CDU RP, Wahlprogramm 2026: nicht im Vertrag
Aus dem Programm „Unser Plan für ein Land, das funktioniert“ (Wahlprogramm 2026 der CDU), verglichen mit dem Koalitionsvertrag „Gemeinsame Verantwortung für ein starkes Rheinland-Pfalz“
Modellauswertung der vorliegenden Forderungen, keine Aussage über eine Partei insgesamt. Stand: 19.10.2026.
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Alle Forderungen auf dieser Seite stammen aus dem Wahlprogramm 2026 der CDU, nicht aus dem Vertrag. 287 von 1.102 Forderungen dieses Programms finden sich im Koalitionsvertrag nicht wieder: Für sie gibt es im ganzen Vertrag keinen Punkt mit mindestens 30 Prozent Übereinstimmung. Bei jeder dieser Forderungen ist angegeben, welche anderen Parteien im Parlament sie teilen (Wahl- und Grundsatzprogramme, ab 30 Prozent Übereinstimmung).
Staat, Demokratie und Verwaltung24
- Ein Bürokratiemeldeportal für Bürger und Unternehmen wird eingerichtet.
- Für eine unternehmens- und bürgerfreundliche Ermessensausübung im Gesetzesvollzug werden Anreize gesetzt.
- Jedes neue Gesetz wird auf seine Bürokratiekosten geprüft.
- Jeder Antrag wird digitalisiert und vereinfacht.
- In der Staatskanzlei wird eine Stabsstelle Bürokratieabbau eingerichtet.
- Ein unabhängiger Normenkontrollrat Rheinland-Pfalz soll alle Regelungen auf Praxistauglichkeit prüfen.
- Eine Übererfüllung von Vorgaben aus Brüssel oder Berlin wird ausgeschlossen.
- Genehmigungen für Industrieunternehmen werden beschleunigt.
- Doppelarbeit bei der Einbindung privater Leistungserbringer soll vermieden werden.
- Für den Wiederaufbau werden befristete Ausnahmeregeln im Bau-, Umwelt-, Denkmalschutz- und Vergaberecht geschaffen.
- Das Wiederaufbaureferat im Innenministerium wird zentrale Schnittstelle mit einheitlichen Ansprechpartnern.
- Von der Landesregierung wird eine glaubhafte Entschuldigung gegenüber den Menschen im Ahrtal erwartet.
- Politische Verantwortung verlangt, Fehler zu benennen, sich zu entschuldigen und Strukturen zu ändern.
- Verwaltungsbeschäftigte erhalten für eine bürgerfreundliche Ermessensausübung Rückendeckung von der Leitungsebene.
- Ein landesweites Bürokratiemeldeportal soll eingerichtet werden, über das bürokratische Lasten gemeldet werden können.
- Für einzelne neue Gesetze soll ein Ablaufdatum erprobt werden, damit sie nur bei nachweisbarer Wirkung verlängert werden.
- Das Onlinezugangsgesetz soll vollständig umgesetzt werden.
- Änderungen beim Verbandsklagerecht zur Verfahrensbeschleunigung sollen über den Bundesrat unterstützt werden.
- Alle Verwaltungsverfahren sollen klare Fristen haben.
- Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen sollen online den Bearbeitungsstand und die zuständige Stelle einsehen können.
- Die Beurteilungskriterien für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst sollen zur Förderung der Entscheidungsfreude angepasst werden.
- Die Kostendämpfungspauschale soll abgeschafft werden.
- Zulagen wie die Polizeizulage sollen ruhegehaltsfähig ausgestaltet werden.
- Besoldung, Einstiegsämter und Karriereperspektiven sollen an andere Länder angeglichen werden.
Innere Sicherheit, Justiz und Bürgerrechte32
- Die Polizei-, Feuerwehr- und Justizvollzugszulage wird ruhegehaltsfähig.
- Mehr Polizei soll in der Fläche präsent sein.
