Linke · Programm der Partei Die Linke (Erfurter Programm)
Forderungen zu Kultur, Medien, Religion und Erinnerung
Grundsatzprogramm · beschlossen 23.10.2011 · Original
Das Programm enthält 41 von 969 Forderungen zu „Kultur, Medien, Religion und Erinnerung“, die meisten zum Schwerpunkt „Kulturelle Teilhabe“ (7).
- 41Forderungen zum Politikfeld
- 4 %des Programms
- 104Seiten im Original
- 2011Beschlussjahr
Keine Treffer.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung 41
Kulturelle Teilhabe 7
Kulturelle Vielfalt und die Teilhabe aller am kulturellen Reichtum der Gesellschaft sollen gesichert werden.
Wortlaut im Programm
■ für kulturelle Vielfalt und die Teilhabe aller am kulturellen Reichtum der Gesellschaft, für kulturelle Bildung von Anfang an. Link zum Original
Kulturelle Bildung soll von Anfang an angeboten werden.
Wortlaut im Programm
■ für kulturelle Vielfalt und die Teilhabe aller am kulturellen Reichtum der Gesellschaft, für kulturelle Bildung von Anfang an. Link zum Original
Die Teilhabe an Kultur wird gesichert.
Wortlaut im Programm
Die Teilhabe an Kultur muss gesichert werden. Link zum Original
Eine demokratische Kultur, in der alle Gruppen und Milieus ihre kulturelle Identität ausdrücken können, wird angestrebt.
Wortlaut im Programm
Die Linke tritt für eine demokratische Kultur ein, in der alle Gruppen und Milieus ihre kulturelle Identität finden und ausdrücken können. Link zum Original
Alle Menschen sollen am kulturellen Leben teilhaben können.
Wortlaut im Programm
Alle Menschen sollen die Möglichkeit zur Teilhabe am kulturellen Leben und dem kulturellen Reichtum dieser Gesellschaft haben. Das erfordert kulturelle Bildung von Anfang an. Link zum Original
Kulturelle Bildung soll von Anfang an gewährleistet werden.
Wortlaut im Programm
Alle Menschen sollen die Möglichkeit zur Teilhabe am kulturellen Leben und dem kulturellen Reichtum dieser Gesellschaft haben. Das erfordert kulturelle Bildung von Anfang an. Link zum Original
Das kulturelle Leben soll in allen Regionen und Milieus gefördert werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen das kulturelle Leben in allen Regionen und Milieus fördern. Link zum Original
Urheberrecht 7
Statt Nutzer zu kriminalisieren, werden neue Vergütungsmodelle für Kreative und Kulturschaffende entwickelt.
Wortlaut im Programm
Statt Nutzerinnen und Nutzer zu kriminalisieren, sind politische Lösungen für neue Vergütungsmodelle der Kreativ- und Kulturschaffenden zu entwickeln. Link zum Original
Die Rechte der Urheberinnen und Urheber gegenüber den Verwertungsunternehmen sollen gestärkt werden.
Wortlaut im Programm
Die Rechte der Urheberinnen und Urheber gegenüber den Verwertungsunternehmen wollen wir stärken. Link zum Original
Total-Buy-Out-Verträge, mit denen sämtliche Nutzungsrechte unbegrenzt gegen ein fixes Honorar abgetreten werden, sollen verboten werden.
Wortlaut im Programm
Die Linke setzt sich für ein Verbot von Verträgen ein, bei denen sämtliche Nutzungsrechte an Werken ohne räumliche und zeitliche Begrenzung gegen ein fixes Honorar an Verwerter abgetreten werden (Total-Buy-Out). Link zum Original
Für möglichst alle Gruppen von Urhebern sollen verbindliche Vergütungsregeln oder Urhebertarifverträge vereinbart werden.
Wortlaut im Programm
Wir setzen uns dafür ein, dass für möglichst alle Gruppen von Urheberinnen und Urhebern verbindliche Vergütungsregeln bzw. Urhebertarifverträge vereinbart werden. Link zum Original
Die Leistungen professionell schöpferisch Tätiger sollen angemessen vergütet werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen, dass die Leistungen professionell schöpferisch Tätiger angemessen vergütet werden und zugleich einen Ausgleich finden, damit die nichtkommerzielle Nutzung und die kreative Weiterverarbeitung möglichst wenig eingeschränkt wird. Link zum Original
Nichtkommerzielle Nutzung und kreative Weiterverarbeitung von Werken sollen möglichst wenig eingeschränkt werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen, dass die Leistungen professionell schöpferisch Tätiger angemessen vergütet werden und zugleich einen Ausgleich finden, damit die nichtkommerzielle Nutzung und die kreative Weiterverarbeitung möglichst wenig eingeschränkt wird. Link zum Original
Das Urheberrecht soll für das Internetzeitalter weiterentwickelt werden.
