Forderungen zu Kultur, Medien, Religion und Erinnerung
Bundestagswahl 18.09.2005 · beschlossen 10.07.2005 · Original
Das Programm enthält 36 von 1.028 Forderungen zu „Kultur, Medien, Religion und Erinnerung“.
- 36Forderungen zum Politikfeld
- 4 %des Programms
- 124Seiten im Original
- 2005Wahljahr
Keine Treffer.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung 36
Die Erinnerung an Gewaltherrschaft und staatlich organisierte Massenvernichtung wird wachgehalten.
Wortlaut im Programm
Gewaltherrschaft und die staatlich organisierte Massenvernichtung von Menschen gehören zur jüngeren deutschen Geschichte. Das Leid der Opfer des Naziterrors können wir nicht wieder gutmachen. Wir halten die Erinnerung wach und sie hält uns wach. Das bestärkt uns in unserem Engagement gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. Link zum Original
Zwischen den Interessen der Verbraucher und der Urheber und Verwerter kultureller Güter soll eine gerechte Balance hergestellt werden.
Wortlaut im Programm
Wir setzen uns vielmehr für eine gerechte Balance zwischen den Interessen der VerbraucherInnen und den UrheberInnen und VerwerterInnen kultureller Güter ein. Link zum Original
Die Freiheit aller Religionen und die Freiheit, keine Religion zu haben, sollen gewahrt werden.
Wortlaut im Programm
Wir treten für die Freiheit der christlichen, jüdischen, islamischen und anderer Religionen ein, sowie für die Freiheit, keine Religion zu haben. Link zum Original
Mit den Kirchen soll ein Dialog über die Geltung des Arbeits- und Tarifrechts in kirchlichen Wohlfahrtseinrichtungen geführt werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen weiterhin mit den Kirchen einen Dialog über die Geltung des Arbeits- und Tarifrechts in kirchlichen Wohlfahrtseinrichtungen führen. Link zum Original
Das Recht der Kirchen, eigene Mitglieder in kirchlichen Wohlfahrtseinrichtungen zu bevorzugen, bleibt unberührt.
Wortlaut im Programm
Das Recht der Kirchen, ihre eigenen Mitglieder durch kirchliche Wohlfahrtseinrichtungen zu bevorzugen, bleibt unberührt. Link zum Original
Der Islam soll als gleichberechtigte Religion rechtlich und politisch anerkannt und gesellschaftlich integriert werden.
Wortlaut im Programm
Dazu gehört, dass der Islam als gleichberechtigte Religion rechtlich und politisch anerkannt und gesellschaftlich integriert wird. Link zum Original
Ein Gesetzentwurf für eine Magnus-Hirschfeld-Stiftung soll bei haushaltspolitischen Spielräumen erneut aufgegriffen werden.
Wortlaut im Programm
Wenn wir wieder haushaltspolitische Spielräume haben, wollen wir unseren Gesetzentwurf für eine Magnus-Hirschfeld- Stiftung erneut aufgreifen. Link zum Original
Die Erinnerungskultur soll über die Nazizeit aufklären und Lehren aus ihr ziehen.
Wortlaut im Programm
Wir brauchen eine Erinnerungskultur, die nicht vernebelt, sondern aufklärt und Lehren zieht aus der Nazizeit. Link zum Original
Die personelle Kontinuität zwischen NS-Regime und Behörden in Ost und West nach 1949 soll weiter historisch aufgearbeitet werden.
Wortlaut im Programm
Deshalb muss auch die personelle Kontinuität zwischen NS-Regime und staatlichen Behörden in Ost und West nach 1949 weiter historisch aufgearbeitet werden. Link zum Original
Eine starke und vielfältige Kulturszene wird unterstützt.
Wortlaut im Programm
Wir GRÜNEN unterstützen eine starke und vielfältige Kulturszene. Wir wollen ihre Freiräume verteidigen und ihre Rolle im öffentlichen Raum stärken. Link zum Original
Die Freiräume der Kulturszene sollen verteidigt und ihre Rolle im öffentlichen Raum gestärkt werden.
