Landwirtschaftliche Betriebe
Organisationen: was die Programme zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und der Koalitionsvertrag für diese Gruppe fordern, zum Aufklappen nach Art der Wirkung.
Rechts in Rot die Zahl der Forderungen, die die Gruppe belasten, in Grau die teils, teils oder ohne klare Richtung, in Grün die, die sie begünstigen. Alle Zielgruppen in Nordrhein-Westfalen
Klicken Sie auf eine Partei, um ihre Forderungen zu sehen.
Ohne Einzug ins Parlament
Programme zur Landtagswahl 2027
CDU NW 168
Mehr Geld 5
- Eingriffe in landwirtschaftliche Nutzung sollen stets ausgeglichen werden.
- Der Bund soll die zugesagten Mittel für den Erschwernisausgleich in Naturschutzgebieten bereitstellen.
- Für CO2-Bindung im Boden und Carbon Farming sollen Fördermöglichkeiten geschaffen werden.
- Agrarumweltmaßnahmen sollen in der neuen GAP-Förderperiode ausreichend finanziert werden.
- Mehrkosten für Tierwohl sollen Erzeugern durch Investitionsförderung und einen Ausgleich für höhere Standards abgegolten werden.
Mehr Rechte oder Angebote 4
- Wettbewerbsverzerrungen in Europa zulasten der Landwirtschaft sollen verhindert werden.
- Die Landwirtschaft wird als moderner Wirtschaftszweig mit Fokus auf Klimaschutz durch Kooperation und Unterstützung gefördert.
- Eingriffe in landwirtschaftliche Nutzung sollen stets ausgeglichen werden.
- Freiwillige Agrarumweltmaßnahmen sollen durch Kooperation und Anreize gestärkt werden.
Bleibt wie bisher 3
Ohne klare Richtung 3
SPD NW 1210
Mehr Geld 5
- Förderprogramme für die Ökolandwirtschaft werden ausgebaut.
- Über die Beschaffung für die Gemeinschaftsverpflegung wird ein wachsender Markt für regionale und Bio-Produkte geschaffen.
- Eine Gemeinwohlprämie soll bisher unvergütete Leistungen wie Artenschutz, gute Arbeitsbedingungen und schonende Bodenbearbeitung entlohnen.
- Der Umbau der Nutztierhaltung wird nach den Leitlinien des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung finanziert.
- Eine an eingesparte Klimagase gekoppelte Prämie für Betriebe mit reduzierten Tierbeständen wird erwogen.
Mehr Rechte oder Angebote 5
- Naturverträgliche Landwirtschaft wird aktiv vorangebracht.
- Hecken und Feldgehölze werden wegen ihrer Bedeutung für Landwirtschaft und Artenvielfalt unterstützt.
- Landwirtschaftliche Familienbetriebe werden im Strukturwandel gestärkt, um ihren Fortbestand zu sichern.
- Dem Agrarstrukturwandel und Konzentrationsprozessen wird mit stärkerer Regionalisierung begegnet.
- Eine multifunktionale Landwirtschaft mit zusätzlichen Perspektiven bei öffentlichen Leistungen wie Naturschutz und Landschaftspflege wird unterstützt.
Ohne klare Richtung 2
Grüne NW 7410
Mehr Geld 4
- Die Einnahmen der Pestizidabgabe werden für die Umstellung auf pestizidarme Landwirtschaft und die Wiederherstellung intakter Natur verwendet.
- Öffentliche Agrarfördermittel von EU, Bund und Land sollen an Betriebe gehen, die mit dem Schutz von Natur und Tieren eine öffentliche Leistung erbringen.
- Der Umstieg auf eine insekten- und vogelfreundliche Landwirtschaft soll sich finanziell lohnen.
- Ein landeseigenes Förderprogramm fördert gezielt Bauvorhaben kleinerer und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe.
Mehr Rechte oder Angebote 5
- Eine artenfreundliche, naturverträglich wirtschaftende Landwirtschaft wird unterstützt.
- Zum Schutz des Wassers werden nachhaltige Formen der Landnutzung und Tierhaltung gefördert.
- Naturverträgliche und ressourcenschonende Landwirtschaft wird gezielt gefördert, um Betrieben Planungs- und Investitionssicherheit zu geben.
- Bäuerliche Betriebe werden zielgerichtet unterstützt, um das Sterben kleiner Höfe zu stoppen.
- Sozialökologische Beratungsangebote für landwirtschaftliche Familienbetriebe werden ausgebaut, etwa zu Regionalvermarktung und solidarischer Landwirtschaft.
Weniger Pflichten 1
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 3
- Leitbild ist eine ökologische, strukturreiche und bäuerliche Landwirtschaft mit Tiergerechtigkeit, Gentechnikfreiheit und Freiheit von chemisch-synthetischen Pestiziden.
