Grüne SH, Grundsatzprogramm 2020: nicht im Vertrag
Aus dem Programm „„... zu achten und zu schützen ...“ Veränderung schafft Halt. Grundsatzprogramm“ (Grundsatzprogramm 2020 der Grünen), verglichen mit dem Koalitionsvertrag „Ideen verbinden – Chancen nutzen“
Modellauswertung der vorliegenden Forderungen, keine Aussage über eine Partei insgesamt. Stand: 19.10.2026.
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Alle Forderungen auf dieser Seite stammen aus dem Grundsatzprogramm 2020 der Grünen, nicht aus dem Vertrag. 673 von 1.365 Forderungen dieses Programms finden sich im Koalitionsvertrag nicht wieder: Für sie gibt es im ganzen Vertrag keinen Punkt mit mindestens 30 Prozent Übereinstimmung. Bei jeder dieser Forderungen ist angegeben, welche anderen Parteien im Parlament sie teilen (Wahl- und Grundsatzprogramme, ab 30 Prozent Übereinstimmung).
Staat, Demokratie und Verwaltung27
- Entscheidungswege sollen nachvollziehbar und Einflussnahme durch Unternehmen, Lobbyismus oder andere Staaten transparent sein.
- Ein zu starker Einfluss bestimmter Gruppen und ökonomischer Interessen auf die Politik soll eingegrenzt werden.
- Politik soll bessere Regeln schaffen, statt auf bessere Menschen zu setzen.
- Grundinfrastrukturen der Sicherheit, des Rechts, der Mobilität und der Verwaltung sollen in öffentlicher Hand sein.
- Regulierung soll sich an gesellschaftlichen Zielen orientieren.
- Europäische und globale Auswirkungen werden in demokratischen Entscheidungsprozessen stets berücksichtigt.
- Friedlicher Protest und gewaltfreier ziviler Ungehorsam gelten als legitime Mittel in einer Demokratie.
- Der Verknöcherung demokratischer Institutionen und Verfahren soll entgegengewirkt werden.
- Vertrauensverlust und einseitiger Interessendominanz soll mit neuen Beteiligungsmöglichkeiten begegnet werden.
- Personelle Verflechtungen und Nebentätigkeiten politischer Entscheidungsträger werden offengelegt.
- Für Regierungsmitglieder gelten Karenzzeiten.
- Eine unabhängige europäische Kontrollbehörde für Lobbyismus und Einflussnahme wird geschaffen.
- Korruption wird entschieden verfolgt.
- Ausschlüssen und Repräsentationsdefiziten in demokratischen Strukturen soll entgegengewirkt werden.
- Wer dauerhaft in Deutschland lebt, soll gleichberechtigt an Wahlen, Abstimmungen und anderen demokratischen Prozessen teilnehmen können.
- Niemand soll aus organisatorischen Gründen auf ein politisches Mandat verzichten müssen.
- Hürden für die Teilnahme an Wahlen werden schrittweise abgebaut.
- Das Wahlalter wird deutlich abgesenkt.
- Abgeordnete sollen unabhängig sein und starke Kontrollrechte gegenüber der Regierung haben.
- Die Nachvollziehbarkeit von Gesetzgebungsverfahren soll etwa durch einen legislativen Fußabdruck gewährleistet werden.
- Parteien sollen auskömmlich finanziert sein.
- Spenden an Parteien werden mit einer jährlichen Obergrenze versehen.
- Die Grenzen für die Veröffentlichung von Parteispenden werden deutlich gesenkt.
- Für Parteiensponsoring gelten strengere Regeln.
- Bürgerräte sollen auch auf Bundesebene auf Initiative von Regierung, Parlament oder per Bürgerbegehren eingesetzt werden können.
- Die öffentliche Verwaltung soll gegenüber finanzstarken Interessen von Konzernen und Banken auf Augenhöhe agieren können.
- Das Grundgesetz soll um soziale Grundrechte wie das Recht auf Wohnen ergänzt werden.
Innere Sicherheit, Justiz und Bürgerrechte35
- Freie Entfaltung und Teilhabe erfordern Sicherheit und Schutz vor Gewalt und Kriminalität.
- Einschränkungen von Freiheit und Selbstbestimmung sind nur durch demokratische und rechtsstaatliche Verfahren legitimiert.
- Digitale Zahlungen, Kryptowährungen und die Personen hinter den Konten sollen nachvollziehbar sein.
- Zur Bekämpfung von Geldwäsche, Kindesmissbrauchsdarstellungen, Steuerhinterziehung und Terrorfinanzierung soll eine staatliche Infrastruktur geschaffen werden.
- Schwangerschaftsabbrüche werden aus dem Strafgesetzbuch gestrichen.
- In Kinderschutzverfahren wird die nötige Qualifikation aller Beteiligten gesetzlich vorgegeben und tatsächlich gewährleistet.
- Meinungsfreiheit ist unverzichtbar für die Demokratie.
- Das bewusste Verbreiten von Falschinformationen ist nicht grundrechtlich geschützt.
- Information, Teilhabe, Schutz vor Armut und sachliche Debatten sollen das Sicherheitsgefühl mit der objektiven Sicherheitslage in Einklang bringen.
- Die Anwaltschaft soll als Organ der Rechtspflege respektiert, ihr Vertrauensverhältnis zu Mandanten gewahrt und ihre freie Berufsausübung gewährleistet werden.
- Wirtschaftliche und gesellschaftliche Machtverhältnisse sollen sich nicht im Rechtssystem fortsetzen.
- Der kollektive Rechtsschutz soll ermöglicht werden.
- Verbraucher, Produzenten und kleinere Unternehmen sollen rechtlich wirksam gegen wirtschaftliche Übermacht geschützt werden.
- Der Schutz der Grundrechte soll ausgebaut werden, auch im digitalen Raum.
- Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben frei von Gewalt.
- Illegaler Waffenbesitz soll geahndet werden.
- Die Unterlagen zu rassistischen, antisemitischen und terroristischen Taten sollen unabhängig und zentral gesichert und aufgearbeitet werden.
- Demokratie- und menschenfeindliche Bestrebungen sollen mit wissenschaftlichen Methoden und ausschließlich anhand öffentlicher Quellen beobachtet werden.
- Es soll unabhängige Polizeibeauftragte geben.
- Fehlverhalten, strafbares Verhalten und strukturelle Mängel bei der Polizei sollen ohne falsche Rücksichten aufgeklärt und geahndet werden.
- Polizeiliches Handeln gilt nicht als Ersatz für gesellschaftliche Problemlösungen.
- Die Sicherheitsarchitektur soll für bessere Koordination und klare Verantwortlichkeiten umgebaut werden.
- Staatliche Eingriffsmaßnahmen sollen zielgerichtet und verhältnismäßig sein.
- Anlasslose Massendatenspeicherungen werden abgelehnt.
- Es soll gemeinsame europäische Polizeiteams geben.
- Ein Europäisches Kriminalamt soll geschaffen werden.
- Die justizielle Zusammenarbeit über Eurojust und die Europäische Staatsanwaltschaft soll ausgebaut werden.
- Korruption soll verstärkt durch europäische Zusammenarbeit bekämpft werden.
- Für die föderale Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden sollen einheitliche Standards für gemeinsame Ermittlungen geschaffen werden.
- Bei vernetzten europäischen Datenbanken sollen hohe Datenschutzstandards gelten und der grenzüberschreitende Rechtsschutz verbessert werden.
- Das Strafrecht soll nur äußerstes Mittel des Staates sein.
- Bagatellstraftaten wie das Schwarzfahren sollen entkriminalisiert werden.
- Asylrechtliche Maßnahmen gelten nicht als Alternative zu strafrechtlichen Verurteilungen und deren Vollzug.
- Strafvollzug und Sanktionensystem sollen auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse weiterentwickelt werden.
- Manipulation demokratischer Willensbildung soll rechtsstaatlich über Ländergrenzen hinweg verfolgt werden.
Migration, Asyl, Integration und Staatsangehörigkeit33
- Menschen mit Lebensmittelpunkt in Deutschland erhalten einen erleichterten Rechtsanspruch auf Einbürgerung.
- Die Staatsangehörigkeit stellt ein dauerhaftes Band rechtlicher Gleichheit, Teilhabe und Zugehörigkeit sicher.
- Die doppelte Staatsangehörigkeit wird ermöglicht.
- Die deutsche Staatsangehörigkeit wird durch Geburt im Inland erworben, wenn ein Elternteil rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat.
- Die Staatsangehörigkeit darf nicht einfach entzogen werden.
- Auch Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit mit Lebensmittelpunkt in Deutschland haben ein Recht auf politische Teilhabe.
- Es werden Grundlagen geschaffen, um globale Abschottung zu beenden.
- Internationale Vereinbarungen wie der Globale Pakt für Migration werden rechtebasiert weiterentwickelt.
- Hier lebende Menschen erhalten schnell Zugang zu staatsbürgerlichen Rechten.
- Ein modernes Staatsangehörigkeitsrecht ermöglicht mehrere Staatsangehörigkeiten.
- Die Genfer Flüchtlingskonvention gilt universell und uneingeschränkt für alle Geflüchteten.
- Das individuelle Grundrecht auf Asyl bleibt unangetastet.
- Die Einstufung von Ländern als sichere Dritt- oder Herkunftsstaaten wird abgelehnt.
- Asylverfahren werden rechtssicher, schnell, fair und unvoreingenommen gestaltet.
- Der internationale Umgang mit Geflüchteten wird im Sinne des Globalen Pakts für Flüchtlinge rechtebasiert weiterentwickelt.
- Menschen in Seenot werden gerettet und an einen sicheren Ort gebracht.
