Pflegekräfte und Gesundheitsberufe
Personen: was die Programme zur Landtagswahl in Thüringen und der Koalitionsvertrag für diese Gruppe fordern, zum Aufklappen nach Art der Wirkung.
Rechts in Rot die Zahl der Forderungen, die die Gruppe belasten, in Grau die teils, teils oder ohne klare Richtung, in Grün die, die sie begünstigen. Alle Zielgruppen in Thüringen
Klicken Sie auf eine Partei, um ihre Forderungen zu sehen.
BSW00
Ohne Einzug ins Parlament
AfD 24
Mehr Rechte oder Angebote 3
- Ärzte, Kinderärzte und Hebammen sollen in Thüringen ausgebildet und im Land gehalten werden.
- Die arbeitsrechtlichen Vorgaben zu Arbeits- und Ruhezeiten des medizinischen Personals sollen konsequent eingehalten werden.
- Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sollen deutlich verbessert werden, um ausgestiegenes Pflegepersonal zurückzugewinnen.
Weniger Pflichten 1
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 1
CDU 710
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 6
- Instrumente zur Förderung der Niederlassung von Ärzten, Zahnärzten und Apothekern werden weiterentwickelt.
- Die Landschwester ist eine weitergebildete medizinische Fachangestellte, die eigenverantwortlich Hausbesuche macht.
- Mehr Eigenständigkeit in pflegerischer und medizinischer Arbeit soll den Pflegeberuf für neue Zielgruppen attraktiv machen.
- Qualifizierten Pflegefachkräften sollen mehr heilberufliche Kompetenzen übertragen werden.
- Mit den Tarifpartnern sollen bessere Arbeitsbedingungen und modernes Personalmanagement für Pflegekräfte erreicht werden.
- Verbindliche Dienstpläne, weniger geteilte Dienste, flexible Teilzeit und Kinderbetreuung sollen die Vereinbarkeit von Familie und Pflegeberuf stärken.
Weniger Pflichten 2
Ohne klare Richtung 7
- Mehr Interessenten sollen für den Beruf der Familienhebamme gewonnen werden.
- Dem Fachkräftemangel in der Pflege soll stärker entgegengetreten werden als bisher.
- Pflegekräften soll mehr Vertrauen entgegengebracht werden.
- Das Berufsbild Pflege soll aufgewertet werden.
- Tätigkeitsbeschreibungen sollen stärker zwischen Pflegehilfskräften, Pflegefachkräften und akademischem Personal unterscheiden.
- Eine Initiative soll ausgestiegene Pflegekräfte für den Beruf zurückgewinnen.
- Versorgungslücken sollen erkannt und Pflegepersonal etwa durch Anreize in unterversorgte Regionen gelenkt werden.
Linke 5
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 5
- Für Industrie, Gesundheits- und Sozialberufe und öffentliche Verwaltung sollen Regelungen für eine Viertagewoche oder andere Arbeitszeitverkürzungen gestaltet werden.
- Beschäftigte im Gesundheitswesen erhalten Entlastung, mehr Erholungszeit und gute Löhne.
- Beschäftigte in Pflegeberufen erhalten mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.
- Für Pflegepersonal wird ein Angebot zur psychischen Unterstützung bereitgestellt.
- Verbindliche, tariflich abgesicherte Personalschlüssel für alle Pflegeberufe und in Krankenhäusern werden eingeführt.
SPD 211
Mehr Rechte oder Angebote 10
- Queer-sensible Qualifizierung und Zertifizierung in Pflegeeinrichtungen und Hospizen sowie zielgruppensensible Pflege für LSBTIQA* werden gefördert.
- Fachpersonal in Krankenhäusern, ambulanten Angeboten und Rettungsdienst soll unkompliziert zusammenarbeiten können.
- Der Hebammenberuf wird durch bessere Arbeitsbedingungen attraktiver gemacht.
- Neue Berufsbilder wie Community Health Nurse und Gemeindenotfallsanitäter werden unterstützt.
- Die Angleichung der Heilmittel-Berufsbilder an europäische Standards, etwa durch Akademisierung, wird unterstützt.
- Die pharmazeutische Ausbildung in Thüringen wird gestärkt.
- Ein Bündnis für Pflege mit Vertretern aller Pflegebereiche und Betroffener wird gebildet.
- In der Pflegebranche soll eine flächendeckende Tarifbindung erreicht werden.
- Für Pflegekräfte soll stufenweise eine Vier-Tage-Woche und perspektivisch eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich eingeführt werden.
- Die Vier-Tage-Woche mit perspektivisch 30 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich soll auch für weitere Gesundheitsberufe eingeführt werden.
Weniger Pflichten 2
Grüne 522
Mehr Rechte oder Angebote 22
- Niederlassungen von Ärzten und Praxisteams im ländlichen Raum werden gefördert.
- Queersensible Fortbildungen für Personal in der Alten- und Pflegehilfe werden gefördert.
- Medizinische, therapeutische und Pflegeberufe werden durch Entlastung attraktiver gestaltet.
- Die Pflege wird durch attraktive Arbeitsbedingungen gestärkt.
- Das VERAH-Programm wird für Pflegefachpersonen geöffnet.
- Pflegeberufe werden durch flexiblere Arbeitszeitregelungen und Arbeitszeitreduzierungen attraktiver.
- Bisherige Hilfskräfte in der Pflege werden qualifiziert.
- Für Pflegekräfte gibt es bessere Angebote zur psychologischen Begleitung.
