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Grüne · Nur mit uns

Forderungen zu Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum

Bundestagswahl 16.10.1994 · Original

Das Programm enthält 29 von 1.033 Forderungen zu „Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum“.

Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum 29
  1. Die Privatisierung von 770.000 Hektar Wald in Ostdeutschland wird kritisiert, weil sie vor allem dem großflächigen Bodenerwerb als Kapitalanlage und dem Aufbau von Jagdrevieren dient.

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    Wortlaut im Programm
    Die neue Privatisierung von 770.000 ha Wald in Ostdeutschland dient vor allem dem großflächigen Erwerb von Boden als sichere und wertsteigernde Kapitalanlage, dem Aufbau standesgemäßer Jagdreviere und der schleichenden Restauration überholter Herrschaftsverhältnisse. Link zum Original
  2. Gentechnisch hergestellte oder gentechnisch verändertes Material enthaltende Nahrungsmittel werden abgelehnt.

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    Wortlaut im Programm
    Sie lehnen auch Nahrungsmittel, die mittels gentechnischer Verfahren hergestellt wurden oder sogar gentechnisch verändertes Material enthalten, ab. Link zum Original
  3. Für alle gentechnisch hergestellten oder veränderten Produkte wird eine konsequente Kennzeichnungspflicht gesetzlich verankert.

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    Wortlaut im Programm
    In jedem Falle ist eine konsequente Kennzeichnungspflicht aller Produkte, die gentechnisch hergestellt wurden oder gentechnisch verändertes Material enthalten, gesetzlich zu verankern. Link zum Original
  4. Eine Landwirtschaftsklausel definiert, welche landwirtschaftliche Nutzung Bodenfruchtbarkeit sowie Struktur- und Artenvielfalt nachhaltig sichert.

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    Wortlaut im Programm
    Eine eindeutige Landwirtschaftsklausel soll definieren, welche landwirtschaftliche Nutzung nachhaltig die Bodenfruchtbarkeit sowie die Struktur- und Artenvielfalt in der Landschaft sichern kann. Link zum Original
  5. Ökologische Landwirtschaft wird zur Regel für die gesamte Landwirtschaft.

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    Wortlaut im Programm
    Wir setzen auf eine ökologische Landwirtschaft, nicht als Nischenproduktion und Ausnahme, sondern als Regel, als tragfähige Wirtschaftsweise für die gesamte Landwirtschaft. Link zum Original
  6. Gesunde Lebensmittel und gesundes Wasser sind für alle Menschen bezahlbar.

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    Wortlaut im Programm
    Gesunde Lebensmittel und gesundes Wasser müssen sich alle Menschen leisten können, dies darf kein Privileg der Intellektuellen und gutbetuchten BürgerInnen sein. Link zum Original
  7. Wassergefährdende Pestizide werden verboten.

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    Wortlaut im Programm
    Pestizide, die eine Wassergefährdung bedeuten, müssen aus Gründen des Gesundheits-, des Arbeits- und des Umweltschutzes verboten werden. Link zum Original
  8. Der Stickstoffeinsatz im Ackerbau wird deutlich begrenzt.

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    Wortlaut im Programm
    Im Ackerbau ist eine deutliche Begrenzung des Stickstoffes - eine Entwicklung, die sich durch die Verteuerung von Primärenergie ohnehin anbahnt - sinnvoll, um die Verseuchung des Wassers und die weitere Produktion von Getreidebergen zu verhindern. Link zum Original
  9. Die Massentierhaltung wird beendet.

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    Wortlaut im Programm
    Tiere dürfen nicht mehr in Massentierhaltungen leben müssen, sondern die Tierhaltung muß artgerecht sein und sich nach der im Betrieb vorhandenen Futterfläche richten. Link zum Original
  10. Die Tierhaltung ist artgerecht und an die betriebseigene Futterfläche gebunden.

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    Wortlaut im Programm
    Tiere dürfen nicht mehr in Massentierhaltungen leben müssen, sondern die Tierhaltung muß artgerecht sein und sich nach der im Betrieb vorhandenen Futterfläche richten. Link zum Original
  11. Tierquälerei wird unterbunden.

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    Wortlaut im Programm
    Die Behandlung von Tieren insgesamt darf nicht mehr in Tierquälerei ausarten, subventionierte Lebendtierexporte müssen eingestellt werden. Link zum Original
  12. Subventionierte Lebendtierexporte werden eingestellt.

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    Wortlaut im Programm
    Die Behandlung von Tieren insgesamt darf nicht mehr in Tierquälerei ausarten, subventionierte Lebendtierexporte müssen eingestellt werden. Link zum Original
  13. Leistungsförderer in der Tierhaltung werden verboten.

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    Wortlaut im Programm
    Leistungsförderer in der Tierhaltung dürfen im Sinne der Rückstandsvermeidung und des Tierschutzes keine Anwendung finden. Link zum Original
  14. Der Tierbestand wird verringert, um Gülleproblem, Seuchengefahr und Überproduktion zu beenden.

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    Wortlaut im Programm
    Mit einer Verringerung des Tierbestandes ist das Gülleproblem gelöst, die Tierseuchengefahr wie Schweinepest stark begrenzt und der Überproduktion von Fleisch, Milch und Butter ein Ende gesetzt. Link zum Original
  15. Gentechnik in der Lebensmittelproduktion wird nicht zugelassen.

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    Wortlaut im Programm
    Der Einsatz von Gentechnik in der Lebensmittelproduktion kann nach der Abwägung von Kosten, Risiken, Nutzen und ethischen Erwägungen nicht zugelassen werden. Link zum Original
  16. Die Landwirtschaft soll ohne staatliche Aufkauf- und Exportsubventionen auskommen und ihr Einkommen über ökologisch wahre Preise erzielen.

