Kultur, Medien, Religion und Erinnerung in Hessen
Im Politikfeld „Kultur, Medien, Religion und Erinnerung“ stehen in den Programmen der Parteien im Landtag Hessen zur Wahl 2023 zusammen 521 Forderungen. 30 Forderungen stellen mehrere Parteien gleich oder ähnlich.
- 521Forderungen in Hessen
- 5Parteien mit Forderungen
- 5 von 5Programmen ausgewertet
- 08.10.2023Landtagswahl
Was mehrere Parteien gleich oder ähnlich fordern
Hier stehen nur Forderungen, die Parteien mit zusammen mehr als der Hälfte der 133 Sitze gleich oder ähnlich stellen, in diesem Politikfeld 30. Zu jeder steht, wie viele Sitze diese Parteien zusammen haben; die Parteien erscheinen beim Aufklappen. Alle 59 Forderungen, die zwei oder mehr Parteien gleich oder ähnlich stellen, auch ohne Mehrheit.
Die Musikschulen in Hessen werden stärker mit Landesmitteln unterstützt. 105 von 133 Sitzen
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre erhalten in Begleitung eines Erziehungsberechtigten kostenlosen Eintritt in Museen, Burgen, Schlösser und Kulturdenkmäler. 103 von 133 Sitzen
Der mit der Filmgesellschaft eingeschlagene Weg des Ausbaus der Filmförderung wird konsequent fortgesetzt. 97 von 133 Sitzen
Die vielseitige und unabhängige Medienlandschaft aus öffentlich-rechtlichem Rundfunk, privaten, lokalen und landesweiten Anbietern, Zeitungen, Verlagen, Bürgermedien und Internetangeboten wird erhalten, gefördert und zukunftsfähig gemacht. 97 von 133 Sitzen
Die Landkulturperlen werden mit Förderung von Mikroprojekten und Vernetzung mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern hessenweit ausgebaut. 97 von 133 Sitzen
Das Christentum gilt als wertvoller Bestandteil der Gesellschaft und als Fundament der Kultur in Europa und Deutschland. 88 von 133 Sitzen
Bestehende Gedenkstätten werden zur Förderung der Erinnerungskultur unterstützt. 83 von 133 Sitzen
Dritte Programme wie der Hessische Rundfunk konzentrieren sich deutlicher auf ihren regionalen Auftrag und schärfen diesen Markenkern. 83 von 133 Sitzen
Die Kulturförderung wird entbürokratisiert. 82 von 133 Sitzen
Die documenta in Kassel soll eine der größten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst weltweit bleiben. 82 von 133 Sitzen
Die Aufarbeitung der Vorgänge der letzten Ausgabe wird weiter intensiv unterstützt. 82 von 133 Sitzen
Gendergerechte Sprachvorgaben und politisch korrekte Sprache werden abgelehnt. 80 von 133 Sitzen
Geschlechtergerechte Sprache wird in allen Behörden und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sofort abgeschafft. 80 von 133 Sitzen
Die öffentlich-rechtliche Berichterstattung ist frei von politischen und ideologischen Einflüssen. 80 von 133 Sitzen
Die Kooperation zwischen Staat und Religionsgemeinschaften wird auf Basis des Religionsverfassungsrechts weiterentwickelt. 75 von 133 Sitzen
Große Kulturinstitutionen wie Theater, Konzerthäuser, Museen und Kunsthochschulen werden gestärkt. 75 von 133 Sitzen
Die Finanzierung der Staatstheater wird weiterhin sichergestellt. 75 von 133 Sitzen
Die freie Theaterszene wird von Landesseite unterstützt. 75 von 133 Sitzen
Die Festivalförderung wird gestärkt. 74 von 133 Sitzen
Der Hessische Rundfunk wird darin unterstützt, mit dem Wandel der audiovisuellen Medien Schritt zu halten und seinen Programmauftrag umfassend zu erfüllen. 74 von 133 Sitzen
Kulturbusse bringen junge Menschen in die Zentren und tragen Angebote der Kulturinstitutionen in den ländlichen Raum. 74 von 133 Sitzen
Gebäude sollen für das Dorfbild erhalten bleiben. 74 von 133 Sitzen
Kinos im ländlichen Raum werden gefördert. 74 von 133 Sitzen
Die Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen soll in einem fairen Prozess zwischen Kirchen, Land und Bund gestaltet werden. 74 von 133 Sitzen
