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Grüne · Wahlprogramm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2000

Forderungen zu Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2000 · Original

Das Programm enthält 29 von 898 Forderungen zu „Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung“.

Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung 29
  1. Alle Regionen des Landes sollen sich gleichmäßig entwickeln.

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    Wortlaut im Programm
    Wir wollen eine gleichmäßige Entwicklung aller Regionen Schleswig-Holsteins erreichen. Link zum Original
  2. Der Norden des Landes, die Westküste und Ostholstein sollen besonders unterstützt werden.

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    Wortlaut im Programm
    Deshalb müssen der Norden des Landes, die Westküste und Ostholstein besonders unterstützt werden. Link zum Original
  3. In der Regionalförderung sollen neben Infrastrukturinvestitionen nichtinvestive Maßnahmen etwa in Tourismus, Kultur, Kinderbetreuung, Jugendarbeit und Weiterbildung mehr Gewicht erhalten.

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    Wortlaut im Programm
    Dabei sollen in Zukunft neben Infrastrukturinvestitionen auch die Förderung von nichtinvestiven Maßnahmen, insbesondere im Bereich des Tourismus, der Kultur, der Kinderbetreuung und der Jugendarbeit sowie im Schulungs- und Weiterbildungsbereich ein stärkeres Gewicht haben. Link zum Original
  4. Bisher rein militärische Liegenschaften sollen gemeinsam zivil und militärisch genutzt werden.

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    Wortlaut im Programm
    Wir unterstützen eine gemeinsame zivile und militärische Nutzung von vorher rein militärischen Liegenschaften, um die sanfte Konversion voranzutreiben. Link zum Original
  5. Nicht mehr benötigte militärische Liegenschaften sollen schneller und unbürokratischer freigegeben und saniert werden.

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    Wortlaut im Programm
    Die Freigabe und Sanierung militärisch nicht mehr benötigter Liegenschaften muss schneller und unbürokratischer erfolgen. Link zum Original
  6. Der Bund soll frei werdende Grundstücke den Kommunen zu niedrigen Preisen überlassen.

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    Wortlaut im Programm
    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern vom Bund, die Grundstücke den Kommunen zu niedrigen Preisen zu überlassen. Link zum Original
  7. Die Unternehmenssteuerreform soll das kommunale Hebesatzrecht gewährleisten.

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    Wortlaut im Programm
    Wir setzen uns dafür ein, dass die geplante Unternehmenssteuerreform den Kommunen ihr Recht auf eigene Hebesätze gewährleistet. Link zum Original
  8. Der Länderfinanzausgleich soll nach 2004 so reformiert werden, dass sich Steuermehreinnahmen für die Länder lohnen.

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    Wortlaut im Programm
    Nach dem Auslaufen der jetzigen Regelung des Länderfinanzausgleiches 2004 streben wir eine Reform an, die unter anderem Anreize schafft, damit sich Steuermehreinnahmen für die jeweiligen Länder lohnen. Link zum Original
  9. Die Solidarität mit den ostdeutschen Bundesländern wird ausdrücklich bejaht.

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    Wortlaut im Programm
    Wir bekennen uns jedoch ausdrücklich zu der Solidarität mit den ostdeutschen Bundesländern. Link zum Original
  10. Aufgabenzuständigkeiten zwischen Land und Kommunen sollen im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform weiter entflochten werden.

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    Wortlaut im Programm
    Für die Kommunen ist es wichtig, dass Aufgabenzuständigkeiten im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform weiter entflochten werden, dass dezentralisiert und dereguliert wird und dass Aufgaben nach Weisung zu Selbstverwaltungsaufgaben umgestaltet werden. Link zum Original
  11. Aufgaben nach Weisung sollen zu kommunalen Selbstverwaltungsaufgaben umgestaltet werden.

