SSW · Das Harrisleer Rahmenprogramm des SSW von 2016: SSW – für uns im Norden
Forderungen zu Kultur, Medien, Religion und Erinnerung
Grundsatzprogramm · beschlossen 16.04.2016 · Original
Das Programm enthält 40 von 530 Forderungen zu „Kultur, Medien, Religion und Erinnerung“, die meisten zum Schwerpunkt „Vertriebene und Minderheiten“ (13).
- 40Forderungen zum Politikfeld
- 8 %des Programms
- 34Seiten im Original
- 2016Beschlussjahr
Keine Treffer.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung 40
Vertriebene und Minderheiten 13
Das Nebeneinander von dänischer, friesischer und deutscher Kultur sowie der Kultur der Sinti und Roma soll als Reichtum für das ganze Land genutzt werden.
Wortlaut im Programm
Nebeneinander von dänischer, friesischer und deutscher Kultur sowie der Kultur der Sinti und Roma ist ein Reichtum, den es für das ganze Land zu nutzen gilt. Link zum Original
Der Grundsatz der finanziellen Gleichbehandlung auf allen Ebenen gilt auch für kulturelle Angebote und Kultureinrichtungen der Minderheiten und Volksgruppen.
Wortlaut im Programm
Dieser Grundsatz der finanziellen Gleichbehandlung auf allen Ebenen muss auch für kulturelle Angebote und Kultureinrichtungen der Minderheiten und Volksgruppen gelten. Link zum Original
Die Nutzung der eigenen Sprache gilt als Menschenrecht.
Wortlaut im Programm
Die Nutzung der eigenen Sprache ist ein Menschenrecht. Link zum Original
Die dänische Bevölkerungsgruppe und die friesische Volksgruppe erhalten einen faktischen Anspruch darauf, dass ihre Sprachen im Alltag präsent und nutzbar sind.
Wortlaut im Programm
Eine wirkliche Mehrsprachigkeit setzt jedoch voraus, dass die dänische Bevölkerungsgruppe und die friesische Volksgruppe einen faktischen Anspruch darauf haben, dass ihre Sprachen in ihrem Alltag präsent und nutzbar sind. Link zum Original
Das Friesisch-Gesetz und das Modell Nordfriesland werden als Grundlage für die Minderheitensprache Friesisch weiter ausgebaut.
Wortlaut im Programm
Das „Friesisch-Gesetz/Friisk Gesäts“ und „Modell Nordfriesland/Modäl Nordfriislon“ bilden bereits eine gute Grundlage für die Minderheitensprache Friesisch, die es gilt, weiter auszubauen. Link zum Original
Der Handlungsplan Sprachenpolitik für die Minderheiten des Landes wird ausgeweitet.
Wortlaut im Programm
Mit dem „Handlungsplan Sprachenpolitik“ ist zum ersten Mal in der Geschichte Schleswig-Holsteins eine explizite Sprachenpolitik für die Minderheiten des Landes beschlossen worden. Diese gilt es ebenfalls auszuweiten. Link zum Original
Eine aktive Sprachenpolitik fördert Minderheiten- und Regionalsprachen offensiv im öffentlichen Raum, in den Medien und im Bildungswesen.
Wortlaut im Programm
Der SSW will eine aktive Sprachenpolitik, die dafür sorgt, dass die Minderheiten- und Regionalsprachen im öffentlichen Raum, in den Medien und im Bildungswesen offensiv gefördert werden. Link zum Original
Schutz und Förderung von Minderheiten- und Regionalsprachen gelten als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Wortlaut im Programm
Der Schutz und die Förderung von Minderheiten- und Regionalsprachen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Link zum Original
Bund, Land und Kommunen schaffen die Rahmenbedingungen, damit Regional- und Minderheitensprachen gelebt werden können.
Wortlaut im Programm
Bund, Land und Kommunen stehen in der Verantwortung, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Regional- und Minderheitensprachen gelebt und erlebt werden können. Link zum Original
Zweisprachige Beschilderung in Behörden, öffentlichen Einrichtungen, Bahnhöfen und im Tourismusbereich wird im gesamten Landesteil Schleswig umgesetzt und ausgebaut.
Wortlaut im Programm
Vor allem Nordfriesland ist mit gutem Beispiel vorangegangen, mit zweisprachiger Beschilderung in Behörden, öffentlichen Einrichtungen, Bahnhöfen und im Tourismusbereich. Dies gilt es im gesamten Landesteil Schleswig umzusetzen und auszubauen. Link zum Original
Minderheitensprachen, Regionalsprachen und Dialekte sollen sichtbarer und erlebbarer werden.
Wortlaut im Programm
Die verschiedenen Minderheitensprachen und Regionalsprachen und Dialekte sollen sichtbarer und erlebbarer werden. Link zum Original
Die Beherrschung der deutschen und dänischen Sprache gilt als Voraussetzung für engere Zusammenarbeit im Grenzland.
