SPD · Verantwortung für Hessen
Forderungen zu Kultur, Medien, Religion und Erinnerung
Landtagswahl Hessen 1995 · beschlossen 05.11.1994 · Original
Das Programm enthält 35 von 872 Forderungen zu „Kultur, Medien, Religion und Erinnerung“.
- 35Forderungen zum Politikfeld
- 4 %des Programms
- 156Seiten im Original
- 1995Wahljahr
Keine Treffer.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung 35
Die Arbeit regionaler Geschichtswerkstätten und Gedenkstätten soll gefördert werden.
Wortlaut im Programm
e Förderung der Arbeit regionaler Geschichtswerkstätten I sowie der Gedenkstätten, Link zum Original
Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch auf kulturelle Teilhabe.
Wortlaut im Programm
Kultur ist nicht nur das Bewundern von und der Umgang mit | ästhetischen Produktionen, Kultur steht auch in einem sozia- 4 len Kontext. In diesem Zusammenhang ist Kultur Medium der 4 Aufklärung, der Selbstvergewisserung, der Welterkenntnis und a der individuellen Erfahrung und begründet damit den An- i spruch der Bürgerinnen und Bürger auf kulturelle T eilhabe. Link zum Original
Die Freiheit der Kunst soll gegen ihre Gegner und einschränkende kommerzielle Tendenzen verteidigt werden.
Wortlaut im Programm
Die Freiheit der | Kunst darf nicht in Gefahr geraten. Darum muß ihren Geg- i nern und den kommerziellen T endenzen, die sie einschran- 4 ken wollen, entgegengetreten werden. Link zum Original
Die Landeskulturpolitik soll als weicher Standortfaktor fördern, was sich kulturell vor Ort entwickelt.
Wortlaut im Programm
Landeskulturpolitik leistet nicht nur einen Beitrag zur Sozial- i politik, sondern bietet auch die Möglichkeit, als "weicher Standortfaktor" für eine Steigerung der Lebensqualität und | der wirtschaftlichen Attraktivität zu sorgen, indem sie das A aufnimmt und fördert, was sich kulturell vor Ort entwickelt. Link zum Original
Regionalkonferenzen und Zusammenarbeitsformen wie die Kultursommer in Mittel-, Nord- und Südhessen sollen verstärkt unterstützt werden.
Wortlaut im Programm
Regionalkonferenzen, in denen Initiativen soziokultu- N ji reller Prägung und traditionelle Veranstalter oder Vereine zusammenkommen, und andere Formen der Zusammenarbeit, 4 wie z.B. die "Kultursommer" in Mittel-, Nord- und Südhessen, | ha werden verstärkt zu unterstützen sein. Link zum Original
Sponsoring, Wettbewerb mit privaten Kulturangeboten und die Übertragung staatlicher Kulturaktivitäten auf private Gesellschaftsformen werden nicht ausgeschlossen.
Wortlaut im Programm
Die Orientierung an der Arbeit der Kulturinitiativen, der hi " Wettbewerbsfähigkeit öffentlicher mit privaten Kulturangeboce ten, Sponsoring und die Ubertragung von staatlichen Kulturil aktivitaten auf private Gesellschaftsformen sind für uns kein ee dogmatisches Tabu; ebensowenig die Verknüpfung der Pflege ae des reichen hessischen kulturhistorischen Erbes mit Initiativen I zur wirtschaftlichen Stärkung von ländlichen Regionen. Link zum Original
Die Pflege des kulturhistorischen Erbes soll mit Initiativen zur wirtschaftlichen Stärkung ländlicher Regionen verknüpft werden können.
Wortlaut im Programm
Die Orientierung an der Arbeit der Kulturinitiativen, der hi " Wettbewerbsfähigkeit öffentlicher mit privaten Kulturangeboce ten, Sponsoring und die Ubertragung von staatlichen Kulturil aktivitaten auf private Gesellschaftsformen sind für uns kein ee dogmatisches Tabu; ebensowenig die Verknüpfung der Pflege ae des reichen hessischen kulturhistorischen Erbes mit Initiativen I zur wirtschaftlichen Stärkung von ländlichen Regionen. Link zum Original
Ein flächendeckendes Angebot an Kunst und Kultur in den Städten und Gemeinden soll auch in Sparzeiten stabilisiert und ausgebaut werden.
