Forderungen zu Klima, Umwelt und Naturschutz
Bundestagswahl 16.10.1994 · Original
Das Programm enthält 89 von 1.033 Forderungen zu „Klima, Umwelt und Naturschutz“.
- 89Forderungen zum Politikfeld
- 9 %des Programms
- 81Seiten im Original
- 1994Wahljahr
Keine Treffer.
Klima, Umwelt und Naturschutz 89
Die Bewahrung der Umwelt soll zusammen mit sozialer Gerechtigkeit Priorität erhalten.
Wortlaut im Programm
Zusammen mit dem Prinzip der sozialen Gerechtigkeit muß die Bewahrung der Umwelt und damit unserer Lebensgrundlagen endlich Priorität bekommen. Link zum Original
Es soll eine abfallvermeidende Kreislaufwirtschaft eingeführt werden.
Wortlaut im Programm
Der Ausstieg aus der Atomwirtschaft, der Abschied von der automobilen Gesellschaft, der Einstieg in die abfallvermeidende Kreislaufwirtschaft und ein konsequenter Naturschutz - das sind konkrete Herausforderungen der kommenden Jahre. Link zum Original
Der Naturschutz soll konsequent betrieben werden.
Wortlaut im Programm
Der Ausstieg aus der Atomwirtschaft, der Abschied von der automobilen Gesellschaft, der Einstieg in die abfallvermeidende Kreislaufwirtschaft und ein konsequenter Naturschutz - das sind konkrete Herausforderungen der kommenden Jahre. Link zum Original
Der Ressourcenverbrauch soll unabhängig von der Entwicklung des Bruttosozialprodukts verringert werden.
Wortlaut im Programm
Der Ressourcenverbrauch muß unabhängig von der Entwicklung des Bruttosozialprodukts (BSP) verringert werden. Link zum Original
Der Rohstoffverbrauch soll zurückgehen.
Wortlaut im Programm
* der Verbrauch von Rohstoffen zurückgeht Link zum Original
Abfall und Giftmüll sollen verringert werden.
Wortlaut im Programm
* Abfall und Giftmüll verringert werden Link zum Original
Der Landschaftsverbrauch soll gestoppt und Bodenfruchtbarkeit sowie Artenvielfalt sollen erhalten werden.
Wortlaut im Programm
* Landschaftsverbrauch gestoppt wird, die Bodenfruchtbarkeit und die natürliche Artenvielfalt erhalten bleibt Link zum Original
Eine neue Abfallwirtschaft soll durchgesetzt werden.
Wortlaut im Programm
Eine neue Abfallwirtschaft, die wir durchsetzen wollen, stellt ebenfalls ein immenses Potential für zukünftige Märkte dar. Link zum Original
Die Ansiedlung veralteter, umweltbelastender Industrie wie der PVC-Herstellung in den neuen Bundesländern wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten allen Versuchen entgegen, die wirtschaftliche Notlage der neuen Bundesländer auszunutzen, um dort veraltete, umweltbelastende Industrie, z.B. zur PVC-Herstellung, unterzubringen, den Westmüll zu verbrennen oder zu deponieren und durch Öko-Dumping Produktionsvorteile zu erzielen. Link zum Original
Die Verbrennung oder Deponierung von Westmüll in den neuen Bundesländern wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten allen Versuchen entgegen, die wirtschaftliche Notlage der neuen Bundesländer auszunutzen, um dort veraltete, umweltbelastende Industrie, z.B. zur PVC-Herstellung, unterzubringen, den Westmüll zu verbrennen oder zu deponieren und durch Öko-Dumping Produktionsvorteile zu erzielen. Link zum Original
Produktionsvorteile durch Öko-Dumping in den neuen Bundesländern werden abgelehnt.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten allen Versuchen entgegen, die wirtschaftliche Notlage der neuen Bundesländer auszunutzen, um dort veraltete, umweltbelastende Industrie, z.B. zur PVC-Herstellung, unterzubringen, den Westmüll zu verbrennen oder zu deponieren und durch Öko-Dumping Produktionsvorteile zu erzielen. Link zum Original
Achtloser und maßloser Verbrauch soll durch eine Kultur des bewussten Gebrauchens ersetzt werden.
