Linke BW · Original sozial – vor und nach der Wahl
Forderungen zu Kultur, Medien, Religion und Erinnerung
Landtagswahl Baden-Württemberg 2011 · beschlossen 21.11.2010 · Original
Das Programm enthält 54 von 984 Forderungen zu „Kultur, Medien, Religion und Erinnerung“.
- 54Forderungen zum Politikfeld
- 5 %des Programms
- 48Seiten im Original
- 2011Wahljahr
Keine Treffer.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung 54
Alle Bürgerinnen und Bürger sollen am kulturellen Leben teilhaben können.
Wortlaut im Programm
für eine Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am kulturellen Leben. Link zum Original
Stuttgart 21 bedeutet einen verheerenden Umgang mit Tradition, Denkmalpflege und Stadtkultur.
Wortlaut im Programm
Bei Stuttgart 21 handelt es sich vor allem um eine Macht- und Gewaltdemonstration und um einen verheerenden Umgang mit Tradition, Denkmalpflege und Stadtkultur. Link zum Original
Das ehemalige Hotel Silber in Stuttgart bleibt als Erinnerungsort an die NS-Verfolgung erhalten.
Wortlaut im Programm
Das ehemalige Hotel Silber in Stuttgart muss als ein Ort des Erinnerns an die Verfolgung durch den NS-Staat erhalten bleiben. Link zum Original
Die individuelle Religions- und Weltanschauungsfreiheit wird verteidigt.
Wortlaut im Programm
Die individuelle Religions- und Weltanschauungsfreiheit ist unter allen Umständen zu verteidigen. Link zum Original
Niemand darf wegen Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einer Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft benachteiligt werden.
Wortlaut im Programm
Niemand darf wegen seiner Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einer bestimmten Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft benachteiligt oder diskriminiert werden. Link zum Original
Die Trennung von Staat, Religionsgemeinschaften und Kirchen wird konsequent durchgesetzt.
Wortlaut im Programm
Die Trennung von Staat, Religionsgemeinschaften und Kirchen ist konsequent durchzusetzen. Link zum Original
Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften erhalten keine Sonderrechte.
Wortlaut im Programm
Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sollen keine Sonderrechte beanspruchen können. Link zum Original
Alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die die demokratische Grundordnung akzeptieren, intern demokratisch aufgebaut sind und Frauen und Männern gleiche Rechte zubilligen, werden rechtlich gleich behandelt.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE hat ein grundsätzlich respektvolles und wohlwollendes Verhältnis zu allen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die die demokratische Grundordnung akzeptieren und auch intern nach demokratischen Grundsätzen aufgebaut sind. Dazu gehört auch, Frauen und Männern in jeder Hinsicht gleiche Rechte zuzubilligen. Alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die diese Voraussetzungen erfüllen, sind rechtlich gleich zu behandeln. Link zum Original
Die Kulturpolitik soll den Zugang zum kulturellen Erbe, zum Neuen und zum Fremden eröffnen.
Wortlaut im Programm
Es ist Aufgabe der Kulturpolitik, Zugang zum kulturellen Erbe, zum Neuen und zum Fremden zu eröffnen. Link zum Original
Die kulturelle Vielfalt und die Vielfalt der Träger kultureller Produktion werden geschützt und gefördert.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE schützt und fördert die kulturelle Vielfalt und die Vielfalt der Träger kultureller Produktion. Sie tritt für den unbeschränkten Zugang aller Menschen zu kulturellen Angeboten ein. Link zum Original
Alle Menschen erhalten unbeschränkten Zugang zu kulturellen Angeboten.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE schützt und fördert die kulturelle Vielfalt und die Vielfalt der Träger kultureller Produktion. Sie tritt für den unbeschränkten Zugang aller Menschen zu kulturellen Angeboten ein. Link zum Original
Die Kulturförderung beschränkt sich nicht auf Hochkultur und Prestigeprojekte.
Wortlaut im Programm
Die Kulturförderung darf sich nicht auf Hochkultur und Prestigeprojekte beschränken. Link zum Original
Ein Ausverkauf kultureller Güter wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Einen Ausverkauf kultureller Güter lehnt DIE LINKE ab. Link zum Original
Die Freiheit der Kunst und der Kulturproduktion bleibt unangetastet.