- Der Anteil des Ökolandbaus soll von knapp 7 auf 30 Prozent bis 2030 steigen.
- Die Abhängigkeit der Landwirtschaft von chemisch-synthetischen Pestiziden soll überwunden werden.
Mehr Pflichten 7
- Land, Kommunen sowie Wald- und Landwirtschaft sollen sich besser an die Folgen der Klimakrise anpassen.
- Tiere sollen entsprechend ihren Bedürfnissen gehalten werden.
- Die industrialisierte Intensivtierhaltung wird abgelehnt.
- Der Bestand landwirtschaftlich gehaltener Tiere wird mittelfristig auf ein umwelt- und tierverträgliches Maß reduziert.
- Die Landesbauordnung wird geändert, um den Brandschutz in Ställen zu verbessern.
- Die gesetzlichen Brandschutzstandards werden in neuen und bestehenden Ställen konsequent durchgesetzt.
- Arbeitsschutz-Mindeststandards sollen auch für EU-Arbeitnehmerinnen und -Arbeitnehmer in Landwirtschaft, Fleischbetrieben und Logistik gelten.
FDP NW 3210
Mehr Geld 1
Mehr Rechte oder Angebote 9
- Versorgungsansätze wie Vertical Farming sollen in Hochhäuser integriert werden können.
- Innovationen in Züchtung, Pflanzenschutz und Digitalisierung, die Umweltschutz und Erträge verbessern, werden unterstützt.
- Projekte, die in Forschung und Praxis landwirtschaftliche Innovationen schaffen, werden stärker vorangetrieben.
- Landwirtschaftlichen Unternehmern werden mehr Spielräume für Investitionen in Neuerungen geschaffen.
- Landwirtschaftliche Betriebe werden in ihrer wirtschaftlichen Autonomie gestärkt.
- Landwirtschaftlichen Betrieben wird langfristige Planungssicherheit gegeben.
- Die Rahmenbedingungen für Forschung und Anwendung werden verbessert, um die Digitalisierung der Landwirtschaft voranzubringen.
- Die Erforschung des Sojaanbaus in Deutschland wird intensiviert, um Betrieben einen neuen Markt zu erschließen.
- Technik wie verbesserte Abluftanlagen in Ställen wird gefördert.
Bleibt wie bisher 1
Ohne klare Richtung 1
AfD NW 15
Mehr Rechte oder Angebote 2
Weniger Pflichten 4
- Die Dokumentationspflichten landwirtschaftlicher Betriebe werden deutlich reduziert.
- Die Pflichten zur Kennzeichnung und Registrierung von Tieren werden reduziert.
- Moderne Stallanlagen sollen ohne überzogene Auflagen in wenigen Monaten genehmigt werden.
- Hindernisse für die Direktvermarktung werden durch Bürokratieabbau beseitigt.
Linke NW 1955
Mehr Rechte oder Angebote 5
- Ein Landesprogramm fördert Projekte der solidarischen Landwirtschaft.
- Der Anbau heimischer Eiweißpflanzen wird gefördert.
- Ein Netz regionaler Schlachtmöglichkeiten in kommunaler Trägerschaft, einschließlich mobiler und Weideschlachtung, wird erneuert.
- Die regionale Erzeugung von Lebensmitteln wird gefördert.
- Regionale Kreisläufe für agrarwirtschaftliche Güter wie Futtermittel, Düngemittel und Schlachttiere werden statt einer weiteren Konzentration der Nahrungsmittelproduktion gefördert.
Ohne klare Richtung 5
- Die Landwirtschaft erzeugt hochwertige Lebensmittel zu bezahlbaren Preisen.
- Die Landwirtschaft schützt die Umwelt und erhält die Artenvielfalt.
- Massentierhaltung wird abgelehnt.
- Die solidarische Landwirtschaft wird unterstützt.
- Bei der Klimafolgenanpassung im ländlichen Raum wird die Rolle der Landwirtschaft berücksichtigt.
Mehr Pflichten 19
- Der Anbau gentechnisch veränderter Lebensmittel wird verboten.
- Das Klimaschutzgesetz NRW legt sektorspezifische Reduktionsziele für Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr sowie Land- und Forstwirtschaft fest.
- Ökologische und soziale Standards in der Landwirtschaft werden verbessert.
- Langfristig wird die gesamte Landwirtschaft auf ökologische Methoden umgestellt.
- Agrarzahlungen werden an wissenschaftlich fundierte Umwelt- und Sozialkriterien und an den Tierschutz gebunden.
- Agrargeld gibt es nur noch für konkret nachweisbare öffentliche Leistungen.
- Landeseigene Landwirtschaftsflächen werden nur nach ökologischen und sozialen Kriterien verkauft oder verpachtet.
