Forderungen zu Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum
Bundestagswahl 27.09.1998 · Original
Das Programm enthält 33 von 1.432 Forderungen zu „Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum“.
- 33Forderungen zum Politikfeld
- 2 %des Programms
- 157Seiten im Original
- 1998Wahljahr
Keine Treffer.
Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum 33
Eine Wende zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft ist überfällig.
Wortlaut im Programm
Der Verlust von Arbeitsplätzen, sinkende Einkommen, Massentierhaltung, Lebensmittelskandale und ein undurchdringlicher Subventionsdschungel machen deutlich: Die Wende zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft ist überfällig. Link zum Original
Die massenhafte Rohstoffproduktion der Intensivlandwirtschaft wird durch umweltgerechte, verbrauchernahe Qualitätserzeugung ersetzt.
Wortlaut im Programm
Die massenhafte Rohstoffproduktion aus Intensivlandwirtschaft muß durch eine umweltgerechte, verbrauchernahe Qualitätserzeugung ersetzt werden. Link zum Original
Ein sozial-ökologisches Agrarprogramm unterstützt die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in umweltfreundlicher Landwirtschaft, ökologischem Landbau und artgerechter Tierhaltung.
Wortlaut im Programm
Durch den erhöhten Arbeitsbedarf bei umweltfreundlichen Produktionsverfahren, im ökologischen Landbau und bei der artgerechten Tierhaltung können Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden. Durch ein sozialökologisches Agrarprogramm werden wir diese Entwicklung unterstützen. Link zum Original
Hochwertige Lebensmittel lassen sich in ausreichender Menge ohne den heutigen Einsatz von Pestiziden, Mineraldünger, importierten Futtermitteln und Gentechnik erzeugen.
Wortlaut im Programm
Ausreichende Mengen an hochwertigen Lebensmitteln lassen sich auch ohne den heutigen Einsatz von Pestiziden, Mineraldüngern, importierten Futtermitteln und Gentechnik erzeugen. Link zum Original
Regionale Vermarktungs- und Verarbeitungskonzepte werden als Mittel zur Verkehrsvermeidung und Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe befürwortet.
Wortlaut im Programm
Regionale Vermarktungs- und Verarbeitungskonzepte vermeiden Verkehr und stärken regionale Wirtschaftskreisläufe. Link zum Original
Artgerechte und bodengebundene Tierhaltung gilt als untrennbarer Bestandteil umweltfreundlicher Landwirtschaft.
Wortlaut im Programm
Artgerechte und bodengebundene Tierhaltung ist aus ökologischen und ethischen Gründen untrennbarer Bestandteil einer umweltfreundlichen Landwirtschaft. Link zum Original
Eindeutige Kennzeichnungsregeln für Lebensmittel verbessern Transparenz und Sicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher.
Wortlaut im Programm
Durch eindeutige K ennzeichnungsregelungen bei Lebensmitteln wollen wir Transparenz und Sicherheit für die VerbraucherInnen verbessern. Link zum Original
Der ökologische Landbau wird besonders gefördert.
Wortlaut im Programm
Der ökologische Landbau wird diesen Zielen am besten gerecht und besonders gefördert, doch wir unterstützen jeden Schritt in Richtung ein es verbesserten Umwelt-, V erbraucherInnen- und Tierschutzes in der Landwirtschaft. Link zum Original
Umweltgerechte Produktionsmethoden und sozialverträgliche Arbeitsverhältnisse in der Landwirtschaft werden in Europa und weltweit durchgesetzt.
Wortlaut im Programm
Umweltgerechte Produktionsmethoden und sozialverträgliche Arbeitsverhältnisse müssen in Europa und weltweit durchgesetzt werden. Link zum Original
Die Weltmarktorientierung der Agrarpolitik wird durch eine stärkere Ausrichtung auf den europäischen Binnenmarkt abgelöst.
Wortlaut im Programm
Ziel bündnisgrüner Agrarpolitik ist es, die gegenwärtige Weltmarktorientierung durch mehr europäischen Binnenmarkt abzulösen. Link zum Original
Die Preise für Agrarprodukte spiegeln die ökonomischen und ökologischen Kosten wider.
Wortlaut im Programm
Die Preise für Agrarprodukte müssen ökonomisch und ökologisch die Wahrheit sagen. Link zum Original
Landwirte erzielen ihr Einkommen vorrangig aus dem Verkauf ihrer Produkte statt aus staatlichen Transferzahlungen.
Wortlaut im Programm
Die Landwirte sollen ihr Einkommen in erster Linie aus dem Verkauf ihrer Produkte statt aus staatlichen Transferzahlungen erzielen können. Link zum Original
Die Agrarsubventionen werden vereinfacht und gelichtet.
Wortlaut im Programm
Der gegenwärtige Subventionsdschungel ist zu lichten. Link zum Original
Agrarfördermittel werden an klare ökologische, beschäftigungswirksame und regionalwirtschaftliche Bedingungen geknüpft.
Wortlaut im Programm
Fördermittelzahlungen an die Landwirtschaft sind an klare ökologische, beschäftigungswirksame und regionalwirtschaftliche Bedingungen zu knüpfen. Link zum Original
Ein erheblicher Teil der Subventionen für Lagerhaltung und der Exportsubventionen im Agrarbereich wird eingespart.