- Eine Vermögensabschöpfung bei kriminellen Netzwerken wird geprüft.
- Digitale Warnsysteme sollen den Brand- und Katastrophenschutz stärken.
- Einsatzkräfte erhalten bessere Ausbildungsbedingungen und Ausstattungen.
- Für die Polizei wird ein modernes Ausbildungskonzept eingeführt.
- Die Besoldung der Polizei soll der besonderen Verantwortung des Berufs gerecht werden.
- In den Besoldungsgruppen A 10 und A 11 werden Regelbeförderungen eingeführt.
- Ab Besoldungsgruppe A 12 werden Stellen als Beförderungsdienstposten mit Beförderung nach der Probezeit gestaltet.
- Polizei-, Feuerwehr- und Justizvollzugszulage werden ruhegehaltsfähig.
- Der Einsatz von Polizeiassistenzen wird deutlich ausgeweitet.
- Überstunden sollen bei der Polizei nicht länger alltäglich sein.
- Datenschutz soll unbescholtene Bürger schützen und nicht Täter.
- Die Zahl der Haftplätze wird erhöht.
- Der Strafvollzug soll sicher verwahren und zugleich resozialisieren.
- Im Strafvollzug werden Anti-Gewalt-Trainings, Arbeitsprogramme und Täter-Opfer-Ausgleich eingesetzt.
- Straftäter, die zur Änderung bereit sind, erhalten eine zweite Chance, andere bleiben unter staatlicher Kontrolle.
- Die Sicherheitsbehörden werden enger vernetzt.
- Gegen organisierte Banden wird eine konsequente Vermögensabschöpfung geprüft.
- Doppelte Staatsbürgerschaften werden in der Kriminalstatistik erfasst.
- Der Datenschutz beim Datenabgleich wird durch Protokollierung und Kontrolle gewährleistet.
- Digitale Alarmierung und bessere Ausrüstung sollen flächendeckend verfügbar sein.
- Ein landesweites Hochwasser- und Krisenwarnsystem wird eingeführt.
- Gegen Verwahrlosung und Vandalismus im öffentlichen Raum wird entschieden vorgegangen.
- Gegen Vandalismus werden präventive Maßnahmen ergriffen und Schäden schnell beseitigt.
- Gegen die zunehmende Verbreitung illegaler Substanzen wird gezielt vorgegangen.
- Jugendkriminalität wird durch Frühintervention und Sozialarbeit stärker bekämpft.
- Gewalttäter gegen Frauen, Kinder und Jugendliche sollen die volle Härte des Rechtsstaats spüren.
- Die neuen Regelungen zu Großveranstaltungen im Polizei- und Ordnungsbehördengesetz werden kurzfristig evaluiert und festfreundlich angepasst.
- Die Sicherheit der Teilnehmenden und die Interessen von Vereinen und Veranstaltern sollen bei Großveranstaltungen in Einklang gebracht werden.
- Religionsgemeinschaften werden dort, wo sie praktische Hilfe leisten können, in die Krisen- und Katastrophenschutzkonzepte eingebunden.
- Forst und Feuerwehren werden für schnellere Reaktion bei Waldbränden enger vernetzt.
Migration, Asyl, Integration und Staatsangehörigkeit12
- Flüchtlinge bleiben bis zum Abschluss des Asylverfahrens in Erstaufnahmeeinrichtungen.
- Migration soll gesteuert, begrenzt und besser geordnet werden.
- Die Landesregierung soll eigene Rückführungskapazitäten schaffen.
- Asylsuchende bleiben grundsätzlich bis zum Verfahrensabschluss in Erstaufnahmeeinrichtungen.
- Leistungen für Asylsuchende sollen als Sachleistungen statt Geldleistungen erbracht und mit Nachbarländern harmonisiert werden.
- Die Aufnahme von Schutzsuchenden soll sich an der Aufnahmefähigkeit der Kommunen orientieren.