Wortlaut im Programm
Die heutige Praxis des achtlosen und maßlosen Verbrauchens muß ersetzt werden durch eine Kultur des bewußten Gebrauchens, genügsam und genußvoll zugleich. Link zum Original
Eine neue, ressourcenschonende Lebenskultur soll gefördert, aber nicht verordnet werden.
Wortlaut im Programm
Die neue Lebenskultur läßt sich nicht verordnen. Und auch nicht durch Verzichtspredigten erzwingen. Aber sie läßt sich entdecken und ausprobieren. Wir werden sie fördern. Link zum Original
Das Umweltinformationsrecht soll ausgeweitet werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen das Umweltinformationsrecht ausweiten und ein Verbandsklagerecht für Umweltverbände einführen. Link zum Original
Für Umweltverbände soll ein Verbandsklagerecht eingeführt werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen das Umweltinformationsrecht ausweiten und ein Verbandsklagerecht für Umweltverbände einführen. Link zum Original
Ein durchschaubares und vollziehbares Ordnungsrecht soll über Grenzwerte, Auflagen und Produzentenhaftung einen verbindlichen Rahmen setzen.
Wortlaut im Programm
Wir brauchen dazu ein durchschaubares und vollziehbares Ordnungsrecht, das über Grenzwerte, Auflagen, Produzentenhaftung und zum Teil auch Verbote (z.B. bei PVC) einen verbindlichen Rahmen setzt. Link zum Original
Für bestimmte Stoffe wie PVC soll es Verbote geben.
Wortlaut im Programm
Wir brauchen dazu ein durchschaubares und vollziehbares Ordnungsrecht, das über Grenzwerte, Auflagen, Produzentenhaftung und zum Teil auch Verbote (z.B. bei PVC) einen verbindlichen Rahmen setzt. Link zum Original
Es soll eine leistungsfähige und unabhängige Umweltverwaltung geben.
Wortlaut im Programm
Unverzichtbar ist eine leistungsfähige und unabhängige Umweltverwaltung, ebenso wie eine durchsetzungsfähige Wettbewerbsaufsicht. Link zum Original
Das Ordnungsrecht soll mit wirksamen marktwirtschaftlichen Instrumenten verbunden werden.
Wortlaut im Programm
Das Ordnungsrecht muß jedoch mit wirksamen marktwirtschaftlichen Instrumenten verbunden werden. Link zum Original
Umweltverbrauch und Umweltschädigung sollen zu einem wesentlichen Kostenfaktor in betriebswirtschaftlichen Kalkulationen werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen, daß Umweltverbrauch und Umweltschädigung zu einem wesentlichen Kostenfaktor in den betriebswirtschaftlichen Kalkulationen werden und ökologische Innovationen, die sich häufig schon heute rechnen, nicht länger blockiert werden. Link zum Original
Der im Vergleich zu vielen Ländern des Südens zehnfach höhere Rohstoffverbrauch pro Kopf in Deutschland wird als nicht hinnehmbar abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Es ist nicht hinnehmbar, daß der Rohstoffverbrauch pro Kopf bei uns beim Zehnfachen vieler Länder des Südens liegt. Link zum Original
Länder, die auf die kommerzielle Nutzung ihrer Primärwälder verzichten, erhalten aus dem Fonds einen Lastenausgleich.
Wortlaut im Programm
Zudem sollten die reichen Industriestaaten ein weiteres Prozent ihres Bruttosozialprodukts für einen „Internationalen Umwelt- und Klimafonds“ einzahlen, aus dem dringliche Umweltmaßnahmen in der „Dritten Welt“ finanziert werden beispielsweise die Zahlung eines Lastenausgleichs für die Länder, die auf kommerzielle Nutzung ihrer Primärwälder verzichten, die Herstellung FCKW-freier Produkte, die Förderung nichtatomarer, CO2-armer Alternativen im Energie- und Verkehrsbereich. Link zum Original
In der Industrie-, Energie- und Verkehrspolitik hat die Einsparung nicht erneuerbarer Ressourcen Vorrang vor der Einsparung menschlicher Arbeitskraft.