- Die Massentierhaltung wird abgeschafft.
- Die Tierhaltung wird flächengebunden.
- Für Regionen und Standorte gelten Bestandsobergrenzen in der Tierhaltung.
- Nutztiere werden artgerecht mit genügend Auslauf gehalten.
- Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung wird begrenzt.
- Tierschutzkontrollen werden häufiger und strenger, Verstöße werden härter bestraft.
- Reserveantibiotika werden in der landwirtschaftlichen Tierhaltung nicht eingesetzt.
- Glyphosat und Neonikotinoide werden verboten.
- Die gesamte Landwirtschaft wird auf ökologische Standards umgestellt.
- Zehn Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche werden insektenfreundlich gestaltet.
- Schlachtungen finden auf dem Heimathof statt, solange es sie noch gibt.
- Qualzüchtungen und Massentierhaltung werden beendet und durch artgerechte Haltung ersetzt.
Koalitionsvertrag 2718
Mehr Geld 3
- Der heimische Eiweißpflanzenanbau wird gezielt gefördert, auch über die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik.
- Ein Sofortprogramm fördert tierfreundliche Außenklimaställe für Betriebe mit höchstens zwei Großvieheinheiten je Hektar.
- Die Direktvermarktung wird als Einkommensmöglichkeit der Landwirtschaft unterstützt.
Mehr Rechte oder Angebote 15
- Ein bürokratiearmes Sofortprogramm unterstützt bäuerliche Familienbetriebe, insbesondere bisher benachteiligte Betriebe.
- Die Förderung über die zweite Säule soll für kleinere Betriebe attraktiver gestaltet werden.
- Die Rahmenbedingungen für ökologisch wirtschaftende Betriebe werden unter anderem über das Kantinenprogramm verbessert.
- Ein Zukunftsprogramm Moderne Landwirtschaft soll den Pflanzenschutzmitteleinsatz sachgerecht reduzieren und die klimabedingten Herausforderungen im Pflanzenbau berücksichtigen.
- Gegen den wachsenden Druck auf landwirtschaftliche Flächen wird eine Landgesellschaft gegründet.
- Die Zucht geeigneter, ertragreicher Eiweißpflanzensorten wird unterstützt und gefördert.
- Tierhaltende Betriebe werden unter Berücksichtigung der Finanzierungsfrage bei der Planung unterstützt.
- Die Weiterentwicklung der Haltungsbedingungen mit stärkerem Blick auf Tierschutzkriterien wird unterstützt.
- Fütterungsverfahren mit reduzierten Emissionen werden unterstützt.
- Der Bestandsschutz von Stallbauten wird an die überbaute Fläche gebunden, um eine flexiblere Nutzung auch zugunsten des Tierwohls zu ermöglichen.
- Regionale Produkte werden gefördert.
- Die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte wird ausgebaut.
- Die Direktvermarktung wird als Einkommensmöglichkeit der Landwirtschaft unterstützt.
- Die Ernährungsstrategie soll alle regional erzeugten Produkte, konventionell wie ökologisch, gleichermaßen fördern.
- Land- und Forstwirtschaft werden gefördert.
Weniger Pflichten 2
Bleibt wie bisher 2
Ohne klare Richtung 5
- Die Düngeverordnung soll praxistauglich und standortgerecht umgesetzt werden.
- Gesellschaftliche Interessen, Tierschutz, Tiergesundheit, Tierwohl und betriebliche Umsetzbarkeit sollen Leitlinien der künftigen Politik zur Tierhaltung sein.
- Die Umsetzung der Ergebnisse der Borchert-Kommission in der Tierhaltung wird unterstützt.
- Wertschöpfungsketten der Landwirtschaft werden gestärkt.
- Leitbild ist ein klimaneutrales Industrieland mit einer nachhaltigen Raumentwicklung, die natürliche Lebensgrundlagen schützt, die Wettbewerbsfähigkeit sichert und Land- und Forstwirtschaft weitgehend erhält.
Grüne NW, Programmentwurf zur Landtagswahl 2027 316
Mehr Rechte oder Angebote 4
- Eine Landwirtschaft mit vielfältigen Feldern, artgerechter Tierhaltung und zukunftsfähigen Höfen wird besonders unterstützt.
- Der ökologische Landbau wird weiter ausgebaut.
- Die ökologische Pflanzen- und Tierzüchtung wird gefördert.
- Erzeuger, Lebensmittelhandwerk, Handel und Gemeinschaftsverpflegung werden besser vernetzt und regionale Vermarktungs- und Logistikstrukturen weiterentwickelt.
Weniger Pflichten 1
Bleibt wie bisher 1
Vorläufige Auswertung. Wie das entsteht