- Freie Landes- und Bundesimmobilien werden auf ihre Eignung als Unterkünfte geprüft.
- Nur Menschen mit berechtigtem Grund oder Arbeitsbeitrag sollen Teil der Gesellschaft werden.
- Der Kurs der Bundesregierung zur Balance zwischen Hilfe und Kontrolle wird unterstützt.
- Frauenrechte, Religionsfreiheit, Toleranz und das Existenzrecht Israels gelten als nicht verhandelbar.
- Unternehmen, die Zugewanderte ausbilden, erhalten gezielte Beratung und Förderung.
- Das Land soll helfen, wo Hilfe nötig ist, und Regeln durchsetzen, wo Ordnung geboten ist.
Wirtschaft, Wettbewerb und Industrie9
- Planwagen- und Funzelfahrten werden rechtssicher abgesichert und überzogene Einschränkungen beendet.
- Existenzgründungen werden unterstützt.
- Gründerzentren werden ausgebaut und enger vernetzt.
- Die Bedürfnisse des Handwerks werden politisch priorisiert.
- Die Meisterpflicht wird gestärkt.
- Bei Grenzwertfestsetzungen wird die Standortrelevanz im Vergleich zu anderen Bundesländern berücksichtigt.
- Industrielle Kernunternehmen und Hidden Champions in Chemie, Maschinen- und Fahrzeugbau, Zulieferindustrie und Metallverarbeitung werden unterstützt.
- Investitionen der Industrie in klimaneutrale Produktion werden erleichtert.
- Die Standortvorteile durch Bundeswehr, Beschaffungsamt und US-Streitkräfte sollen auch im Bereich Dual-Use genutzt werden.
Arbeit, Löhne und soziale Sicherung2
Steuern, Haushalt und öffentliche Finanzen11
- Steuererhöhungen werden ausgeschlossen.
- Neue Belastungen wie eine Zuckersteuer werden abgelehnt.
- Das Land hat nach dieser Einschätzung kein Einnahme-, sondern ein Umsetzungsproblem.
- Die Zweitwohnsitzsteuer für Studierende und Auszubildende wird abgeschafft.
- In Rheinland-Pfalz soll es keine neuen Steuern, Abgaben oder Steuererhöhungen geben.
- Neue Steuern wie eine Zuckersteuer werden abgelehnt.
- Das Land Rheinland-Pfalz hat nach dieser Auffassung kein Einnahmeproblem.
- Im Landeshaushalt soll volle Transparenz hergestellt werden.
- Es soll offengelegt werden, welche Haushaltsmittel gebunden, blockiert oder nicht abgerufen werden.
- Haushaltsausgabereste sollen aufgelöst werden, wo sie Investitionen an anderer Stelle behindern.
- Haushaltsüberschüsse sollen dem Land dienen und keinen Selbstzweck darstellen.
Rente und Alterssicherung1
Gesundheit und Pflege19
- Regionale Praxiskliniken werden gefördert und Praxen bei der Digitalisierung unterstützt.
- Die Terminservicestellen für Arzttermine werden gestärkt.
- Digitale Terminvermittlungen für Arzttermine werden ausgebaut.
- Die Wartezeit auf den Rettungsdienst soll höchstens zehn Minuten betragen.
- Eine Amtshebamme wird eingeführt.
- Ein beim neuen Landesgesundheitsamt angesiedeltes Hebammenregister erfasst Leistungen und Orte der Hebammen.
- Auf Bundesebene werden Nachverhandlungen zum Hebammenhilfevertrag angestrebt, damit Beleghebammen voll vergütet werden.
- Für psychisch Erkrankte wird eine wohnortunabhängige Versorgung sichergestellt.
- Ein „Lebende Krankenhäuser-Fonds“ mit 150 Millionen Euro jährlich soll alle Kliniken bis zur Bundesreform erhalten.
- Das Land soll auf Pandemien und Katastrophen besser vorbereitet sein.