Wortlaut im Programm
Für eine ökologisch orientierte Industrie-, Energie- und Verkehrspolitik hat die Einsparung nicht erneuerbarer natürlicher Ressourcen Vorrang vor der Einsparung menschlicher Arbeitskraft. Link zum Original
Statt allein auf Grenzwerte zu setzen, wird die Industriegesellschaft ökologisch umgebaut.
Wortlaut im Programm
Anstelle einer Grenzwertepolitik als einzige Antwort, die eine bestimmte Anzahl von Kranken und Toten, besonders unter Kindern und alten Menschen in Kauf nimmt, setzen wir den ökologischen Umbau der Industriegesellschaft und die Förderung der Umweltmedizin. Link zum Original
Die Verdrängung der Umweltzerstörung wird nicht hingenommen.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind nicht bereit, die Verdrängung der Umweltzerstörung hinzunehmen. Link zum Original
Die durch Lärm, Abgase, verschmutzte Flüsse und Umweltschäden verlorene Lebensqualität wird zurückgewonnen.
Wortlaut im Programm
Wenn Lärm und Gestank Menschen zwingen, zum Schlafen die Fenster zu schließen, wenn Baden in Elbe und Rhein gesundheitsgefährdend ist, der Aufenthalt in der Sonne zu erhöhter Krebsgefahr führt, ein ruhiger Waldspaziergang zur Rarität wird, dann sind das Zeichen für einen massiven Verlust an Lebensqualität. Wir wollen diese Lebensqualität zurückgewinnen. Link zum Original
Der Verbrauch fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas, Braun- und Steinkohle wird zur Abwehr der Klimakatastrophe drastisch reduziert.
Wortlaut im Programm
Zur Abwehr der drohenden Klimakatastrophe ist eine drastische Reduzierung der fossilen Brennstoffverbräuche bei Öl, Gas, Braun- und Steinkohle dringend erforderlich und auf das Risiko der Atomkraft gibt es nur eine vernünftige Antwort: den Ausstieg. Link zum Original
Die Abraumhalden der Wismut werden saniert.
Wortlaut im Programm
Die Abraumhalden von Wismut müssen soweit saniert und den dort lebenden Menschen eine Zukunftsperspektive eröffnet werden. Link zum Original
Für Neufahrzeuge werden verschärfte Lärm- und Abgasstandards eingeführt.
Wortlaut im Programm
Verschärfte Standards für Lärm und Abgase bei Neufahrzeugen und - entsprechend dem Stand der Technik - bei Altfahrzeugen sind einzuführen (vor allem Katalysator und Rußfilter). Link zum Original
Für Altfahrzeuge werden nach dem Stand der Technik verschärfte Lärm- und Abgasstandards, vor allem Katalysator und Rußfilter, eingeführt.
Wortlaut im Programm
Verschärfte Standards für Lärm und Abgase bei Neufahrzeugen und - entsprechend dem Stand der Technik - bei Altfahrzeugen sind einzuführen (vor allem Katalysator und Rußfilter). Link zum Original
Schadstoffe wie Benzol werden aus Kraftstoffen entfernt.
Wortlaut im Programm
Die Kraftstoffe sind zu entgiften (z. B. Benzol). Link zum Original
Bundesgesetzlich wird Ländern und Kommunen ermöglicht, bei Ozonwerten ab 110 Mikrogramm je Kubikmeter im Achtstundenmittel absolute Fahrverbote zu verhängen.
Wortlaut im Programm
Es sind die bundesgesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, die es Ländern und Kommunen ermöglichen, absolute Fahrverbote ab 110 Mikrogramm / Kubikmeter im Achtstundenschnitt entsprechend der EG-Richtlinie zu verhängen. Link zum Original
Die Vermeidung von Müll und Giftmüll hat oberste Priorität.