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    Wortlaut im Programm
    Wenn die Preise die „ökologische Wahrheit“ sagen, kann die Landwirtschaft ohne die staatlichen Aufkauf- und Export- Subventionen auskommen, die die EG- und Bundeshaushalte enorm belasten, und ein ausreichendes Einkommen über die Preise der Produkte statt über Staatsgelder erzielen. Link zum Original
  17. Die landwirtschaftliche Überschussproduktion, die auch auf Futtermittelimporten aus der Dritten Welt beruht, wird gestoppt.

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    Wortlaut im Programm
    Die bündnisgrüne Agrarpolitik wird die irrsinnige Produktionsspirale und Überschußproduktion, die auch auf Futtermittelimporten aus Ländern der „Dritten“ Welt basiert, stoppen. Link zum Original
  18. Der fortlaufende Preis- und Werteverfall von Lebensmitteln und landwirtschaftlicher Produktion in Europa und in der Dritten Welt wird abgelehnt.

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    Wortlaut im Programm
    Gleichzeitig wenden wir uns gegen den unaufhörlichen Preis- und Werteverfall von Lebensmitteln und landwirtschaftlicher Produktion in Europa und vor allem in der „Dritten“ Welt. Link zum Original
  19. Der ökologische Wert von Lebensmitteln soll sich im Preis des Produkts widerspiegeln, statt über eine ökologische Ausgleichspolitik abgegolten zu werden.

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    Wortlaut im Programm
    Außerdem sind wir Bündnis-Grüne der Auffassung, daß eine ökologische Ausgleichspolitik nicht funktioniert und es für die VerbraucherInnen besser ist, den ökologischen Wert auch am Preis des Produktes zu erkennen. Link zum Original
  20. Die EG bietet in den GATT-Verhandlungen den Abbau ihrer Agrarexporte an.

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    Wortlaut im Programm
    Die EG muß im Rahmen der GATT-Verhandlungen den Abbau ihrer Agrarexporte anbieten, die Subventionierung der Exporte unverzüglich einstellen und im Gegenzug eine außenwirtschaftliche Regulierung (besonders der Futtermittelimporte) anstreben. Link zum Original
  21. Die EG stellt die Subventionierung von Agrarexporten unverzüglich ein.

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    Wortlaut im Programm
    Die EG muß im Rahmen der GATT-Verhandlungen den Abbau ihrer Agrarexporte anbieten, die Subventionierung der Exporte unverzüglich einstellen und im Gegenzug eine außenwirtschaftliche Regulierung (besonders der Futtermittelimporte) anstreben. Link zum Original
  22. Die EG strebt eine außenwirtschaftliche Regulierung, besonders der Futtermittelimporte, an.

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    Wortlaut im Programm
    Die EG muß im Rahmen der GATT-Verhandlungen den Abbau ihrer Agrarexporte anbieten, die Subventionierung der Exporte unverzüglich einstellen und im Gegenzug eine außenwirtschaftliche Regulierung (besonders der Futtermittelimporte) anstreben. Link zum Original
  23. Die landwirtschaftliche Produktion wird flächendeckend ökologisiert.

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    Wortlaut im Programm
    Eine flächendeckende Ökologisierung der landwirtschaftlichen Produktion ist notwendig für die Lösung der Umwelt- und Klimaprobleme und zur Sicherung der Ernährung der Menschen mit gesunden Lebensmitteln. Link zum Original
  24. Die noch bestehende bäuerliche Wirtschaftsweise soll erhalten werden.

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    Wortlaut im Programm
    Der Erhalt unserer noch existierenden bäuerlichen Wirtschaftsweise ist für die Schaffung einer modernen umweltgerechten Landwirtschaft eine wichtige Voraussetzung. Link zum Original
  25. Tieren wird ein eigenständiges Recht als Lebewesen eingeräumt.

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    Wortlaut im Programm
    Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN heißt Gewaltfreiheit und ökologische Politik auch, Tieren ein eigenständiges Recht als Lebewesen einzuräumen. Link zum Original
  26. In allen Bereichen der Tierhaltung wird eine artgerechte Haltung durchgesetzt.

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    Wortlaut im Programm
    In allen Bereichen muß eine artgerechte Haltung durchgesetzt werden. Wo dies nicht möglich ist, wie bei der Pelztierzucht, muß diese Tierquälerei verboten werden. Link zum Original
  27. Die Pelztierzucht wird verboten.

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    Wortlaut im Programm
    In allen Bereichen muß eine artgerechte Haltung durchgesetzt werden. Wo dies nicht möglich ist, wie bei der Pelztierzucht, muß diese Tierquälerei verboten werden. Link zum Original
  28. Der Tierschutz erhält Verfassungsrang.

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    Wortlaut im Programm
    Um die Interessen der Tiere wirkungsvoll durchsetzen zu können, muß der Tierschutz Verfassungsrang bekommen. Link zum Original
  29. Eine Tierschutzbeauftragte oder ein Tierschutzbeauftragter mit weitreichenden Kompetenzen wird eingesetzt.

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    Wortlaut im Programm
    Zur Umsetzung eines effektiven Tierschutzes fordern wir die Einsetzung eines/einer Tierschutzbeauftragten mit weitreichenden Kompetenzen. Link zum Original

Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt

Reihenfolge

  • a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
  • Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
  • Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
  • Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
  • Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.

KI-Hinweis

Die Inhalte dieser Seite sind mit KI erstellt und können Ungenauigkeiten und Fehler enthalten. Maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Stand der Daten: . Wie KI hier arbeitet · Zur Methode

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