Wortlaut im Programm
Wir werden weiter daran arbeiten, daß in den Städten und Il Gemeinden Hessens auch in Zeiten des Sparens ein flächen- N deckendes Angebot an künstlerischen Leistungen und kultu- Hike rellen Aktivitäten stabilisiert und ausgebaut wird. Link zum Original
Mit einer Hessenkarte Kunst und einem Kulturkalender soll über künstlerische Angebote informiert und regionaler Konzentration entgegengewirkt werden.
Wortlaut im Programm
Mit einer "Hessenkarte Kunst" und dem Kulturkalender will ced das Land über die wichtigsten künstlerischen Angebote in Inn Hessen informieren und gleichzeitig Wege zur Überwindung un allzu starker regionaler Konzentration aufzeigen. Link zum Original
Die Städte und Kommunen der Rhein-Main-Region sollen verstärkt in einen gegenseitigen kulturellen Dialog gebracht werden.
Wortlaut im Programm
Diese kulturelle Vielfalt und Qualität ist auch Ausdruck a der Begegnung von Menschen verschiedenster Herkunft und IN Lebensart. Zu ihrer Erhaltung und Ausgestaltung sind die Bele: Städte und Kommunen der Rhein-Main-Region untereinander N verstärkt in den gegenseitigen kulturellen Dialog zu bringen. Link zum Original
Das kulturelle Leben in den Großstädten erhält besondere Förderung und Unterstützung.
Wortlaut im Programm
In den Großstädten unseres Landes entwickeln sich kulturelles | Leben und kulturelle Brennpunkte unter besonderen Bedin- 4 gungen und bedirfen dort der besonderen Férderung und | Unterstützung. Link zum Original
Die Förderung der Jugend und des künstlerischen Nachwuchses bildet einen Schwerpunkt der Kulturarbeit.
Wortlaut im Programm
Die Förderung der Jugend und des künstlerischen Nachwuch- | ses in den verschiedenen Kultursparten bildet einen besonde- | ren Schwerpunkt der kulturellen Arbeit und ist verstarkt mit | der Jugendpolitik zu vernetzen. Link zum Original
Die Nachwuchsförderung in der Kultur wird stärker mit der Jugendpolitik vernetzt.
Wortlaut im Programm
Die Förderung der Jugend und des künstlerischen Nachwuch- | ses in den verschiedenen Kultursparten bildet einen besonde- | ren Schwerpunkt der kulturellen Arbeit und ist verstarkt mit | der Jugendpolitik zu vernetzen. Link zum Original
Eine ausführliche Bestandsaufnahme zur Situation der Frauen in den Kultursparten in Hessen wird erstellt, um Schwachstellen und Ansatzpunkte für Maßnahmen zu ermitteln.
Wortlaut im Programm
Darüber hinaus ist eine ausführliche Bestandsaufnahme zur a Situation der Frauen in den verschiedenen Kultursparten in i Hessen zu erstellen, aus der hervorgeht, wo Schwachstellen N liegen und wo gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der il Situation der Frauen in Kunst und Kultur ansetzen sollten. Link zum Original
Entscheidungsgremien der Kulturförderung werden paritätisch besetzt, um den künstlerischen Beitrag von Frauen stärker zu fördern.
Wortlaut im Programm
Der künstlerische Beitrag von Frauen in allen Kultur- | bereichen ist stärker zu berücksichtigen und zu fördern, in- i dem Entscheidungsgremien paritätisch besetzt werden und in dem die Vergabe von Landesmitteln bei Preisen, Stipendien | und Aufträgen, bei Ankäufen, Ausstellungen und Projekten ii sowie bei allen sonstigen Maßnahmen der Kunst- und Kultur- i förderung aller Sparten an eine angemessene Beteiligung von | Künstlerinnen geknüpft wird. Link zum Original
Die Vergabe von Landesmitteln für Preise, Stipendien, Aufträge, Ankäufe, Ausstellungen und Projekte der Kulturförderung wird an eine angemessene Beteiligung von Künstlerinnen geknüpft.