Wortlaut im Programm
Die Vermeidung von Müll und Giftmüll ist unser oberstes Ziel. Link zum Original
Die Abfallverwertung in Recyclinganlagen erfolgt umweltverträglich und effektiv.
Wortlaut im Programm
Die Verwertung von Abfall in Recyclinganlagen muß umweltverträglich und effektiv sein. Link zum Original
Die Abfallpolitik verlangt ein neues Produktdenken in der industriellen Produktion.
Wortlaut im Programm
Grüne Abfallpolitik verlangt als entscheidenden Schritt ein neues Produktdenken, eine neue Philosophie industrieller Produktion. Link zum Original
Die Produktverantwortung der Hersteller reicht über den Verkauf hinaus.
Wortlaut im Programm
Die Produktverantwortung der Hersteller darf nicht durch Besitzerwechsel auf dem Ladentisch enden. Link zum Original
Produkte werden reparaturfreundlich gestaltet.
Wortlaut im Programm
Die Produkte müssen reparaturfreundlich sein und nach Möglichkeit wieder verwendet werden können. Link zum Original
Produkte werden nach Möglichkeit wiederverwendbar gestaltet.
Wortlaut im Programm
Die Produkte müssen reparaturfreundlich sein und nach Möglichkeit wieder verwendet werden können. Link zum Original
Eine Produktkennzeichnung gibt Verbrauchern eine Wahlmöglichkeit.
Wortlaut im Programm
Eine Produktkennzeichnung ist notwendig, damit VerbraucherInnen eine Wahlmöglichkeit haben. Link zum Original
Die Abfallpolitik macht Müllverbrennungsanlagen überflüssig.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen eine Abfallpolitik, die Müllverbrennungsanlagen überflüssig macht. Link zum Original
Der geplante flächendeckende Ausbau von Müllverbrennungsanlagen wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Deshalb lehnen wir den geplanten flächendeckenden Ausbau von Müllverbrennungsanlagen ab. Link zum Original
Ökonomische Instrumente wie eine Abfallabgabe werden in der Abfallpolitik eingesetzt.
Wortlaut im Programm
Um diese Umsteuerung zu beschleunigen, fordern wir die Umsetzung eines Maßnahmenbündels von ökonomischen Instrumenten wie Verpackungsabgabe und Abfallabgabe. Link zum Original
Das Bundesabfallrecht wird auf Basis der Herstellerverantwortung mit Vorrang der Vermeidung novelliert.
Wortlaut im Programm
Das Bundesabfallrecht muß auf der Basis der neuen Produktverantwortung der Hersteller novelliert werden, wobei Priorität auf die Vermeidung zu legen ist. Link zum Original
Eine Verpackungsabgabe wird eingeführt, die Verpackungen finanziell unattraktiv macht.
Wortlaut im Programm
Das Duale System hat uns in die Recyclingfalle gelockt und untergräbt die Vermeidung. Um diese zu fördern, wollen wir eine Verpackungsabgabe einführen, die Verpackungen finanziell unattraktiv macht. Ausgespart bleiben dabei Mehrwegverpackungen. Link zum Original
Mehrwegverpackungen werden von der Verpackungsabgabe ausgenommen.
Wortlaut im Programm
Das Duale System hat uns in die Recyclingfalle gelockt und untergräbt die Vermeidung. Um diese zu fördern, wollen wir eine Verpackungsabgabe einführen, die Verpackungen finanziell unattraktiv macht. Ausgespart bleiben dabei Mehrwegverpackungen. Link zum Original
Für Mehrwegverpackungen werden verbindliche Quoten festgeschrieben.
Wortlaut im Programm
Ausgespart bleiben dabei Mehrwegverpackungen. Für diese sollen verbindliche Quoten festgeschrieben werden. Link zum Original
Zugelassene Kunststoffe werden auf wenige Sorten beschränkt.