- Staaten koordinieren und organisieren Rettungen von Menschen in Not.
- Es wird ein gemeinsames EU-Seenotrettungssystem geschaffen.
- Wer sich an Land oder auf See für Menschenrechte einsetzt, wird unterstützt und nicht kriminalisiert.
- Klimavertriebene erhalten perspektivisch einen völkerrechtlichen Schutzstatus.
- Hauptverursacherstaaten von Treibhausgasen beteiligen sich an der Schaffung sicherer Migrationswege.
- Duldungen sollen nur die Ausnahme sein.
- Asylverfahren in der EU sind rechtsstaatlich, zügig und geordnet.
- Der Zugang zu individuellen Asylverfahren wird in allen EU-Mitgliedstaaten gewährleistet.
- Die EU-Außengrenzen werden rechtsstaatlich und europäisch kontrolliert.
- Eine eigene EU-Asylbehörde übernimmt die zuverlässige Registrierung und erste Überprüfung von Schutzsuchenden.
- Schutzsuchende werden in der EU in humanen Unterkünften untergebracht.
- Ein einheitliches EU-Asylsystem verteilt die Verantwortung fair zwischen den Mitgliedstaaten.
- An den Grenzen werden Menschenrechte geschützt und es besteht eine Möglichkeit zur Einreise.
- Jede schutzsuchende Person erhält ein rechtsstaatliches Verfahren mit individueller Prüfung.
- Jede schutzsuchende Person erhält eine würdige Unterbringung und Behandlung.
- Der Zugang zu Bildung wird unabhängig vom Aufenthaltsstatus gewährleistet.
- Kooperationen mit Drittstaaten dürfen die Flucht und die Schutzsuche in Deutschland und Europa nicht erschweren.
Wirtschaft, Wettbewerb und Industrie84
- Wohlstand wird im Sinne von Klimaneutralität, Vorsorge, Gerechtigkeit und globaler Verantwortung neu definiert und die Politik darauf ausgerichtet.
- Gemeinsame Regeln sollen die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern schützen.
- Eine gemeinwohlorientierte, sozial-ökologische Marktwirtschaft setzt auf Sozialpartnerschaft und gute, nachhaltige Arbeit.
- Wirtschaftliche Freiheit umfasst eine sozial verpflichtete Eigentumsfreiheit.
- Kapitalströme sollen in nachhaltige Aktivitäten umgelenkt werden.
- Auf den Finanzmärkten soll nicht mehr in Kohle, Öl und Gas investiert werden, sondern in erneuerbare Energie, emissionsfreie Mobilität, Gesundheit und grüne IT.
- Angestrebt wird ein Wirtschafts- und Finanzsystem, das die planetaren Grenzen einhält und mehr Lebensqualität für alle Menschen weltweit erreicht.
- Nicht Wirtschaftswachstum an sich, sondern die mit Wachstumszwängen verbundene Übernutzung von Ressourcen und Ausbeutung von Arbeitskraft wird als Problem gesehen.
- Die Wirtschaftssysteme sollen auf wissenschaftlicher Basis so ausgerichtet werden, dass sie auch innerhalb der planetaren Grenzen stabil bleiben.
- Wohlstand soll nicht allein als materieller Reichtum, sondern als Lebensqualität verstanden werden.
- Ein umfassender Wohlstandsindikator soll ökologische, soziale und qualitative Merkmale erfassen.
- Der Green New Deal soll für sozialen Ausgleich sorgen und eine geschlechtergerechte Gesellschaft fördern.
- Freies Handeln, fairer Wettbewerb, gesellschaftliche Kooperation und vielfältiges Wirtschaften werden als Quelle nachhaltigen Wohlstands gesehen.
- Unregulierte Märkte werden als zukunftsblind, krisenanfällig und demokratiegefährdend abgelehnt.
- Der Staat soll die Durchsetzung von Verbraucherrechten sicherstellen.
- Märkte sollen so gestaltet sein, dass Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam vor Missbrauch geschützt sind und selbstbestimmt entscheiden können.
- Auch schwächere Verbraucherinnen und Verbraucher sollen durch Vorsorge und Schutz abgesichert werden.
- Die Durchsetzung von Verbraucherrechten soll gestärkt werden.
- Die Verbraucherpolitik soll gesetzlich ausgestaltet werden.
- Der Staat soll einen klaren Rechtsrahmen für Wirtschaft und Wettbewerb setzen.
- Eine Wirtschaft des Teilens soll gefördert werden.
- Das Primat der Politik gegenüber Wirtschaft und Kapital soll neu begründet und durchgesetzt werden.
- Im Wettbewerb soll erfolgreich sein, wer übergeordnete gesellschaftliche Ziele befördert.
- Preise sollen die ökologische und soziale Wahrheit abbilden.
- Die Wirtschaftspolitik soll sich an einem neuen Wohlstandsmaß und einer neuen Form der Wirtschaftsberichterstattung orientieren.
- Die neue Wirtschaftsberichterstattung soll neben ökonomischen auch ökologische und soziale Entwicklungen sowie unbezahlte Sorgearbeit berücksichtigen.
- Machtstellungen und Monopole sollen verhindert und aufgebrochen werden.
- Politik soll Bereiche der Gesellschaft festlegen, die nicht von Märkten dominiert werden sollen.
- Unternehmensbeteiligungen, Direktinvestitionen, Marktzutritte und öffentliche Auftragsvergabe sollen auf Basis von Standards und Gegenseitigkeit erfolgen.
- Außereuropäische Unternehmensübernahmen sollen wenn nötig untersagt werden.
- Die Industriepolitik soll Arbeitsplätze schaffen und sichern.
- Die Industriepolitik soll Gleichberechtigung der Geschlechter und nichtdiskriminierende Zugangsvoraussetzungen sicherstellen.
- Unternehmerinnen und Unternehmer sollen nicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg und sozialer und ökologischer Ausrichtung wählen müssen.
- Wirtschaftliche Aktivität soll sich an langfristigen Zielen und gesamtgesellschaftlichem Wohlstand ausrichten.
- Die Finanzberichterstattung von Unternehmen soll um Langfristziele ergänzt werden.
- Verbindliche Indikatoren einer gemeinwohlorientierten Bilanzierung sollen die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Unternehmen messen.
- Die Produktionsprozesse sollen in der gesamten Lieferkette vollständig dekarbonisiert werden.
- Automobil- und Chemieindustrie sowie Maschinenbau sollen sich neu erfinden, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.
- Die Grundstoffindustrie soll ein zentraler Baustein der Wirtschaft bleiben.
- Stahl, Beton, Baustoffe, Aluminium, Glas, Papier und Chemikalien sollen weiter in Europa produziert werden.
- Europa soll ausreichend eigene Produktions- und Entwicklungskapazitäten für systemrelevante Produkte wie Medikamente und Technik der kritischen Infrastruktur haben.
- Regionalisierung in kritischen Bereichen und globale Kooperation sollen verbunden werden.
- Das Recht auf Eigentum wird als Grundlage einer freiheitlichen Gesellschaft und der Marktwirtschaft bejaht.
- Genossenschaften und soziale Unternehmen werden als wichtiger Beitrag zu einer gemeinwohlorientierten Wirtschaft gesehen.
- Spekulation auf den Finanzmärkten soll eingedämmt werden.
- Banken sollen zu einem auf langfristige Finanzierung ausgerichteten „boring banking“ zurückkehren.
- Das Einlagen- und Kreditgeschäft soll vom Investmentbanking getrennt werden (Trennbankensystem).
- Der Finanzmarkt soll sich an der Finanzierung des Gemeinwohls beteiligen.
- Keine Bank oder Versicherung soll so groß sein, dass sie eine ganze Volkswirtschaft gefährden kann.
- Die Abwicklung von Banken und Versicherungen soll jederzeit ohne Rückgriff auf Steuermittel möglich sein.
- Banken und Versicherungen sollen eine gute Eigenkapitalausstattung haben.
- Für Banken und Versicherungen sollen wirksame Haftungsregeln gelten.
- Das Drei-Säulen-Bankwesen mit vielen kleinen, lokalen Banken wird als bewährt befürwortet.
- Der Finanzmarkt soll eine effektive Aufsicht und einfache, lückenlose Regeln erhalten, die für Banken, Hedgefonds, Fintechs und andere Finanzdienstleister gleichermaßen gelten.
- Kleine Banken ohne Gefahr für das Finanzsystem sollen weniger umfassend reguliert und beaufsichtigt werden als Großbanken.
- Anlagegelder sollen nicht mehr in die fossile Wirtschaft fließen.
- Anlegerinnen und Anleger sollen jederzeit erfahren können, welche ökologischen und sozialen Folgen ihre Investitionen haben.
- Klima-, Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsrisiken im Finanzsektor sollen durch gemeinwohlorientierte Bilanzierung offengelegt und eingepreist werden.
- Die Exportüberschüsse Deutschlands sollen abgebaut werden.
- Eine weitere Privatisierung öffentlicher Unternehmen der Daseinsvorsorge wird abgelehnt.
- Der Innovationsstandort Europa wird im globalen Kontext gestärkt und ausreichend finanziert.
- Marktkonzentrationen, aus denen weltweit agierende Konzerne mächtiger als Staaten hervorgehen, widersprechen dem Gedanken der Demokratie.
- Eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung am Produktivvermögen, etwa durch Mitarbeiterbeteiligungen, soll mehr wirtschaftliche Mitgestaltung ermöglichen.
- Internationaler Handel wird fair gestaltet und demokratisch kontrolliert.
- Eine demokratische Welthandelsordnung unter einer reformierten WTO soll für regelgebundenen Interessenausgleich sorgen.
- Es wird ein globales Kartellrecht geschaffen.
