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Forderungen zu Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft
Landtagswahl Bayern 14.10.1990 · beschlossen 14.10.1990 · Original
Das Programm enthält 31 von 389 Forderungen zu „Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft“.
- 31Forderungen zum Politikfeld
- 8 %des Programms
- 41Seiten im Original
- 1990Wahljahr
Keine Treffer.
Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft 31
Die Ansprüche von Frauen auf ein selbstbestimmtes Leben, auf partnerschaftliche Mitarbeit der Männer in Haushalt und Familie und auf Partnerschaft in Beruf und Gesellschaft sollen noch in diesem Jahrhundert erfüllt werden.
Wortlaut im Programm
Frauen stellen Ansprüche auf ein selbstbestimmtes Leben, auf paritätische Mitarbeit der Männer in Haushalt und Familie, auf Partnerschaft in Beruf und Gesellschaft. Wir wollen diese Ansprüche erfüllen - und zwar noch in diesem Jahrhundert. Link zum Original
Auf Bundesebene soll ein Antidiskriminierungsgesetz mit einer Generalklausel eingeführt werden, die die Gleichberechtigung von Mann und Frau für alle gesellschaftlichen Bereiche verbindlich und einklagbar macht.
Wortlaut im Programm
Die BayernSPD tritt auf Bundesebene für ein Antidiskriminierungsgesetz mit einer "Generalklausel” ein. "Generalklausel” bedeutet, daß die Gleichberechtigung von Mann und Frau, wie sie Art.3 des Grundgesetzes fordert, zwingend für alle gesellschaftlichen Bereiche vorgeschrieben wird. Damit wird das Recht von Frauen auf Gleichberechtigung einklagbar. Link zum Original
Ein berufliches Frauenförderungsgesetz soll Einrichtung und Ausstattung von Gleichstellungsstellen regeln.
Wortlaut im Programm
Zur Gleichstellung von Mann und Frau gehört auch ein berufliches Frauenförderungsgesetz, das die Einrichtung und die Ausstattung von Gleichstellungstellen regelt, die Schaffung eines bedarfsgerechten, flächendeckenden Netzes von selbstverwalteten Frauenhäusern und Notrufen in den Städten und großen Gemeinden und die Sicherung ihrer Finanzierung durch Land und Kommunen sowie Haushaltspläne für Frauenzentren und Frauengesundheitszentren. Link zum Original
In Städten und großen Gemeinden soll ein bedarfsgerechtes, flächendeckendes Netz selbstverwalteter Frauenhäuser und Notrufe geschaffen werden.
Wortlaut im Programm
Zur Gleichstellung von Mann und Frau gehört auch ein berufliches Frauenförderungsgesetz, das die Einrichtung und die Ausstattung von Gleichstellungstellen regelt, die Schaffung eines bedarfsgerechten, flächendeckenden Netzes von selbstverwalteten Frauenhäusern und Notrufen in den Städten und großen Gemeinden und die Sicherung ihrer Finanzierung durch Land und Kommunen sowie Haushaltspläne für Frauenzentren und Frauengesundheitszentren. Link zum Original
Die Finanzierung von Frauenhäusern und Notrufen soll durch Land und Kommunen gesichert werden.
Wortlaut im Programm
Zur Gleichstellung von Mann und Frau gehört auch ein berufliches Frauenförderungsgesetz, das die Einrichtung und die Ausstattung von Gleichstellungstellen regelt, die Schaffung eines bedarfsgerechten, flächendeckenden Netzes von selbstverwalteten Frauenhäusern und Notrufen in den Städten und großen Gemeinden und die Sicherung ihrer Finanzierung durch Land und Kommunen sowie Haushaltspläne für Frauenzentren und Frauengesundheitszentren. Link zum Original
Für Frauenzentren und Frauengesundheitszentren sollen Haushaltsmittel vorgesehen werden.
Wortlaut im Programm
Zur Gleichstellung von Mann und Frau gehört auch ein berufliches Frauenförderungsgesetz, das die Einrichtung und die Ausstattung von Gleichstellungstellen regelt, die Schaffung eines bedarfsgerechten, flächendeckenden Netzes von selbstverwalteten Frauenhäusern und Notrufen in den Städten und großen Gemeinden und die Sicherung ihrer Finanzierung durch Land und Kommunen sowie Haushaltspläne für Frauenzentren und Frauengesundheitszentren. Link zum Original
Zur beruflichen Gleichstellung von Frauen sollen Frauenförderpläne und Frauenbeauftragte eingeführt werden.
Wortlaut im Programm
Die BayernSPD will Frauen im beruflichen Alltag gleichstellen. Deshalb fordern wir Frauenförderpläne und Frauenbeauftragte. Link zum Original
Frauen sollen in Ausbildung, Berufseinstieg, Einstellung, Weiterbildung und beruflichem Aufstieg nicht länger benachteiligt werden.