Wortlaut im Programm
Kunststoffe, die verwendet werden dürfen, sollen auf wenige Sorten beschränkt werden. Link zum Original
Beim Bürger wird nur noch Verpackungsmüll eingesammelt, der ökologisch sinnvoll verwertet werden kann.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen, daß in Zukunft nur noch der Verpackungsmüll beim Bürger eingesammelt wird, der tatsächlich ökologisch sinnvoll verwertet werden kann. Der Rest soll als Hausmüll entsorgt werden. Link zum Original
Nicht sinnvoll verwertbarer Verpackungsmüll wird als Hausmüll entsorgt.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen, daß in Zukunft nur noch der Verpackungsmüll beim Bürger eingesammelt wird, der tatsächlich ökologisch sinnvoll verwertet werden kann. Der Rest soll als Hausmüll entsorgt werden. Link zum Original
Der Export von Müll wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Den Export von Müll halten wir für moralisch nicht vertretbar. Link zum Original
Abfalltransporte, auch als Wirtschaftsgut deklarierte, werden durch besonders strenge Kontrollen verhindert.
Wortlaut im Programm
Durch besonders strenge Kontrollen muß der Transport von Abfall, oft als Wirtschaftsgut deklariert, verhindert werden. Link zum Original
Die jährlich anfallende Giftmüllmenge wird drastisch verringert.
Wortlaut im Programm
Zum ökologischen Wirtschaften gehört vor allem auch eine drastische Verkleinerung des jährlich anfallenden Giftmüllbergs. Link zum Original
Eine Sonderabfallabgabe wird eingeführt.
Wortlaut im Programm
Wir fordern deshalb ökonomische Instrumente wie die Sonderabfallabgabe und ordnungspolitische wie das Minimierungsgebot und die konsequente Umsetzung des Vermischungsverbots, um eine sortenreine Behandlung derzeit unvermeidbaren Giftmülls zu erreichen. Link zum Original
Für Giftmüll wird ein Minimierungsgebot eingeführt.
Wortlaut im Programm
Wir fordern deshalb ökonomische Instrumente wie die Sonderabfallabgabe und ordnungspolitische wie das Minimierungsgebot und die konsequente Umsetzung des Vermischungsverbots, um eine sortenreine Behandlung derzeit unvermeidbaren Giftmülls zu erreichen. Link zum Original
Das Vermischungsverbot für Giftmüll wird konsequent umgesetzt.
Wortlaut im Programm
Wir fordern deshalb ökonomische Instrumente wie die Sonderabfallabgabe und ordnungspolitische wie das Minimierungsgebot und die konsequente Umsetzung des Vermischungsverbots, um eine sortenreine Behandlung derzeit unvermeidbaren Giftmülls zu erreichen. Link zum Original
Eine Forschungsoffensive zu Vermeidung, Verwertung und Behandlung von Giftmüll wird gestartet.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern eine forschungspolitische Offensive sowohl was die Vermeidungs- und Verwertungstechnik für Giftmüll angeht, als auch was die Behandlung nicht vermeidbaren und verwertbaren Sondermülls betrifft. Link zum Original
Die Sondermüllverbrennung in Drehrohröfen wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Die Verbrennung in allesfressenden Dreh-Rohr-Öfen ist keine zukunftsträchtige Technik. Link zum Original
Die Mitverbrennung schadstoffbelasteter Abfälle in Industriefeuerungsanlagen wird beendet.
Wortlaut im Programm
Die Mit-Verfeuerung von schadstoffbelasteten Abfällen und Reststoffen in Industrie-Feuerungsanlagen muß beendet werden. Link zum Original
Aus der Chlorchemie wird ausgestiegen.
Wortlaut im Programm
Wir fordern deshalb den Ausstieg aus der Chlorchemie. Link zum Original
PVC wird verboten, weitere Stoffe folgen.
Wortlaut im Programm
Als erster notwendiger Schritt ist PVC zu verbieten - andere Stoffe müssen folgen. Link zum Original
Die klassische, risikoreiche Chemie wird durch eine sanfte Chemie ersetzt.