- Der Vernetzungsgrad von Wirtschaftsakteuren wird transparent überwacht.
- Bilaterale Handelsabkommen werden nur befürwortet, wenn sie transparent und demokratisch zustande kommen und sich am Gemeinwohl ausrichten.
- Daseinsvorsorge wie Bildung, Gesundheit, soziale Sicherheit und Wasser bleibt staatliche Aufgabe im öffentlichen Interesse.
- Sonderrechte und Sonderjustiz für Konzerne in Handelsabkommen werden ausgeschlossen.
- Handelsabkommen dürfen Staaten und die EU nicht daran hindern, höhere Klima-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards festzulegen.
- Das europäische Vorsorgeprinzip wird in der Handelspolitik stets gewahrt.
- Überlebensnotwendige Lebens- und Arzneimittel werden auch im europäischen Binnenmarkt produziert, statt allein globalen Lieferketten überlassen zu werden.
- Die Ungleichgewichte im Welthandel und in der Eurozone werden abgebaut.
- Deutschland reduziert seinen Handelsbilanzüberschuss schrittweise durch öffentliche Investitionen, gute Löhne und Stärkung der Binnennachfrage.
- Handelspolitik beruht auf Gegenseitigkeit und schützt die europäische Wirtschaft vor Dumping und unzulässigen Subventionen.
- Sensible Infrastruktur wird vor Investitionen aus Drittstaaten geschützt.
- Ärmere Länder werden im Welthandel durch eine asymmetrische Zollpolitik gestärkt.
- Industriestaaten öffnen ihre Märkte für ärmere Länder unter Berücksichtigung hoher ökologischer und sozialer Standards.
- Waren für den europäischen Markt müssen frei von ausbeuterischer Arbeit, Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit und Umweltzerstörung hergestellt werden.
- Fairer Handel soll zum Standard werden.
- Alle internationalen Kapitalströme werden transparent gemacht.
- Nachhaltige internationale Direktinvestitionen werden als Teil der Außenwirtschaftspolitik der EU gefördert.
- Kurzfristiger Kapitalverkehr wird reguliert und Wechselkurse werden stabilisiert.
Arbeit, Löhne und soziale Sicherung53
- Ein starker Sozialstaat soll Teilhabe aktiv ermöglichen und dafür sorgen, dass niemand durchs Raster fällt.
- Wohlstand, Ressourcen und Macht sollen gerecht verteilt sein.
- Politik soll zu große Ungleichheit vermeiden und durch Regulierung, Investitionen und Steuern verringern.
- Freie Entfaltung und Teilhabe erfordern finanzielle Absicherung.
- Alle haben das Recht, in einer Gewerkschaft für gute Arbeitsbedingungen und Löhne zu kämpfen.
- Demokratie braucht betriebliche Mitbestimmung auf Augenhöhe.
- Beschäftigte in fossil geprägten Industrien sollen an den Transformationsprozessen beteiligt werden.
- Lohn- und Tarifpolitik in Europa sollen schrittweise stärker aufeinander abgestimmt werden.
- Die Potenziale der Digitalisierung für gute Arbeit werden durch eine Stärkung der Mitbestimmung genutzt.
- In Betrieben in kirchlicher Trägerschaft werden Koalitionsfreiheit, Streikrecht, betriebliche Mitbestimmung, Tarifverhandlungen und arbeitsgerichtliche Prüfung der Arbeitnehmerrechte gewährleistet.
- Die Mitbestimmung in Betrieben und Unternehmen wird gestärkt und ausgebaut.
- Es soll europäische Standards für die Mitbestimmung geben.
- Niemand soll unterhalb des Existenzminimums leben müssen.
- Haus-, Sorge- und ehrenamtliche Arbeit sollen die gleiche Anerkennung erfahren wie Erwerbsarbeit.
- Haus-, Sorge- und ehrenamtliche Arbeit sollen für niemanden ein Armutsrisiko oder den Verlust der Unabhängigkeit bedeuten.
- Der Mindestlohn soll armutsfest sein.
- Für gleiche und gleichwertige Arbeit soll gleicher Lohn gezahlt werden.
- Es soll klare Vorgaben zu Arbeits- und Gesundheitsschutz geben.
- Arbeitszeiten sollen gesetzlich geregelt sein.
- Auch gering qualifizierte Menschen sollen zu fairen Bedingungen am Wirtschaftsleben teilhaben können.
- Das Arbeitsrecht soll auch in digitalen Arbeitsmodellen und Unternehmen vollständig gelten und gestärkt werden.
- Die Sozialpartnerschaft soll bewahrt und ausgebaut werden.
- Es soll einen effektiven Kündigungsschutz geben.
- Die Elternzeit soll flexibel und gerecht aufgeteilt sein.
- Solo-Selbstständigen soll der Zugang zur Kranken- und Rentenversicherung erleichtert werden.
- Solo-Selbstständige sollen sich gegen Arbeitslosigkeit versichern können.
- Die Arbeitslosenversicherung soll allen Selbstständigen bezahlbar und flexibel offenstehen.
- Berufsbild und gestaffelte Beiträge sollen sich bei Selbstständigen auf Anspruch und Höhe der Ersatzleistungen auswirken.
- Solo-Selbstständige sollen Zugang zu weiteren Leistungen der Arbeitsförderung erhalten.
- Integrationsunternehmen sollen als Alternative zu Werkstätten ausgebaut werden.
- Für Langzeitarbeitslose soll es einen sozialen Arbeitsmarkt geben, der Teilhabe ermöglicht.
- Menschen, die individuelle Betreuung und Hilfe brauchen, sollen diese erhalten.
- Die Digitalisierung soll genutzt werden, um schwere Tätigkeiten zu erleichtern.
- Produktivitätsgewinne sollen genutzt werden, damit Menschen freier und selbstbestimmter handeln können.
- Durch eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung soll Arbeit gerechter verteilt werden.
- In Zeiten von Erziehung, Pflege und Weiterbildung soll es eine solidarische Unterstützung und Förderung geben.
- Auch Menschen mit niedrigem Einkommen sollen sich Auszeiten leisten können.
- Die Arbeitslosenversicherung wird zu einer Arbeitsversicherung erweitert.
- Für Menschen, die durch den Strukturwandel ihre Arbeit verlieren, besteht eine besondere gesamtgesellschaftliche Verantwortung.
- Arbeitslosigkeit soll nicht zum Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe führen.
- Mobiles Arbeiten soll keine Pflicht werden.
- Der Anspruch auf einen betrieblichen Arbeitsplatz soll erhalten bleiben.
- Überstunden sollen in allen Bereichen erfasst und abgegolten werden.
- Die Rechte von Auszubildenden sollen gestärkt werden.
- Auszubildende sollen mehr betriebliche Mitbestimmung erhalten.
- Erwerbstätigkeit soll sich für alle gleichermaßen lohnen.
- Hartz IV wird durch eine Garantiesicherung ersetzt.
- Die Garantiesicherung soll ein individueller Rechtsanspruch sein.
- Die Garantiesicherung soll sich an Teilhabe- und Bedarfsgerechtigkeit orientieren und ohne weitere Bedingungen für alle mit unzureichenden eigenen Mitteln gelten.
- Eigene Erwerbsarbeit soll sich immer lohnen und honoriert werden.
- Die Leitidee eines bedingungslosen Grundeinkommens dient als Orientierung für die Reform der Sozialleistungen.
- Es soll gemeinsame europäische soziale Standards etwa zu Mindestlohn und Grundsicherung geben.
- Es soll eine europaweite Arbeitslosenrückversicherung geben.
Steuern, Haushalt und öffentliche Finanzen31
- Die Finanzierung einer starken Daseinsvorsorge ist öffentliche Aufgabe.
- Große Vermögen und hohe Einkommen bringen soziale Verpflichtungen mit sich.
- Staat und öffentliche Hand sollen bei ihren Geldanlagen Transparenz gewährleisten.
- Der Green New Deal soll mutig in die Zukunft investieren.
- Öffentliche Hand und öffentlich-rechtliche Finanzinstitute sollen sich vollständig aus Investitionen in Unternehmen zurückziehen, die auf fossile Energien, Ökosystemzerstörung oder Menschenrechtsverletzungen bauen.
- Die gesamtwirtschaftliche Wirkung von Staatsausgaben soll stets berücksichtigt werden.
- Öffentliche Investitionen und gute Löhne sollen die Binnennachfrage stärken.
- Öffentlich-private Partnerschaften sollen nur zulässig sein, wenn sie Mehrwert oder geringere Kosten für die Steuerzahlenden bringen.
- Das Steuersystem soll gerecht, verständlich und effizient sein und zu einer Angleichung der Einkommen führen.
- Das Steuersystem soll neue Aktivitäten und Investitionen begünstigen und Vermögen sowie leistungslose Einkommen besteuern.
- Das Steueraufkommen aus Kapitaleinkommen soll deutlich erhöht werden.
- Das Steueraufkommen aus großen Vermögen soll deutlich erhöht werden.
- Das Steueraufkommen aus Erbschaften soll deutlich erhöht werden.
- Kapitaleinkommen sollen mindestens so hoch besteuert werden wie Erwerbseinkommen.
- Der Vermögensaufbau einkommensschwacher Gruppen soll gefördert werden.
- Steuersysteme sollen gesellschaftliche Ziele abbilden.
- Nicht gemeinwohlorientierte und ökologisch schädliche Tätigkeiten und Produkte sollen stärker besteuert werden.
- Die Steuerlast soll vom Faktor Arbeit auf Ressourcenverbrauch und Einkommen aus Kapital- und Bodenbesitz verlagert werden.
- Unternehmensgewinne und digitale Umsätze sollen stärker am Ort des Konsums besteuert werden.