- Die Krisen- und Katastrophenschutzstrukturen der Krankenhäuser werden mit einem Landesgesundheitsamt verbessert.
- Krankenhäuser gelten nicht als reiner Kostenfaktor, sondern als Orte der Hilfe.
- Ein Förderprogramm „Neue Wege in der Gesundheitsversorgung“ wird aufgelegt.
- Angestrebt wird eine ganzheitliche Pflegepolitik, die Menschlichkeit, Qualität und Zukunftssicherheit verbindet.
- In der Pflege werden attraktive Arbeitsbedingungen einschließlich Unterstützung durch Robotik und KI geschaffen.
- Pflegende Angehörige sollen auf Bundesebene steuerlich entlastet werden.
- Die Fachkraftquote in der Pflege soll im Vertrauen auf die Anbieter flexibilisiert werden.
- Pflegepolitik soll sich auf sektorenübergreifendes Expertenwissen und Best-Practice-Beispiele stützen.
- Die Rahmenbedingungen für Laienpflegerinnen und Laienpfleger sollen verbessert werden.
Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft25
- Ehrenamtliche erhalten besseren Versicherungs- und Haftungsschutz.
- Eine Bundesratsinitiative soll ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr einführen.
- Die Gruppen in Kitas werden verkleinert.
- Kita-Öffnungszeiten sollen sich am Arbeitsalltag der Familien ausrichten.
- Der Versorgungsgrad bei besonderen Wohnformen für Menschen mit komplexer Behinderung wird landesweit systematisch erfasst.
- Die FamilienApp Rheinland-Pfalz wird weiterentwickelt.
- Familie wird dort gesehen, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen.
- Elternkurse, Schulsozialarbeit, Beratungsstellen und Aufklärungsprogramme sollen Missbrauch und Vernachlässigung verhindern.
- Angestrebt wird eine Gesellschaft, in der jeder dazugehört und Verantwortung trägt.
- Ein Modellprojekt prüft ein Seniorenamt zur Unterstützung der Selbstständigkeit Älterer.
- Ein dauerhaftes Landesprogramm für kommunale und vereinseigene Sportstätten wird aufgelegt.
- Kostenrichtwerte für die Sportstättenförderung werden realistisch angepasst.
- Ein digitaler Sportstätten-Atlas erfasst landesweit Zustand, Sanierungsbedarf und Nutzung.
- Der Breitensport gilt als Basis für den Leistungssport.
- Schule und Sportverein sollen stärker verzahnt werden.
- Der Erwerb der C-Trainer-Lizenz Breitensport im Rahmen des Sportabiturs wird ausgebaut.
- Der Staatssekretär für Sport und Ehrenamt treibt den Sport-Pakt voran und ist zentraler Ansprechpartner für Vereine.
- Das Land schließt einen Pauschalvertrag mit der GEMA, um gemeinnützige Vereine und nicht kommerzielle Veranstaltungen von Lizenzgebühren zu entlasten.
- Der Versicherungs- und Haftungsschutz für Ehrenamtliche wird verbessert.
- Für den Versicherungs- und Haftungsschutz Ehrenamtlicher werden landesweit einheitliche Standards sichergestellt.
- Ehrenamt und Familie sollen miteinander vereinbar sein.
- Faire Freistellungsregelungen sollen Ehrenamtlichen und Unternehmen gleichermaßen gerecht werden.
- Qualifikationen aus dem Ehrenamt sollen in Ausbildung, Studium und Beruf anerkannt werden.
- Jugendverbandsarbeit, Jugendfeuerwehren, Sportjugend und Freiwilligendienst werden gestärkt.
- Ehrenamtliche werden als Partner und nicht als Bittsteller behandelt.
Bildung, Wissenschaft und Forschung51
- An allen Grundschulen gilt eine Unterrichtsgarantie von 8 bis 14 Uhr.