Wortlaut im Programm
Wir wollen weg von der klassischen, risikoreichen Chemie hin zu einer intelligenteren und sanften Chemie. Link zum Original
Jede Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen jegliche Freisetzung von gentechnisch veränderten Tieren, Pflanzen und anderen Organismen ab. Link zum Original
Die Naturzerstörung wird sofort gestoppt.
Wortlaut im Programm
Die Naturzerstörung muß sofort gestoppt werden. Link zum Original
Das Bundesnaturschutzgesetz wird nach den Grundsätzen der Naturschutzverbände novelliert.
Wortlaut im Programm
Als erste Maßnahme nach einer Rücknahme des Verkehrsbeschleunigungs-, Investitionserleichterungs- und des Wohnbaulandgesetzes wird sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die längst überfällige Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes nach den Grundsätzen der Naturschutzverbände einsetzen: Link zum Original
Lebensräume und intakte Ökosysteme werden zum dauerhaften Schutz von Tieren und Pflanzen gesichert.
Wortlaut im Programm
Dauerhafter Schutz für Tiere und Pflanzen ist nur zu erreichen, wenn Lebensräume geschützt und intakte Ökosysteme gesichert werden. Link zum Original
Grundsätze für eine nachhaltige, naturverträgliche Nutzung von Landschaft und Naturgütern werden festgelegt.
Wortlaut im Programm
Dazu sind Grundsätze für die nachhaltige naturverträgliche Nutzung von Landschaft und Naturgütern festzulegen. Link zum Original
Nutzung und Schutz der Landschaften werden in ein ökologisch und ökonomisch vertretbares Verhältnis gebracht.
Wortlaut im Programm
Nutzung und Schutz der Landschaften müssen in einem vernünftigen ökologisch und ökonomisch vertretbaren Verhältnis entwickelt werden. Link zum Original
Die Aufteilung der Landschaft in subventionierte Pflegegebiete und intensiv genutzte Wirtschafts- und Siedlungsräume wird beendet.
Wortlaut im Programm
Die Landschaft darf nicht weiter in von staatlichen Subventionen abhängige „Pflegegebiete“ und hochintensiv vernutzte Wirtschafts- und Siedlungsräume aufgeteilt werden. Link zum Original
Flächendeckender Natur- und Landschaftsschutz wird durch eine Extensivierung der Bodennutzung erreicht.
Wortlaut im Programm
Der Weg zu flächendeckendem Natur- und Landschaftsschutz führt über eine Extensivierung der Bodennutzung. Link zum Original
Böden werden wirksam vor Versiegelung, Verdichtung und Vergiftung geschützt.
Wortlaut im Programm
Die Böden müssen endlich wirksam vor Versiegelung, Verdichtung und Vergiftung geschützt werden. Link zum Original
Unnötige Flächenversiegelungen werden zurückgebaut.
Wortlaut im Programm
Unnötige Versiegelungen sind zurückzubauen. Link zum Original
Der Grundwasserschutz erhält höchste Priorität.
Wortlaut im Programm
Dem Grundwasserschutz muß höchste Priorität eingeräumt werden. Link zum Original
Grundwasserentnahmen werden minimiert.
Wortlaut im Programm
Grundwasserförderungen sind zu minimieren. Link zum Original
Fließgewässer werden wieder zu Lebensadern der Landschaft entwickelt.
Wortlaut im Programm
Die Fließgewässer sollen wieder zu „Lebensadern“ der Landschaft entwickelt werden. Link zum Original
Statt weiteren technischen Gewässerausbaus werden Gewässer renaturiert.
Wortlaut im Programm
Anstelle eines weiteren technischen Ausbau müssen Renaturierungen treten. Link zum Original
Der Wald wird als naturnaher Lebensraum erhalten und entwickelt.
Wortlaut im Programm
Der Wald ist als naturnaher Lebensraum zu erhalten und zu entwickeln. Link zum Original
Zum Schutz des Waldes wird die Luftverschmutzung kurzfristig drastisch verringert.
Wortlaut im Programm
Zum Schutz des Waldes muß kurzfristig eine drastische Verringerung der Luftverschmutzung erreicht werden. Link zum Original
Monostrukturierte Forste werden in artenreiche Wälder mit natürlichem Altersaufbau und Totholzanteil umgewandelt.