Wortlaut im Programm
Frauen dürfen in der Ausbildung, als Berufsanfängerinnen, bei Einstellungen, in der Weiterbildung und beim beruflichen Aufstieg nicht mehr länger benachteiligt werden. Link zum Original
Es soll ein einjähriger Elternurlaub mit Arbeitsplatzgarantie eingeführt werden.
Wortlaut im Programm
Einen einjährigen Eliternurlaub mit Arbeitsplatzgarantie. Link zum Original
Der Elternurlaub soll jeweils zur Hälfte von Müttern und Vätern genommen werden.
Wortlaut im Programm
Um die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung aufzubrechen, muß der Elternurlaub jeweils zur Hälfte von Müttern und Vätern genommen werden. Link zum Original
Das Elterngeld während des Elternurlaubs soll sich an 50 Prozent beider Einkommen bemessen.
Wortlaut im Programm
Das Elterngeld in dieser Zeit bemißt sich an 50% beider Einkommen. Link zum Original
Jeder Elternteil soll Anspruch auf ein weiteres Jahr Elternurlaub mit Arbeitsplatzgarantie und einem Unterstützungsgeld von 600 DM monatlich oder 20 DM Tagegeld haben.
Wortlaut im Programm
Darüber hinaus sollen die Eltern je ein weiteres Jahr Anspruch auf EI-ternurlaub mit Arbeitsplatzgarantie und Unterstützungsgeld (DM 600,-- pro Monat bzw. DM 20,-- Tagegeld) haben. Dieser Elternurlaub kann "am Stück” oder tageweise bis zur Einschulung der Kinder genommen werden. Link zum Original
Dieser zusätzliche Elternurlaub kann am Stück oder tageweise bis zur Einschulung des Kindes genommen werden.
Wortlaut im Programm
Darüber hinaus sollen die Eltern je ein weiteres Jahr Anspruch auf EI-ternurlaub mit Arbeitsplatzgarantie und Unterstützungsgeld (DM 600,-- pro Monat bzw. DM 20,-- Tagegeld) haben. Dieser Elternurlaub kann "am Stück” oder tageweise bis zur Einschulung der Kinder genommen werden. Link zum Original
Frauen und Männer sollen nicht länger vor die Entscheidung zwischen Kindern und Beruf gestellt werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen, daß Frauen und Männer ein selbstbestimmtes Leben führen können. Deshalb dürfen sie nicht länger vor die Entscheidung Kinder oder Beruf gestellt werden. Das setzt ein ausreichendes Angebot an pädagogisch guten Krippen-, Kindergarten- und Hortplätzen sowie Ganztagsschulen voraus. Link zum Original
Frauen mit Kindern sollen in Ausbildung, bei der Vergabe von Arbeitsplätzen und im beruflichen Aufstieg keine Nachteile erleiden.
Wortlaut im Programm
Wir fordern, daß Frauen mit Kindern in der Ausbildung, bei der Vergabe von Arbeitsplätzen und im beruflichen Aufstieg keine Nachteile entstehen und daß sie nach Kindererziehung besser ins Berufsleben wieder eingegliedert werden. Link zum Original
Quoten für Frauen sollen, wo notwendig, auch in der Gesellschaft eingeführt werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen dieses Modell auch auf die Gesellschaft übertragen, wo es notwendig ist. Link zum Original
50 Prozent der Ausbildungsplätze sollen für Mädchen reserviert werden.
Wortlaut im Programm
50% der Ausbildungsplätze sind für Mädchen zu reservieren, bei den Arbeitsplätzen ist eine 50%- Quote für Frauen anzustreben. Link zum Original
Bei den Arbeitsplätzen wird eine Frauenquote von 50 Prozent angestrebt.
Wortlaut im Programm
50% der Ausbildungsplätze sind für Mädchen zu reservieren, bei den Arbeitsplätzen ist eine 50%- Quote für Frauen anzustreben. Link zum Original
Ein Sozialgesetz zum Schwangerschaftsabbruch soll Frauen grundsätzlich straffrei stellen, ihr Selbstbestimmungsrecht sichern und Ärzten Rechtssicherheit geben.
Wortlaut im Programm
ein Sozialgesetz zum Schwangerschaftsabbruch, das Frauen grundsätzlich von Strafe frei stellt, muß Frauen das Selbstbestimmungsrecht und Ärzten Rechts- Sicherheit geben. Link zum Original
Die Interessen und Bedürfnisse von Kindern sollen bei jeder politischen Entscheidung berücksichtigt werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen, daß die Interessen und Bedürfnisse von Kindern bei jeder politischen Entscheidung berücksichtigt werden. Link zum Original
Die Eltern-, Kinder- und Familienberatung soll ausgebaut werden.
