CDU NW, Grundsatzprogramm 2015 des Landesverbands: nicht im Vertrag
Aus dem Programm „Grundsätze der CDU Nordrhein-Westfalen. Aufstieg, Sicherheit, Perspektive – Das Nordrhein-Westfalen-Programm“ (Grundsatzprogramm 2015 des Landesverbands der CDU), verglichen mit dem Koalitionsvertrag „Zukunftsvertrag für Nordrhein-Westfalen“
Modellauswertung der vorliegenden Forderungen, keine Aussage über eine Partei insgesamt. Stand: 19.10.2026.
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Alle Forderungen auf dieser Seite stammen aus dem Grundsatzprogramm 2015 des Landesverbands der CDU, nicht aus dem Vertrag. 413 von 1.014 Forderungen dieses Programms finden sich im Koalitionsvertrag nicht wieder: Für sie gibt es im ganzen Vertrag keinen Punkt mit mindestens 30 Prozent Übereinstimmung. Bei jeder dieser Forderungen ist angegeben, welche anderen Parteien im Parlament sie teilen (Wahl- und Grundsatzprogramme, ab 30 Prozent Übereinstimmung).
Staat, Demokratie und Verwaltung22
- Der Staat soll weder seine Bürger noch sich selbst durch überzogene Ansprüche überfordern.
- Das Verhältnis des Staates zu seinen Bürgern soll partnerschaftlich und nicht bevormundend sein.
- Kein Mensch darf zum Objekt des Staates werden.
- Ein Staat, der umfassende Kompetenzen an sich zieht und als oberster Kontrolleur und Regulierer auftritt, gilt nicht als starker Staat.
- In Nordrhein-Westfalen soll ein starker Staat die materiellen und institutionellen Bedingungen für die Entfaltung des Einzelnen und der Gesellschaft gewährleisten.
- Der Staat soll subsidiär angelegte gesellschaftliche Strukturen respektieren und fördern.
- Ein starker Staat vertraut auf Kreativität, Eigeninitiative und Eigenverantwortung der Bürger.
- Der Staat soll zentrale Kompetenzen nicht privatisieren, um sich finanziell zu entlasten.
- Was Bürger allein, in der Familie oder gemeinsam ebenso gut wie staatliche Strukturen leisten können, soll in ihrer Verantwortung bleiben.
- Der Staat soll so klein wie möglich und nur so groß wie unabdingbar notwendig sein.
- Es soll stets eine ausreichende Planungsreserve baurechtsfähiger Verkehrsmaßnahmen vorliegen.
- Eine Tätigkeit im Öffentlichen Dienst soll für junge Menschen attraktiv, planbar und zukunftsorientiert sein.
- Die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst werden klar formuliert, durchgesetzt und eingehalten.
- Der Dienstherr hat die materielle Sicherheit und Unabhängigkeit der Beamtinnen und Beamten zu gewährleisten.
- Alle Besoldungsgruppen nehmen an der allgemeinen Einkommensentwicklung teil, ohne dass einzelne ausgegrenzt werden.
- Die öffentliche Verwaltung soll bei der Gleichbehandlung von Eltern mit gutem Beispiel vorangehen.
- Politik und Staat sollen beim demografischen Wandel mit Weitsicht und gutem Beispiel vorangehen.
- Der Staat setzt lediglich den Rahmen für ein vielgestaltiges gesellschaftliches Leben.
- Ein Rückzug des Staates aus seinen ureigenen Aufgaben zulasten bürgerschaftlichen Engagements wird abgelehnt.
- Politische Repräsentanten sollen eine gelebte Vorbildkultur pflegen.
- Bei der Landesgesetzgebung wird der europäische und globale Wettbewerb berücksichtigt.
- Auf europäischer Ebene soll ein unabhängiger Normenkontrollrat eingerichtet werden.
Innere Sicherheit, Justiz und Bürgerrechte48
- Das Gewaltmonopol des Staates soll gewahrt und verteidigt werden.
- Der Datenschutz in Nordrhein-Westfalen soll nicht zum Täterschutz werden.
- Extremismus, Gewalt und Intoleranz haben in Nordrhein-Westfalen keinen Platz.
- Personen, von denen eine terroristische Gefahr ausgeht, sollen so umfassend wie möglich überwacht werden.
- Der Kultur des Wegschauens wird entgegengetreten und für mehr Aufmerksamkeit, Mut und Engagement der Bürger geworben.
- Rechtsfreie Räume werden nicht akzeptiert.
- Auch vermeintliche Bagatelldelikte sollen konsequent ermittelt und von der Justiz geahndet werden.
- Die Bagatellisierung und Legalisierung von Drogen wird strikt abgelehnt.
- Haftzeiten sollen genutzt werden, um positiv auf junge Straftäter einzuwirken.
- Zwischen Tat und Ahndung durch die Justiz soll nicht viel Zeit vergehen.
- Der Jugendkriminalität soll besondere Aufmerksamkeit gelten.
- Das Strafrecht soll weiterentwickelt werden und gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigen, um Opfer zu schützen.
- Auf Bundesebene soll erreicht werden, dass neue Kriminalitätsformen etwa im Internet angemessen strafrechtlich geahndet werden können.
- Die Polizistinnen und Polizisten im Land werden unterstützt.
- Die Polizei soll wieder ein Spiegelbild der Gesellschaft werden.
- Schulabsolventen ohne Fachhochschulreife oder Abitur soll der Zugang zur Polizei ermöglicht werden.
- In der Polizeiausbildung sollen besondere Bedrohungen wie Terrorismus, Extremismus, organisierte Kriminalität und Cybercrime berücksichtigt werden.
- Ein vollständiger Rückzug der Polizei aus bestimmten Aufgabenfeldern wegen Überlastung wird abgelehnt.
- Die Polizeibehörden sollen so organisiert werden, dass Vollzugsbeamte und Tarifbeschäftigte ihren Kompetenzen entsprechend eingesetzt werden.
