Linke · Für den politischen Richtungswechsel! Sozial und solidarisch – für eine gerechte Republik!
Forderungen zu Kultur, Medien, Religion und Erinnerung
Bundestagswahl 27.09.1998 · Original
Das Programm enthält 35 von 646 Forderungen zu „Kultur, Medien, Religion und Erinnerung“.
- 35Forderungen zum Politikfeld
- 5 %des Programms
- 58Seiten im Original
- 1998Wahljahr
Keine Treffer.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung 35
Junge Menschen sollen Zugang zu Kultur, Sport und selbstbestimmter Kommunikation haben.
Wortlaut im Programm
Es geht uns um die gesellschaftlichen Mitbestimmungsmöglichkeiten junger Menschen, um den Zugang zu Kultur, Sport und selbstbestimmter Kommunikation, um moderne Ausbildung und Arbeitsplätze für alle und um ein modernes Bildungs - und Hochschulsystem auf der Höhe der dramatischen gesellschaftlichen Herausforderungen. Link zum Original
Die Medien sollen demokratisiert werden.
Wortlaut im Programm
Wir sagen deutlich, daß ein sozialer und ökologischer Umbau nur durch starke gesellschaftliche Gegenmächte möglich sein wird: gesellschaftlichen Widerstand, öffentlich -rechtliche Kontrolle der Großbanken und der Bundesbank, betriebliche und gewerkschaftliche Mitbestimmungsmöglichkeiten, Demokratisierung der Medien, Trennung von Energieerzeugung, -transport und -verteilung, ökologische Steuerreform, integrierte Verkehrsgestaltung. Link zum Original
Die Darstellung brutaler Gewalt, insbesondere in elektronischen Medien, soll eingeschränkt werden.
Wortlaut im Programm
Die Darstellung brutaler Gewaltanwendung, insbesondere in den elektronischen Medien, muß eingeschränkt werden. Link zum Original
Konzerne, die von Zwangsarbeit und KZ-Häftlingsarbeit profitierten, sollen zu Entschädigungsleistungen herangezogen werden.
Wortlaut im Programm
Konzerne, die von Zwangsarbeit und dem Arbeitseinsatz von KZ - Häftlingen materiellen Nutzen hatten, müssen für Entschädigungsleistungen herangezogen werden. Link zum Original
Die Missachtung und Diskreditierung ostdeutscher Biographien wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Die PDS kämpft auch weiterhin konsequent gegen Einkommens - und Rentenungleichheit, die Vertreibung aus Eigenheimen und von Grundstücken, die Kürzung oder Streichung berechtigter Fördermittel, Strafrenten, Berufsverbote, politische Strafverfolgung und die Mißachtung und Diskreditierung ostdeutscher Biographien. Link zum Original
Kulturelle Grundrechte werden als Menschenrechte verstanden.
Wortlaut im Programm
Kultur ist Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Grundlage für Emanzipation und Selbstentfaltung des Menschen. Die kulturellen Grundrechte sind Menschenrechte. Link zum Original
Leitung und innere Verfasstheit der Massenmedien sollen tiefgreifend demokratisiert werden.
Wortlaut im Programm
Leitung und innere Verfaßtheit von Schulen, Hochschulen und Massenmedien bedürfen der tiefgreifenden Demokratisierung ebenso wie die Entscheidungen über die grundlegenden Richtungen der wissenschaftlichen Forschung. Link zum Original
Die kulturelle Selbstbestimmung der Menschen soll gesichert werden.
Wortlaut im Programm
Sicherung der kulturellen Selbstbestimmung der Menschen auch in Bereichen, die außerhalb des engen Spektrums von Moden und Zeitgeist liegen, Verhinderung des Abbaus kultureller Infrastruktur sind Eckpunkte der Kulturpolitik der PDS. Link zum Original
Der Abbau kultureller Infrastruktur soll verhindert werden.
Wortlaut im Programm
Sicherung der kulturellen Selbstbestimmung der Menschen auch in Bereichen, die außerhalb des engen Spektrums von Moden und Zeitgeist liegen, Verhinderung des Abbaus kultureller Infrastruktur sind Eckpunkte der Kulturpolitik der PDS. Link zum Original
Kulturelle Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen soll gefördert werden.
Wortlaut im Programm
Sie fördert Entwicklung, Selbstbestimmtheit und kulturelle Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen. Link zum Original
Freie Träger und öffentliche Kulturinstitute sollen gleichwertige Partner bleiben.