- Eine gemeinsame europäische Bemessungsgrundlage für die Unternehmensbesteuerung soll eingeführt werden.
- Alle sollen sich entsprechend ihrer finanziellen Lage an der Finanzierung des Gemeinwohls beteiligen.
- Die Besteuerung soll progressiver werden.
- Für künftig geschlossene Ehen soll eine individuelle Besteuerung gelten.
- Das Ehegattensplitting soll durch eine gezielte Förderung von Kindern und Familien ersetzt werden.
- Das Steuersystem soll als Hebel zur Verringerung von Ungleichheit genutzt werden.
- Einkommen, Vermögen, Erbschaften und Chancen sollen gleicher verteilt werden.
- Eine höhere Besteuerung von Vermögen oder Erbschaften soll zur Finanzierung eines besser ausgestatteten Bildungssystems beitragen.
- Mit Steuerumgehung und ungesicherten Spekulationen soll künftig kein Geld mehr verdient werden.
- Steueroasen werden trockengelegt.
- Internationale Steuerhinterziehung wird auch durch ein verbindliches internationales Regelwerk mit Mindeststandards für Steuerpflichten bekämpft.
- Wo und wie viel Steuern internationale Konzerne zahlen, wird öffentlich einsehbar.
Rente und Alterssicherung4
- Die Aufstockung von Renten auf Grundsicherungsniveau soll unbürokratisch und würdevoll erfolgen.
- Private und betriebliche Altersvorsorge sollen die gesetzliche Rente ergänzen.
- Die kapitalgedeckte Altersvorsorge soll künftig öffentlich organisiert und verwaltet werden.
- Alle sollen an der öffentlich organisierten kapitalgedeckten Altersvorsorge teilnehmen, sofern sie nicht widersprechen.
Gesundheit und Pflege48
- Eingriffe in die menschliche Keimbahn sollen ausgeschlossen werden.
- Der strenge Embryonenschutz einschließlich des Verbots der Embryonenselektion soll beibehalten werden.
- Moratorien sollen genutzt werden können, um ethische Grenzfragen und Risiken medizinischer Forschung genauer zu beurteilen.
- Das Klonen von Menschen soll ausgeschlossen werden.
- Reproduktionsmedizin soll selbstbestimmte Elternschaft auch für kinderlose, queere, inter* und trans* Personen ermöglichen.
- Reproduktionsmedizin soll dort begrenzt sein, wo sie die Gesundheit der Betroffenen oder Dritter schädigt.
- Frauen sowie inter* und trans* Personen sollen frei von Bevormundung und ökonomischem Druck über die Inanspruchnahme reproduktionsmedizinischer Möglichkeiten entscheiden können.
- Die Kosten selbstbestimmter Schwangerschaftsabbrüche werden grundsätzlich übernommen.
- Gesundheitsversorgung und Pflege sind zentrale Pfeiler der Daseinsvorsorge.
- Internationale und europäische Kooperation bei Gesundheitsforschung und dem Aufbau guter Gesundheitssysteme ist gemeinsame Aufgabe der Weltgemeinschaft.
- Globale Gesundheitspolitik und -forschung orientieren sich an den gesundheitlichen Bedürfnissen aller Menschen statt an Renditeerwartungen.
- Globale Gesundheitspolitik und -forschung werden ausreichend finanziert.
- Zusätzliche Produktionskapazitäten für Arzneimittel und Materialien können im Krisenfall schnell aktiviert werden.
- Gesundheitsversorgung ist öffentliche Aufgabe.
- Im Krankenhausbereich wird die Gemeinwohlorientierung gestärkt.
- Die Benachteiligung öffentlicher gegenüber privaten Krankenhausträgern wird beendet.
- Der Trend zur Privatisierung von Krankenhäusern wird umgekehrt.
- Gewinnausschüttungen von Kliniken werden beschränkt, damit öffentliches und beitragsfinanziertes Geld im System bleibt.
- Ein gut finanziertes Gesundheitssystem schützt die Würde der Patientinnen und Patienten und die Rechte der Beschäftigten.
- Kliniken werden in einem neuen Finanzierungssystem mit relevanter struktureller Finanzierung nicht nur nach Leistung, sondern nach ihrem gesellschaftlichen Auftrag finanziert.
- Stationäre und ambulante Versorgung werden gemeinsam gedacht, geplant, finanziert und durchgeführt.
- Heilmittelerbringerinnen und -erbringer und gesundheitsnahe Berufe werden finanziell besser abgesichert.
- Es gibt mehr Personal und mehr Zeit für Patientinnen und Patienten statt für Bürokratie.
- Robotik und digitale Anwendungen ersetzen keine menschliche Zuwendung.
- Dem Datenschutz kommt bei Gesundheitsdaten eine herausragende Rolle zu.
- Gesundheitsdaten werden nicht gegen den Willen der Patientinnen und Patienten weitergegeben.
- Patientinnen und Patienten erhalten möglichst barrierefreien und sicheren Zugang zu ihren eigenen Gesundheitsdaten.
- Ärztliche Schweigepflicht und Patientengeheimnis bleiben auch bei digitalisierten Gesundheitsdaten gewahrt.
- Eine Bürgerversicherung bezieht alle Bevölkerungsgruppen einkommensabhängig und unter Einbeziehung aller Einkommensarten in die Finanzierung ein.
- Medizinisch sinnvolle Leistungen mit wissenschaftlich erwiesener Wirksamkeit werden von der Solidargemeinschaft übernommen.
- Für patentgeschützte Medikamente und Impfstoffe etwa gegen Pandemien werden kostengünstige Lizenzen zur weltweiten Versorgung vergeben.
- Kostengünstige Lizenzen für Medikamente und Impfstoffe werden im Zweifel verpflichtend durchgesetzt.
- Cannabis wird zeitnah legalisiert.
- Werbung für Drogen wird untersagt.
- Der Nichtraucherschutz wird gestärkt.
- Patientinnen und Patienten werden bei der Durchsetzung ihrer Rechte unterstützt.
- Patientinnen und Patienten bestimmen bei relevanten Entscheidungen im Gesundheitswesen mit und werden in Gremien eingebunden.
- Versicherte können zwischen unterschiedlichen qualitätsgesicherten Angeboten und Therapien wählen.
- Der Anspruch auf körperangleichende medizinische Maßnahmen wird gesetzlich verankert.
- Die Kosten körperangleichender Maßnahmen werden vom Gesundheitssystem getragen.
- Medizinisch nicht notwendige genitalverändernde Operationen an nicht einwilligungsfähigen intergeschlechtlichen Menschen werden wirksam verboten.
- Sogenannte Konversionstherapien werden wirksam verboten.
- Der Zugang HIV-positiver Menschen zu Medikamenten wird verbessert und medizinischer Fortschritt genutzt.
- Stigmata gegenüber HIV-positiven Menschen werden abgebaut.
- Pflege wird diversitätssensibel gestaltet.
- Einsparungen an Qualität oder Beschäftigten zugunsten hoher Renditen in der Pflege werden unterbunden.
- Pflegende Angehörige erhalten mehr Anerkennung.
- Das Recht auf selbstbestimmtes Leben schließt nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts selbstbestimmtes Sterben frei von Druck ein.
Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft25
- Bezahlte und unbezahlte Arbeit, Einkommen, Bildungszugang, Eigentum und Zeit sollen zwischen den Geschlechtern gerecht verteilt sein.
- Langsamkeit und Schwäche sollen Platz haben und jeder Mensch soll vor schädlichem Leistungsdruck geschützt werden.
- Demokratie braucht starke öffentliche Begegnungsräume.
- Der Übergang in das ökologische Zeitalter soll mit gestärktem sozialem Zusammenhalt und mehr Gemeinwohlorientierung einhergehen.
- Unbezahlt geleistete Arbeit soll anerkannt werden und darf nicht zu Benachteiligung führen.
- Für Sorge- und Reproduktionsarbeit soll ein Rahmen geschaffen werden, der Geschlechtergerechtigkeit auch in der Wirtschaft sicherstellt.
- Alle Kinder sollen einen klaren Rechtsstatus haben.
- Das Recht aller Kinder auf Kenntnis der eigenen Abstammung soll gewahrt werden.
- Geschlechtsspezifische Stereotype und männlich dominierte Machtstrukturen und Arbeitsformen in Digitalunternehmen werden aufgebrochen, damit sich Frauen stärker in der Digitalwirtschaft etablieren.
- Schutz und Arbeit für die offene Gesellschaft sind eine dauernde politische Aufgabe.
- Es braucht Männlichkeitsbilder für eine gleichberechtigte Gesellschaft mit geteilter Macht und Verantwortung.
- Menschen erhalten von klein auf vielfältige Vorbilder, um sich frei entfalten zu können.
- Alle Menschen haben ausschließlich selbst das Recht, ihr Geschlecht zu definieren.
- Das selbst definierte Geschlecht von inter*, trans* und nichtbinären Menschen wird ohne bürokratische oder medizinische Hürden offiziell anerkannt.
- Umfangreiche Daten zu geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt werden erhoben.
- Das Interesse von Kindern ist Leitlinie bei der Ausstattung öffentlicher Räume und Institutionen.
- Überall, wo mit Kindern gearbeitet wird, wird Basiswissen über Kinderrechte, Beteiligung und Schutz vor Kindeswohlgefährdung und sexualisierter Gewalt vorausgesetzt.
- Gesellschaftliches Engagement darf kein Privileg ökonomisch Abgesicherter sein.
- Die Gemeinnützigkeit soll umfassend rechtlich abgesichert werden, auch für politisches Engagement gemeinnütziger Organisationen.