- Jedes Kind erhält in der Grundschule ein kostenloses und gesundes Mittagessen.
- Die Hausaufgabenbetreuung findet in der Schule statt.
- Das gegliederte Schulsystem erhält mehr Personal, mehr Autonomie und eine bessere Ausstattung.
- Im Vorschuljahr werden alle Kinder gezielt und altersgerecht auf die Schule vorbereitet.
- Kitas sollen verlässliche Öffnungszeiten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf garantieren.
- Ein Sonderprogramm für Sanitäreinrichtungen, Küchen und Außenbereiche von Kitas wird aufgelegt.
- Freie und kirchliche Kita-Träger erhalten eine transparente und verlässliche Finanzierung.
- Das Land beteiligt sich stärker an den Kita-Kosten der Kommunen.
- Kein Kind soll ohne sprachliche und soziale Schulreife eingeschult werden.
- Eine landesweite Grundschul-Garantie sichert Unterricht montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr ohne Ausfall.
- Jedes Grundschulkind erhält ein kostenloses, gesundes Mittagessen.
- Grundschüler erledigen ihre Hausaufgaben in der Schule.
- Ergänzende Betreuungsangebote am Nachmittag werden dort eingesetzt, wo sie genutzt werden.
- Bestehende erfolgreiche Ganztagsmodelle und Horte bleiben erhalten.
- Für Lehrkräfte an weiterführenden und beruflichen Schulen werden Regelbeförderungen wieder eingeführt.
- Schulklassen sollen kleiner werden.
- Die Unterrichtsversorgung soll mindestens 105 Prozent betragen.
- Der Quereinstieg in den Lehrerberuf wird erleichtert.
- Jede Klassenleitung erhält ein eigenes Budget zur Gestaltung der Lernräume.
- Schulen sollen zu digitalen, sicheren und einladenden Lernorten ohne Dauerprovisorien werden.
- Eine Einheitsschule im Land wird abgelehnt.
- Die Förderung jedes Kindes erfolgt auch in Zusammenarbeit mit freien und kirchlichen Schulträgern.
- Gezielte Förderprogramme in den Klassenstufen 5 bis 7 für Lesen, Schreiben und Rechnen werden eingeführt.
- Der Sonderweg des „Winterabiturs“ wird beendet.
- Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen kehren flächendeckend zum vollen G9 zurück.
- Die echten G8-Gymnasien bleiben als Schnellläuferangebot erhalten.
- Klare Noten und das Sitzenbleiben bleiben erhalten.
- Bei den Bundesjugendspielen werden wieder flächendeckend Teilnehmer-, Sieger- und Ehrenurkunden vergeben.
- Kinder sollen an der für sie geeigneten Schule lernen können.
- Kinder mit vermutetem besonderem Förderbedarf werden wieder frühzeitig vor dem Schuleintritt getestet.
- Im Fach Sozialkunde wird der Bereich Wirtschaft und Finanzen gestärkt.
- Auf Ebene der Kultusministerkonferenz soll eine deutsche Teilnahme am Finanzmodul der PISA-Studie erreicht werden.
- Forschung und Lehre werden besser finanziert.
- Der wissenschaftliche Nachwuchs wird stärker gefördert.
- Attraktive Karrierewege und bessere Vereinbarkeit von Familie und Forschung sollen Wissenschaftler binden.
- Die Zuschüsse an die Studierendenwerke werden inflationsgerecht angepasst.
- Der Einsatz neuer Technologien in Lehre, Verwaltung und Forschung wird gezielt gefördert.
- Die Universitätsmedizin Mainz wird als Exzellenz- und Gesundheitszentrum ausgebaut.
- Der Baumasterplan der Universitätsmedizin Mainz wird effizient umgesetzt.
- Synergien zwischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften werden gezielt gefördert.
- KI-Forschung und KI-Lehre werden weiter ausgebaut.
- Die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer erhält eine leistungsfähige Ausstattung und verlässliche Finanzierung.