Wortlaut im Programm
Der SSW sieht die Beherrschung der deutschen und dänischen Sprache als Voraussetzung dafür an, dass wir im Grenzland enger zusammenarbeiten können. Link zum Original
Die Region Sønderjylland-Schleswig soll langfristig zweisprachig, in Nordfriesland dreisprachig werden.
Wortlaut im Programm
Der SSW will, dass die gesamte Region Sønderjylland-Schleswig langfristig zweisprachig oder wie in Nordfriesland sogar dreisprachig wird. Link zum Original
Kulturelle Teilhabe 6
Kulturelle Bildung soll Verknüpfungen mit der Geschichte und Politik des Landes schaffen.
Wortlaut im Programm
Kulturelle Bildung vereint die Bildung in jedem Lebensalter und trägt dazu bei, gesellschaftliche Entwicklungen zu fördern. Ziel soll es sein, Verknüpfungen mit der Geschichte und Politik des Landes zu schaffen. Link zum Original
Kulturelle Bildung soll allen Menschen unabhängig von Herkunft und sozialem Hintergrund zugänglich sein.
Wortlaut im Programm
Der SSW wünscht kulturelle Bildung zugänglich zu machen für alle Menschen unseres Landes, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem sozialen Hintergrund. Link zum Original
Kulturelle Bildung soll die Bevölkerung zu staatsbürgerlicher Mitverantwortung für ein vielfältiges Kulturleben gewinnen.
Wortlaut im Programm
Für den SSW ist es das Ziel der kulturellen Bildung, die Bevölkerung zu staatsbürgerlicher Mitverantwortung für ein vielfältiges Kulturleben zu gewinnen. Link zum Original
Alle Menschen sollen die Möglichkeit erhalten, selbst Kultur zu erschaffen.
Wortlaut im Programm
Aufgabe der Politik muss es sein, allen Menschen die Möglichkeit zu geben, Kultur selbst zu erschaffen. Link zum Original
Kreative Menschen sollen Raum und Möglichkeiten für kulturelle Betätigung erhalten.
Wortlaut im Programm
Kultur muss für alle da sein. Menschen, die kreativ sein wollen, müssen den Raum und die Möglichkeiten dazu haben. Link zum Original
Kultur soll breit digital zugänglich gemacht werden.
Wortlaut im Programm
Durch die zunehmende Digitalisierung von Medien wird ein anderer Zugang zu Kultur erschaffen – dieser Herausforderung wollen wir aktiv begegnen. Dazu gehört es, Medienkompetenz schon im Kindesalter aktiv zu fördern, aber auch Kultur breit digital zugänglich zu machen. Link zum Original
Kulturförderung 6
Kulturarbeit soll nicht nur vom Ehrenamt getragen werden, sondern auch von hauptamtlichen Beschäftigten.
Wortlaut im Programm
Hierbei ist es wichtig, dass Kultur keine Aufgabe ist, die nur vom Ehrenamt wahrgenommen wird. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine entscheidende Säule der kulturellen Arbeit. Link zum Original
Stellenwert und Finanzierung der Kultur sollen einander entsprechen.
Wortlaut im Programm
Der SSW tritt dafür ein, dass Stellenwert und Finanzierung von Kultur Hand in Hand gehen. Link zum Original
Die Finanzierung der Kultur in Schleswig-Holstein soll gesichert werden.
Wortlaut im Programm
Die Finanzierung muss gesichert werden, um die Kultur in Schleswig-Holstein als Wirtschafts-, Image- und Identitätsfaktor zu erhalten und zu stärken. Link zum Original
Kulturpolitik soll Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Kultur frei entwickeln kann.
Wortlaut im Programm
Aufgabe der Kulturpolitik ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kultur sich frei entwickeln kann. Link zum Original
Kulturförderung soll keine freiwillige Leistung sein, sondern als Teil der Grundversorgung und als Strukturpolitik gelten.
Wortlaut im Programm
Kulturförderung darf keine freiwillige Leistung sein, sondern muss als Teil der Grundversorgung und damit als Strukturpolitik begriffen werden. Link zum Original
Eine auskömmliche Finanzierung des Kulturangebots soll gewährleistet werden.
Wortlaut im Programm
Eine auskömmliche Finanzierung des Kulturangebots muss gewährleistet werden. Link zum Original
Medienvielfalt 4
Öffentlich-rechtliche und private Medien tragen zum Schutz und zur Förderung von Regional- und Minderheitensprachen bei.
Wortlaut im Programm
Der Schutz und die Förderung von Regional- und Minderheitensprachen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich weder öffentlich-rechtliche noch private Medien entziehen dürfen. Link zum Original
Private Medien berücksichtigen die Minderheitensprachen besser.
Wortlaut im Programm
Darüber hinaus sollen auch private Medien die Minderheitensprachen besser berücksichtigen. Link zum Original
Es wird dafür gesorgt, dass friesischsprachige Artikel in die Zeitungen der Mehrheitsbevölkerung aufgenommen werden.