- Die Landrätinnen und Landräte sollen Chefs der Kreispolizeibehörden bleiben.
- Die Zuständigkeiten verschiedener Behörden im Einsatzdienst sollen klar geordnet werden.
- Eine moderate Einbindung geeigneter und seriöser privater Sicherheitsfirmen wird geprüft.
- Eingebundene private Sicherheitsfirmen werden regelmäßig evaluiert.
- Die Kameraüberwachung öffentlicher Räume erhält eine klare, eindeutige Rechtsgrundlage.
- Jeder Bürger hat im Notfall überall und jederzeit Anspruch auf schnelle, qualifizierte und angemessene Hilfe.
- Der Vielfalt von Gefahren wird mit einer großen Vielfalt qualifizierter Organisationen und Hilfskräfte begegnet.
- Der Staat stellt sicher, dass die Bevölkerung über Gefahren und Gefahrvermeidung aufgeklärt wird.
- Der Katastrophenschutz erhält ein Konzept zur Nutzung moderner Medien bei Lagedarstellung und Leitung.
- Ein offener, organisationsübergreifender Fachdialog zu technischen Neuerungen im Bevölkerungsschutz wird eingerichtet.
- Besondere Einsatzerfahrungen, etwa bei Großveranstaltungen, werden konsequent ausgewertet.
- Die Speicherung von Kommunikationsdaten gilt als notwendiges und wirksames Mittel gegen schwere Straftaten.
- Der Zugriff auf bestimmte Kommunikationsdaten zur Vermeidung und Verfolgung von Straftaten wird im rechtlich zulässigen Rahmen gesichert.
- Für Kommunikationsdaten werden Mindest- und Höchstspeicherfristen festgelegt.
- Die Bevölkerung wird durch Aufklärungsarbeit befähigt, Risiken selbst vorzubeugen und Schadenereignissen zu begegnen.
- Unerlässliche hauptamtliche Strukturen bei Feuerwehren und Rettungsdiensten werden erhalten.
- Der illegale Handel mit Daten wird weiterhin intensiv bekämpft.
- Eine Sensibilisierungskampagne erhöht das Sicherheitsbewusstsein im Cyberspace.
- Digitale Möglichkeiten werden genutzt, um terroristische Bedrohungen zu identifizieren und abzuwehren.
- Terroristische Aktivitäten werden auch digital überwacht.
- Paralleljustiz jeglicher Art wird entschieden abgelehnt.
- Bei der Ausgestaltung der Haft wird der Sühnecharakter der Strafe zwingend berücksichtigt.
- Vollzugslockerungen richten sich ausschließlich an Sicherheit, Resozialisierung und Reintegration aus.
- Behandlungsangebote im Vollzug konzentrieren sich auf Gefangene, die an der Rückfallvermeidung mitwirken.
- Die Zahl der Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Gefangene in Justizvollzugsanstalten wird erhöht.
- In Justizvollzugsanstalten gibt es ausreichende und erprobte Therapieangebote gegen Drogenmissbrauch.
- Gefangene werden regelmäßig medizinisch auf Drogenkonsum untersucht.
- Bei anhaltendem Drogenkonsum ist eine vorzeitige Haftentlassung ausgeschlossen.
- Das Landespolizeigesetz wird geändert, damit Stadtverwaltungen auf ausgewählten Plätzen Flaschen- und Alkoholverbote erlassen können.
Migration, Asyl, Integration und Staatsangehörigkeit11
- Integration gilt als Prozess, an dem alle gesellschaftlichen Akteure mitwirken.
- Integration setzt die Bereitschaft der Zugewanderten und das Erlernen der deutschen Sprache voraus.
- Parallelgesellschaften, in denen Rechtsordnung und Werte abgelehnt werden, werden nicht hingenommen.
- Niemand darf Kultur oder Religion über das Grundgesetz stellen.
- Die Gestaltung von Zuwanderung und Integration gilt als wichtige Zukunftsaufgabe.
- Integration wird als politische Querschnittsaufgabe verstanden, die alle Politikbereiche betrifft.
- Eine Willkommens- und Anerkennungskultur soll etabliert und weiterentwickelt werden.
- Verwaltungsverfahren für Menschen aus sicheren Herkunftsländern sollen schnell abgeschlossen werden.
- Illegale Einwanderung soll effektiv verhindert werden.
- Von allen Zugewanderten wird erwartet, dass sie die Gleichberechtigung von Frauen und Männern teilen und leben.
- Missbrauch der Freizügigkeit zur Einwanderung in die Sozialsysteme soll konsequent verhindert werden.
Wirtschaft, Wettbewerb und Industrie36
- Jeder Wettbewerbsvorteil Nordrhein-Westfalens soll immer wieder neu erarbeitet und bestätigt werden.
- Der Staat hat die Aufgabe, den Rahmen für ein freies und gerechtes Wirtschaftssystem zu setzen.
- Der Staat soll wirtschaftlich nur dort aktiv werden, wo private Organisation nicht effizient ist, in der Daseinsvorsorge oder bei Gefährdung durch Marktkonzentration.
- Grundlage eines starken Nordrhein-Westfalens ist die Soziale Marktwirtschaft.
- Der Staat soll Privateigentum und Wettbewerb sichern, auch durch die Verhinderung von Monopolen.
- Eine Privatisierung von Gewinnen bei gleichzeitiger Sozialisierung von Verlusten wird abgelehnt.
- Die Entkopplung von Eigentum und Verantwortung wird abgelehnt.
- Die Verantwortungskultur in der Wirtschaft soll gestärkt werden.
- Freiheit braucht staatliche Leitplanken gegen Missbrauch und gegen die Einschränkung der Freiheit anderer.
- Ein absolut gesetztes Gleichheitsprinzip wird als falscher Ansatz abgelehnt, weil es die Unterschiedlichkeit der Menschen verkennt.
- Die Elemente der Sozialen Marktwirtschaft sollen wieder in die richtige Balance gebracht werden.