- Die Krankenhausförderung wird an gute Arbeitsbedingungen gekoppelt, etwa über eine verpflichtende Tarifbindung.
- Die prekären Arbeitsbedingungen in der Pflege, die vor allem Frauen betreffen, sollen beendet werden.
- Ein Branchentarifvertrag in der Pflege wird gefördert, um gerechte Entlohnung, gute Arbeitsbedingungen und Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sichern.
- Der Landespflegeausschuss und andere Beteiligungsstrukturen der Pflege werden zu einer gleichberechtigten Beteiligung aller Akteure weiterentwickelt.
- Die Pflegebeschäftigten werden repräsentativ befragt, um über eine Selbstverwaltungsorganisation wie eine Pflegekammer zu entscheiden.
- Seelsorge- und Supervisionsangebote für Pflegekräfte werden zum Standard.
- Die Arbeitsbedingungen von Hebammen in Kliniken werden unter Anwendung des Hebammengesetzes verbessert.
- Bestandshebammen können einen Titel nachträglich erwerben.
- DDR-Fachschulabschlüsse von Hebammen werden anerkannt.
- Hebammen werden in außergewöhnlichen Situationen in Krisenstäbe eingebunden.
- Die psychosoziale Notfallversorgung soll durch bessere Ausrüstung und Fortbildung gestärkt werden.
- Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sollen mehr rechtliche Kompetenzen, insbesondere bei der Medikamentengabe, erhalten.
- Die psychiatrische Forschung im Maßregelvollzug wird durch Stipendien, Doktorandenstellen und eine verhältnismäßige Akademisierung des Pflegepersonals gefördert.
- Die Stellen für Psychotherapeutinnen, Fachärzte sowie Pflege- und Sicherheitspersonal im Maßregelvollzug werden attraktiver gemacht, um ständige Vollbesetzung zu sichern.
Weniger Pflichten 1
Ohne klare Richtung 5
- Für medizinische, therapeutische und Pflegeberufe werden gezielt Fachkräfte angeworben.
- Die Thüringer Berufsordnung für Hebammen von 1998 wird an das Bundesrecht angepasst.
- Die Akademisierung des Hebammenberufs wird fortgesetzt.
- Die Heilberufe-Verordnung wird modernisiert.
- Ein digitaler Heilberufeausweis soll eingeführt werden.
FW 16
Mehr Geld 6
- Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Pflege und in medizinischen Berufen werden verbessert.
- Arbeitsbedingungen und Entlohnung des Personals in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden verbessert.
- In ländlichen Gebieten werden Gemeindeschwesterstellen eingeführt, die mit MVZ oder niedergelassenen Ärzten zusammenarbeiten.
- Die Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden wird öffentlich und unter Beteiligung der Krankenkassen finanziert.
- Die Versicherungsbelastung von Hebammen wird begrenzt.
- Hebammen erhalten spürbare Starthilfen für die Selbstständigkeit.
Mehr Rechte oder Angebote 3
- Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Pflege und in medizinischen Berufen werden verbessert.
- Arbeitsbedingungen und Entlohnung des Personals in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden verbessert.
- Die Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden wird öffentlich und unter Beteiligung der Krankenkassen finanziert.
Ohne klare Richtung 1
FDP 410
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 6
- Der Fachkräftebegriff im Kindergartengesetz wird erweitert, sodass etwa Fachkräfte der Kinderkrankenpflege im Kindergarten eingesetzt werden können.
- Der Direktzugang zu Heilmittelerbringern wird in Modellprojekten erprobt.
- In einem Modellprojekt wird die Anstellung von Medizinischen Fachangestellten mit Case-Management-Fortbildung bei ambulanten Ärzten erprobt.
- Digitalisierung und IT sollen in der Aus-, Weiter- und Fortbildung von Leistungserbringern im Gesundheitswesen stärker berücksichtigt werden.
- In der Pflege soll ein akzeptabler Personalschlüssel gelten, der die Fachkräfteverfügbarkeit am Arbeitsmarkt berücksichtigt.
- Eine starke berufliche Interessenvertretung der Pflegenden auf Basis freiwilliger Mitgliedschaft wird unterstützt.
Weniger Pflichten 2
Ohne klare Richtung 4
Koalitionsvertrag 57
Mehr Geld 2
Mehr Rechte oder Angebote 4
- In der Primärversorgung wird die Kooperation in multiprofessionellen Teams gefördert, um nichtärztliche Gesundheitsfachberufe aufzuwerten.
- Tariflich gesicherte Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen in der Pflege werden im Dialog mit den Tarifpartnern angestrebt.
- Pflegekräfte erhalten mehr Eigenständigkeit durch Delegations- und Substitutionsmöglichkeiten.
- Ein Masterplan Fachkräftesicherung in der Pflege startet eine Offensive zur Gewinnung, Rückgewinnung und Weiterbildung von Pflegekräften.
Weniger Pflichten 1
Ohne klare Richtung 5
- Landschwestern, Gemeindepflegekräfte und Community Health Nurses werden eingeführt, um den Zugang zur medizinischen Versorgung zu verbreitern.
- Die Digitalisierung wird zur Entlastung der Pflege genutzt.
- Alle Gesetze, Verordnungen und Erlasse mit Pflegebezug werden auf ihre Auswirkungen auf die Pflegetätigkeit überprüft.
- Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen sollen gewonnen und gehalten werden.
- Eine Fachkräfteoffensive für Sozial- und Gesundheitsberufe wird gestartet.
Vorläufige Auswertung. Wie das entsteht