Wortlaut im Programm
Der künstlerische Beitrag von Frauen in allen Kultur- | bereichen ist stärker zu berücksichtigen und zu fördern, in- i dem Entscheidungsgremien paritätisch besetzt werden und in dem die Vergabe von Landesmitteln bei Preisen, Stipendien | und Aufträgen, bei Ankäufen, Ausstellungen und Projekten ii sowie bei allen sonstigen Maßnahmen der Kunst- und Kultur- i förderung aller Sparten an eine angemessene Beteiligung von | Künstlerinnen geknüpft wird. Link zum Original
Künstlerinnen werden durch stärkere Vernetzung von Kultureinrichtungen und Förderung gemeinsamer Projekte besonders unterstützt.
Wortlaut im Programm
Auch bedürfen Künstlerinnen | der besonderen Unterstützung durch stärkere Vernetzung von i Kultureinrichtungen und durch Férderung gemeinsamer Pro- i jekte. Link zum Original
Ältere Menschen in ihren kulturellen Tätigkeiten werden künftig stärker unterstützt.
Wortlaut im Programm
Mitten im kulturellen Leben stehen die älteren Menschen mit i ihren vielfältigen Tätigkeiten. Sie werden von unserer Gesell- | schaft längst nicht genügend ernst genommen und sollen ' deshalb in Zukunft stärker unterstützt werden. Link zum Original
Das Netz der kleinen örtlichen Museen wird durch thematische Schwerpunkte ausgebaut und für Besucher attraktiver gemacht.
Wortlaut im Programm
Das Netz der vielen kleinen, örtlichen Museen im Lande soll i ce durch thematische Schwerpunktbildungen ausgebaut und fir i „ Besucherinnen und Besucher attraktiver. gemacht werden. Link zum Original
Eine „Hessenstiftung Kultur und Natur“ wird gegründet, in der die staatlichen Schlösser, Gärten und Burgen zusammengeführt werden.
Wortlaut im Programm
Wir eei grinden eine "Hessenstiftung Kultur und Natur’. In dieser ee Stiftung werden staatliche Schlösser, Garten und Burgen zu- I h sammengeführt. Link zum Original
Das Land steht zu seiner Verantwortung für die documenta in Kassel und achtet ihre künstlerische Freiheit.
Wortlaut im Programm
In Kassel findet 1997 zum zehnten Mal die documenta statt — In ein künstlerisches und kulturelles Ereignis von internationaler Hee Strahlkraft, ein Ort der Begegnung aller Altersgruppen und Bi i Nationalitäten, aber auch ein bedeutender Bildungs- und al Wirtschaftsfaktor für die gesamte nordhessische Region. Das Bi Land Hessen steht zu seiner Verantwortung für diese internaen tionale Ausstellung bei gleichzeitiger Anerkennung ihrer vol- Wi len künstlerischen Freiheit. Link zum Original
Eine Kultur GmbH wird als Trägerin des Landes für eine effiziente und unbürokratische Landeskulturpolitik eingesetzt.
Wortlaut im Programm
Landeskulturpolitik soll künftig effizient und unbürokratisch ee betrieben werden können; eine Kultur GmbH als Trägerin des In Landes kann diese Aufgaben wahrnehmen, während ein at Kulturbüro als Verbindungsstelle, Vernetzungszentrum und N Clearing-Forum für die Verknüpfung unterschiedlicher Trä- | se ger, für gemeinsame regionale Veranstaltungen, thematische u oder Sparten-Festivals dienen kann. Link zum Original
Ein Kulturbüro dient als Verbindungsstelle und Vernetzungszentrum für verschiedene Träger, regionale Veranstaltungen und Festivals.
Wortlaut im Programm
Landeskulturpolitik soll künftig effizient und unbürokratisch ee betrieben werden können; eine Kultur GmbH als Trägerin des In Landes kann diese Aufgaben wahrnehmen, während ein at Kulturbüro als Verbindungsstelle, Vernetzungszentrum und N Clearing-Forum für die Verknüpfung unterschiedlicher Trä- | se ger, für gemeinsame regionale Veranstaltungen, thematische u oder Sparten-Festivals dienen kann. Link zum Original
Allen Bestrebungen, die Unabhängigkeit und Freiheit des kritischen Journalismus auszuhöhlen, wird entgegengetreten.