- Ein ordnungspolitischer Kurs soll von planwirtschaftlicher Umverteilung weg und zu mehr Freiheit und Wettbewerb führen.
- Jeder weitere Versuch, das Meisterprivileg einzuschränken, wird abgelehnt.
- Wer ein unternehmerisches Risiko trägt und erfolgreich wirtschaftet, soll nicht übermäßig belastet werden.
- Der Generationenwechsel in eigentümer- oder familiengeführten Unternehmen soll den Fortbestand des Unternehmens sichern.
- Die Wirtschafts-, Mittelstands- und Industriepolitik soll vorausschauend, langfristig und verlässlich sein.
- Die Förderpolitik setzt auf die Schaffung einer selbsttragenden Wirtschaftsstruktur.
- Der Einzelhandel soll gestärkt werden.
- Arbeitsplätze im Einzelhandel sollen erhalten werden.
- Eine weitere Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten wird abgelehnt.
- Freihandels- und Investitionsabkommen, die neue Märkte eröffnen, werden begrüßt.
- Die heimische Wirtschaft soll im internationalen Wettbewerb gestärkt werden.
- Die Vielfalt der dezentral strukturierten Kreditwirtschaft soll erhalten und gestärkt werden.
- Neue Marktsegmente der Finanzwirtschaft sollen politisch begleitet werden.
- Die Außendarstellung des Finanzplatzes Nordrhein-Westfalen soll verbessert werden.
- Die Zusammenarbeit zwischen Bankensektor und Versicherungswirtschaft bei der langfristigen Unternehmensfinanzierung soll intensiviert werden.
- Die Politik soll die Rahmenbedingungen für die langfristige Unternehmensfinanzierung durch Banken und Versicherungen verbessern.
- Öffentlich-Private-Partnerschaften sollen so ausgestaltet werden, dass die Interessen kleiner und mittelständischer Unternehmen gewahrt sind.
- Die Innovationsförderung soll um eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung ergänzt werden.
- Versuche, die Soziale Marktwirtschaft auszuhöhlen, werden abgelehnt.
- Der Staat soll eine flankierende Rolle übernehmen und Rahmenbedingungen für die Soziale Marktwirtschaft schaffen.
- Grundlage der Wirtschaftspolitik ist das Konzept einer sozialen und ökologischen Marktwirtschaft.
- Die Verbraucherschutzpolitik folgt dem Leitbild des verantwortlich handelnden Verbrauchers.
- Verbraucherschutzregelungen und -pflichten sollen so gestaltet sein, dass auch kleine und mittlere Unternehmen sie mit zumutbarem Aufwand einhalten können.
- Der Meisterbrief als qualifikationsgebundener Gewerbezugang soll auf europäischer Ebene gestützt und geschützt werden.
- Zur Vorbeugung gesellschaftlicher Spaltung sollen die ordnungspolitischen Grundregeln der Sozialen Marktwirtschaft beachtet werden.
Arbeit, Löhne und soziale Sicherung31
- Der Staat ist verpflichtet, die materiellen Mindestvoraussetzungen für persönliche Freiheit zu sichern.
- Stärkere sollen mehr zum Gemeinwohl beitragen als Schwächere.
- Gesellschaft und Staat sind erst gefordert, wo die Kräfte des Einzelnen oder kleiner Gemeinschaften nicht ausreichen.
- Solidarität gilt als Recht und nicht als Almosen.
- Solidarität setzt Eigenverantwortung voraus und schließt den Missbrauch der sozialen Sicherung aus.
- Die Erziehungsleistung wird bei der Ausgestaltung der Sozialversicherung stärker berücksichtigt und führt zu Entlastungen der Familien.
- Lebensarbeitszeitkonten werden diskutiert, erarbeitet und umgesetzt.
- Familienzeiten werden diskutiert, erarbeitet und umgesetzt.
- Eine geringere Wochenarbeitszeit im Alter wird ermöglicht.
- Hindernisse für eine freiwillige längere Erwerbstätigkeit werden abgebaut.
- Bei der Anpassung der sozialen Sicherungssysteme wird das Prinzip der Eigenverantwortung gestärkt.
- Bei der Anpassung der sozialen Sicherungssysteme wird die Generationengerechtigkeit gewahrt.
- Bei der Anpassung der sozialen Sicherungssysteme wird die Leistungsgerechtigkeit gesichert.
- Die Erwerbstätigen sollen nicht überfordert und die Lebensleistung Älterer gewürdigt werden, ohne auf Kosten künftiger Generationen zu leben.
- Die sozialen Sicherungssysteme werden demografiefest umgestaltet.
- Vollbeschäftigung im Land wird angestrebt.
- Wer qualifiziert ausgebildet in Vollzeit arbeitet, soll von seinem Verdienst leben können.
- Die staatlich geförderte Kapitalbildung in Arbeitnehmerhand soll gestärkt und ausgebaut werden.
- Betriebliche Mitbestimmung und Mitbestimmung im Unternehmen werden befürwortet.
- Die Lohnfindung soll Sache der Tarifpartner sein.
- Die Tarifautonomie wird befürwortet.
- Die Organisation von Unternehmen in Arbeitgeberverbänden und von Beschäftigten in Gewerkschaften wird unterstützt.
- Eine Unterlaufung der Tarifautonomie durch staatliche Regulierung wird abgelehnt.
- Der gesetzliche Mindestlohn wird befürwortet.
- Über Anpassungen des Mindestlohns soll eine unabhängige Kommission aus Arbeitnehmern und Arbeitgebern statt der Politik entscheiden.
- Für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen soll Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt bestehen.
- Der Gesetzgeber soll den rechtlichen Rahmen so ändern, dass Missbrauch zu Lasten der Beschäftigten ausgeschlossen ist.
- Die sozialen Sicherungssysteme sollen fortlaufend an sich wandelnde Rahmenbedingungen angepasst werden.
- Eine Harmonisierung der sozialen Sicherungssysteme in der EU wird abgelehnt.
- Die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU wird befürwortet.