- Hochschulen sollen intensiver mit regionalen Unternehmen kooperieren.
- Mehr praxisorientierte Lehrstühle werden geschaffen.
- Professoren können künftig ein Gründungssemester erhalten.
- Hochschulen dürfen sich selbst an Ausgründungen beteiligen.
- Alle Bildungseinrichtungen erhalten eine flächendeckende digitale Infrastruktur mit Glasfaseranschlüssen und stabilem WLAN.
- IT-Fachkräfte betreuen die technische Infrastruktur der Schulen, um Lehrkräfte zu entlasten.
- Schulabschlüsse sollen verlässlich die Kompetenzen belegen, die sie bescheinigen.
- Eine zweite medizinische Fakultät im Land soll gegründet werden.
Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung4
- Altersgerechte Umbaumaßnahmen älterer Eigentümer werden zusätzlich gefördert.
- Eigentümer erhalten niedrigschwellige Beratung zum Umbau ihrer Immobilien.
- Grüne Oasen, Dachbegrünung und zusätzliche Bäume in Städten und Gemeinden werden gefördert.
- Verlässliche Rahmenbedingungen für private und kommunale Investoren werden geschaffen.
Verkehr und Infrastruktur20
- Ein Infrastrukturfonds des Landes soll der Bauwirtschaft langjährige Planungssicherheit geben.
- Alle Schüler und Auszubildenden erhalten ein vom Land finanziertes Deutschlandticket unabhängig vom Wohnort.
- Alle Schüler erhalten ein vom Land finanziertes kostenloses Deutschlandticket unabhängig vom Wohnort.
- Mobilität im ländlichen Raum gilt als Teil der Daseinsvorsorge.
- Schülerbeförderung und Nahverkehr werden nach dem Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt“ verlässlich finanziert.
- Für die Sanierung braucht es einen verlässlichen Plan mit ausreichenden Haushaltsmitteln.
- Ein eigener rheinland-pfälzischer Infrastrukturfonds gibt Bauunternehmen Planungssicherheit für Jahre.
- Technische Fortschritte anderer Länder beim Brückenbau und bei Straßensanierungen werden auf eine Übernahme geprüft.
- Neue Mobilitätsformen sollen gefördert werden.
- Bürgerbusse sollen landesweit gefördert werden, um Mobilität in kleinen Gemeinden zu sichern.
- Der öffentliche Nahverkehr soll landesweit koordiniert werden.
- Ein landesweites, auf die jeweiligen Nutzer abgestimmtes Nahverkehrsticket soll eingeführt werden.
- Alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Auszubildenden sollen unabhängig vom Wohnort ein Deutschlandticket erhalten.
- Die Bemühungen der Bundesregierung um Technologieoffenheit bei Antrieben auf europäischer Ebene werden unterstützt.
- Verbrenner mit synthetischen Kraftstoffen, E-Fuels, Elektroantriebe und Wasserstoff gelten gleichermaßen als Teil der künftigen Mobilität.
- Die Lade- und Tankinfrastruktur soll flächendeckend stärker ausgebaut werden.
- Das Land soll digitale Lernformate in der Fahrerqualifikation einführen.
- Sich auf Bundesebene für die Einführung des Führerscheins mit 16 Jahren einsetzen, insbesondere für Jugendliche auf dem Land, die für ihre Ausbildung auf das Auto angewiesen sind.
- Auf Bundesebene soll die Einführung des Führerscheins mit 16 Jahren angestrebt werden, insbesondere für Jugendliche auf dem Land.
- Rheinland-Pfalz soll ein Land der intelligenten Mobilität werden.
Energie14
- Förderprogramme werden stärker auf Dachanlagen ausgerichtet.
- Kommunen und Handwerksbetriebe werden bei wirtschaftlicher und bürokratiearmer Umsetzung von Photovoltaik unterstützt.
