Forderungen zu Gesundheit und Pflege
Bundestagswahl 18.09.2005 · Original
Das Programm enthält 39 von 752 Forderungen zu „Gesundheit und Pflege“.
- 39Forderungen zum Politikfeld
- 5 %des Programms
- 31Seiten im Original
- 2005Wahljahr
Keine Treffer.
Gesundheit und Pflege 39
Die Krankenversicherung wird auf privaten Versicherungsschutz mit sozialer Absicherung für alle umgestellt.
Wortlaut im Programm
Für die Absicherung des Krankheitsrisikos schlägt die FDP einen Systemwechsel vor: den privaten Krankenversicherungsschutz mit sozialer Absicherung für alle. Link zum Original
Jeder Bürger ist verpflichtet, Regelleistungen für den Krankheitsfall abzusichern.
Wortlaut im Programm
Jeder Bürger ist verpflichtet, einen Mindestumfang an Leistungen, die sogenannten Regelleistungen, für den Krankheitsfall abzusichern. Link zum Original
Die Versicherungspflicht kann bei einem frei gewählten Versicherer erfüllt werden.
Wortlaut im Programm
Der Verpflichtung sich zu versichern, kann er dabei bei einem Versicherer seiner Wahl nachkommen. Link zum Original
Versicherte gestalten ihren Versicherungsschutz frei, etwa bei Selbstbehalt, Leistungskatalog und Arztwahl.
Wortlaut im Programm
Er ist frei darin, seinen Versicherungsschutz so zu gestalten, wie es seinen Bedürfnissen entspricht, also z. B. mit einem hohen oder niedrigen Selbstbehalt, mit unterschiedlichen Selbstbeteiligungen, mit einem sehr unfangreichen Leistungskatalog, mit einer vollständig freien Arztwahl oder der Akzeptanz bestimmter Einschränkungen. Link zum Original
Bei Geburt und Versicherungswechsel besteht Anspruch auf Versicherung der Regelleistungen ohne Risikozuschläge.
Wortlaut im Programm
Jeder Bürger hat bei Geburt und beim Versicherungswechsel einen Anspruch darauf, im Umfang der Regelleistungen unabhängig von seinem Gesundheitszustand ohne Risikozuschläge versichert zu werden. Link zum Original
Jeder Krankenversicherer muss einen Pauschaltarif mit Kontrahierungszwang ohne Differenzierung nach Alter, Geschlecht oder Risiko anbieten.
Wortlaut im Programm
Um allen einen bezahlbaren Versicherungsschutz zu gewährleisten, muß jedes Krankenversicherungsunternehmen einen Pauschaltarif mit Kontrahierungszwang anbieten, der weder nach Alter, Geschlecht, Risiko oder sonstigen Kriterien differenziert. Link zum Original
Der soziale Ausgleich in der Krankenversicherung erfolgt über das Steuer- und Transfersystem.
Wortlaut im Programm
Der soziale Ausgleich erfolgt nicht mehr wie bisher unkoordiniert und mit teilweise ungerechten Auswirkungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung, sondern über das an den einheitlichen Kriterien der Leistungsfähigkeit und Bedürftigkeit ausgerichtete Steuer- und Transfersystem. Link zum Original
Das Bürgergeld enthält einen Pauschalbetrag, damit auch Bürger ohne Mittel eine Krankenversicherung abschließen können.
Wortlaut im Programm
Ein entsprechender Pauschalbetrag als Bestandteil des liberalen Bürgergeldes sorgt dafür, daß auch Bürger, die nur über geringe oder gar keine finanziellen Mittel verfügen, eine Krankenversicherung abschließen kön Link zum Original
Krankenversicherungspauschalen für Kinder sowie Kosten von Schwangerschaft und Mutterschaft werden aus Steuern finanziert.
Wortlaut im Programm
Auch die Pauschalen für Kinder sowie die Kosten im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Mutterschaft werden durch die Steuerzahler finanziert. Link zum Original
Angestrebt wird ein privates Krankenversicherungsmodell auf Grundlage von Wettbewerb und sozialer Verantwortung.
Wortlaut im Programm
Wir setzen damit auf ein freiheitliches, privates Versicherungsmodell, das auf den Prinzipien des Wettbewerbs unter Anbietern von Gesundheitsleistungen und Versicherungen und der sozialen Verantwortung beruht. Link zum Original
Die gesetzlichen Krankenkassen werden privatrechtlich organisiert.
Wortlaut im Programm
Funktionsfähiger Wettbewerb entsteht durch Wahlfreiheit der Patienten, privatrechtliche Organisation der ge 1 setzlichen Krankenkassen, durch Tariffreiheit und flexible Vertragsstrukturen. Link zum Original
Im Gesundheitswesen gelten Wahlfreiheit der Patienten, Tariffreiheit und flexible Vertragsstrukturen.