- Politik soll Anforderung, Ermutigung und aktivierende, solidarische Hilfe zur Selbsthilfe verbinden.
Steuern, Haushalt und öffentliche Finanzen17
- Ein solider, generationengerechter Umgang mit Steuergeld gehört zu den Kernaufgaben des Staates.
- Die Vermeidung neuer Verschuldung wird als ökonomisches und moralisches Gebot betrachtet.
- Eine solide Haushalts- und Finanzpolitik des Landes hat höchste Priorität.
- Die Haushaltspolitik des Landes soll sich an den Prinzipien eines ehrbaren Kaufmanns orientieren.
- Dem Landeshaushalt sollen die Grundsätze von Wahrheit, Klarheit und Vollständigkeit zugrunde liegen.
- Einnahmen sollen im Landeshaushalt vorsichtig angesetzt werden.
- Ausgaben sollen im Landeshaushalt realistisch angesetzt werden.
- In Zeiten des Aufschwungs sollen Rücklagen gebildet werden, die ein Gegensteuern im Abschwung ohne neue Schulden ermöglichen.
- Die sogenannte demografische Rendite wird zur Einhaltung der Schuldenbremse genutzt.
- Strukturelle Reformen sollen die Ausgabendynamik des Landeshaushalts, etwa bei Zinsen und Beamtenversorgung, an anderer Stelle ausgleichen.
- Eine Politik auf Kosten der Kinder und Enkelkinder soll beendet werden.
- Die steuerliche Absetzbarkeit von Haushaltsdienstleistungen wird verbessert.
- Steuerwettbewerb zwischen den EU-Mitgliedstaaten wird befürwortet.
- Die Aushöhlung der Steuerbasis durch Gewinnverlagerungen im Konzernverbund wird als Missbrauch abgelehnt.
- Steuern werden dort gezahlt, wo Produkte produziert und Dienstleistungen erbracht werden.
- Der Informationsaustausch nationaler Finanzbehörden in der EU wird verbindlicher.
- Die Steuerbemessungsgrundlagen in der EU werden angenähert.
Rente und Alterssicherung9
- Die Erziehungsleistung wird etwa in der Rente angemessen berücksichtigt.
- Ein flexibles Renteneintrittsalter wird umgesetzt.
- Ein abgestuftes Rentenniveau wird umgesetzt.
- Die Hinzuverdienstmöglichkeiten von Rentnern werden flexibler.
- Der Wert der traditionellen Alterssicherung wird anerkannt.
- Die gesetzliche Altersversorgung soll durch betriebliche und private Alterssicherung wirkungsvoll ergänzt werden, um den Lebensstandard im Alter zu sichern und Altersarmut zu verhindern.
- Neue Formen staatlicher und privater Altersvorsorge sollen geprüft werden.
- Ein flexibler Renteneintritt soll eingeführt werden, der vorhandene Potenziale besser nutzt und die Höhe des individuellen Rentenanspruchs positiv beeinflusst.
- Das Recht der Angehörigen der Freien Berufe auf Bestand und Fortentwicklung ihrer berufsständischen Versorgungswerke für Alterssicherung und Berufsunfähigkeit soll gewahrt bleiben.
Gesundheit und Pflege17
- Medizinische Leistungen sollen sich zuerst am Patientenwohl orientieren.
- Die medizinische Versorgung soll nicht rein wirtschaftlichen Kriterien unterworfen werden.
- Das bestehende System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung soll erhalten und weiterentwickelt werden.
- Anreizmodelle für ärztliche Niederlassungen in unterversorgten Gebieten sollen entwickelt werden.
- Die ärztliche Arbeit in ländlichen Regionen soll für junge Ärzte attraktiv und wirtschaftlich gestaltet werden.
- An den Hochschulen sollen mehr Allgemeinmediziner ausgebildet werden.
- Der Katalog delegierbarer ärztlicher Leistungen soll ambulant und stationär erweitert werden.
- Der gesundheitlichen Prävention als Eigenverantwortung soll größeres Augenmerk gelten.
- Der Grundsatz „ambulant vor stationär“ in der Pflege wird unterstützt.
- Ein Hilfe- und Sorgemix zwischen Angehörigen, Ehrenamtlichen und Fachkräften in der Pflege soll gefördert werden.
- Der Ausbau der palliativen Versorgung soll gefördert werden.
- Die Einrichtung von Hospizen soll gefördert werden.
- Die stationäre Pflege soll ausgebaut werden.
- Maßnahmen zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit sollen gestärkt werden.
- Die generalistische Pflegeausbildung wird befürwortet.
- Gegen den Fachkräftemangel sollen verstärkt Anreize geschaffen werden, damit junge Menschen einen Pflegeberuf wählen.
- Die Pflegeberufe sollen allen Schulabgängern offenstehen.
Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft37
- Die Partei steht für eine in Solidarität gelebte Gerechtigkeit auf Grundlage der christlichen Soziallehre, der Sozialpartnerschaft, der Integrationsbereitschaft und der Heimatverbundenheit.
- Die Unantastbarkeit der Menschenwürde gilt auch für das ungeborene und das zu Ende gehende Leben.
- Menschen sollen Freiheit in ihrem sozialen Umfeld erleben und zu ihrem Erhalt beitragen.
- Nachfolgende Generationen sollen Freiraum zur politischen Gestaltung des Landes behalten.
- Die Vielfalt von Lebensentwürfen soll erhalten bleiben.
- Es gilt das Prinzip der aktivierenden Bürgergesellschaft mit kommunalen Amts- und Mandatsträgern als Bindeglied.
- Kinder sollen wieder einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft erhalten.
- Eine zukunftsorientierte Familienpolitik soll mehr jungen Menschen die Entscheidung für Kinder ermöglichen.
- Kinderarmut soll es in Nordrhein-Westfalen nicht geben.
- Kinder gelten grundsätzlich bei ihren Eltern als am besten aufgehoben.