Wortlaut im Programm
Die Freiheit der Kunst und der Kulturproduktion muss unangetastet bleiben. Link zum Original
Öffentliche Haushalte werden nicht auf Kosten von Kunst und Kultur saniert.
Wortlaut im Programm
Die öffentlichen Kassen dürfen nicht auf Kosten von Kunst und Kultur saniert werden. Link zum Original
Die Kulturfinanzierung der Kommunen ist angemessen und nachhaltig und wird vom Land finanziell unterstützt.
Wortlaut im Programm
Kulturfinanzierung ist eine Kernaufgabe der Kommunen. Sie muss angemessen und nachhaltig sein und vom Land finanziell unterstützt werden. Link zum Original
Sponsoren und Mäzene erhalten keinen bestimmenden Einfluss auf öffentliche Kulturangebote.
Wortlaut im Programm
Sponsoren und Mäzene dürfen keinen bestimmenden Einfluss auf öffentliche Kulturangebote erhalten. Link zum Original
Die Privatisierung von Museen, Orchestern und Theatern sowie die Umwandlung von Kulturstätten des Landes in Landesbetriebe werden abgelehnt.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE lehnt die Privatisierung von Museen, Orchestern, Theatern und anderen Einrichtungen ab – auch die Umwandlung von Kulturstätten des Landes in Landesbetriebe. Link zum Original
Volkshochschulen, Bibliotheken und Musikschulen werden kulturelle Pflichtaufgaben.
Wortlaut im Programm
Volkshochschulen, Bibliotheken und Musikschulen sind kulturelle Pflichtaufgaben. Link zum Original
Land und Kommunen finanzieren Volkshochschulen, Bibliotheken und Musikschulen auskömmlich, sodass diese ihren Lehrkräften Festanstellungen anbieten können.
Wortlaut im Programm
Das Land und die Kommunen müssen sie auskömmlich finanzieren und ihnen ermöglichen, ihren Lehrkräften eine Festanstellung anzubieten. Link zum Original
Die Kulturförderung eröffnet auch neuen Projekten Chancen, nicht nur etablierten Einrichtungen.
Wortlaut im Programm
Die Förderung darf sich nicht auf bereits etablierte Einrichtungen beschränken, sondern muss auch neuen Projekten Chancen eröffnen. Link zum Original
Die freie Kulturszene erhält Arbeitsmöglichkeiten, Ateliers, Ausstellungs- und Probenräume oder Stipendien.
Wortlaut im Programm
Auch die »freie Kulturszene« braucht Arbeitsmöglichkeiten, Ateliers, Ausstellungs- und Probenräume oder Stipendien. Link zum Original
Bildende Künstlerinnen und Künstler erhalten Ausstellungshonorare.
Wortlaut im Programm
Bildende Künstler und Künstlerinnen müssen Ausstellungshonorare erhalten. Link zum Original
Die kulturelle Jugendarbeit wird besonders gefördert.
Wortlaut im Programm
Besondere Förderung verdient die kulturelle Jugendarbeit. Link zum Original
Antirassistische und interkulturelle Bildungsangebote zur Förderung von Respekt und Vielfalt und zur Stärkung von Migrantinnen und Migranten werden unterstützt.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE unterstützt vor allem antirassistische und interkulturelle Bildungsangebote mit dem Ziel, Respekt, Toleranz und Vielfalt zu fördern und Migrantinnen und Migranten zu stärken und zu integrieren. Link zum Original
Kultur- und Medienschaffende erhalten Arbeitsverträge, angemessene Gehälter und auskömmliche Honorare.