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    Wortlaut im Programm
    Für die Kommunen ist es wichtig, dass Aufgabenzuständigkeiten im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform weiter entflochten werden, dass dezentralisiert und dereguliert wird und dass Aufgaben nach Weisung zu Selbstverwaltungsaufgaben umgestaltet werden. Link zum Original
  12. Ein Abbau sozialer, ökologischer und demokratischer Rechte unter dem Stichwort Verwaltungsvereinfachung, etwa bei Kita-Standards oder kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, wird abgelehnt.

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    Wortlaut im Programm
    Allerdings achten wird darauf, dass unter dem Stichwort der Verwaltungsvereinfachung nicht soziale, ökologische und demokratische Rechte und Leistungen abgebaut werden, wie z.B. die Reduzierung pädagogischer Standards in Kindertagesstätten oder die Position der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten. Link zum Original
  13. Die Kommunen sollen ihre Anstrengungen zur Stärkung ihrer Finanzkraft fortsetzen, bei gesicherten Gewerbesteuereinnahmen.

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    Wortlaut im Programm
    Neben den zu sichernden Einnahmen aus der Gewerbesteuer erwarten wir von den Kommunen, dass sie ihre Anstrengungen zur Stärkung ihrer Finanzkraft fortsetzen. Link zum Original
  14. Die Festbeträge im kommunalen Finanzausgleichsgesetz sollen schneller als geplant abgeschmolzen werden.

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    Wortlaut im Programm
    Deshalb reicht uns die Änderung des Finanzausgleichgesetzes des Landes nicht: Die Festbeträge müssen schneller als geplant abgeschmolzen werden. Link zum Original
  15. Kürzungen bei den Kommunen zur Konsolidierung des Landeshaushalts sollen die Ausnahme bleiben.

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    Wortlaut im Programm
    Der „Griff in die Taschen der Kommunen“ zur Konsolidierung des Landeshaushaltes in den Jahren 1999 und 2000 muss die Ausnahme bleiben. Link zum Original
  16. Der kommunale Finanzausgleich soll finanzstarken Kommunen einen ausgeglichenen Haushalt und ausreichenden Handlungsspielraum neben den Pflichtaufgaben belassen.

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    Wortlaut im Programm
    Der Finanzausgleich des Landes muß weiterhin gewährleisten, daß finanzstärkere Kommunen finanzschwächere unterstützen und damit zu einer Angleichung der Lebensverhältnisse in Schleswig-Holstein beitragen. Er muß gleichzeitig sicherstellen, daß finanzstarke Kommunen nach einem Finanzausgleich ihren Haushalt selbst noch ausgleichen können und dass neben der Finanzierung von Pflichtaufgaben noch ein ausreichender finanzieller Handlungsspielraum verbleibt. Link zum Original
  17. Das Finanzausgleichsgesetz soll geändert werden, um Verwerfungen im kommunalen Ausgleichssystem zu beseitigen.

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    Wortlaut im Programm
    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten deshalb für eine Änderung des Finanzausgleichsgesetzes mit dem Ziel ein, entsprechende Verwerfung im Ausgleichssystem aufzuheben. Link zum Original
  18. Die 1998 beschlossenen Leitprojekte der Landesregierung sollen in der Landesförderung Vorrang haben.

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    Wortlaut im Programm
    Im Rahmen der Landesförderung sollen daher die Leitprojekte Priorität besitzen, die die Rot-Grüne Landesregierung im Juli 1998 beschlossen hat. Link zum Original
  19. Gemeinsam mit Hamburg und der Öresund-Region soll ein Konzept „Entwicklungszentrum südliche Ostsee“ erstellt werden.

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    Wortlaut im Programm
    Dazu gehören die Erstellung eines Konzeptes „Entwicklungszentrum südliche Ostseele (gemeinsam mit Hamburg und der Öresund-Region) und eine nachhaltige, umweltverträgliche Entwicklung durch die Umsetzung der Baltic 21, d.h. der Agenda 21 für den Ostseeraum. Link zum Original
  20. Das Land soll über seine Mittelzuweisungen darauf hinwirken, dass Kommunen und Kreise sich den Energiesparmaßnahmen des Landes anschließen.

