit gelten verbindliche Mindeststandards der Honorierung und branchenspezifische Honoraruntergrenzen.
Wortlaut im Programm
Verbindliche Mindeststandards der Honorierung in der freien Kunst- und Kulturarbeit und branchenspezifische Honoraruntergrenzen. Link zum Original
Ein Hessisches Kulturraumgesetz verankert Kultur als Pflichtaufgabe.
Wortlaut im Programm
Ein Hessisches Kulturraumgesetz entwickeln, in dem die „Pflichtaufgabe Kultur" verankert ist. Link zum Original
Bibliotheken werden flächendeckend gesichert.
Wortlaut im Programm
Bibliotheken flächendeckend sichern und zu einem sogenannten „Dritten Ort“ wandeln: In diesem Sinne sollen Bibliotheken frei zugänglich für alle sein und neben ihrer Kernaufgabe, der Wissensvermittlung, Austausch und Gemeinschaft ermöglichen. Link zum Original
Bibliotheken werden zu frei zugänglichen „Dritten Orten“ für Austausch und Gemeinschaft weiterentwickelt.
Wortlaut im Programm
Bibliotheken flächendeckend sichern und zu einem sogenannten „Dritten Ort“ wandeln: In diesem Sinne sollen Bibliotheken frei zugänglich für alle sein und neben ihrer Kernaufgabe, der Wissensvermittlung, Austausch und Gemeinschaft ermöglichen. Link zum Original
Kulturelle Zwischennutzung wird besonders bei innenstadtnahem Leerstand gefördert.
Wortlaut im Programm
Räume schaffen: Zwischennutzung gerade bei innenstadtnahem Leerstand fördern. Link zum Original
Kulturschaffende werden bei der Raumsuche unterstützt und erhalten langfristige Finanzierungszusagen zum Raumerhalt statt kurzfristiger Projektförderung.
Wortlaut im Programm
Unterstützung und Förderung bei der Raumsuche und bei langfristigen Finanzierungszusagen zum Raumerhalt anstelle von kurzsichtigen Projektförderungen. Link zum Original
Schülerinnen, Schüler und Studierende erhalten freien Eintritt in Landesmuseen.
Wortlaut im Programm
Einen kostenlosen Eintritt in Landesmuseen für Schüler*innen sowie für Studierende: Link zum Original
Lokale Bündnisse aus Kultur-, Bildungs- und Jugendarbeit für nachhaltige und inklusive Bildungsangebote werden gefördert.
Wortlaut im Programm
Mit einem Netzwerk aus Akteur*innen der Kultur-, Bildungs- und Jugendarbeit sowie ehrenamtlicher Unterstützung sollen lokale Bündnisse gefördert werden, die nachhaltige und inklusive Bildungsangebote schaffen sollen. Link zum Original
Die Vielfalt der Clubkultur wird gestärkt.
Wortlaut im Programm
Die Vielfalt der Clubkultur stärken. Link zum Original
Ehrenamtlich geführte Gedenkarbeit wird flächendeckend unterstützt.
Wortlaut im Programm
Ehrenamtlich geführte Gedenkarbeit flächendeckend unterstützen: Link zum Original
Die Arbeitsbedingungen des pädagogischen Personals in Museen und Gedenkstätten werden verbessert.
Wortlaut im Programm
Auch die Arbeitsbedingungen des pädagogischen Personals in Museen und Gedenkstätten müssen verbessert werden. Link zum Original
Das Gedenken an die Opfer rassistischer und antisemitischer Gewalt der jüngeren Geschichte wird stärker verankert.
Wortlaut im Programm
Das Gedenken und die Erinnerung stärker verankern: Etwa an die Opfer von rassistischer und antisemitischer Gewalt in der jüngeren Geschichte Deutschlands. Link zum Original
Die Provenienzforschung wird gestärkt.
Wortlaut im Programm
Provenienzforschung stärken und die Rückgabe von NS-Raubkunst sowie Restitution von unrechtmäßig erworbenen Kulturgütern aus kolonialen Kontexten unterstützen. Link zum Original
Die Rückgabe von NS-Raubkunst und die Restitution unrechtmäßig erworbener Kulturgüter aus kolonialen Kontexten werden unterstützt.
Wortlaut im Programm
Provenienzforschung stärken und die Rückgabe von NS-Raubkunst sowie Restitution von unrechtmäßig erworbenen Kulturgütern aus kolonialen Kontexten unterstützen. Link zum Original
Verbote von Sakralbauten werden abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Verbote von Sakralbauten sowie von religiös motivierter Kleidung und eine Einschränkung von Beschäftigtenrechten auf dieser Grundlage lehnen wir ab. Link zum Original
Verbote religiös motivierter Kleidung und darauf gestützte Einschränkungen von Beschäftigtenrechten werden abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Verbote von Sakralbauten sowie von religiös motivierter Kleidung und eine Einschränkung von Beschäftigtenrechten auf dieser Grundlage lehnen wir ab. Link zum Original
Wie der Staat handeln soll
Die Forderungen dieses Programms in diesem Politikfeld nach ihrem Mittel: Soll der Staat selbst handeln, also bezahlen, vorschreiben oder verbieten, oder soll er sich zurücknehmen, Regeln lockern, kürzen und nur werben oder Anreize setzen? Jedes Kästchen ist eine Forderung, je Mittel in drei Zeilen: grundlegende Änderungen (neu einführen, abschaffen, umbauen), Anpassungen und Fortführungen von Bestehendem. Beim Darüberfahren erscheint die Forderung, ein Klick zeigt sie direkt unter ihrem Mittel mit Wortlaut und Vergleich. Ein Klick auf „grundlegend“, „Anpassung“ oder „Fortführung“ listet die Forderungen dieser Zeile als Text auf. Ein × steht für kontrovers: Eine andere Partei im Landtag Hessen fordert laut Vergleich der Programme das Gegenteil.
Modellauswertung der vorliegenden Forderungen, keine Aussage über eine Partei insgesamt. Stand: 20.10.2026.
In jeder Zeile steht die sicherste Einordnung zuerst; blasse Kästchen sind unsicher eingeordnet, leere blieben auch nach der Nachprüfung offen. Wer eine Förderung kürzen oder eine Steuer senken will, steht bei „zurücknehmen“. Unter „Sonstige Forderungen“ stehen Forderungen ohne staatliches Mittel. Wie das entsteht
Mehr oder weniger Ausgleich
Dieselben Forderungen danach, ob sie Unterschiede zwischen Gruppen oder Regionen verringern (mehr Ausgleich) oder bestehende Unterschiede und Besitzstände schützen (weniger Ausgleich), darin nach dem Mittel wie oben, je Mittel grundlegende Änderungen, Anpassungen und Fortführungen. Beim Darüberfahren erscheint die Forderung, ein Klick zeigt sie direkt unter ihrem Mittel mit Wortlaut und Vergleich.
Sichere Einordnungen zuerst, blasse und leere Kästchen wie oben. Forderungen, die alle gleich betreffen oder die Verteilung nicht berühren, fehlen hier; sie stehen oben bei „Wie der Staat handeln soll“. Wie das entsteht
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.