Wortlaut im Programm
Während die dänische Minderheit über eine eigene Tageszeitung in dänischer Sprache verfügt, sind die Friesinnen und Friesen auf Printmedien der Mehrheitsbevölkerung angewiesen. Hier muss dafür Sorge getragen werden, dass friesischsprachige Artikel in die Zeitungen aufgenommen werden. Link zum Original
Kultur soll in den Medien einen festen Platz haben.
Wortlaut im Programm
Genauso muss sichergestellt werden, dass Kultur in den Medien einen festen Platz hat. Link zum Original
Kultureinrichtungen 4
Strukturpolitik für die Künste wie Theater und Musik hat einen hohen Stellenwert.
Wortlaut im Programm
Strukturpolitik für die Künste, wie z. B. Theater und Musik, hat für den SSW einen hohen Stellenwert. Link zum Original
Kultur soll konsequent ermöglicht werden, etwa durch soziokulturelle Zentren und Bibliotheken.
Wortlaut im Programm
Gerade in Schleswig-Holstein brauchen wir eine konsequente Ermöglichung von Kultur, z. B. durch soziokulturelle Zentren und Bibliotheken, die die kulturelle Vielfalt unseres Landes unterstützt. Link zum Original
Regionale Kultur-Knotenpunkte sollen geschaffen werden, um die kulturelle Infrastruktur in der Fläche zu sichern.
Wortlaut im Programm
Durch die Schaffung von regionalen Kultur-Knotenpunkten kann die kulturelle Infrastruktur auch in der Fläche gesichert werden. Link zum Original
In Schleswig-Holstein soll ein Museum für Zeitgeschichte geschaffen werden.
Wortlaut im Programm
Um die schleswig-holsteinische Geschichte in ihren Facetten darstellen zu können und einen Diskurs über die vielfältige nationale und kulturelle Identität des Landes führen zu können, spricht sich der SSW für die Schaffung eines Museums für Zeitgeschichte in Schleswig-Holstein aus. Link zum Original
NS-Aufarbeitung 3
Alle KZ-Gedenkstätten des Landes sollen angemessen finanziell gefördert werden.
Wortlaut im Programm
Wir bekennen uns zu unserer historischen Verantwortung. Dafür ist es unerlässlich, dass z. B. alle KZ- Gedenkstätten des Landes angemessen finanziell gefördert werden. Link zum Original
Gedenkstätten und Erinnerungsorte sollen mit aktuellen und strukturellen Konzepten laufend zukunftsfähig gemacht werden.
Wortlaut im Programm
Gedenkstätten und Erinnerungsorte müssen laufend zukunftsfähig gemacht werden, dazu gehören aktuelle und strukturelle Konzepte. Link zum Original
Die Arbeit der Erinnerungskultur soll fortlaufend professionalisiert und weiterentwickelt werden.
Wortlaut im Programm
Erinnerungskultur muss transparent und lesbar sein, deren Arbeit muss fortlaufend professionalisiert und entwickelt werden. Link zum Original
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk 1
Öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehsender nehmen neben niederdeutschen auch ausreichend dänisch- und friesischsprachige Sendungen in Programm und Internetangebot auf.
Wortlaut im Programm
Deshalb müssen die öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender ihrer minderheitenpolitischen Verpflichtung nachkommen und neben niederdeutschen Sendungen auch ausreichend dänisch- und friesischsprachige Sendungen in ihr Programm und Internetangebot aufnehmen. Link zum Original
Weitere Forderungen 3
Kulturpolitik soll keine einseitigen Schwerpunkte setzen, sondern den Rahmen für breite kulturelle Aktivität schaffen.
Wortlaut im Programm
Kulturpolitik darf nicht einseitig Schwerpunkte setzen, sie muss den Rahmen für breit angelegte kulturelle Aktivität schaffen. Link zum Original
Kultur gilt nicht als freiwillige Zusatzleistung, sondern als Kernaufgabe des demokratischen Gemeinwesens.
Wortlaut im Programm
Kultur ist aber keine zusätzliche freiwillige Leistung ohne wirtschaftlichen Wert, sondern Kernaufgabe des demokratischen Gemeinwesens. Link zum Original
Land, Kreise und Kommunen sollen ihre kulturelle Verantwortung wahrnehmen.
Wortlaut im Programm
Land, Kreise und Kommunen müssen sich ihrer kulturellen Verantwortung bewusst sein. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Ein Grundsatzprogramm ist kein Wahlprogramm: Seine Forderungen stehen nur hier und gehen nicht in die Politikfelder und Vergleiche zu den Wahlen ein. Die Schwerpunkte sind für alle Parteien und Verträge dieselben. Wie das entsteht
Reihenfolge
- Schwerpunkte: Die Politikfelder mit den meisten Forderungen zuerst, bis 40 Prozent aller Forderungen erreicht sind.
- Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.