- Diskriminierende Strukturen sollen abgebaut werden, auch im Verhältnis zwischen Staat und Bürgern.
- Rassismuskritische und postmigrantische Organisationen sollen mit ihrer Expertise einbezogen werden.
- Für gleichwertige Arbeit soll gleich bezahlt werden, um Gleichberechtigung im Arbeitsleben zu erreichen.
- Steuer-, Arbeits- und Sozialrecht sollen stärker an ökonomischer Unabhängigkeit ausgerichtet werden.
- Die Voraussetzungen für eine gerechte Verteilung der Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern sollen geschaffen werden.
- Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen und Freunden gelten als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Bildung, Wissenschaft und Forschung38
- Freie Wissenschaft und freie Forschung werden als unverzichtbar für die Zukunft befürwortet.
- Forschung soll besonderen Schutz genießen, auch vor staatlichen Eingriffen.
- Die Unabhängigkeit und Freiheit von Wissenschaft und Forschung sollen geschützt werden.
- Forschende sollen die Freiheit haben, an Entwicklungen nicht weiterzuarbeiten, die gegen ethische Grundprinzipien verstoßen.
- Die Politik soll nach dem Vorsorgeprinzip und gemeinwohlorientiert Leitplanken für die Nutzung von Forschungsergebnissen setzen.
- Die Wissenschaft soll zivil ausgerichtet sein.
- Forschung an Technologien soll durch Forschung zu deren Risiken und Auswirkungen ergänzt werden.
- Die freie Grundlagenforschung soll neben der Anwendungsforschung ausreichend abgesichert werden.
- Methodische Standards und die Überprüfung wissenschaftlicher Ergebnisse sollen der Wissenschaftsgemeinschaft obliegen.
- Forschung soll sich kritisch reflektieren, Machtverhältnisse hinterfragen und vielfältig in Methoden und Theorien sein.
- Studieren soll unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, Lebenslage und sozialer oder geographischer Herkunft möglich sein.
- Das Studium soll diskriminierungsfrei, familien- und gendergerecht sein.
- Hochschulen sollen eine starke Selbstverwaltung mit gleichberechtigter Mitbestimmung aller Statusgruppen haben.
- Alle Hochschulgremien sollen ausgeglichen besetzt werden.
- Europa soll den Raumfahrtsektor stärken.
- Europa soll internationale Wissenschaftskooperationen in der Raumfahrt vorantreiben.
- Europa soll seinen unabhängigen Zugang zum All erhalten.
- Europa soll am Astronautenprogramm festhalten.
- Beim Umgang mit alten und neuen Gentechnikverfahren soll die Forschungsfreiheit gewährleistet und bei der Anwendung Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeschlossen werden.
- Kinderrechte werden in alle Curricula für Jura, Medizin, Erziehungswissenschaften und Polizei aufgenommen.
- Aus- und Weiterbildung sollen inklusiv sein.
- Kitas und Schulen sollen mit entsprechend ausgebildeten Pädagogen und Angeboten Kinder gegen häusliche und sexualisierte Gewalt stärken.
- Das Bildungssystem soll zu ganzheitlichem Denken, nachhaltigem Handeln, Respekt und verantwortungsvollem Entscheiden befähigen.
- Ein für alle zugänglicher internationaler Bildungsaustausch soll die interkulturelle Verständigung fördern.
- Der Staat soll Talente fördern.
- Statt vergleichender Bewertung von Schülern sollen Entwicklungsevaluationen die individuelle Person in den Blick nehmen.
- Der Zugang zu Schulen und Kitas soll kostenfrei sein.
- Schulen erhalten für eine angepasste Pädagogik kleinere Klassen.
- Schulen werden in ihren Veränderungsprozessen professionell unterstützt.
- Bei der Bildungsfinanzierung werden regionale Unterschiede berücksichtigt und Kommunen mit hoher Armutsquote gezielt unterstützt.
- Der Wohnort soll nicht über die Qualität der Bildungsförderung entscheiden.
- Deutschland orientiert sich bei den Bildungsausgaben an der Spitzengruppe im OECD-Vergleich.
- Orte der außerschulischen Weiterbildung gehören zur Daseinsvorsorge und werden zu barrierefreien Knotenpunkten der Erwachsenenbildung.
- Bildungsfinanzierung wird als eltern-, alters- und leistungsunabhängiger Vollzuschuss unabhängig vom Bildungszeitraum gestaltet.
- Prekär Beschäftigten darf der Zugang zu essenzieller Qualifikation nicht verwehrt sein.
- Mobile Mediatheken, Bibliotheken und Labore in strukturschwachen Räumen werden gefördert.
- Der Schülertransport in strukturschwachen Räumen wird gefördert.
- Jeder Mensch hat ein Recht auf Weiterbildung.
Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung15
- Das Leitbild der autogerechten Stadt wird als überholt abgelehnt.
- Fassaden und Dächer sollen begrünt werden.
- Renditen mit Grund und Boden sollen begrenzt werden.
- Grund und Boden sollen verstärkt in öffentliches oder gemeinwohlorientiertes Eigentum überführt werden.
- Vergesellschaftung und Enteignung werden als letzte Möglichkeit befürwortet, wo Bodenmärkte aus dem Ruder geraten.
- Bodenwertsteigerungen sollen gedämpft werden.
- Bei Änderungen des Planungsrechts soll die öffentliche Hand an Wertsteigerungen beteiligt werden.
- Eine gute Baukultur beteiligt Menschen an der Gestaltung ihrer gebauten Umwelt und Kulturlandschaft.
- Das Recht auf Wohnen wird im Grundgesetz verankert.
- Ein soziales Gewerbemietrecht schützt kleine Selbstständige sowie soziale und kulturelle Angebote vor Verdrängung durch steigende Mieten.
- Das Mietrecht wird stark und sozial ausgestaltet und den unterschiedlichen Wohnungsmärkten gerecht.
- Eine Mitbestimmung von Mieterinnen und Mietern wird gesetzlich verankert.
- Gegen Spekulation mit Wohnraum werden Maßnahmen ergriffen.
- Die zunehmende Vermögenskonzentration über den Immobilienmarkt wird bekämpft.
- Wo viele Menschen zuziehen, wird gebaut.
Verkehr und Infrastruktur10
- Für gleichberechtigte Teilhabe braucht es einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr.
- Mobilität soll vollständig barrierefrei gestaltet sein.
- Die Verkehrsträger sollen für ihre jeweiligen Umweltkosten aufkommen.
- Der Bau immer neuer Straßen und Autobahnen wird abgelehnt.
- Der Raum in den Städten wird schrittweise neu aufgeteilt.
- Die Innenstädte sollen künftig autofrei sein.
- Infrastruktur und Betrieb der Bahn sollen getrennt bewirtschaftet werden.
- Europäische Großstädte sollen durch schnelle transnationale Bahnverbindungen vernetzt werden.
- Es soll ein einheitliches europäisches Buchungssystem für die Bahn geben.
- Durch dezentrale Verteilkonzepte sollen die Städte möglichst frei von Lkw werden.
Energie7
- Der Anteil der öffentlichen Hand an künftigen Investitionen in Strom- und Gasleitungen soll erhöht werden.
- Es soll eine vorausschauende Energieaußenpolitik über Europa hinaus geben.
- Eine Rückkehr zur Atomkraft wird abgelehnt.
- Alle Anlagen, die der weiteren Nutzung der Atomkraft im In- und Ausland dienen, sollen stillgelegt werden.
- Anlagen, die Material für den möglichen Bau von Atombomben produzieren, sollen stillgelegt werden.
- Kernfusion kommt zu spät, um in den nächsten Jahrzehnten wesentlich zur Lösung der Klimakrise beizutragen.
- Zwischenlager für Atommüll müssen die höchsten erreichbaren Sicherheitsstandards erfüllen.
Klima, Umwelt und Naturschutz20
- Nachhaltige Entwicklung zielt auch auf ökologische Gerechtigkeit zwischen den Generationen.
- Nachfolgenden Generationen sollen faire Handlungsspielräume und Entscheidungsfreiheiten erhalten bleiben.
- Frauen und marginalisierte Gruppen wie indigene Bevölkerungen sollen ökologische Maßnahmen mitgestalten.
- Nachhaltigkeitspolitik soll mit Geschlechtergerechtigkeit und inklusiver Beteiligung verbunden werden.
- Umwelt- und Klimapolitik gelten als Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit.
- Politische Entscheidungen sollen daran gemessen werden, ob ihre Folgen mit den planetaren Grenzen vereinbar sind.
- Maßstab der Klimapolitik ist der globale Budget-Ansatz für Treibhausgasemissionen.
- Industriestaaten wie Deutschland sollen als historisch größte Verursacher eine Führungsrolle bei der Dekarbonisierung einnehmen.
- Technologische Lösungen, insbesondere großtechnische Eingriffe in das Klimasystem, müssen dem Vorsorgeprinzip folgen und rückholbar sein.
- Negativemissionen gelten nicht als Ersatz für Emissionsreduktionen.
- Die Roten Listen und die planetaren Grenzen sollen Gradmesser politischer Handlungsleitlinien werden.
- Das Vollzugsdefizit im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz soll beendet werden.
- Die Trophäenjagd soll effektiv unterbunden werden.
- Das Stadtklima soll verbessert werden.
- Preispolitik einschließlich CO₂-Preis soll stets mit Maßnahmen für mehr Verteilungsgerechtigkeit kombiniert werden.
- Verursacherinnen und Verursacher ökologischer und sozialer Schäden sollen deren Kosten tragen.
- Der Staat soll unmittelbar an die international vereinbarten Klimaschutz- und Biodiversitätsziele und -verträge gebunden werden.