Orientiert an den aufgezeigten Themenfeldern wird an einer attraktiven, breit aufgestellten und krisenfesten Kulturszene gearbeitet. 74 von 133 Sitzen
Die Vermittlungsarbeit der Landesmuseen für Kinder und Jugendliche wird gestärkt. 74 von 133 Sitzen
Für antisemitische und diskriminierende Inhalte gibt es keinen Raum. 74 von 133 Sitzen
Das Kulturbauprogramm Herkules muss in den kommenden Jahren seine Wirkung entfalten. 74 von 133 Sitzen
Neben der Stärkung des kulturellen Erbes werden sogenannte Dritte Orte zur gesellschaftlichen Stärkung geschaffen. 74 von 133 Sitzen
Das Landesprojekt zur Förderung der Soziokultur wird gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren fortgesetzt. 74 von 133 Sitzen
Gleiche oder ähnliche Forderungen sind keine Aussage über Abstimmungen oder Bündnisse. Warum wir sie hervorheben · Wie das entsteht
Wie der Staat handeln soll
Die Forderungen der Parteien im Landtag Hessen in diesem Politikfeld nach ihrem Mittel: Soll der Staat selbst handeln, also bezahlen, vorschreiben oder verbieten, oder soll er sich zurücknehmen, Regeln lockern, kürzen und nur werben oder Anreize setzen? Jedes Kästchen ist eine Forderung, je Mittel in drei Zeilen: grundlegende Änderungen (neu einführen, abschaffen, umbauen), Anpassungen und Fortführungen von Bestehendem. Beim Darüberfahren erscheint die Forderung, ein Klick zeigt sie direkt unter ihrem Mittel mit Wortlaut und Vergleich. Darüber steht der Koalitionsvertrag der Regierung. Ein × steht für kontrovers: Eine andere Partei im Landtag Hessen fordert laut Vergleich der Programme das Gegenteil (beim Koalitionsvertrag: eine Partei, auch eine der Koalition, in ihrem Programm).
Modellauswertung der vorliegenden Forderungen, keine Aussage über eine Partei insgesamt. Stand: 20.10.2026.
Parteien nach Sitzen geordnet. In jeder Zeile steht die sicherste Einordnung zuerst; blasse Kästchen sind unsicher eingeordnet, leere blieben auch nach der Nachprüfung offen. Wer eine Förderung kürzen oder eine Steuer senken will, steht bei „zurücknehmen“. Unter „Sonstige Forderungen“ stehen Forderungen ohne staatliches Mittel. Wie das entsteht
Mehr oder weniger Ausgleich
Dieselben Forderungen danach, ob sie Unterschiede zwischen Gruppen oder Regionen verringern (mehr Ausgleich) oder bestehende Unterschiede und Besitzstände schützen (weniger Ausgleich), darin nach dem Mittel wie oben, je Mittel grundlegende Änderungen, Anpassungen und Fortführungen. Beim Darüberfahren erscheint die Forderung, ein Klick zeigt sie direkt unter ihrem Mittel mit Wortlaut und Vergleich.
Sichere Einordnungen zuerst, blasse und leere Kästchen wie oben. Forderungen, die alle gleich betreffen oder die Verteilung nicht berühren, fehlen hier; sie stehen oben bei „Wie der Staat handeln soll“. Wie das entsteht
Gezählt wird je Partei ihr Programm zur letzten Landtagswahl in Hessen, nur von Parteien, die dabei eingezogen sind. Verglichen wird nur innerhalb eines Parlaments: Jede Partei hat dort genau ein Programm. Jede Forderung zählt einmal, bei ihrem Hauptfeld. Die Zahlen hängen vom Umfang der Programme ab und sagen nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Politikfeld ist. Stand: .
Reihenfolge
- a) ↑ Gleiche oder ähnliche Forderungen: Zuerst die Gruppe von Parteien mit den meisten Sitzen, dann die mit den meisten gemeinsamen Forderungen.
- b) ↑ Bei anderen Parteien: Die übrigen Parteien des Parlaments nach ihren Sitzen bei der letzten Wahl. Je Partei steht ihre stärkste Entsprechung: gleich vor ähnlich vor teilweise vor gegenteilig vor gleiches Thema; Parteien ohne Entsprechung fehlen. Aufgeklappt in derselben Reihenfolge.
- c) ↑ Parteien: Nach Sitzen im Parlament, bei gleich vielen Sitzen nach Stimmenanteil, dann nach der Zahl ihrer Forderungen in diesem Politikfeld.