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    Wortlaut im Programm
    Auf die Kommunen und Kreise wird das Land über seine Mittelzuweisungen hinwirken, sich den oben genannten Maßnahmen anzuschließen. Link zum Original
  21. Die kommunale Verantwortung unter Beteiligung von Bürgerinnen, Bürgern und Verbänden soll weiter gestärkt werden.

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    Wortlaut im Programm
    Die kommunale Verantwortung unter Beteiligung von BürgerInnen und Verbänden muss deshalb in Zukunft weiter gestärkt werden, wie es vom Grundgesetz vorgesehen und auch Bestandteil des AGENDA 21-Prozesses ist. Link zum Original
  22. In Beispielregionen sollen nachhaltige regionale Entwicklungskonzepte als dauerhafte Prozesse etabliert werden.

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    Wortlaut im Programm
    Zunächst werden dazu in Beispielregionen (Eider-Trene- Sorge, Modellregion der Integrierten Schutzkonzepte) die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger regionaler Entwicklungskonzepte als dauerhafte Prozesse etabliert. Link zum Original
  23. Im ländlichen Raum wird die wohnortnahe Versorgung durch Weiterentwicklung der Zentralorte sichergestellt.

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    Wortlaut im Programm
    Im ländlichen Bereich ist die wohnortnahe Vollversorgung durch die Weiterentwicklung der Zentralorte sicherzustellen. Link zum Original
  24. Die politische Gestaltung und Kontrolle durch die ehrenamtliche kommunale Vertretung wird gewährleistet.

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    Wortlaut im Programm
    Eine Demokratisierung auf kommunaler Ebene kann nicht bei der Direktwahl der Verwaltungsspitzen stehen bleiben, sondern muß die politische Gestaltung und die Kontrolle durch die ehren- amtliche kommunale Vertretung gewährleisten. Link zum Original
  25. Hauptamtliche Bürgermeister und Landräte leiten die Verwaltung, die politischen Vorgaben setzt die kommunale Vertretung.

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    Wortlaut im Programm
    Vordringliche Aufgabe der hauptamtlichen Bürgermeister und Landräte ist die Leitung der Verwaltung. Die politischen Vorgaben setzt die kommunale Vertretung. Link zum Original
  26. Regelungen der Kommunalverfassung, die die kommunale Selbstverwaltung benachteiligen, werden geändert.

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    Wortlaut im Programm
    Die unzulänglichen Regelungen in der neuen Kommunalverfassung, die die kommunale Selbstverwaltung benachteiligen, wollen wir ändern. Link zum Original
  27. Ehrenamtliche Bürgermeister werden direkt gewählt.

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    Wortlaut im Programm
    Wir treten für die Direktwahl der ehrenamtlichen BürgermeisterInnen ein. Link zum Original
  28. Gemeinden informieren bei wichtigen Planungen frühestens sechs Monate und spätestens sechs Wochen vor der Beschlussfassung über Grundlagen, Ziele und Auswirkungen.

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    Wortlaut im Programm
    Bei wichtigen Planungen muss die Gemeinde frühestens sechs Monate, spätestens jedoch sechs Wochen vor der Beschlussfassung über Grundlagen, Ziele und Auswirkungen informieren. Link zum Original
  29. Mindestens einmal im Jahr finden Einwohnerversammlungen zur Erörterung wichtiger Angelegenheiten statt.

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    Wortlaut im Programm
    Zur Erörterung wichtiger Angelegenheiten müssen mindestens einmal im Jahr EinwohnerInnenversammlungen durchgeführt werden. Link zum Original

Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt

Reihenfolge

  • a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
  • Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
  • Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
  • Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
  • Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.

KI-Hinweis

Die Inhalte dieser Seite sind mit KI erstellt und können Ungenauigkeiten und Fehler enthalten. Maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Stand der Daten: . Wie KI hier arbeitet · Zur Methode

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