Wortlaut im Programm
Tragendes Element unserer freiheitlich-demokratischen i a Grundordnung ist ein kritischer Journalismus. Er muß unabil Kl, hängig und frei sein. Die hessische SPD wird deshalb allen 4 a Bestrebungen entgegentreten, die diese Prinzipien aushöhlen j i wollen. Link zum Original
Medien sollen frei und unabhängig vom Staat und möglichst auch von mächtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gruppen sein.
Wortlaut im Programm
In einem demokratischen Rechtsstaat müssen Medien frei und ae unabhängig vom Staat, möglichst aber auch von mächtigen i wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gruppen sein. Link zum Original
Konzentrationstendenzen auf dem Rundfunk- und Fernsehmarkt wird durch restriktive Regelungen in den Staatsverträgen entgegengetreten.
Wortlaut im Programm
Den Pe Konzentrationstendenzen auf dem Rundfunk- und Fernsehea markt ist durch restriktive Regelungen in den Staatsvertragen eo entgegenzutreten. Link zum Original
Medienpädagogische Initiativen und die in diesem Bereich tätigen Institutionen werden unterstützt.
Wortlaut im Programm
Die SPD unterstützt des- ‚ih halb medienpädagogische Initiativen und die in diesem Be- Bu reich tätigen Institutionen. Link zum Original
Das Prinzip des dualen Rundfunks wird bekräftigt.
Wortlaut im Programm
Auf der Basis des 7. Fernsehurteils des Bundesverfassungses gerichts unterstreicht die hessische SPD das Prinzip des duahe len Rundfunks. Link zum Original
Es wird geprüft, ob die Rundfunklandschaft zur Stärkung des öffentlich-rechtlichen Systems neu geordnet werden muss.
Wortlaut im Programm
Es wird in den nächsten Jahren zu prüfen sein, eae ob zur Stärkung und Erhaltung des öffentlich-rechtlichen Sy- N stems die Rundfunklandschaft in der Bundesrepublik neu geees ordnet werden muß. Link zum Original
Der Hessische Rundfunk wird als öffentlich-rechtliche Anstalt gesichert.
Wortlaut im Programm
Dabei wird die SPD den Hessischen N Rundfunk als öffentlich-rechtliche Anstalt sichern. Dazu gehörtus auch die Prüfung einer Neuordnung des Gebührensystems. Link zum Original
Eine Neuordnung des Rundfunkgebührensystems wird geprüft.
Wortlaut im Programm
Dabei wird die SPD den Hessischen N Rundfunk als öffentlich-rechtliche Anstalt sichern. Dazu gehörtus auch die Prüfung einer Neuordnung des Gebührensystems. Link zum Original
Die Chancen des privaten Rundfunks, neue Zielgruppen auch mit informativen Inhalten zu erreichen, bleiben gewahrt.
Wortlaut im Programm
Dabei müssen die Chancen, die die | Ausgestaltung des privaten Rundfunks zur Erreichung neuer | Zielgruppen auch für informative Inhalte gebietet, gewahrt i! bleiben. Link zum Original
Der Staat schafft die Voraussetzungen, damit sich die Menschen in der Informations- und Kommunikationsgesellschaft zurechtfinden, aktiv an medialen Prozessen teilnehmen und kritische Distanz zu den Medien entwickeln.
Wortlaut im Programm
Um derartige Entwicklungen zu | vermeiden, hat der Staat die öffentliche Aufgabe zu übernehmen, die Voraussetzungen zu schaffen, daß sich die Men- | schen in der Informations- und Kommunikationsgesellschaft i zurechtfinden, daß sie nicht nur Konsumenten, sondern auch il aktive Teilnehmer und Teilnehmerinnen an medialen Prozes- | sen sind und damit auch kritische Distanz aktiv gegenüber i den Medien entwickeln kénnen. Link zum Original
Offene Kanäle werden befürwortet.
Wortlaut im Programm
Die SPD unterstreicht ihre positive Haltung zu offenen Kanä- N len. Link zum Original
Die Einführung nicht-kommerziellen lokalen Rundfunks wird über die Landesanstalt für privaten Rundfunk finanziert.
Wortlaut im Programm
Deren finanzielle Absicheee rung erfolgt genauso Uber die Landesanstalt fir privaten u Rundfunk wie auch die Einführung nicht-kommerziellen lokau len Rundfunks. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.