Wortlaut im Programm
In diesem Sinne wollen wir das Urheberrecht für das Internetzeitalter weiterentwickeln. Link zum Original
Kulturförderung 7
Günstige Rahmenbedingungen und Freiräume für kulturelle Vielfalt und die Künste sollen geschaffen werden.
Wortlaut im Programm
Kulturelle Vielfalt und die Künste in allen ihren Ausdrucksformen sind unverzichtbar für eine lebendige Demokratie. Günstige Rahmenbedingungen und Freiräume für ihre Entwicklung zu schaffen ist deshalb für uns als Linke wesentlicher Bestandteil unseres Ringens um eine demokratische und sozial gerechte Gesellschaft. Link zum Original
Die öffentliche Kulturförderung soll erhalten werden.
Wortlaut im Programm
Wir setzen uns für den Erhalt der öffentlichen Kulturförderung ein und wenden uns gegen eine schrankenlose Liberalisierung und Verwertung kultureller Leistungen, gegen Privatisierungen und den Abbau öffentlicher Infrastruktur. Link zum Original
Eine schrankenlose Liberalisierung und Verwertung kultureller Leistungen wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Wir setzen uns für den Erhalt der öffentlichen Kulturförderung ein und wenden uns gegen eine schrankenlose Liberalisierung und Verwertung kultureller Leistungen, gegen Privatisierungen und den Abbau öffentlicher Infrastruktur. Link zum Original
Die Vielfalt der Träger kultureller Produktion von öffentlichen Initiativen bis zu unabhängigen Verlagen und Produktionsfirmen soll erhalten und gefördert werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen die Vielfalt der Träger kultureller Produktion erhalten und fördern – von öffentlichen und frei-gemeinnützigen Initiativen bis zu unabhängigen Verlagen, Studios, Agenturen und künstlerischen Produktionsfirmen. Link zum Original
Im Kulturbereich soll gute, existenzsichernde Arbeit gewährleistet werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen gute, existenzsichernde Arbeit im Kulturbereich. Link zum Original
Kulturschaffende sollen von ihrer Arbeit leben können.
Wortlaut im Programm
Künstlerinnen und Künstler, alle Kulturschaffenden sollen von ihrer Arbeit leben können und sozial abgesichert sein. Link zum Original
Die Künste sollen als autonome Räume, Experimentierfelder und Refugien gesichert und geschützt werden.
Wortlaut im Programm
Weil Kunst ein wesentliches Moment der großen gesellschaftlichen Debatten ist, will Die Linke die eigenen Welten der Künste als autonome Räume, Experimentierfelder und Refugien sichern und schützen. Link zum Original
Religionsgemeinschaften 6
Das Recht aller Menschen auf ein Bekenntnis zu einer Weltanschauung oder Religion wird verteidigt.
Wortlaut im Programm
Die Linke verteidigt das Recht aller Menschen auf ein Bekenntnis zu einer Weltanschauung oder Religion. Link zum Original
Weltanschauliche und religiöse Minderheiten sollen geschützt werden.
Wortlaut im Programm
Sie tritt ein für den Schutz weltanschaulicher und religiöser Minderheiten. Link zum Original
Staat und Kirche sollen institutionell getrennt sein.
Wortlaut im Programm
Laizismus bedeutet für uns die notwendige institutionelle Trennung von Staat und Kirche. Link zum Original
Kirchen und Religionsgemeinschaften, ihre soziale Tätigkeit und ihre Unabhängigkeit werden geachtet.
Wortlaut im Programm
Die Linke achtet die Kirchen und Religionsgemeinschaften, ihre soziale Tätigkeit und ihre Unabhängigkeit. Link zum Original
Menschen ohne religiöses Bekenntnis dürfen in keiner Weise benachteiligt werden.
Wortlaut im Programm
Niemand, der sich nicht bekennt, darf in irgendeiner Weise benachteiligt werden. Link zum Original
Jeglicher politischer Missbrauch von Religion wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Wir wenden uns gegen jeglichen politischen Missbrauch von Religion. Link zum Original
Medienvielfalt 5
Medien erhalten demokratische Redaktionsstatuten.
Wortlaut im Programm
Demokratische Medien erfordern demokratische Redaktionsstatuten, die Stärkung einer breiten Gegenöffentlichkeit sowie die Anwendung des Kartellrechts auf den Mediensektor. Link zum Original
Eine breite Gegenöffentlichkeit wird gestärkt.
Wortlaut im Programm
Demokratische Medien erfordern demokratische Redaktionsstatuten, die Stärkung einer breiten Gegenöffentlichkeit sowie die Anwendung des Kartellrechts auf den Mediensektor. Link zum Original
Das Kartellrecht wird auf den Mediensektor angewendet.