Wortlaut im Programm
Wir GRÜNEN unterstützen eine starke und vielfältige Kulturszene. Wir wollen ihre Freiräume verteidigen und ihre Rolle im öffentlichen Raum stärken. Link zum Original
Kultur soll auch dort gefördert werden, wo sie sich wirtschaftlich nicht unmittelbar rechnet.
Wortlaut im Programm
Kultur ist aber auch Bedingung für die demokratische Gesellschaft und zentrale Dimension eines selbstbestimmten Lebens. Deshalb muss sie auch da gefördert werden, wo sie sich nicht unmittelbar »rechnet«. Link zum Original
Eine Reduzierung der Kultur auf einen ökonomischen Standortfaktor wird abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Wir wehren uns gegen die politische Reduzierung von Kultur auf einen rein ökonomischen Standortfaktor. Link zum Original
Die Freiheit der Kultur und der Künste soll auch jenseits des Mainstreams gesichert werden.
Wortlaut im Programm
Wir kämpfen für die Freiheit der Kultur und der Künste, auch jenseits des Mainstreams. Link zum Original
Eine lebendige Kultur in Städten und Gemeinden soll gefördert werden.
Wortlaut im Programm
Wir setzen uns für eine lebendige Kultur in den Städten und Gemeinden ein. Link zum Original
Dörfer sollen nicht zu kulturell verödeten Zonen werden.
Wortlaut im Programm
Dörfer dürfen nicht zu Zonen der kulturellen Ödnis werden. Link zum Original
Kulturelle Infrastruktur wie Jugendzentren, Ateliers, Proberäume, Stadttheater und Aufführungsorte soll erhalten und geschaffen werden.
Wortlaut im Programm
Die Erhaltung und Schaffung der kulturellen Infrastruktur aus Jugendzentren, Ateliers, Proberäumen, Stadttheatern, Aufführungs- und Ausstellungsorten ist deshalb Ziel unserer Politik – ob nun in staatlicher Trägerschaft oder durch die Förderung privater, selbst organisierter Initiative. Link zum Original
Die Kommunen sollen bei ihren Kulturaufgaben finanziell gestärkt werden.
Wortlaut im Programm
Um dies zu gewährleisten, setzen sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die finanzielle Stärkung der Kommunen bei der Wahrnehmung ihrer Kulturaufgaben ebenso ein wie für die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements im Kulturbereich. Link zum Original
Das bürgerschaftliche Engagement im Kulturbereich soll gestärkt werden.
Wortlaut im Programm
Um dies zu gewährleisten, setzen sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die finanzielle Stärkung der Kommunen bei der Wahrnehmung ihrer Kulturaufgaben ebenso ein wie für die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements im Kulturbereich. Link zum Original
Künstlerinnen und Künstler sollen angemessene steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen erhalten.
Wortlaut im Programm
Künstlerinnen und Künstler in Deutschland brauchen angemessene steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen. Ihre soziale Lage muss verbessert und künstlerischer Nachwuchs vielfältig gefördert werden. Link zum Original
Die soziale Lage von Künstlerinnen und Künstlern soll verbessert werden.
Wortlaut im Programm
Künstlerinnen und Künstler in Deutschland brauchen angemessene steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen. Ihre soziale Lage muss verbessert und künstlerischer Nachwuchs vielfältig gefördert werden. Link zum Original
Künstlerischer Nachwuchs soll vielfältig gefördert werden.
Wortlaut im Programm
Künstlerinnen und Künstler in Deutschland brauchen angemessene steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen. Ihre soziale Lage muss verbessert und künstlerischer Nachwuchs vielfältig gefördert werden. Link zum Original
Die Enquete-Kommission »Kultur in Deutschland« soll fortgeführt werden.
Wortlaut im Programm
Wir setzen uns für die Fortführung der Enquete-Kommission »Kultur in Deutschland« ein. Link zum Original
Bundeskulturstiftung und Hauptstadtkulturfonds sollen gestärkt werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen Bundeskulturstiftung und Hauptstadt-Kulturfonds stärken, denn ihnen kommt eine entscheidende Rolle bei der Förderung einer lebendigen Kulturlandschaft zu. Link zum Original
Schutz und Förderung der Kultur sollen ins Grundgesetz aufgenommen werden.