- Photovoltaikanlagen gehören bevorzugt auf Dächer, Fassaden und versiegelte Flächen statt auf fruchtbare Böden.
- Klare Leitlinien sollen Flächenkonkurrenz zwischen Energiewende, Landwirtschaft und Naturschutz verhindern.
- PV-Anlagen sollen auch auf Parkplätzen, Lärmschutzwänden und stillgelegten Industriearealen entstehen.
- Floating-PV und moderne Agri-PV-Anlagen in der Landwirtschaft werden gefördert.
- Ein flächendeckendes Wasserstoff-Verteilnetz gilt auf absehbare Zeit als nicht realisierbar.
- Die bestehende Gasinfrastruktur soll intelligent genutzt werden.
- Nachhaltige Gase sollen fossile Erdgase schrittweise ersetzen.
- Grünes Methan aus Power-to-Gas soll in das vorhandene Gasnetz eingespeist werden.
- Reiner Wasserstoff kann dem Gasnetz in begrenztem Umfang beigemischt werden.
- Fossiles Erdgas bleibt vorerst eine notwendige Brückentechnologie.
- Im Bundesrat wird ein verlässlicher Rahmen für Investitionen in die Energieversorgung gefordert.
- Die energiepolitische Förderpolitik soll berechenbarer werden.
Klima, Umwelt und Naturschutz14
- Landeseigene Sonderwege beim Klimaschutz werden beendet und die Landesziele an denen des Bundes ausgerichtet.
- Ausgleichsmaßnahmen werden flexibilisiert.
- Rheinland-Pfalz soll Modellland für klimafreundliche Technologien werden.
- Die Ziele des Landesklimaschutzgesetzes der amtierenden Landesregierung werden abgelehnt.
- Das Land soll sich beim Klimaschutz wieder an den Zielen des Bundes orientieren.
- Unternehmen, die in klimafreundliche Produktion investieren, sollen entlastet werden.
- Freiflächen sollen vor Photovoltaik geschützt bleiben.
- Bestehende Wehre werden erhalten.
- Wo sinnvoll, werden neue Wasserspeichermöglichkeiten geschaffen.
- Die Grundwasserneubildung soll durch gesteuerte Versickerung verbessert werden.
- Ein aktives technisches Wassermanagement soll vor Ort statt zentral gesteuert werden.
- Landwirtschaft, Industrie und private Haushalte werden beim sorgsamen Umgang mit Wasser unterstützt.
- Biotopverbünde werden gestärkt.
- Private und kommunale Waldeigentümer erhalten Unterstützung beim Waldumbau.
Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum15
- Die Landwirtschaftspolitik soll pragmatisch und wissenschaftsbasiert sein.
- Neue Verbote oder Abgaben in der Landwirtschaft werden abgelehnt.
- Digitale Antragsplattformen und schnelle Förderverfahren sollen Landwirtschaft und Weinbau unterstützen.
- Landwirtschaftliche Produktion und Ernährungssicherheit haben Vorrang vor anderen Flächennutzungen.
- Ökologische und konventionelle Landwirtschaft werden gleichermaßen gefördert.
- Landwirtschaft, Gastronomie und Handel sollen enger zusammenarbeiten, um Rheinland-Pfalz als Genussregion zu stärken.
- Die Tierhaltung in Rheinland-Pfalz wird ausdrücklich befürwortet.
- Agrarrechtliche Regeln sollen praxisnah, nachvollziehbar und einheitlich sein.
- Überzogene ideologiegetriebene Einschränkungen bei Vermarktung und Konsum von Wein werden abgelehnt.
- Weinbergslandschaften sollen als Teil des kulturellen Gedächtnisses gepflegt und erhalten werden.
- Auf europäischer Ebene wird ein Kulturlandschaftsprogramm zum Schutz landschaftsprägender Weinberge angestrebt.
- Ideologische Verbote beim Pflanzenschutz werden zugunsten von Wissenschaft, Praxis und Verhältnismäßigkeit abgelehnt.