Wortlaut im Programm
Kultur- und Medienschaffende dürfen nicht mit Mini-Honoraren abgespeist werden. Sie brauchen Arbeitsverträge, angemessene Gehälter und auskömmliche Honorare. Link zum Original
Die Künstlersozialkasse wird ausgebaut und gestärkt.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE setzt sich für den Ausbau und die Stärkung der Künstlersozialkasse ein. Link zum Original
Zusammenschlüsse und Selbstorganisation von Kulturschaffenden werden unterstützt.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE unterstützt die Zusammenschlüsse und die Selbstorganisation von Kulturschaffenden, damit sie ihre Anliegen und Interessen besser durchsetzen können. Link zum Original
Die Bevölkerung erhält kostenlosen Zugang zu staatlichen Kultureinrichtungen wie Museen und Bibliotheken.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE setzt sich für den kostenlosen Zugang der Bevölkerung zu staatlich-kulturellen Einrichtungen wie Museen oder Bibliotheken ein. Link zum Original
Öffentlich-rechtliche Medien wie der SWR sollen ein starkes Gegengewicht bilden, auch im Internet und bei digitalen Medien.
Wortlaut im Programm
Um eine funktionierende Medienlandschaft zu erhalten, ist ein starkes Gegengewicht durch öffentlich-rechtliche Medien wie den SWR nötig – auch im Internet und bei digitalisierten Medien. Link zum Original
Vielfalt und Freiheit der Medien und moderner Kommunikationsmittel wie des Internets werden gewährleistet.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE setzt sich für die Vielfalt und Freiheit der Medien und moderner Kommunikationsmittel wie Internet ein. Link zum Original
Das gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunksystem wird verteidigt.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE verteidigt das durch Gebühren finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunksystem. Link zum Original
Politische Einflussnahme auf öffentlich-rechtliche Medien wird abgelehnt; beim SWR darf es keinen Fall wie den Fall Brender geben.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE verurteilt politische Einflussnahme auf öffentlich-rechtliche Medien. Einen »Fall Brender« wie beim ZDF darf es beim SWR niemals geben. Link zum Original
Der Verband Deutscher Schriftsteller erhält einen Sitz im SWR-Rundfunkrat.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE unterstützt die Forderung des VS (Verbands Deutscher Schriftsteller) in Ver.di nach einem Sitz im SWR-Rundfunkrat. Link zum Original
In allen Medienhäusern wird die innere Pressefreiheit durch Redaktionsstatute gesichert.
Wortlaut im Programm
In allen Medienhäusern muss die innere Pressefreiheit durch Redaktionsstatute gesichert werden. Link zum Original
Redaktionelle Inhalte bleiben frei von äußerer Einflussnahme.
Wortlaut im Programm
Die redaktionellen Inhalte müssen frei von äußerer Einflussnahme sein. Link zum Original
Beschäftigte der Medien werden vor prekären Arbeitsbedingungen wie unbezahlten Praktika oder sittenwidrigen Honoraren geschützt.
Wortlaut im Programm
Die Beschäftigten der Medien müssen wie alle anderen vor prekären Arbeitsbedingungen etwa durch unbezahlte Praktika oder sittenwidrige Honorare geschützt werden. Link zum Original
Zeitungsverlage bezahlen freie Mitarbeiter nach den Vergütungsregeln oder dem Tarifvertrag für freie Journalisten.
Wortlaut im Programm
Die Zeitungsverlage müssen alle freien Mitarbeiter nach den Vergütungsregeln für freie Journalisten oder gegebenenfalls nach dem Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche freie Journalisten bezahlen. Link zum Original
Redakteursarbeitsplätze werden nicht durch Honorarkräfte ersetzt.
Wortlaut im Programm
Redakteursarbeitsplätze dürfen nicht durch den Einsatz von Honorarkräften ersetzt, Redaktionen nicht in Leiharbeitsfirmen oder GmbHs ausgegliedert werden. Link zum Original
Redaktionen werden nicht in Leiharbeitsfirmen oder GmbHs ausgegliedert.
Wortlaut im Programm
Redakteursarbeitsplätze dürfen nicht durch den Einsatz von Honorarkräften ersetzt, Redaktionen nicht in Leiharbeitsfirmen oder GmbHs ausgegliedert werden. Link zum Original
Kreative Urheberrechte werden geschützt.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE setzt sich für den Schutz kreativer Urheberrechte ein. Link zum Original
Die Rechte der Urheberinnen und Urheber gegenüber den Verwertungsunternehmen werden ausgebaut.