Wortlaut im Programm
Funktionsfähiger Wettbewerb entsteht durch Wahlfreiheit der Patienten, privatrechtliche Organisation der ge 1 setzlichen Krankenkassen, durch Tariffreiheit und flexible Vertragsstrukturen. Link zum Original
Krankenversicherungen bauen Altersrückstellungen auf, die beim Versichererwechsel mitgenommen werden.
Wortlaut im Programm
Nach-I haltigkeit entsteht durch den Aufbau von Altersrückstellungen, die bei einem Wechsel des Versicherers nicht verloren gehen dürfen. Link zum Original
Die Pflegeversicherung wird mit gleitendem Übergang auf ein nachhaltiges, generationengerechtes System umgestellt.
Wortlaut im Programm
Für die soziale Pflegeversicherung fordern wir ebenfalls den Systemwechsel mit einem gleitenden Übergang in ein nachhaltiges und generationengerechtes Pflegeversicherungssystem. Link zum Original
Jeder Bürger muss bei freier Wahl von Versicherung und Tarif ein vorgegebenes Pflegeleistungsniveau absichern.
Wortlaut im Programm
Jeder Bürger muß, bei freier Wahl von Versicherung und Tarif, ein vorgegebenes Leistungsniveau absichern. Link zum Original
Bürger werden motiviert, ihren Pflegeversicherungsschutz freiwillig auszuweiten.
Wortlaut im Programm
Zusätzlich soll jeder motiviert werden, seinen Versicherungsschutz je nach Präferenz auszuweiten. Link zum Original
In der Pflegeversicherung ist ein Versicherungswechsel möglich.
Wortlaut im Programm
Ein Versicherungswechsel muß möglich sein. Link zum Original
Die Pflegeversicherung wird schrittweise auf Kapitaldeckung mit Altersrückstellungen umgestellt.
Wortlaut im Programm
Der FDP-Vorschlag eines gleitenden Übergangs in ein kapitalgedecktes Pflegeversicherungssystem ist verbunden mit dem Aufbau von Altersrückstellungen. Link zum Original
Der soziale Ausgleich wird aus dem Versicherungssystem in das Steuer- und Transfersystem verlagert.
Wortlaut im Programm
Der soziale Ausgleich soll aus dem Versicherungssystem dahin verlagert werden, wo er treffsicherer ist: ins Steuer- und Transfersystem. Link zum Original
Die Pflegeleistungen werden an die Preis- und Kostenentwicklung angepasst.
Wortlaut im Programm
Im Rahmen einer grundlegenden Reform wollen wir eine Dynamisierung der Leistungen, das bedeutet eine Anpassung an die allgemeine Preisniveau- und Kostenentwicklung im Pflegebereich, eine stärkere Berücksichtigung des besonderen pflegerischen Bedarfes Demenzkranker sowie eine Stärkung der Pflege im häuslichen Umfeld. Link zum Original
Der besondere Pflegebedarf Demenzkranker wird stärker berücksichtigt.
Wortlaut im Programm
Im Rahmen einer grundlegenden Reform wollen wir eine Dynamisierung der Leistungen, das bedeutet eine Anpassung an die allgemeine Preisniveau- und Kostenentwicklung im Pflegebereich, eine stärkere Berücksichtigung des besonderen pflegerischen Bedarfes Demenzkranker sowie eine Stärkung der Pflege im häuslichen Umfeld. Link zum Original
Die häusliche Pflege wird gestärkt.
Wortlaut im Programm
Im Rahmen einer grundlegenden Reform wollen wir eine Dynamisierung der Leistungen, das bedeutet eine Anpassung an die allgemeine Preisniveau- und Kostenentwicklung im Pflegebereich, eine stärkere Berücksichtigung des besonderen pflegerischen Bedarfes Demenzkranker sowie eine Stärkung der Pflege im häuslichen Umfeld. Link zum Original
Pflegeleistungen werden nur ausgeweitet, wenn die Finanzierung gesichert ist.
Wortlaut im Programm
Eine Ausweitung von Leistungen ist allerdings nur möglich, wenn gleichzeitig die Finanzierung geklärt ist. Link zum Original
Pflegebedürftige und Angehörige erhalten mehr Freiheit bei der Auswahl der Pflegeleistungen.
Wortlaut im Programm
Wir schlagen vor, dem Pflegebedürftigen und seinen Angehörigen mehr Freiheit in der Auswahl der Pflegeleistungen zu ermöglichen. Link zum Original
Die Bürokratie in der Pflege wird abgebaut.