Wortlaut im Programm
Ein erheblicher Teil der Subventionen für Lagerhaltung und Exportsubventionen wollen wir einsparen und in osteuropäischen Ländern für die Unterstützung demokratischer Entwicklungen und soziale, wirtschaftliche und ökologischen Reformen einsetzen. Link zum Original
Gentechnik in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelproduktion wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen die Gentechnologie in der Landwirtschaft und bei der Lebensmittelproduktion ab. Link zum Original
Die Novel-Food-Verordnung der EU wird als Instrument zur Vermarktung gentechnischer Produkte statt zum Verbraucherschutz abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Die Novel-Food-Verordnung der Europäischen Union dient allein der Vermarktung gentechnischer Produkte und nicht dem Verbraucher- Innenschutz. Link zum Original
Es gilt eine über die Novel-Food-Verordnung hinausgehende Kennzeichnungspflicht für gentechnisch hergestellte Lebensmittel, vor allem für Enzyme und Zusatzstoffe.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern eine über die Novel-Food-Verordnung hinausgehende erweiterte Kennzeichnungspflicht (v.a. für Enzyme und andere Zusatzstoffe). Link zum Original
Bis zum Ausstieg aus der Gentechnik gelten ökologische und gesundheitliche Mindeststandards.
Wortlaut im Programm
Solange der Ausstieg aus der Gentechnik nicht vollzogen ist, müssen wenigstens ökologische und gesundheitliche Mindeststandards gewahrt werden. Link zum Original
Alle gentechnisch veränderten Lebensmittel und Zusatzstoffe werden in einem einheitlichen Verfahren auf Bedarf und Produktsicherheit geprüft.
Wortlaut im Programm
Alle genmanipulierten Lebensmittel und Zusatzstoffe müssen nach einem einheitlichen Verfahren auf ihren Bedarf und ihre Produktsicherheit geprüft werden. Link zum Original
Lebensmittel dürfen kein Risiko für Mensch und Umwelt darstellen.
Wortlaut im Programm
Lebensmittel müssen sicher sein und dürfen kein Risiko für Mensch und Umwelt darstellen. Link zum Original
Die Kriterien der BVVG für die Privatisierung ehemals volkseigener Flächen werden grundlegend geändert.
Wortlaut im Programm
Die Kriterien für die Privatisierung ehemals volkseigener Flächen durch die Treuhandnachfolgerin BVVG müssen grundlegend geändert und transparent gemacht werden. Link zum Original
Landwirtschaftliche Flächen werden so veräußert, dass die Ergebnisse der Bodenreform nicht rückgängig gemacht werden.
Wortlaut im Programm
Landwirtschaftlich nutzbare Flächen sind entsprechend dem Einigungsvertrag und den Urteilen des Bundesverfassungsgerichtes so zu veräußern, daß die Ergebnisse der Bodenreform nicht rückgängig gemacht werden. Link zum Original
Ostdeutsche Bauern erhalten gleichberechtigt die Chance, bislang bewirtschaftetes Land zu vertretbaren Bedingungen zu erwerben.
Wortlaut im Programm
Ostdeutsche Bauern müssen gleichberechtigt eine Chance erhalten, zu vertretbaren Bedingungen von ihn en bislang bewirtschaftetes Land erwerben zu können. Link zum Original
Tiere werden in allen Bereichen artgemäß gehalten.
Wortlaut im Programm
Wir brauchen eine artgemäße Tierhaltung in allen Bereichen. Link zum Original
Industrielle Intensivtierhaltung wie Käfighaltung von Legehennen, Geflügelmast und Engaufstallung auf Spaltenböden wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Die industrielle Intensivtierhaltung wie z.B. die Käfighaltung von Legehennen, die Geflügelmast und die Engaufstallung von Schweinen und Rindern auf Spaltenböden sowie die qualvollen Tiertransporte von fast unbegrenzter Dauer sind nicht vertretbar. Link zum Original
Tiertransporte von fast unbegrenzter Dauer werden abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Die industrielle Intensivtierhaltung wie z.B. die Käfighaltung von Legehennen, die Geflügelmast und die Engaufstallung von Schweinen und Rindern auf Spaltenböden sowie die qualvollen Tiertransporte von fast unbegrenzter Dauer sind nicht vertretbar. Link zum Original
Subventionen für den Export lebender Tiere werden gestrichen.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für die Streichung von Subventionen für den Export von lebenden Tieren sowie die Abschaffung der Tötungsprämie für neugeborene Kälber ein. Link zum Original
Die Tötungsprämie für neugeborene Kälber wird abgeschafft.
Wortlaut im Programm
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für die Streichung von Subventionen für den Export von lebenden Tieren sowie die Abschaffung der Tötungsprämie für neugeborene Kälber ein. Link zum Original
Ausgaben für eine verfehlte Landwirtschaftspolitik werden eingespart.
Wortlaut im Programm
● unsinnige Subventionen für einzelne Branchen (z.B. Steinkohle) sowie für eine verfehlte Landwirtschaftspolitik, Link zum Original
Die Agrarsubventionen werden drastisch reduziert.
Wortlaut im Programm
● eine Reform der gesamten Förderpolitik – einschließlich einer drastischen Reduzierung der Agrarsubventionen. Link zum Original
Die EU-Agrarpolitik wird grundlegend reformiert.
Wortlaut im Programm
Eine grundlegende Reform der Agrar- und Strukturpolitik so- wie der Finanzverfassung ist unerläßlich, weil nur sie den Weg zu einem ökologischen Umbau und einem solidarischen Interessenausgleich eröffnet und eine Erweiterung der EU ohne sie nicht möglich ist. Link zum Original
Subventionierte europäische Agrarexporte dürfen den Aufbau der Landwirtschaft in afrikanischen Staaten nicht länger unterlaufen.
Wortlaut im Programm
Zum Beispiel darf der Aufbau der Landwirtschaft in afrikanischen Staaten nicht länger durch subventionierte europäische A grarexporte unterlaufen werden. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.