Wortlaut im Programm
Die BayernSPD wird die Eltern-, Kinder- und Familienberatung ausbauen. Link zum Original
Für Kinder und Jugendliche, die nicht in ihre Familien zurückkehren können oder wollen, sollen neben Pflegefamilien Möglichkeiten zum selbstbestimmten, betreuten Zusammenleben geschaffen werden.
Wortlaut im Programm
Für Kinder und Jugendliche, die nicht mehr zu ihren Familien zurückkehren wollen oder können, wollen wir - neben bewährten Pflegefamilien - Möglichkeiten schaffen, gemeinsam mit Leidensgefährtinnen und Leidensgefährten und engagierten Erzieherinnen und Erziehern selbstbestimmt zu leben (beschütztes Wohnen). Link zum Original
Es sollen Kindernotruf-Telefone eingerichtet werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen Kindernotruf-Telefone und Zufluchtstätten einrichten. Link zum Original
Es sollen Zufluchtstätten für Kinder eingerichtet werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen Kindernotruf-Telefone und Zufluchtstätten einrichten. Link zum Original
Familien mit Kindern sollen nicht länger benachteiligt werden und ein höheres Einkommen erhalten.
Wortlaut im Programm
Nachdrücklich setzen wir uns dafür ein, daß Familien mit Kindern nicht länger benachteiligt werden. Dazu ist ein höheres Einkommen und ein breiteres Angebot an preisgünstigem Wohnraum ebenso notwendig wie finanzielle Hilfen zur Ausbildung von Kindern (BAFöG als Zuschuß). Link zum Original
Das Kindergeld soll auf monatlich 200 DM für jedes Kind angehoben werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen vor allem das Kindergeld deutlich anheben: auf monatlich DM 200,-- für jedes Kind und zusätzlich je DM 100,-- ab dem vierten Kind. Link zum Original
Ab dem vierten Kind soll zusätzlich ein Kindergeld von 100 DM monatlich gezahlt werden.
Wortlaut im Programm
Wir wollen vor allem das Kindergeld deutlich anheben: auf monatlich DM 200,-- für jedes Kind und zusätzlich je DM 100,-- ab dem vierten Kind. Link zum Original
Ältere Menschen sollen nicht abgeschoben werden, sondern ein Leben in freier Entfaltung führen können.
Wortlaut im Programm
Wir lassen nicht zu, daß ältere Menschen abgeschoben werden. Wir wollen ihnen ein Leben ermöglichen, in dem sie sich frei entfalten können. Link zum Original
Behinderte Menschen sollen akzeptiert und integriert werden und ein selbstbestimmtes, möglichst selbständiges Leben führen können.
Wortlaut im Programm
Die BayernSPD will, daß behinderte Menschen akzeptiert und integriert werden. Sie sollen ein selbstbestimmtes und möglichst selbständiges Leben führen können. Dazu muß ihnen materielle Sicherheit zuteil werden. Link zum Original
Schwerstbehinderte sollen in wohnortnahe Werkstätten und Wohnheime integriert werden, damit familiäre und freundschaftliche Beziehungen erhalten bleiben.
Wortlaut im Programm
Schwerstbehinderte Jugendliche und Erwachsene sollen in vor Ort bestehenden Werkstätten und Wohnheime der Behinderteneinrichtungen integriert werden, damit familiäre und freundschaftliche Beziehungen aufrechterhalten werden können. Link zum Original
Behinderte sollen am kulturellen Leben, am Sport und an Freizeitaktivitäten teilnehmen können.
Wortlaut im Programm
Wir wollen, daß Behinderte am kulturellen Leben, an Sport und Freizeitaktivitäten teilnehmen können. Link zum Original
Jede Forderung ist aus dem Programmtext abgeleitet; maßgeblich ist der Wortlaut im Original. Unter „Wortlaut im Programm“ stehen auch die Wortlaute der früheren Programme, neueste zuerst. Was „Gefordert seit“ heißt
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der festen Reihenfolge unseres Katalogs, nicht nach Menge, damit jedes Politikfeld überall am selben Platz steht. „Ohne Politikfeld“ steht am Ende.
- Schwerpunkte im Politikfeld: Die mit den meisten Forderungen zuerst, „Weitere Forderungen“ am Ende.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Dokuments, also nach Seitenzahl.
- Frühere Wortlaute: Das aktuelle Programm zuerst, dann die älteren.
- Die Zahl der Forderungen hängt vom Umfang der Programme ab und sagt nichts darüber, wie wichtig einer Partei ein Punkt ist.