- Industriestaaten unterstützen ärmere Länder bei Klimaschutz, Klimaanpassung und der Bewältigung von Schäden und Verlusten.
- Durch Klimaschutz, Klimafinanzierung und Klimaanpassung soll verhindert werden, dass Menschen wegen Klimafolgen ihre Heimat verlassen müssen.
- Hauptverursacherstaaten von Treibhausgasen beteiligen sich an einem globalen Ausgleich von Klimaschäden und Verlusten.
Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum9
- Die Abhängigkeit der Landwirtschaft von Weltmärkten, Großkonzernen, Pestiziden und Saatgutpatenten soll beendet werden.
- Patente auf Pflanzen, Tiere und deren genetische Anlagen soll es nicht geben.
- Jeder Mensch hat das Recht auf bezahlbare, gesunde und ausreichende Nahrung.
- In der Lieferkette sollen faire Arbeits- und transparente Produktionsbedingungen herrschen.
- Die Exportorientierung der Landwirtschaft zulasten anderer Regionen soll abgebaut werden.
- Bäuerinnen und Bauern sollen einen Ausweg aus dem System des „Wachse oder Weiche“ erhalten.
- Für Gentechnik sollen Risikoprüfungen auf umfassender wissenschaftlicher Basis erfolgen.
- Eine Regulierung soll die unkontrollierbare Verbreitung gentechnisch veränderter Organismen ausschließen.
- Hoch subventionierte Agrarprodukte, die lokale Märkte in ärmeren Ländern zerstören, sollen nicht exportiert werden.
Digitalisierung, Daten und Technologie21
- Europa soll öffentlich-rechtliche und gemeinnützige Alternativen zu privaten Plattformmonopolen schaffen.
- Es soll einen fairen Umgang mit Wissen und Werken sowie Anreize zur Wissensgenerierung geben.
- Die automatisierte Durchsetzung exklusiver Eigentumsrechte darf die Kommunikationsfreiheiten nicht einschränken.
- Eine offene und demokratische Diskussionskultur soll auch online gewahrt werden.
- Eine zunehmende Militarisierung ziviler digitaler Infrastrukturen soll verhindert werden.
- Einem nur von wirtschaftlichen Interessen dominierten Internet soll entgegengetreten werden.
- Privatsphäre wird als Voraussetzung menschlicher Freiheit gesehen.
- Offenheit soll Leitprinzip des digitalen Wandels sein.
- Übermäßige Datenmacht und Datenmonopole sollen verhindert und aufgebrochen werden.
- Jeder Mensch soll ein Recht auf offenen und schnellen Internetzugang haben.
- Der grenzüberschreitende Online-Austausch soll gewährleistet werden, statt digitale Schranken entlang nationaler Grenzen zu errichten.
- Digitale Räume sollen vor Eingriffen von Unternehmen und staatlichen Stellen besonders geschützt werden.
- Ethisch-normative Prinzipien sollen nur von Menschen aufgestellt werden.
- Automatisierte Entscheidungen sollen von natürlichen oder juristischen Personen verantwortet werden.
- Entscheidungen über Leben und Tod sollen nur von Menschen getroffen werden, nicht von Maschinen und Algorithmen.
- Europa gestaltet zentrale Technologien nach seinen Werten mit.
- Diskursräume, auch digitale Plattformen, sollen transparent, grundrechtskonform und nach rechtsstaatlichen Grundsätzen gestaltet werden.
- Demokratische Willensbildung soll vor Manipulation durch intransparente Social-Media-Kampagnen, Trolle, Bots und staatliche IT-Angriffe geschützt werden.
- Die zuständigen Behörden sollen Digitalkompetenz aufbauen.
- Es soll gesetzliche Transparenzverpflichtungen gegen manipulative Online-Kampagnen geben.
- Es soll klare internationale Übereinkünfte gegen Manipulation demokratischer Willensbildung geben.
Europa, Euro und europäische Institutionen51
- Die europäische Integration soll zu einer Föderalen Europäischen Republik weiterentwickelt werden.
- Das vereinte Europa trägt Mitverantwortung für Frieden weltweit.
- Die EU soll ihren Binnenmarkt nutzen, um weltweit Standards zu setzen und die Transformation voranzubringen.
- Die EU soll über ihre Standards Menschenrechte schützen.
- Die gemeinsame europäische Währung wird als Beitrag zu einem starken Europa befürwortet.
- Die europäische Währungsunion soll vollendet werden.
- Die Währungsunion soll um eine Fiskal- und Sozialunion ergänzt werden.
- Die dafür nötigen Änderungen der EU-Verträge sollen auf den Weg gebracht werden.
- Zentralbanken sollen eigene Standards für digitale Währungen schaffen.
- Eine Aushöhlung des Geld- und Währungsmonopols durch private Währungen im Euroraum wird abgelehnt.
- Die EU soll eine eigene Zuständigkeit für Wirtschafts- und Fiskalpolitik erhalten.
- Die EU soll einen Haushalt erhalten, der groß genug ist, um makroökonomisch zu stabilisieren und in Krisen nationale Haushalte zu unterstützen.
- Der EU-Haushalt soll über eigene Steuereinnahmen und Eigenmittel verfügen.
- Der EU-Haushalt soll sich auch über Kredite finanzieren können.
- Staatsanleihen der EU und ihrer Mitgliedstaaten sollen eine absolut sichere Geldanlage sein.
- Ein Zahlungsausfall von Staatsanleihen der EU und ihrer Mitgliedstaaten soll ausgeschlossen sein.
- Die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank soll bewahrt werden.
- Die EZB soll gleichberechtigt die Ziele Wohlstandsmehrung und hoher Beschäftigungsstand verfolgen.
- Ohne gemeinsame Fiskalpolitik der Eurozone soll die Zentralbank notfalls die Liquidität der Staaten garantieren und Zinsunterschiede begrenzen können.
- Empfehlungen der EU-Kommission bei Handelsungleichgewichten sollen verbindlicher werden und Defizit- wie Überschussländern symmetrische Abbaupflichten auferlegen.
- In einer Föderalen Europäischen Republik sollen gleiche Rechte für alle Bürger über die EU-Grundrechtecharta verbindlich garantiert werden.
- Mittel aus dem EU-Haushalt sollen verstärkt direkt an kommunale und lokale zivilgesellschaftliche Akteure gehen.
- Das Europäische Parlament soll der zentrale Ort aller Entscheidungen der EU sein.
- Europäisches Parlament und Rat sollen in einem Zweikammersystem gleichberechtigt die Gesetzgebung ausüben.
- Der Rat der EU soll als zweite Kammer deutlich transparenter arbeiten.
- Das Europäische Parlament erhält ein eigenes Gesetzesinitiativrecht.
- Das Europäische Parlament kontrolliert alle Politikbereiche der Union und das Budget.
- Die EU-Kommission soll Teil eines parlamentarischen Regierungssystems sein und vom Europäischen Parlament gewählt werden.
- Der EU-Haushalt speist sich auch aus Eigenmitteln und wird vom Europäischen Parlament beschlossen.
- Die EU erhält eigene Steuereinnahmen.
- Der EU-Haushalt soll groß genug sein, um makroökonomisch zu stabilisieren und in schweren Krisen Zuschüsse an nationale Haushalte zu leisten.
- Der Anwendungsbereich der EU-Grundrechtecharta soll auf nationales Recht ausgeweitet werden.
- In Mitgliedstaaten ohne ausreichend unabhängige Justiz und freie Medien sollen EU-Mittel gekürzt oder direkt von der Kommission vergeben werden.
- Eine unabhängige Justiz und faire Gerichtsverfahren sollen in allen EU-Mitgliedstaaten gewährleistet sein.
- Deregulierung, Privatisierung und Kürzungen bei Investitionen und Daseinsvorsorge dürfen keine Bedingungen für Finanzhilfen sein.
- Die Währungsunion soll um eine Sozialunion mit starken gemeinsamen Mindeststandards erweitert werden.
- Soziale Infrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge sollen in der gesamten EU gemeinsam ausgebaut werden.
- Die EU löst ihr Versprechen einer wertebasierten Politik nach innen und außen ein.
- Die EU-Mitgliedstaaten vermeiden es, die Gräben in der EU durch nationale Egoismen zu vergrößern.
- Grundrechtecharta, offene Binnengrenzen und Freizügigkeit in der EU bleiben erhalten und gelten für alle Menschen in der EU.
- Die EU nutzt ihren Binnenmarkt, um die Globalisierung an Menschenrechten, Gemeinwohl und Nachhaltigkeit orientiert zu regulieren.
- Gemeinsame Organisationsformen wie europäische Vereine und gemeinnützige Organisationen werden ermöglicht.
- Mitgliedstaaten können im Rahmen verstärkter Zusammenarbeit in der EU vorangehen, wenn andere blockieren.
- Bei verstärkter Zusammenarbeit wird sichergestellt, dass die EU als Ganzes nicht gefährdet wird und alle Mitgliedstaaten sich jederzeit anschließen können.
- Die EU wird weltpolitikfähig, um das internationale Umfeld im Sinne universeller Werte mitzugestalten.
- Die EU hält das Beitrittsversprechen gegenüber Beitrittskandidaten ein und begleitet deren Reformprozess.
- Die Europäische Zentralbank berücksichtigt die Auswirkungen ihrer Politik auf ärmere Länder und stabilisiert Wechselkurse.
- Der Euro soll zu einer globalen Leitwährung werden.
- Die EU erhält eine gemeinsame Fiskalpolitik.
- Die EU gibt gemeinsame Anleihen aus, abgesichert durch eigene Steuerquellen.
- Die EU schafft eigene Zahlungssysteme und digitales Zentralbankgeld.