Wortlaut im Programm
Freie Träger und von der öffentlichen Hand unterha ltene Kulturinstitute sind dabei gleichwertige und gleich wichtige Partner und sollen es bleiben. Link zum Original
Kommunale Bibliotheken, Volkshochschulen, Räume für Laienkunst und Stadtteilfeste sollen erhalten und erweitert werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen, daß in den Kommunen die Angebote von Bibliotheken, Volkshochschulen, Räumen für Laienkunst, Treffpunkten für Kommunikation und Stadtteilfeste als wichtige Elemente bürgernaher Kulturpolitik für alle Altersgruppen und sozialen Schichten erhalten und erweitert werden. Link zum Original
Kulturfinanzierung soll Pflichtaufgabe der Kommunen werden.
Wortlaut im Programm
Kulturfinanzierung soll zur Pflichtaufgabe der Kommunen werden, wofür sie vom Bund und den Ländern finanziell auszustatten sind. Link zum Original
Im Gemeindefinanzierungsgesetz soll eine Pauschale für kommunale Kulturarbeit eingestellt werden.
Wortlaut im Programm
Wir sind dafür, daß im Gemeindefinanzierungsgesetz - ähnlich dem Finanzierungsmodell der städtischen Theater - eine Pauschale für kommunale Kulturarbeit eingestellt wird. Link zum Original
Eine bundesweite Stiftung zur Vernetzung kultureller Arbeit soll gegründet werden.
Wortlaut im Programm
Die PDS schlägt die Gründung einer bundesweiten Stiftung vor, deren Aufgabe darin besteht, die regionale und überregionale Vernetzung von kultureller Arbeit zu fördern. Link zum Original
Auf Bundesebene soll eine kulturpolitische Interessenvertretung eingerichtet werden.
Wortlaut im Programm
Auf Bundesebene soll eine kulturpolitische Interessenvertretung eingerichtet werden, die der ideenlosen Sachzwangargumentation entgegenwirkt. Link zum Original
Die Kultur- und Unterhaltungsindustrie soll zu finanziellen Beiträgen an öffentliche Einrichtungen kultureller Bildung verpflichtet werden.
Wortlaut im Programm
Wir schlagen vor, die Kultur- und Unterhaltungsindustrie zu verpflichten, finanzielle Beiträge an öffentliche Einrichtungen kultureller Bildung zu leisten, sind aber auch bereit, andere Vorschläge für die Refinanzierung öffentlicher Kulturausgaben aufzunehmen. Link zum Original
Für freischaffende Künstlerinnen und Künstler sollen Mitbestimmungsrechte gesetzlich festgelegt werden.
Wortlaut im Programm
Für Künstlerinnen und Künstler in freien Beschäftigungsverhältnissen sind Mitbestimmungsrechte gesetzlich zu fixieren, soziale Sicherheit bei Arbeitslosigkeit, Krankheit und im Alter zu gewährleisten. Link zum Original
Die Stellung von Autorinnen und Autoren gegenüber Verlagen und Medien soll deutlich verbessert werden.
Wortlaut im Programm
Die Stellung der Autorinnen und Autoren gegenüber Verlagen und Medien ist deutlich zu verbessern. Link zum Original
Die Bundesregierung soll Maßnahmen zur vollen Einhaltung von Artikel 35 des Einigungsvertrags zum Schutz der kulturellen Substanz der DDR ergreifen.
Wortlaut im Programm
Für die neuen Bundesländer verlangt die PDS von der Bundesregierung wirksame Maßnahmen zur vollen Einhaltung des Artikels 35 des Einigungsvertrages, damit die kulturelle Substanz aus der DDR nicht noch mehr Schaden nimmt. Link zum Original
In allen Medienbereichen werden öffentlich-rechtliche Anbieter geschaffen und erhalten.
Wortlaut im Programm
Wir halten es für geboten, in allen Medienbereichen öffentlich-rechtliche Anbieter zu schaffen und zu erhalten. Sie sollen dem Einfluß der großen Wirtschaftsunternehmen entzogen werden. Link zum Original
Öffentlich-rechtliche Anbieter werden dem Einfluss großer Wirtschaftsunternehmen entzogen.