Wortlaut im Programm
Die Waldnutzung und -bewirtschaftung muß so ausgerichtet werden, daß monostrukturierte Forste in artenreiche Wälder mit natürlichem Altersklassenaufbau und Totholzanteil umgewandelt werden. Link zum Original
Die natürliche Artenvielfalt im Wald wird so entwickelt, dass Biozide und Dünger unnötig werden.
Wortlaut im Programm
Die natürliche Artenvielfalt ist so zu entwickeln, daß der Einsatz von Biozid- und Düngemitteln im Zusammenspiel des ökologischen Fließgleichgewichts unnötig werden. Link zum Original
Schalenwildbestände werden so reguliert, dass sich der Wald natürlich verjüngen kann.
Wortlaut im Programm
Die Schalenwildbestände sind so zu regulieren, daß die Walderneuerung über Naturverjüngung erfolgen kann. Link zum Original
Der großflächige Verkauf von Treuhandwald an Private wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Den großflächigen Verkauf von Treuhandwald an Privatbesitz lehnen wir ab. Link zum Original
In den Großschutzgebieten der östlichen Länder werden Modelllandschaften für das Zusammenwirken von Naturschutz und Wirtschaften entwickelt.
Wortlaut im Programm
In den östlichen Bundesländern gibt es bereits eine Reihe von Naturparks, Biosphärenreservaten und Nationalparks, in denen beispielhaft versucht wird, die einmalig schönen, naturnahen Landschaften und harmonischen Siedlungsformen als ökologischen Schatz und kulturelles Erbe zu sichern. Hier sollen Modellandschaften für das Zusammengehen von Naturschutz und menschlichem Wirtschaften entwickelt werden. Link zum Original
Wattenmeer und Boddenlandschaft werden besonders geschützt.
Wortlaut im Programm
Die einzigartigen Naturräume Wattenmeer und Boddenlandschaft müssen besonders geschützt werden. Link zum Original
Die Bedingungen für den Seetransport von Chemikalien und Öl werden so verschärft, dass sich Industrie und Reedereien nicht freikaufen können.
Wortlaut im Programm
Die Bedingungen für den Seetransport von Chemikalien und Öl müssen so verschärft werden, daß ein „Freikauf“ durch Industrie und Reedereien nicht mehr möglich ist. Link zum Original
Ein bundesweites Verbandsklagerecht für Umwelt- und Naturschutzverbände wird eingeführt.
Wortlaut im Programm
Die Zeit ist reif für ein bundesweit verankertes Verbandsklagerecht der Umwelt- und Naturschutzverbände. Link zum Original
Vorrechte von Verkehrswesen, Energiewirtschaft, Bergbau und Militär gegenüber dem Naturschutz werden abgeschafft.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich konsequent für die Abschaffung von Vorrechten des Verkehrswesens, der Energiewirtschaft, des Bergbaus und des Militärs gegenüber dem Naturschutz ein. Link zum Original
Umwelt- und Naturschutz werden als Verfassungsziel ins Grundgesetz aufgenommen.
Wortlaut im Programm
Wir fordern statt dessen die Aufnahme von Umwelt- und Naturschutz als Verfassungsziel. Link zum Original
Ökologische Kinderrechte auf eine gesunde Entwicklung und Umwelt werden gesichert.
Wortlaut im Programm
Insbesondere die ökologischen Kinderrechte auf eine gesunde Entwicklung und Umwelt sind zu sichern. Link zum Original
Ein internationaler Umweltfonds wird eingerichtet, in den alle Staaten schrittweise 1 Prozent ihres Bruttosozialprodukts einzahlen.
Wortlaut im Programm
Wir fordern zusätzlich die Einrichtung eines internationalen Umweltfonds, in den alle Staaten schrittweise 1 Prozent des Bruttosozialproduktes einzahlen und aus dem die Welt-Ökologiepolitik mit finanziert werden kann. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.