FW · Leitlinien zur Landtagswahl Bayern 1998
Forderungen zu Rente und Alterssicherung
Landtagswahl Bayern 13.09.1998 · beschlossen 15.03.1998 · Original
Das Programm enthält 15 von 403 Forderungen zu „Rente und Alterssicherung“.
- 15Forderungen zum Politikfeld
- 4 %des Programms
- 40Seiten im Original
- 1998Wahljahr
Keine Treffer.
Rente und Alterssicherung 15
Eine Rentenreform beruht auf der Rente als Solidarvertrag zwischen Arbeitenden und früheren Beitragszahlern.
Wortlaut im Programm
- Rentenreform Grundsatz: Die Rente ist ein Solidarvertrag zwischen Arbeitenden und denen, die gearbeitet und eingezahlt haben. Link zum Original
Dass die öffentliche Hand für die Altersversorgung von Beamten und Politikern keine Rücklagen bildet, gilt als ungerecht.
Wortlaut im Programm
Ungerecht ist außerdem, daß für Beamte und Politiker, die keinen Beitrag zu ihrer Altersversorgung leisten, durch die öffentliche Hand keine Rücklagen gebildet werden. Link zum Original
Kindererziehung wird in der Rentenbemessung als nicht genügend berücksichtigt angesehen.
Wortlaut im Programm
- Kindererziehung ist nicht genügend berücksichtigt. Ein Aussteigen oder auch nur Aussetzen der Berufstätigkeit wirkt sich in der Rentenbemessung verheerend aus Link zum Original
Der Aufbau einer dritten Säule privater kapitalgedeckter Eigenvorsorge wird wegen doppelter Belastung einer Generation abgelehnt.
Wortlaut im Programm
Es soll nun eine „dritte“ Säule der Eigenvorsorge in Form eines privaten Kapitalstocks aufgebaut werden (Sparvertrag, Lebensversicherung etc.). Abgesehen davon, daß dies gar nicht geht, weil bekanntlich „die Kuh nur einmal gemolken werden kann“, - dies wäre auch zutiefst ungerecht, weil damit eine ganze Generation doppelt belastet würde: Sie müßte die Rente für die Elterngeneration bezahlen und gleichzeitig den Kapitalstock für die eigene Altersvorsorge aufbringen. Link zum Original
Das Rentensystem soll neu geordnet und wieder zu einem Solidarvertrag gemacht werden.
Wortlaut im Programm
Anstatt das Rentensystem wirklich wieder neu zu ordnen und zu dem zu machen, als das der Solidarvertrag in seinen Anfängen gedacht war, betrügt die Politik eine ganze Generation. Link zum Original
Die Großindustrie soll zur Entlastung von Mittelstand und Handwerk stärker zu Beiträgen zur Rentenversicherung herangezogen werden.
Wortlaut im Programm
Natürlich muß darüber nachgedacht werden, wie beispielsweise die Großindustrie in stärkerem Maße für Beitragsleistungen zur Renteversicherung herangezogen werden kann, zur Entlastung von Mittelstand und Handwerk, und natürlich ist der Aufbau mehrerer paralleler „Versorgungsstränge“ sinnvoll, insbesondere auf betrieblicher Ebene (z.B. Investivlohn: Ein Teil der Einkommenserhöhungen wird in den Betrieb „investiert“ und für die Rente angespart). Link zum Original
Mehrere parallele Versorgungsstränge, insbesondere betriebliche wie der Investivlohn, werden als sinnvoll angesehen.
Wortlaut im Programm
Natürlich muß darüber nachgedacht werden, wie beispielsweise die Großindustrie in stärkerem Maße für Beitragsleistungen zur Renteversicherung herangezogen werden kann, zur Entlastung von Mittelstand und Handwerk, und natürlich ist der Aufbau mehrerer paralleler „Versorgungsstränge“ sinnvoll, insbesondere auf betrieblicher Ebene (z.B. Investivlohn: Ein Teil der Einkommenserhöhungen wird in den Betrieb „investiert“ und für die Rente angespart). Link zum Original
Das Gleichgewicht zwischen eingezahlten Beiträgen und ausgezahlten Renten soll wiederhergestellt werden.
Wortlaut im Programm
Soziale Gerechtigkeit im Rentensystem bedeutet aber, daß das Gleichgewicht zwischen Einbezahltem und Ausbezahltem wiederhergestellt wird, und unter dem Gesichtspunkt der „Solidarität“ erfordert dies einen echten Transfer zwischen denen, die arbeiten und denen, die gearbeitet haben. Link zum Original
Die Rente soll ein echter Transfer zwischen Erwerbstätigen und Ruheständlern sein.
Wortlaut im Programm
Soziale Gerechtigkeit im Rentensystem bedeutet aber, daß das Gleichgewicht zwischen Einbezahltem und Ausbezahltem wiederhergestellt wird, und unter dem Gesichtspunkt der „Solidarität“ erfordert dies einen echten Transfer zwischen denen, die arbeiten und denen, die gearbeitet haben. Link zum Original
Die Rentenkassen sollen radikal von allen versicherungsfremden Leistungen befreit werden.
Wortlaut im Programm
- daß als allererstes die Rentenkassen radikal von allen versicherungsfremden Leistungen befreit werden müssen, Link zum Original
Die Rentenhöhe soll sich auch danach bemessen, wie viel Beitragsleistung der arbeitenden Generation zumutbar ist.
Wortlaut im Programm
- daß die Rentenhöhe nicht nur danach bemessen werden darf, wie hoch der Versorgungsbedarf der nicht mehr arbeitenden Generation gemessen am derzeitige Lebensstandart ist, sondern auch danach, wieviel Beitragsleistung der arbeitenden Generation noch zuzumuten ist. Link zum Original
Das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenbeziehern soll regelmäßig neu ausbalanciert werden.
Wortlaut im Programm
- daß immer wieder das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenbeziehern neu ausbalanciert werden muß und zwar nach den Prinzipien „Verantwortung“, „Leistungsgerechtigkeit“ und Solidarität. Link zum Original
Eine Grundrente mit leistungsbezogener Staffelung nach oben wird als vereinbar angesehen.
Wortlaut im Programm
Eine „Grundrente“, die sich dann leistungsbezogen nach oben staffelt, wäre mit diesen Prinzipien durchaus vereinbar. Link zum Original
Die Ungleichbehandlung von Frauen in der Rentenversicherung soll beseitigt werden.
Wortlaut im Programm
- Beseitigung der Ungleichbehandlung in der Rentenversicherung Link zum Original
Familien- und Sozialpolitik soll nicht über Rentenbeiträge finanziert werden.
Wortlaut im Programm
Familienpolitik und Sozialpolitik darf nicht über die Rentenbeiträge finanziert werden. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.