Außenpolitik, Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit132
- Menschen, die besonders stark von Umweltzerstörung betroffen sind, sollen unterstützt werden.
- Das Weltwirtschaftssystem soll sozial-ökologisch werden, nach demokratischen Regeln organisiert sein und auf gleichberechtigter Kooperation beruhen.
- Mädchen, Frauen sowie trans* und inter* Menschen, die weltweit für ihr Selbstbestimmungsrecht eintreten, werden unterstützt.
- Internationale Solidarität von Demokratinnen und Demokraten gegen autoritäre Herrschaft und Unterdrückung soll Demokratie weltweit stärken.
- Politik setzt auf Mittel, die dem Geist der Kooperation in globaler Verantwortung entsprechen.
- Die verbrieften Menschenrechte sind weder gegenüber machtpolitischen oder wirtschaftlichen Interessen noch gegenüber kulturellem Relativismus verhandelbar.
- Die internationale Gemeinschaft soll im Rahmen der Vereinten Nationen gegen schwerste Menschenrechtsverletzungen und Völkermord vorgehen.
- Abrüstung und die Stärke des Rechts gelten als Weg zur Bewältigung globaler Herausforderungen.
- Durch eine Politik der Gewaltfreiheit soll mittel- und langfristig die Institution des Krieges überwunden werden.
- Mädchen, Frauen und andere marginalisierte Gruppen sollen international aktiv unterstützt und gestärkt werden.
- Die europäischen Werte wie Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenwürde sollen auch die EU-Außen- und Nachbarschaftspolitik leiten.
- Angestrebt wird eine weltweite Ordnung mit internationalen Institutionen.
- Partnerländer sollen beim Aufbau von Strukturen für ihre eigene Energiewende und für Energieexporte unterstützt werden.
- Der Weltraum soll ausschließlich friedlich und zum Wohl der Menschheit erkundet und genutzt werden.
- Ein neuer internationaler Rechtsrahmen für den Weltraum soll auch private Akteure klarer regulieren.
- Digitales Aufrüsten und die Militarisierung ziviler Infrastrukturen werden durch entschlossenes internationales Vorgehen verhindert.
- Existenz und Sicherheit Israels als nationale Heimstätte des jüdischen Volkes mit gleichen Rechten für alle Bürgerinnen und Bürger sind unverhandelbar.
- Für Frieden und Sicherheit wird eine Zweistaatenregelung mit einem souveränen, lebensfähigen und demokratischen Staat Palästina angestrebt.
- Weiteren Verpflichtungen gegenüber Ländern, die unter deutscher Besatzung gelitten haben, wird nachgekommen.
- Die Weltgesundheitsorganisation wird gestärkt.
- Eine an Frieden und Menschenrechten orientierte Politik setzt auf Bündnisse aller, die an Kooperation und die Stärke des Rechts in den internationalen Beziehungen glauben.
- Multilaterale Zusammenarbeit in internationalen Organisationen gilt als beste Form globaler Politik.
- Angestrebt wird eine internationale Ordnung auf Grundlage gerechter Ressourcenverteilung und verbindlicher Regeln, die Konflikte verhindert oder gewaltfrei löst.
- Die Vereinten Nationen werden mit dem Ziel einer Weltinnenpolitik gestärkt.
- Die Vereinten Nationen und Regionalorganisationen werden gestärkt.
- Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik dient als Brücke zu den Zivilgesellschaften der Welt.
- Die EU nutzt ihre Soft Power, um die internationale Politik mitzugestalten.
- Die außenpolitischen Leitlinien der Mitgliedstaaten werden in einer gemeinsamen außenpolitischen Strategie der EU gebündelt.
- Die Kooperationen der EU mit Staaten in Nordafrika und dem Nahen Osten werden zur Stärkung von Demokratie und Menschenrechten ausgebaut.
- OSZE und Europarat gelten als wichtige Plattformen einer multilateralen Weltordnung.
- Deutschland und die EU verstärken ihr finanzielles, personelles und diplomatisches Engagement in den Vereinten Nationen.
- Die Partnerschaften der EU mit der Afrikanischen Union und ASEAN werden intensiviert.
- Die Afrikanische Union wird beim Kapazitätsaufbau gestärkt und ihr Anspruch auf Selbstvertretung in internationalen Foren unterstützt.
- Der Sicherheitsrat und andere Organe der Vereinten Nationen werden reformiert.
- Die Regionen werden im UN-Sicherheitsrat gerechter repräsentiert.
- Das Vetorecht im UN-Sicherheitsrat wird langfristig abgeschafft.
- Ein Veto im Sicherheitsrat bei schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit muss begründet und mit einem Alternativvorschlag versehen werden.
- Bei anhaltender Blockade des Sicherheitsrats entscheidet die UN-Generalversammlung mit qualifizierter Mehrheit über friedenserzwingende Maßnahmen.
- Die Weltgesundheitsorganisation wird politisch, finanziell und personell gestärkt.
- Die WHO erhält deutlich höhere staatliche Beiträge und ein starkes Mandat.
- Bei dauerhafter Blockade multilateraler Prozesse gehen Vorreiter mit offenen, innovativen Konzepten voran.
- Partnerschaften mit Demokratien und Demokratinnen und Demokraten weltweit stützen das Völkerrecht.
- Informelle Formate dürfen keine Machtinstrumente gegenüber Nichtbeteiligten sein.
- Die G20 öffnen sich für andere Akteure.
- Die Beratungen der G20 werden langfristig in den Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen überführt.
- Die transatlantische Partnerschaft wird erneuert, europäisch gefasst, multilateral orientiert und an gemeinsamen Werten ausgerichtet.
- Die transatlantische Zusammenarbeit bezieht staatliche und zivilgesellschaftliche Organisationen ein.
- Mit Russland und China wird zur Lösung globaler Herausforderungen kooperiert, jedoch nicht zulasten von Drittstaaten oder Menschenrechten.
- Im Dialog mit globaler Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft werden Bündnispartner für sozial-ökologische Modernisierung und Menschenrechte gesucht.
- Die Politik und nicht transnationale Konzerne bestimmen die internationalen Regeln der Weltwirtschaft.
- Sicherheitspolitik geht nicht von nationalen Grenzen, sondern vom einzelnen Menschen aus.
- Zivile Krisenprävention, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Klimaschutz und internationales Recht bilden die Grundlage der Friedens- und Sicherheitspolitik.
- Das Vorsorgeprinzip wird konsequent auf alle Politikfelder der Friedenssicherung angewandt.
- Friedenspolitisches Handeln berücksichtigt die Interessen und Bedrohungswahrnehmungen der jeweils anderen Seite.
- Vertrauen wird durch Abbau von Feindbildern und gezielte Entspannungspolitik aufgebaut.
- Zivile Krisenprävention und politische Konfliktbearbeitung werden stärker institutionell verankert.
- Für zivile Krisenprävention werden Analysekapazitäten, Regionalkompetenz, Wirkungsforschung und sofort verfügbares Personal und Material bereitgestellt.
- Zivile Krisenprävention hat Vorrang vor militärischer Gewalt und wird entsprechend institutionell, finanziell und personell ausgestattet.
- Die Krisenprävention wird schneller und besser, besonders wo sich Krisen häufen.
- VN-geführte Friedenseinsätze werden gestärkt, auch durch größere europäische Beteiligung an Blauhelmeinsätzen.
- Die EU versteht sich als Friedensmacht mit Primat des Zivilen.
- Außen- und Sicherheitspolitik wird feministisch ausgerichtet.
- Frauen werden in internationaler Politik, diplomatischen Verhandlungen und sicherheitspolitischen Gremien gleichberechtigt vertreten und beteiligt.
- Feministische Außenpolitik folgt dem Leitbild der menschlichen Sicherheit.
- Die migrantische Perspektive wird in außen- und sicherheitspolitische Entscheidungen einbezogen.
- Klimapolitik ist zentraler Bestandteil der Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik.
- Auf Ebene der Vereinten Nationen und der EU wird ein Rahmenwerk zur Vermeidung von Klima- und Umweltkonflikten geschaffen, das besonders betroffene Staaten schützt und unterstützt.
- Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung von Waffen bleiben Pfeiler der Friedenspolitik.
- Alle Länder, insbesondere China, werden in Abrüstung und Rüstungskontrolle einbezogen.
- Ein strenges Regelwerk zur Abrüstung und zum Verbot chemischer, biologischer und nuklearer Massenvernichtungswaffen wird geschaffen.
- Deutschland tritt dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag bei.
- Der nukleare Nichtverbreitungsvertrag wird gestärkt.
- Gemeinsam mit internationalen Partnern wird auf ein atomwaffenfreies Europa hingearbeitet.
- Deutschland wird frei von Atomwaffen, die nukleare Teilhabe endet zügig.
- Angestrebt wird eine atomwaffenfreie Welt.
- EU-Mitgliedstaaten, die gegen verbindliche Rüstungsexportkriterien verstoßen, werden sanktioniert.
- Der Einsatz von Sicherheitsfirmen in internationalen Konflikten wird streng reguliert.
- Private Militärfirmen werden verboten.
- Kooperationen mit dem Sicherheitssektor anderer Staaten werden an demokratische, rechtsstaatliche und menschenrechtliche Kriterien geknüpft.
- Autonomie in Waffensystemen wird international verbindlich reguliert.
- Autonome Waffensysteme, die gegen ethische und völkerrechtliche Grundsätze verstoßen, werden geächtet und verboten.
- Digitale Angriffs- und Spionagesoftware wird international verbindlich reguliert und bei Verstößen gegen Völkerrecht verboten.
- Verbindliche Regeln verhindern eine Militarisierung des Weltraums.
- Gegen Angriffe über das Internet wird ein internationales Vertragswerk geschaffen.