Wortlaut im Programm
Demokratische Medien erfordern demokratische Redaktionsstatuten, die Stärkung einer breiten Gegenöffentlichkeit sowie die Anwendung des Kartellrechts auf den Mediensektor. Link zum Original
Eine repressive Verbots- und Bewahrpädagogik im Jugendmedienschutz wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Eine patriarchal gedachte Verbots- und Bewahrpäda gogik, die auf Basis eines repressiv verstandenen Jugendschutzes kompetenten Medienumgang zu beschränken versucht, ist nicht im Sinne eines emanzipatorischen Menschenbildes – dies lehnt Die Linke ab. Link zum Original
Vielfalt und Freiheit der Medien und modernen Kommunikationsmittel sollen gesichert werden.
Wortlaut im Programm
Die Linke setzt sich ein für die Vielfalt und die Freiheit der Medien wie der modernen Kommunikationsmittel und die freie Nutzung des Internets. Link zum Original
NS-Aufarbeitung 3
Geschichtsrevisionismus und Ideologien der Ungleichwertigkeit von Menschen sollen bekämpft werden.
Wortlaut im Programm
Antifaschismus ist eine Grundhaltung der Partei Die Linke Für uns bedeutet das: Zurückdrängen aller extrem rechten, rechtspopulistischen und rassistischen Ideologien, Parteien und Bewegungen, Bekämpfung aller althergebrachten und neuen Formen des Antisemitismus, die Auseinandersetzung mit Geschichtsrevisionismus und mit allen Ideologien, die von Ungleichwertigkeit der Menschen ausgehen, sowie die Pflege des politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Erbes der antifaschistischen Bewegung. Link zum Original
Das politische, wissenschaftliche und kulturelle Erbe der antifaschistischen Bewegung soll gepflegt werden.
Wortlaut im Programm
Antifaschismus ist eine Grundhaltung der Partei Die Linke Für uns bedeutet das: Zurückdrängen aller extrem rechten, rechtspopulistischen und rassistischen Ideologien, Parteien und Bewegungen, Bekämpfung aller althergebrachten und neuen Formen des Antisemitismus, die Auseinandersetzung mit Geschichtsrevisionismus und mit allen Ideologien, die von Ungleichwertigkeit der Menschen ausgehen, sowie die Pflege des politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Erbes der antifaschistischen Bewegung. Link zum Original
Eine demokratische Erinnerungskultur soll gefördert werden.
Wortlaut im Programm
Die Linke wird ihren Beitrag für eine demokratische Erinnerungskultur leisten. Link zum Original
SED-Aufarbeitung 2
Der Bruch mit dem Stalinismus als System gilt unwiderruflich.
Wortlaut im Programm
Deshalb formulierten die Mitglieder der SED/PDS auf einem außerordentlichen Parteitag im Herbst 1989: „Wir brechen unwiderruflich mit dem Stalinismus als System“. Dieser Bruch mit dem Stalinismus gilt für Die Linke ebenso. Link zum Original
Die Kulturgeschichte des früher geteilten Landes soll im europäischen Kontext aufgearbeitet werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen uns der Kulturgeschichte des früher geteilten Landes in seinem europäischen Kontext vergewissern. Link zum Original
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk 1
Öffentlich-rechtliche Medien werden gestärkt.
Wortlaut im Programm
Die Linke kämpft gegen diese Spaltung, gegen Überwachung und Kontrolle, für Informations- und Meinungsäußerungsfreiheit und für die Stärkung öffentlich-rechtlicher Medien. Link zum Original
Kultureinrichtungen 1
Privatisierungen und der Abbau öffentlicher Kulturinfrastruktur werden abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Wir setzen uns für den Erhalt der öffentlichen Kulturförderung ein und wenden uns gegen eine schrankenlose Liberalisierung und Verwertung kultureller Leistungen, gegen Privatisierungen und den Abbau öffentlicher Infrastruktur. Link zum Original
Weitere Forderungen 2
Der Staat soll Kultur schützen und fördern.
Wortlaut im Programm
Der Staat hat die Pflicht, Kultur zu schützen und zu fördern. Link zum Original
Das Staatsziel Kultur soll ins Grundgesetz aufgenommen werden.
Wortlaut im Programm
Das Staatsziel Kultur gehört ins Grundgesetz. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Ein Grundsatzprogramm ist kein Wahlprogramm: Seine Forderungen stehen nur hier und gehen nicht in die Politikfelder und Vergleiche zu den Wahlen ein. Die Schwerpunkte sind für alle Parteien und Verträge dieselben. Wie das entsteht
Reihenfolge
- Schwerpunkte: Die Politikfelder mit den meisten Forderungen zuerst, bis 40 Prozent aller Forderungen erreicht sind.
- Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.