- Überforderte Eltern werden im Interesse des Kindeswohls wirksam unterstützt und begleitet.
- Die Ehe zwischen Mann und Frau gilt als beste Grundlage für das Gelingen von Familie.
- Die Ehe bleibt Leitbild, gerade für die Familiengründung.
- Die Freiheit zur eigenverantwortlichen Gestaltung des Familienlebens wird anerkannt und gefördert.
- Die staatliche Förderung der Ehe, etwa durch das Ehegattensplitting, wird befürwortet.
- Das Ehegattensplitting wird zu einem Familiensplitting ausgebaut.
- Familienpolitik gilt als Querschnittsaufgabe.
- Familienarbeit gilt als vollwertiger Beruf, der anzuerkennen ist.
- Familien sollen sich frei für ihr Familienmodell entscheiden können.
- Staat und Gesellschaft schreiben den Menschen ihre Lebensweise nicht vor.
- Familien, die ihre Kinder zu Hause betreuen, erhalten aktive Unterstützung.
- Die Bedingungen sollen so gestaltet werden, dass junge Menschen nicht zwischen Berufseinstieg und Familiengründung wählen müssen.
- In der Wirtschaft soll das Engagement für mehr Familienfreundlichkeit verstärkt werden.
- Eine Unterordnung der Familienpolitik unter ausschließlich ökonomische Aspekte wird abgelehnt.
- Phasen der Kinderbetreuung oder Pflege gelten nicht als Lücken in der Erwerbsbiografie, sondern als gesellschaftliche Leistung.
- Das Elterngeld wird weiterentwickelt.
- Alle gesellschaftlichen Akteure sind gefordert, sich aktiv auf den demografischen Wandel vorzubereiten.
- Freiwillige und ehrenamtliche Dienste werden in besonderer Weise anerkannt und gewürdigt.
- Die motorische Ausbildung von Kindern beginnt bereits im Kindergarten.
- Es soll ein alters- und bedarfsgerechtes Sportangebot für Seniorinnen und Senioren geben.
- Barrierefreie Zugänge zu Sportstätten werden gewährleistet.
- Mehr Menschen sollen für ein ehrenamtliches Engagement im Sport gewonnen werden.
- Die Arbeit ehrenamtlich Engagierter im Sport erhält höhere gesellschaftliche Anerkennung und Würdigung.
- Jugendliche werden in ihrem Engagement im Sport durch spezielle Ausbildung qualifiziert.
- Das Leistungs- und Wettbewerbsprinzip im Sport wird bejaht.
- Jede Form des Dopings wird entschieden abgelehnt.
- Eine erfolgreiche Dopingbekämpfung wird gewährleistet.
Bildung, Wissenschaft und Forschung32
- Solidarität soll in Erziehung, Schule und außerschulischer Bildungsarbeit beständig vermittelt werden.
- Die rechtliche und tatsächliche Stellung von Tagesmüttern und -vätern wird verbessert.
- Schule soll Neugier, Freude an lebenslanger Bildung und Lust am Lernen wecken.
- Religionsunterricht soll im öffentlichen Raum und in deutscher Sprache stattfinden.
- Schule soll Bildung nicht auf berufsorientierte Wissensvermittlung beschränken, sondern Sinn- und Wertfragen hohes Gewicht beimessen.
- Eine Einheitsschule wird abgelehnt.
- Gymnasium und Abitur sollen so gestärkt werden, dass sie weiterhin den Ansprüchen einer allgemeinen Hochschulreife entsprechen.
- Abschlüsse anderer Schulformen sollen wieder verstärkt als Qualifikation für Ausbildungsberufe anerkannt werden.
- Fortdauernde Experimente und flächendeckende Schulversuche werden abgelehnt.
- Bildungskataloge sollen regelmäßig überprüft werden.
- Nordrhein-Westfalen soll zum digitalen Bildungsland Nummer eins werden.
- Weiterbildungskollegs wie Abendrealschulen und Abendgymnasien sollen weiter gefördert werden.
- Jedes Kind soll von Anfang an dem Schulunterricht sicher folgen können.
- Schulische Inklusion wird befürwortet.
- Bei der Umsetzung der Inklusion soll das Wohl der Kinder mit und ohne Behinderung alleiniger Maßstab sein.
- Eltern sollen nach individueller Beratung entscheiden können, ob ihr behindertes Kind an einer Regelschule oder einer Förderschule gefördert wird.
- Der Fortbestand von Förderschulen soll gewährleistet werden.
- Starre Schulbezirke werden abgelehnt.
- Konfessionelle Bekenntnisschulen sollen erhalten bleiben, soweit Kirchen und Eltern dies wünschen.
- Der Lehrerberuf soll attraktiver werden und mehr gesellschaftliche Anerkennung erhalten.
- Eine fortschreitende Akademisierung klassischer Ausbildungsberufe wird abgelehnt.
- Den wachsenden Bedarfen in den MINT-Fächern soll Rechnung getragen werden.
- Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sollen nicht kurzfristigen Nützlichkeitserwägungen unterworfen werden.
- Der Staat soll für Wissenschaft eine kluge und zurückhaltende Rahmensetzung vornehmen.
- Hochschulen sollen befähigt werden, die wachsenden Studierendenzahlen zu bewältigen.
- Junge Menschen sollen Studium und Hochschule frei wählen können.
- Die Möglichkeit eines Fernstudiums soll eröffnet werden.
- Eine breite Stipendienkultur wird befürwortet.
- Die Wirtschaft soll sich stärker an Stipendien beteiligen.
- Chancen und Risiken der Forschung sollen gewissenhaft abgewogen werden.
- Die Forschungsfreiheit endet dort, wo die Menschenwürde verletzt oder die Schöpfung gefährdet wird.
- Die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen darf nicht zulasten der dualen Ausbildung oder der Verbraucher gehen.
Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung5
- Großflächiger Einzelhandel auf der „Grünen Wiese“ soll beschränkt werden, um zentrale Versorgungsbereiche nicht weiter zu schwächen.