- Die Dienstleistungszentren Ländlicher Raum werden personell gestärkt, damit Beratung, Ausbildung und Forschung zum Weinbau aus einer Hand erfolgen.
- Schutzgemeinschaften im Weinbau sollen handlungsfähig sein und ihrem Auftrag nachkommen können.
- Das Agrargeoschutzgesetz wird zügig umgesetzt und ausreichend finanziert.
Digitalisierung, Daten und Technologie9
- Für IT-Notfälle sollen Schutzkonzepte vorhanden sein.
- Offene Datenplattformen sollen Verkehrs-, Wetter- und Energieinformationen bündeln.
- Rechenzentren gelten als Teil der systemrelevanten Infrastruktur.
- IT-Strukturen von Land und Kommunen sowie sensible Daten sollen bevorzugt in sicheren Rechenzentren betrieben werden.
- Für den Betrieb staatlicher IT in Rechenzentren gelten Cybersicherheit und Resilienz als verbindliche Standards.
- KI-Forschung, Start-ups und datenintensive Anwendungen sollen durch Zugang zu leistungsfähigen Rechenkapazitäten gestärkt werden.
- Niedrigschwellige Digitalschulungen mit Volkshochschulen, Bibliotheken und Gemeindezentren sollen angeboten werden.
- Alle digitalen Angebote des Landes sollen barrierefrei gestaltet sein.
- Alle digitalen Angebote des Landes sollen mehrsprachig zugänglich sein.
Europa, Euro und europäische Institutionen2
Außenpolitik, Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit5
- Die Bundeswehr gilt als unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheitsarchitektur.
- Der Tag der Bundeswehr wird als Werbung für die Sicherheitsvorsorge im Inland unterstützt.
- Die verfassungsrechtlichen Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr bei schweren Gefahrenlagen im Inland sollen geprüft werden.
- Das Existenzrecht Israels bleibt Teil der deutschen Staatsräson.
- Ein europäischer Sicherheits- und Verteidigungsverbund soll in enger NATO-Partnerschaft ausgebaut werden.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung3
Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung15
- Gleichwertige Lebensverhältnisse sollen verhindern, dass Dörfer, Städte oder Landkreise abgehängt werden.
- Wer Aufgaben überträgt, soll sie auch finanzieren.
- Der Straßenausbau wird künftig über eine verlässliche Landespauschale finanziert.
- Rufbusse und digitale Dorfplattformen für Nahversorgung und Ehrenamt werden in ländlichen Räumen gestärkt.
- Das Land unterstützt die Kommunen, damit Vorratsflächen für Großansiedlungen strategisch vergeben werden.
- Das Land beteiligt sich stärker an den Kosten für Unterbringung, Betreuung und Integration.
- Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land sollen geschaffen werden.
- Kein Dorf und keine Stadt soll abgehängt werden.
- Neue Aufgaben und Bürokratie ohne entsprechende Finanzmittel für die Kommunen werden beendet.
- Für besonders belastete Kommunen wird ein dauerhafter Härtefallfonds eingerichtet.
- Wer Aufgaben überträgt oder Standards erhöht, muss sie auch finanzieren.
- Straßen gelten als öffentliche Daseinsvorsorge und nicht als Angelegenheit einzelner Anlieger.
- Der Straßenausbau wird aus allgemeinen Landesmitteln über eine dauerhafte Investitionskostenpauschale außerhalb des Finanzausgleichs finanziert.
- Fördermittel werden spätestens ein Jahr nach Maßnahmenschluss vollständig ausgezahlt.
- Die Lebensqualität im ländlichen Raum wird gezielt gestärkt.
„Nicht gefunden“ heißt nicht, dass es zu dem Thema keine Forderung gibt. Wie das entsteht
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der Reihenfolge unseres Katalogs; „Ohne Politikfeld“ steht hier am Anfang.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Programms, also nach Seitenzahl.