Wortlaut im Programm
Die FDP fordert ebenfalls einen Bürokratieabbau in der Pflege. Link zum Original
Pflegende sollen mehr Zeit für Pflege und Betreuung haben, und die Qualität der Pflegeleistungen wird transparenter.
Wortlaut im Programm
Ziel aller hier zu ergreifenden Maßnahmen muß es sein, den Pflegenden mehr Zeit für die Pflege und soziale Betreuung des Pflegebedürftigen zu geben und mehr Transparenz über die Qualität der Pflegeleistungen zu gewährleisten. Link zum Original
Die elektronische Gesundheitskarte darf keinen „gläsernen Patienten“ schaffen.
Wortlaut im Programm
Gleiches gilt für die elektronische Gesundheitskarte. Sie darf nicht den Kriminalität gegeben sein. Der Staat muß daher über die geeigneten Mittel zur "gläsernen Patienten" schaffen. Link zum Original
Patienten entscheiden selbst, welche Gesundheitsdaten aufgenommen und gelöscht werden und wer Zugang dazu hat.
Wortlaut im Programm
Welche Gesundheitsdaten aufgenommen, welche Kriminalitätsbekämpfung und Strafverfolgung verfügen. Der Gesetzgeber muß im gelöscht werden und wer dazu Zugang hat, muß der Patient selbst entscheiden. Link zum Original
Die Unterstützung Hilfsbedürftiger im Alter erfolgt vorrangig in selbst organisierten sozialen Netzen.
Wortlaut im Programm
Für alle Menschen, auch für die noch aktiver werdenden Alten von morgen, kommt einmal die Zeit, in der sie auf die Unterstützung anderer angewiesen sind. Liberale haben die Vision, daß diese Unterstützung vorrangig in selbst organisierten sozialen Netzen erfolgt. Link zum Original
Familie, Wohngemeinschaften und ambulante Dienste haben Vorrang vor der Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen.
Wortlaut im Programm
Familie und Partnerschaft, Wohngemeinschaften mit älteren und jüngeren Freunden, ambulante Dienste - all das ist besser als die Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen. Link zum Original
Patientenverfügungen werden schriftlich verfasst.
Wortlaut im Programm
Patientenverfügungen sind schriftlich zu verfassen und können jederzeit formlos widerrufen werden. Link zum Original
Patientenverfügungen können jederzeit formlos widerrufen werden.
Wortlaut im Programm
Patientenverfügungen sind schriftlich zu verfassen und können jederzeit formlos widerrufen werden. Link zum Original
Der in einer Patientenverfügung niedergelegte Wille ist gegenüber jedermann bindend.
Wortlaut im Programm
Der in der Patientenverfügung niedergelegte Wille ist gegenüber jedermann bindend. Link zum Original
Therapiewünsche, -begrenzungen und -verbote in Patientenverfügungen sind für jeden Zeitpunkt des Krankheitsverlaufs möglich.
Wortlaut im Programm
Therapiewünsche, Therapiebegrenzungen und Therapieverbote sind für jeden Zeitpunkt des Krankheitsverlaufs möglich. Link zum Original
Bei schriftlicher Patientenverfügung erfolgen Therapieabbruch oder -begrenzung grundsätzlich ohne Anrufung des Vormundschaftsgerichts.
Wortlaut im Programm
Bei Vorliegen einer schriftlichen Patientenverfügung sollte ein Therapieabbruch oder eine Therapiebegrenzung grundsätzlich ohne Anrufung des Vormundschaftsgerichts erfolgen können. Link zum Original
Bei mutmaßlichem Patientenwillen und bei Dissens zwischen Arzt, Betreuer und Angehörigen wird stets das Vormundschaftsgericht angerufen.
Wortlaut im Programm
Bei mutmaßlichem Patientenwillen sowie bei Dissens zwischen Arzt, Betreuer und Angehörigen ist das Vormundschaftsgericht stets anzurufen. Link zum Original
Außerhalb irreversibel tödlicher Erkrankungen ist im Konsensfall keine Entscheidung des Vormundschaftsgerichts erforderlich.
Wortlaut im Programm
Außerhalb der irreversibel zum Tode führenden Erkrankung ist im Konsensfall eine Entscheidung des Vormundschaftsgerichts nicht erforderlich. Link zum Original
Die Palliativmedizin wird vorrangig in ambulanten Strukturen flächendeckend ausgebaut.
Wortlaut im Programm
Zudem muß die sterbebegleitende, leidmindernde Palliativmedizin in Deutschland vorrangig in ambulanten Strukturen flächendeckend ausgebaut werden. Link zum Original
Ehrenamtliches Engagement in Hospizen erhält verlässliche Rahmenbedingungen.
Wortlaut im Programm
Auch das ehrenamtliche Engagement in den Hospizen braucht verläßliche Rahmenbedingungen. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.