- Die Innenentwicklung soll Vorrang vor der Außenentwicklung erhalten.
- Politik für den Einzelhandel soll stets auch Stadtentwicklungspolitik sein.
- Der Gentrifizierung von Städten und Quartieren wird entschieden entgegengetreten.
- Soziale Brennpunkte in Städten werden durch aktivierende Arbeitsmarktpolitik, Bildung, Stadtplanung und soziale Projekte verhindert.
Verkehr und Infrastruktur13
- Öffentlich-Private-Partnerschaften zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten sollen nur unter Beachtung strenger Qualitätsstandards erfolgen.
- Die Verkehrspolitik soll die unterschiedlichen Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen.
- Einschränkungen und Belastungen durch Verkehr sollen so gering wie möglich gehalten und fair verteilt werden.
- Besonders beanspruchte Bundesfernstraßen sollen ausgebaut werden.
- Belastete Ortslagen sollen wirkungsvoll vom Durchgangsverkehr entlastet werden.
- Infrastrukturmittel sollen verstärkt in die Regionen mit dem höchsten Bedarf fließen.
- Die Infrastrukturförderung soll konsequent nach Bedarf und Wirtschaftlichkeit statt nach Himmelsrichtung ausgerichtet werden.
- Die Betuwe-Linie soll dreigleisig ausgebaut werden.
- Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) soll gebaut werden.
- Die Strecke Münster-Lünen soll zweigleisig ausgebaut werden.
- Der Lärmschutz entlang der Schienenwege soll verbessert werden.
- Flughafenbetreiber sollen Transparenz und Offenheit zeigen.
- Eine moderne, nicht ideologisch geprägte Mobilitätskultur wird angestrebt.
Energie22
- An effizienten Formen der fossilen Energieerzeugung soll so lange festgehalten werden, wie es für eine sichere und bezahlbare Versorgung notwendig ist.
- Die Energiewende soll nur mit der Bevölkerung und nicht gegen sie durchgesetzt werden.
- Nordrhein-Westfalen soll in der Energiewende-Debatte als Stimme von Industrie und Mittelstand auf die Folgen der Energiekosten für deren Wettbewerbsfähigkeit hinweisen.
- Die Energiewende wird als Generationenprojekt betrachtet, bei dem Versorgungssicherheit, Umweltschutz und Bezahlbarkeit gleichermaßen beachtet werden.
- Das Zieldreieck der Energiewende soll um das Ziel der Arbeitsplatzsicherung zu einem Viereck erweitert werden.
- Bund und Länder sollen ein abgestimmtes Projektmanagement betreiben, um konkurrierende Ausbauziele der Länder zu harmonisieren.
- Planwirtschaft in der Energiepolitik wird abgelehnt.
- Es sollen staatliche Rahmenbedingungen für Verlässlichkeit und fairen Wettbewerb in der Energiepolitik geschaffen werden, ohne Überregulierung oder Fehlsubventionierung.
- Beim Ausbau des Stromnetzes sollen Eingriffe in die Landschaft auf das notwendige Maß beschränkt werden.
- Erneuerbare Energien sollen die Chance erhalten, Innovationen anzustoßen und weiterzuentwickeln.
- Regenerative Energieträger sollen mit konventionellen Kraftwerken zu einem sinnvollen Ganzen verzahnt werden.
- Verlässliche Rahmenbedingungen sollen Betrieb und Bau effizienter Kohle- und Gaskraftwerke in einem marktwirtschaftlichen Umfeld ermöglichen.
- Der Abbau heimischer Braunkohle soll fortgesetzt werden.
- Die Steigerung der Energieeffizienz bleibt eine entscheidende Säule der Energiepolitik.
- Bestehende Fernwärme-Inseln in Nordrhein-Westfalen sollen zu einem Fernwärmeverbund zusammengeführt werden.
- Speicher, Infrastruktur, Erzeugung, Verbrauchsoptimierung und Fragen eines künftigen Energiemarktes sollen miteinander in Einklang gebracht werden.
- Die europäische Integration der Strommärkte soll rasch fortgeführt werden.
- Ziel ist ein gemeinsames Verständnis und eine gemeinsame europäische Verantwortung für Versorgungssicherheit.
- Grenzüberschreitende Strategien zur Sicherung der Grundlast sollen hohe Priorität haben.
- Die Instrumente und Ziele der europäischen Energie- und Klimapolitik sollen aufeinander abgestimmt werden, um unerwünschte Effekte und unnötige Kosten zu vermeiden.
- Die Mitgliedstaaten sollen innerhalb des europäischen Rahmens Flexibilität und eigene Gestaltungsmöglichkeiten in der Energiepolitik behalten.
- Ein europäischer Energiebinnenmarkt soll verwirklicht werden.
Klima, Umwelt und Naturschutz12
- Europa soll Einfluss auf den globalen Rahmen nehmen und Klimaschutzvorgaben durchsetzen.
- Aus Generationengerechtigkeit soll eine lebenswerte Welt erhalten werden, die Chancen auf wirtschaftliche Entwicklung und sozialen Wohlstand eröffnet.
- Umweltpolitik soll sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen statt an ideologischen Vorgaben orientieren.
- Nachhaltigkeit und Umweltschutz gelten als gesamtgesellschaftliche Aufgaben.
- Die Politik soll Entscheidungsarchitekturen so gestalten, dass Bürgerinnen und Bürger ihren Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz leisten können.
- Jeder Einzelne steht in der Verantwortung, durch Entscheidungen bei Konsum, Mobilität, Wohnen und Freizeit zum Schutz von Natur und Umwelt beizutragen.
- Die Lücke zwischen Umweltbewusstsein und tatsächlichem Verhalten der Menschen soll geschlossen werden.
- Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung werden nicht als Gegensatz betrachtet.
- Klimapolitik soll europäisch und weltweit ausgerichtet sein.
- Eine isolierte Klimaschutzpolitik auf Landesebene wird abgelehnt.