Wortlaut im Programm
Wir halten es für geboten, in allen Medienbereichen öffentlich-rechtliche Anbieter zu schaffen und zu erhalten. Sie sollen dem Einfluß der großen Wirtschaftsunternehmen entzogen werden. Link zum Original
Bei den öffentlich-rechtlichen Medien wird kein weiteres Personal abgebaut.
Wortlaut im Programm
Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht weiter personell abgebaut und durch Ausgliederung von redaktionellen und technischen Bereichen zerstört werden. Link zum Original
Redaktionelle und technische Bereiche der öffentlich-rechtlichen Medien werden nicht ausgegliedert.
Wortlaut im Programm
Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht weiter personell abgebaut und durch Ausgliederung von redaktionellen und technischen Bereichen zerstört werden. Link zum Original
Die Kartellgesetze im Medienbereich werden verschärft, um mediale Macht einzuschränken.
Wortlaut im Programm
Die PDS setzt sich für die Verschärfung der Kartellgesetze und für die Lizenzierung unabhängiger Fensterprogramme ein, um mediale Macht zugunsten von Pluralität und Vielfalt einzuschränken. Link zum Original
Unabhängige Fensterprogramme werden lizenziert.
Wortlaut im Programm
Die PDS setzt sich für die Verschärfung der Kartellgesetze und für die Lizenzierung unabhängiger Fensterprogramme ein, um mediale Macht zugunsten von Pluralität und Vielfalt einzuschränken. Link zum Original
Nichtkommerzielle Anbieter, alternative Printmedien sowie alternative Fernseh- und Hörfunkprojekte werden gefördert.
Wortlaut im Programm
Neue, nichtkommerzielle Anbieter, alternative Printmedien, alternative Fernseh- und Hörfunkprojekte bedürfen der Förderung. Link zum Original
Das Rundfunksystem besteht aus nichtkommerziellen, öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Anbietern.
Wortlaut im Programm
Die PDS vertritt ein triales Rundfunksystem, das aus nichtkommerziellen, öffentlichrechtlichen und kommerziellen Anbietern besteht. Link zum Original
Das öffentlich-rechtliche Rundfunkprinzip gilt als nicht überholt, aber reformbedürftig.
Wortlaut im Programm
Wir halten das öffentlich -rechtliche Prinzip keinesfalls für überholt, aber für reformbedürftig. Link zum Original
Der Einfluss von Parteien und Regierungen auf den gebührenfinanzierten Rundfunk wird gemindert.
Wortlaut im Programm
Der Einfluß der Parteien und Regierungen auf den gebührenfinanzierten Fernseh- und Hörfunk soll gemindert, gesellschaftlichen Organisationen wie Gewerkschaften, Sozialverbänden etc. dagegen mehr Mitsprache eingeräumt, die gleichberechtigte Teilhabe aller garantiert werden. Link zum Original
Gesellschaftliche Organisationen wie Gewerkschaften und Sozialverbände erhalten mehr Mitsprache im gebührenfinanzierten Rundfunk.
Wortlaut im Programm
Der Einfluß der Parteien und Regierungen auf den gebührenfinanzierten Fernseh- und Hörfunk soll gemindert, gesellschaftlichen Organisationen wie Gewerkschaften, Sozialverbänden etc. dagegen mehr Mitsprache eingeräumt, die gleichberechtigte Teilhabe aller garantiert werden. Link zum Original
Im gebührenfinanzierten Rundfunk wird die gleichberechtigte Teilhabe aller garantiert.
Wortlaut im Programm
Der Einfluß der Parteien und Regierungen auf den gebührenfinanzierten Fernseh- und Hörfunk soll gemindert, gesellschaftlichen Organisationen wie Gewerkschaften, Sozialverbänden etc. dagegen mehr Mitsprache eingeräumt, die gleichberechtigte Teilhabe aller garantiert werden. Link zum Original
Die innere Demokratie der öffentlich-rechtlichen Anstalten wird unter anderem durch Redaktionsstatute gestärkt.
Wortlaut im Programm
Die innere Demokratie der öffentlich -rechtlichen Anstalten soll, unter anderem durch Redaktionsstatute, gestärkt werden. Link zum Original
Rundfunk- und Medienräte tagen öffentlich.
Wortlaut im Programm
Gremien wie Rundfunk - und Medienräte sollen öffentlich tagen. Link zum Original
Innere und äußere Zensur sowie andere Eingriffe in journalistische Rechte werden abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Innere und äußere Zensur lehnen wir ebenso ab wie andere Eingriffe in journalistische Rechte. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.