- Auf Konflikte wird frühzeitig eingewirkt, damit sie nicht zu bewaffneten Auseinandersetzungen eskalieren.
- Die Staatengemeinschaft baut ihre Instrumente für Prävention, Krisenreaktion und Wiederaufbau aus.
- Die Straflosigkeit von Menschenrechtsverbrechen wird bekämpft.
- Militärische Gewalt kommt nur als äußerstes Mittel in Betracht, wenn Alternativen wie Sanktionen oder Embargos aussichtslos sind.
- Militäreinsätze erhalten einen klaren und erfüllbaren Auftrag, ausgewogene zivile und militärische Fähigkeiten und unabhängige Evaluierungen.
- Auslandseinsätze der Bundeswehr erfolgen nur in Systemen kollektiver Sicherheit und nicht in Koalitionen der Willigen.
- Eingriffe in die Souveränität eines Staates erfordern ein Mandat der Vereinten Nationen.
- Das Parlament nimmt eine Fürsorgepflicht gegenüber aktiven und ehemaligen Soldatinnen, Soldaten und Zivilbeschäftigten wahr.
- Auftrag und Aufgaben der Bundeswehr orientieren sich an den realen strategischen Herausforderungen für Sicherheit und Friedenssicherung.
- Deutschland und seine Bündnispartner sollen sich gegenseitig aufeinander verlassen können.
- Informationen über alle Einsatzoperationen werden den Verbündeten vollständig zugänglich gemacht.
- Direkte Einsätze im Rahmen der Vereinten Nationen haben Vorrang vor Kriseneinsätzen von EU und NATO.
- Die Bundeswehr bildet die Vielfalt der Gesellschaft ab.
- Ein bewaffneter Einsatz der Bundeswehr im Inneren wird abgelehnt.
- Die EU übernimmt gemeinsam mit internationalen Partnern Verantwortung für ihre eigene Sicherheit und Verteidigung.
- Es wird eine parlamentarisch kontrollierte europäische Sicherheitsunion geschaffen.
- Statt nationaler militärischer Parallelstrukturen wird die Zusammenarbeit der Streitkräfte in der EU ausgebaut.
- Militärische Fähigkeiten in der EU werden gebündelt und anerkannte Fähigkeitslücken geschlossen.
- EU-Einheiten werden ausgebaut und die gemeinsame EU-Kommandostruktur gestärkt.
- Die gemeinsame Analysefähigkeit der EU und der Europäische Auswärtige Dienst werden gestärkt.
- Die NATO bleibt neben der EU unverzichtbar für die gemeinsame Sicherheit Europas.
- Die NATO wird strategisch neu ausgerichtet.
- Die militärische Zusammenarbeit innerhalb der EU und mit europäischen NATO-Partnern wie Großbritannien und Norwegen wird verstärkt.
- Europarat und OSZE werden gestärkt und zu einem effektiven System kollektiver Sicherheit in ganz Europa weiterentwickelt.
- Das Recht auf Entwicklung gilt weltweit.
- Entwicklungspolitik wird nicht einseitigen migrations-, wirtschafts- oder sicherheitspolitischen Interessen untergeordnet.
- Internationale Zusammenarbeit beruht auf rechtebasierter Kooperation und Partnerschaft und zielt auf globale Gerechtigkeit.
- Die internationale Zusammenarbeit wird postkolonial und antirassistisch ausgerichtet.
- Die Ausbeutung von Mensch und Natur wird durch ein faires und nachhaltiges Wohlstandsmodell überwunden.
- Die globale Finanzierungsarchitektur stellt nachhaltige, auf lokale Bedürfnisse ausgerichtete Investitionen in ärmeren Ländern bereit.
- Internationale Finanzierungszusagen werden verbindlich eingehalten.
- In der Entwicklungsfinanzierung wird die Förderung der Geschlechtergerechtigkeit berücksichtigt.
- Direkthilfen an Menschen über Social-Cash-Transfer werden in der Entwicklungszusammenarbeit strukturell verankert.
- Die nationalen Entwicklungspolitiken der EU-Mitgliedstaaten werden mittelfristig vergemeinschaftet.
- Eine gemeinsame europäische Entwicklungspolitik wird Kern des gemeinsamen europäischen Handelns.
- Die Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft werden global verteidigt und ihre Selbstorganisation, besonders von Frauen, Indigenen und marginalisierten Gruppen, gestärkt.
- Für die globale Zivilgesellschaft werden sichere und offene digitale Werkzeuge und Räume geschaffen.
- Eine Untergrabung des Multilateralismus durch Großmachtpolitik wird abgelehnt.
- Ärmere Länder sollen souverän entscheiden, welche Wirtschaftsbereiche sie öffnen oder schützen.
- Langfristig werden eine weltweite Kooperation der Zentralbanken sowie eine Stärkung und Demokratisierung des Internationalen Währungsfonds angestrebt.
- Die internationale Gemeinschaft schafft regelbasierte Staateninsolvenzverfahren mit Schuldenerlassen, Zahlungsaufschüben oder Schuldenschnitten.
- Staateninsolvenzverfahren sollen alle Schulden umfassen können, die nicht in eigener Währung bestehen.
- Internationale Finanzhilfen werden nicht an den Abbau der Daseinsvorsorge geknüpft.
- Die humanitäre Versorgung Geflüchteter außerhalb der EU wird durch Kooperation und Solidarität mit Nachbarstaaten und Aufnahmeländern unterstützt.
- Kooperationen mit Drittstaaten dürfen nicht zu Menschenrechtsverletzungen führen.
- Die Bekämpfung von Fluchtursachen richtet sich gegen die Gründe für Flucht, nicht gegen Geflüchtete.
- Europäische Politik richtet sich darauf aus, globale Gerechtigkeit zu stärken.
- Ziel ist eine Welt, in der Menschen nicht zur Flucht gezwungen werden.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung25
- Für gleichberechtigte Teilhabe braucht es Bibliotheken und Theater.
- Demokratie braucht starke und freie Medien.
- Eine Zusammenarbeit mit öffentlichen Stellen setzt die uneingeschränkte Anerkennung der verfassungsmäßigen Ordnung und die Unabhängigkeit von autokratischen Regimen voraus.
- Grundrechtliche Normen und Werte können durch keine Religion relativiert werden, auch nicht in Fragen der Geschlechtergerechtigkeit und bei LSBTIQ*.
- Konfessionsfreie werden nicht deshalb benachteiligt, weil sie weltanschaulich meist nicht organisiert sind.
- Der säkulare Staat richtet sich am Neutralitätsprinzip aus und ist organisatorisch grundsätzlich von den Kirchen getrennt.
- Das Staatskirchenrecht wird zu einem pluralen Religionsverfassungsrecht weiterentwickelt.
- Der Islam gehört zu Deutschland.
- Die Erinnerung an den Holocaust an Menschen mit Romani-Hintergrund ist gemeinsame Verantwortung.
- Die Verbrechen an Menschen mit Behinderung in der deutschen Geschichte werden weiter aufgearbeitet.
- Die Verfolgung und Diskriminierung von LSBTIQ* in der deutschen Vergangenheit wird vollständig aufgearbeitet.
- Freie Kultur und Kunst gehören zur Daseinsvorsorge.
- Kultur geht sorgsam mit Ressourcen um.
- Kulturschaffende erhalten eine verlässliche und angemessene soziale Absicherung.
- Die freie Szene erhält professionelle Rahmenbedingungen unabhängig von privater und unternehmerischer Unterstützung.
- In öffentlich geförderten Kultureinrichtungen wird die Gleichstellung der Geschlechter verwirklicht.
- Mit dem Holocaust-Gedenken betraute Einrichtungen richten ihren Bildungsauftrag zeitgemäß, wirksam und kohärent aus.
- Raubkunst wird an die Eigentümerinnen und Eigentümer und ihre Erben zurückgegeben.
- Die SED-Diktatur wird lebendig erinnert und weiter aufgearbeitet.
- Erinnerungsstätten und Opferberatungen erhalten eine auskömmliche Finanzierung.
- Der Zugang zu den Stasi-Akten bleibt für Betroffene, Publizistik und Forschung gewährleistet.
- Die Erinnerungskultur ist offen für die vielstimmigen Geschichten und historischen Erfahrungen der Menschen in der Einwanderungsgesellschaft.
- Sammlungsobjekte und Kulturgüter aus kolonialen Kontexten werden an die Herkunftsgesellschaften zurückgegeben.
- Kultureinrichtungen und der öffentliche Raum werden dekolonisiert.
- Die Auswirkungen des Kolonialismus werden anerkannt, aufgearbeitet und behoben.
Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung5
- Der Föderalismus gilt als Lehre aus der Geschichte und als Schutz vor zentralstaatlichen Übergriffen auf Bürgerrechte.
- Güter und Dienstleistungen von allgemeinem Interesse sowie die kommunale Daseinsvorsorge sollen in öffentlicher Hand bleiben und vom Wettbewerb ausgenommen sein.
- Eine neue Gemeinschaftsaufgabe „Regionale Daseinsvorsorge“ wird geschaffen.
- Starke regionale Zentren mit breitem Angebot an öffentlichen und kulturellen Dienstleistungen werden als Ankerpunkte geschaffen.
- Bei der Ansiedlung von Bildungseinrichtungen sowie Landes- und Bundesbehörden werden dünn besiedelte Regionen besonders berücksichtigt.
„Nicht gefunden“ heißt nicht, dass es zu dem Thema keine Forderung gibt. Wie das entsteht
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der Reihenfolge unseres Katalogs; „Ohne Politikfeld“ steht hier am Anfang.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Programms, also nach Seitenzahl.