- Deutschland soll international weiterhin eine führende Rolle im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz einnehmen und für ein gemeinsames Vorgehen der internationalen Gemeinschaft werben.
- Bisherige Maßnahmen zur Luftreinhaltung wie die Umweltplakette sollen evaluiert und angepasst oder aufgegeben werden.
Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum5
- Land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen sollen im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen besonders geschützt werden.
- Die konventionelle Landwirtschaft gilt als vereinbar mit dem Wohl von Nutztieren.
- Unverhältnismäßige und fachlich unbegründete Eingriffe des Landes in die Arbeitsweise der Land- und Forstwirte werden abgelehnt.
- Landesvorschriften für die Land- und Forstwirtschaft, die über nationale oder europäische Regulierung hinausgehen, werden abgelehnt.
- Jagd und Fischerei gelten als wichtige Bestandteile des Kulturguts.
Digitalisierung, Daten und Technologie8
- Die Werteordnung soll ohne Abstriche auch im Netz und im Kontext der Digitalisierung gelten.
- Die Anpassung der Rechtsordnung an die Digitalisierung soll vor allem europäisch und international gelöst werden.
- Die Rahmenbedingungen der Digitalisierung sollen so gestaltet werden, dass überzogene Regulierung die Nutzung ihrer Chancen nicht verhindert.
- Angestrebt wird ein Ausgleich zwischen dem Schutz der Werteordnung und der Entfaltung von Innovationskraft in der Digitalisierung.
- Kommunikationsnetze werden in allen Landesteilen weiterentwickelt.
- Die Sicherheit des Handelns im Internet hat höchsten Stellenwert.
- Die Datenschutzstandards in der Wirtschaft werden stetig evaluiert und an Sicherheitserfordernisse angepasst.
- Ein „Recht auf Vergessen“ wird eingeführt.
Europa, Euro und europäische Institutionen28
- Der Mechanismus des Vertrags von Lissabon zur Subsidiaritätsprüfung und Verhältnismäßigkeitskontrolle wird mit Leben gefüllt.
- Die Europäische Union soll mehr Kompetenzen in der Sicherheitspolitik erhalten.
- Die europäische Integration soll weiter positiv verlaufen.
- Am Ziel der Vollendung der Europäischen Union wird festgehalten.
- Die Europäische Währungsunion wird durch Einbettung des Euro in eine gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik vollendet.
- Zwischenstaatliche Regelungen dürfen nur Übergangscharakter haben.
- Die Einbettung der gemeinsamen Währung in eine gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik mit klaren Zuständigkeiten und Verfahren wird nachgeholt.
- Vertrauen bei den Bürgern, zwischen den EU-Staaten und auf den Finanzmärkten soll aufgebaut werden.
- Defizitverfahren dürfen nicht politisch manipuliert werden.
- Die im Fiskalpakt verankerte Schuldenbremse wird strikt eingehalten.
- Die Durchgriffsmöglichkeiten zur Einhaltung der Stabilitätsregeln werden unabhängig von politischer Opportunität konsequent angewandt.
- Ein automatischer Finanzausgleich in der Eurozone wird abgelehnt.
- Eine Vergemeinschaftung der Schulden wird abgelehnt.
- Solidarität ist an Regeleinhaltung und Bedingungen wie Strukturreformen gebunden.
- Der Stabilitätsmechanismus wird auf eine geordnete Flexibilität der Eurozone ausgerichtet.
- An der Unabhängigkeit der EZB mit dem Vorrang der Geldwertstabilität wird festgehalten.
- Strukturelle politische und institutionelle Reformen der europäischen Wirtschaftspolitik werden durchgeführt.
- Änderungen der europäischen Verträge zur Vollendung der Währungsunion werden befürwortet.
- Die Übertragung von Souveränitätsrechten an die Europäische Union liegt im nationalen Interesse.
- Eine vertiefte nationale und europäische Debatte über die Ausrichtung einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftspolitik wird geführt.
- Auf europäischer Ebene gelten verstärkt demokratische Prinzipien.
- Der europäische Binnenmarkt soll vollendet werden.
- Ziel der Binnenmarktpolitik sollen die Wettbewerbsfähigkeit Europas und die Öffnung des Binnenmarktes, etwa im digitalen Bereich, sein.
- Der europäische Einigungsprozess soll fortgesetzt werden.
- Staaten, die sich einig sind, sollen in bestimmten Feldern ein schnelleres Integrationstempo vereinbaren können.
- Vor weiteren EU-Erweiterungen sollen eine politische Konsolidierung und eine Definition der räumlichen Grenzen der Union einschließlich passgenauer Nachbarschaftsmodelle erfolgen.
- Eine Europäische Verfassung soll die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger verankern.
- Der Präsident der Europäischen Kommission soll als Spitzenkandidat im Lichte des Europawahlergebnisses vom Europäischen Parlament gewählt werden.
Außenpolitik, Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit9
- Grenzüberschreitende Beziehungen sollen von einem fairen Miteinander auf Augenhöhe bestimmt sein.
- Die Partei tritt für die Überwindung sozialer und wirtschaftlicher Not in anderen Teilen der Welt ein.
- Die Bekämpfung von Christenverfolgung gehört dauerhaft auf die politische und diplomatische Tagesordnung.
- Religiöse und politische Führer der verantwortlichen islamischen Staaten werden aufgefordert, ihrer Verantwortung für Frieden und Toleranz stärker gerecht zu werden.
- Die Position Nordrhein-Westfalens als Nord-Süd-Land soll ausgebaut und gestärkt werden.
- Zur Regierungsführung des Landes gehört ein sichtbares internationales Engagement, auch in der Entwicklungszusammenarbeit.
- Es soll dazu beigetragen werden, dass alle Menschen ein menschenwürdiges Leben führen können.
- Im Welthandel soll Fairness herrschen.