Wortlaut im Programm
Wir befürworten die Empfehlung der Enquete-Kommission, den Schutz und die Förderung von Kultur in das Grundgesetz aufzunehmen. Link zum Original
Die auswärtige Kulturpolitik, insbesondere Mittlerorganisationen wie Goethe-Institute und DAAD, soll gestärkt werden.
Wortlaut im Programm
Die auswärtige Kulturpolitik soll deshalb gestärkt werden, insbesondere die staatsfernen Mittlerorganisationen wie Goethe-Institute und DAAD. Link zum Original
Der internationale Kulturaustausch soll intensiviert werden.
Wortlaut im Programm
Die Intensivierung des internationalen Kulturaustausches ist ebenso notwendig wie die stärkere Verzahnung von auswärtiger und innerer Kulturpolitik. Link zum Original
Auswärtige und innere Kulturpolitik sollen stärker verzahnt werden.
Wortlaut im Programm
Die Intensivierung des internationalen Kulturaustausches ist ebenso notwendig wie die stärkere Verzahnung von auswärtiger und innerer Kulturpolitik. Link zum Original
Beschluss und Ratifizierung der UNESCO-Konvention zur kulturellen Vielfalt sollen vorangetrieben werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen den Beschluss und die anschließende Ratifizierung der »UNESCO-Konvention zur Kulturellen Vielfalt« vorantreiben. Link zum Original
Europa soll eine Kultur-Charta zur kulturellen Völkerverständigung erhalten.
Wortlaut im Programm
Ein gemeinsames Europa braucht eine Kultur-Charta, die auf eine kulturelle Völkerverständigung abzielt. Link zum Original
Eine demokratische, offene Informationsgesellschaft mit vielfältiger Medienlandschaft und Teilhabe für alle wird angestrebt.
Wortlaut im Programm
Wir setzen uns für eine demokratische und offene Informationsgesellschaft mit einer vielfältigen Medienlandschaft ein, an der alle teilhaben können. Link zum Original
Geschlechtergerechtigkeit soll in den Medien verankert werden.
Wortlaut im Programm
Wir setzen uns für die Verankerung von Geschlechtergerechtigkeit in den Medien ein. Link zum Original
Eine vielfältige Presse- und Rundfunklandschaft soll erhalten werden.
Wortlaut im Programm
Dazu zählt insbesondere die Erhaltung einer vielfältigen Presse- und Rundfunklandschaft. Hierfür benötigen wir effektivere Aufsichtsstrukturen und eine dauerhafte Absicherung des dualen Rundfunksystems mit einem zukunftsfähigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Bürgermedien wie offenen Kanälen und freien Radios. Link zum Original
Die Medienaufsicht soll effektiver gestaltet werden.
Wortlaut im Programm
Dazu zählt insbesondere die Erhaltung einer vielfältigen Presse- und Rundfunklandschaft. Hierfür benötigen wir effektivere Aufsichtsstrukturen und eine dauerhafte Absicherung des dualen Rundfunksystems mit einem zukunftsfähigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Bürgermedien wie offenen Kanälen und freien Radios. Link zum Original
Das duale Rundfunksystem mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk und Bürgermedien wie offenen Kanälen und freien Radios soll dauerhaft abgesichert werden.
Wortlaut im Programm
Dazu zählt insbesondere die Erhaltung einer vielfältigen Presse- und Rundfunklandschaft. Hierfür benötigen wir effektivere Aufsichtsstrukturen und eine dauerhafte Absicherung des dualen Rundfunksystems mit einem zukunftsfähigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Bürgermedien wie offenen Kanälen und freien Radios. Link zum Original
Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten sollen ihren Bildungsauftrag wahrnehmen.
Wortlaut im Programm
Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten müssen sich zu ihrem Bildungsauftrag bekennen. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.