Wortlaut im Programm
Die Rechte der Urheber und Urheberinnen gegenüber den Verwertungsunternehmen sollen ausgebaut werden. Link zum Original
Vergleiche, die Faschismus und Holocaust relativieren, sowie die Gleichsetzung von links und rechts werden abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Alle den Faschismus und den Holocaust relativierenden Vergleiche lehnen wir ab, insbesondere die unhistorische Gleichsetzung von links und rechts. Link zum Original
Antifaschistisches Engagement und Erinnerungsarbeit werden gefördert und gestärkt statt behindert und kriminalisiert.
Wortlaut im Programm
antifaschistisches Engagement und Erinnerungsarbeit sollen gefördert und gestärkt statt behindert und kriminalisiert werden. Link zum Original
Alle Religionen werden gleich behandelt.
Wortlaut im Programm
Wir sind für eine Gleichbehandlung aller Religionen. Link zum Original
Am Prinzip der Trennung von Kirche und Staat wird festgehalten.
Wortlaut im Programm
Darüber hinaus halten wir am Prinzip der Trennung von Kirche und Staat fest. Link zum Original
Die Arbeit von Gedenkstätteninitiativen und Dokumentationszentren, etwa dem der Sinti und Roma in Heidelberg, wird aufgewertet und gefördert.
Wortlaut im Programm
Die Arbeit der Gedenkstätteninitiativen und Dokumentationszentren wie beispielsweise jenes der Sinti und Roma in Heidelberg sind aufzuwerten und zu fördern. Link zum Original
Die finanziellen Mittel der Gedenkstätten richten sich nach ihrem künftigen Bedarf.
Wortlaut im Programm
Die finanziellen Mittel sollen sich am künftigen Bedarf der jeweiligen Gedenkstätten orientieren. Link zum Original
Die Euthanasie an Menschen mit Behinderungen wird umfassend aufgearbeitet.
Wortlaut im Programm
Umfassende Aufarbeitung der Euthanasie gegen Menschen mit Behinderungen; entsprechende Gestaltung von Gedenkstätten; Link zum Original
Für die Opfer der Euthanasie werden entsprechende Gedenkstätten gestaltet.
Wortlaut im Programm
Umfassende Aufarbeitung der Euthanasie gegen Menschen mit Behinderungen; entsprechende Gestaltung von Gedenkstätten; Link zum Original
Das »Hotel Silber« in Stuttgart wird als Gedenk- und Lernort zur NS-Geschichte erhalten.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE fordert, das »Hotel Silber« zu erhalten und zwar als Gedenk- und Lernort, wo sich am authentischen Ort Bürgerinnen und Bürger, insbesondere junge Menschen, Zugang zum dunkelsten Kapitel der Stadt- und Landesgeschichte erarbeiten können. Link zum Original
Das Land verzichtet am Standort auf einen Teil der geplanten Büros.
Wortlaut im Programm
Wir fordern, dass das Land auf einen Teil der geplanten Büros an dieser Stelle verzichtet und als Investor Architekten beauftragt, eine Planung zu entwickeln, die den Erhalt des Gebäudes möglich macht. Link zum Original
Das Land beauftragt als Investor Architekten mit einer Planung, die den Erhalt des Gebäudes ermöglicht.
Wortlaut im Programm
Wir fordern, dass das Land auf einen Teil der geplanten Büros an dieser Stelle verzichtet und als Investor Architekten beauftragt, eine Planung zu entwickeln, die den Erhalt des Gebäudes möglich macht. Link zum Original
Das Land nimmt mit der Stadt Stuttgart Verhandlungen auf, um ein NS-Dokumentationszentrum für Stuttgart und Baden-Württemberg einzurichten.
Wortlaut im Programm
DIE LINKE will, dass das Land mit der Stadt Stuttgart Verhandlungen aufnimmt mit dem Ziel, hier das längst überfällige NS-Dokumentationszentrum für Stuttgart und Baden-Württemberg einzurichten, als einen die dezentralen Gedenkstätten ergänzenden Ort, an dem die Verfolgung aller Opfergruppen, der Widerstand in all seinen Facetten und das Funktionieren des NS-Regimes systematisch und konkret auf Stuttgart und Württemberg-Hohenzollern bezogen dargestellt wird. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.