- Im Welthandel sollen Veränderungen zugunsten benachteiligter Regionen und Länder erfolgen.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung32
- Die Partei vertritt eine Weltanschauung auf christlich-jüdisch-abendländischer Wertebasis, die offen für Menschen anderer Religionen und Überzeugungen ist.
- Aufstieg, Sicherheit und Perspektive sollen Leitmotive einer neuen Landesidentität Nordrhein-Westfalens werden.
- Der Schutz der Sonn- und Feiertage bleibt erhalten und steht nicht zur Disposition.
- Das Engagement der Vertriebenenverbände und Landsmannschaften wird unterstützt.
- Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden in einen Dialog mit den Künsten gebracht.
- Die gemeinsame Geschichte des Landes wird in Form einer lebendigen Landesgeschichte vergegenwärtigt.
- Die Freiheit von Kunst und Kultur wird bekräftigt.
- Kulturförderung steht nicht je nach Kassenlage zur Disposition.
- Neue Regelungen sichern die Kulturförderung und binden auch die Kommunalaufsichtsbehörden.
- Neue Formen der Mitträgerschaft der Bürger an ihrer Kultur vor Ort werden entwickelt.
- Die Voraussetzungen für private Kulturförderung durch Stiftungen, Mäzenatentum und Sponsoring werden verbessert.
- Kunst- und Kultursammlungen in öffentlichem Eigentum werden nicht veräußert.
- Landeseigene Kultur wird geschützt.
- Der Schutz landeseigener Kultur umfasst auch Kunstwerke im Eigentum landeseigener Unternehmen.
- Die landeseigene Kunst wird für die Bürgerinnen und Bürger gesichert.
- Die Arbeit des Denkmalschutzes wird unterstützt.
- Kulturstätten sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
- Regionale Dialekte werden auf Ton-, Film- und Printträgern dokumentiert.
- Die aktive Pflege der Mundarten wird gefördert.
- Eine Medien- und Netzpolitik aus einem Guss wird angepackt.
- Subsidiaritätsprinzip und Föderalismus bleiben in der Medienpolitik gewahrt.
- Die Interessen von Nutzern und Wirtschaft werden in der Medienpolitik ausgewogen berücksichtigt.
- Die Medienordnung ist länderbasiert, mit dem Bund abgestimmt und europäisch abgesichert.
- Filmschaffende finden in Nordrhein-Westfalen sehr gute Voraussetzungen für eine Ansiedlung.
- Kulturelles Angebot und kulturelle Teilhabe sind im ganzen Land gleichwertig.
- Glaube soll nicht nur privat, sondern auch in der Öffentlichkeit gelebt werden dürfen.
- Würdige Räume für Gottesdienst und Religionsausübung wie Kirchen, Synagogen und Moscheen gehören in den öffentlichen Raum.
- Christlich-kulturelle Wurzeln und Zeugnisse werden von Staat und Zivilgesellschaft erhalten und gepflegt.
- Initiativen zum Erhalt christlicher Feste und Bräuche wie Weihnachtsmärkte, Sankt-Martins-Feiern und Prozessionen werden unterstützt.
- Christliche Kreuze im öffentlichen Raum und christliche Traditionen werden offensiv befürwortet.
- Zusammenschlüsse islamischer Institutionen in Zentralverbänden werden gefördert, um Ansprechpartner zu haben und muslimisches Leben stärker einzubinden.
- Der Einfluss von Sekten und Psychokulten, insbesondere auf Kinder und Jugendliche, wird entschieden bekämpft.
Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung19
- Kommunen, Land, Bund und EU sollen nur Aufgaben übernehmen, die Bürger, Gemeinschaften und Verbände nicht erfüllen können.
- Die Kommunen sollen im Sinne der Subsidiarität in ihren Kompetenzen gestärkt werden.
- Verdeckte Formen der Kommunalverschuldung sollen unterbunden werden.
- Die Sanierung der öffentlichen Haushalte darf nicht auf Kosten der Städte und Gemeinden erfolgen.
- Die Kommunen sollen eine nachhaltige Finanzpolitik betreiben und zu ausgeglichenen Haushalten zurückkehren.
- Die Kommunen sollen ihre Finanzmittel effektiv einsetzen.
- Die Menschen sollen die Angelegenheiten ihrer örtlichen Gemeinschaft selbst regeln und verwalten.
- Eine solide, nachhaltige und vorausschauende kommunale Haushaltspolitik wird angestrebt.
- Nachfolgenden Generationen sollen keine Schuldenlasten aufgebürdet werden, die ihre Gestaltungsmöglichkeiten verhindern.
- Auch gegenüber den Kommunen gilt das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe statt Bevormundung.
- Umverteilungs- und Zuweisungssysteme, auch zwischen Kommunen, werden als hinderlich für Eigeninitiative und Effizienz angesehen.
- Es wird stetig überprüft, was vom Einzelnen erwartet werden kann und was die örtliche Gemeinschaft übernehmen sollte.
- Kleine Einheiten, überschaubare Größen und klare Strukturen erleichtern die Steuerung vor Ort, senken Kosten und verringern Abhängigkeiten.
- Funktionierende kleine kommunale Einheiten werden erhalten.
- Nach dem Prinzip der Eindeutigkeit der Verantwortung sollen Zuständigkeiten klar geregelt und durchschaubar sein.
- Zuständigkeiten und Mischfinanzierungen werden weiter entflochten, damit Aufgabe und Finanzierung in einer Hand liegen.
- Daseinsvorsorge, Infrastruktur sowie Kultur- und Bildungsangebote werden im Dialog mit den Einwohnern ständig überprüft.
- Der Wandel wird konstruktiv gestaltet und als Chance für Stadtentwicklung und intensivere interkommunale Zusammenarbeit genutzt.
- Konsolidierungserfolge in kommunalen Haushalten kommen den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zugute.
„Nicht gefunden“ heißt nicht, dass es zu dem Thema keine Forderung gibt. Wie das entsteht
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der Reihenfolge unseres Katalogs; „Ohne Politikfeld“ steht hier am Anfang.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Programms, also nach Seitenzahl.