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538 von 904 Forderungen aus diesem Programm finden sich im Koalitionsvertrag nicht wieder: Für sie gibt es im ganzen Vertrag keinen Punkt mit mindestens 30 Prozent Übereinstimmung. Bei jeder dieser Forderungen ist angegeben, welche anderen Parteien im Parlament sie teilen (Wahl- und Grundsatzprogramme, ab 30 Prozent Übereinstimmung).
Staat, Demokratie und Verwaltung51
- Politische Beteiligung auch jenseits von Wahlen soll attraktiver werden.
- Experimentierräume zum Testen neuer Ideen sollen eingeführt werden.
- Der Staat ist um des Menschen willen da, nicht umgekehrt.
- Primat des Rechts, Gewaltenteilung, Pluralismus und Freiheit in Verantwortung werden bejaht.
- Rechtliche und bürokratische Hindernisse für die Kooperation von Hochschulen in der EU werden abgebaut.
- Ein Gründungsprozess darf nicht länger als ein Fußballspiel dauern.
- Angestrebt wird ein Staat, der Sicherheit gibt, Freiräume respektiert und schafft und den Einzelnen nicht bevormundet.
- Bei der Staatsmodernisierung gilt der Grundsatz Privat vor Staat.
- In der öffentlichen Verwaltung wird Teamarbeit etabliert.
- Führungspositionen in der Verwaltung können befristet mit externen Experten besetzt werden.
- Führungskräfte der öffentlichen Verwaltung sammeln Erfahrungen in privaten Organisationen.
- Politische Entscheidungen werden dynamisch auf Basis von Daten, Fakten und strategischer Vorausschau getroffen.
- Jede staatliche Maßnahme wird mit klaren, messbaren Zielen hinterlegt.
- Die Notstandsverfassung des Grundgesetzes wird überarbeitet.
- Der Bundestag bleibt auch im Krisenfall das zentrale Verfassungsorgan.
- Verfassungswandel erfolgt nur durch Verfassungsänderung.
- Die repräsentative Demokratie wird bejaht.
- Kommunale Mandatsträger und ehrenamtlich engagierte Bürger werden gestärkt.
- Partizipative Demokratieelemente können Repräsentationsverfahren ergänzen, aber nicht ersetzen.
- Wichtige Regierungsentscheidungen werden in den gewählten Parlamenten debattiert.
- Parlamente können Regierungen und öffentliche Verwaltung effektiv kontrollieren.
- Die Auslagerung politischer Entscheidungen in informelle Gremien, Expertenkommissionen und auf die internationale Ebene wird abgelehnt.
- Parlamente sollen schlank und effizient sein.
- Die Parlamentsarbeit wird reformiert und stärker auf Erfolgs- und Vollzugskontrolle ausgerichtet.
- Abgeordnete legen ihre Bezüge immer erst für die Abgeordneten der nachfolgenden Wahlperiode fest.
- Ein reines Verhältniswahlrecht wird abgelehnt.
- Das Wahlrecht enthält Elemente des Personen- und Mehrheitswahlrechts.
- Direkt gewählte Wahlkreiskandidaten gehören stets dem Parlament an.
- Das Wahlalter bei Bundestagswahlen bleibt an volle Geschäftsfähigkeit und volle Strafmündigkeit gekoppelt.
- Auf Bundes- und Länderebene wird eine Subsidiaritätsprüfung von Gesetzesvorhaben mit Blick auf die kommunale Selbstverwaltung eingeführt.
- Menschen, die sich mit digitalen Verwaltungswegen schwertun, werden vor Ort in Behörden und durch Digitallotsen unterstützt.
- Der Nationale Normenkontrollrat wird aufgewertet.
- Der Nationale Normenkontrollrat wird in das Bundeskanzleramt zurückgeholt.
- Einrichtungen wie der Normenkontrollrat werden auch in den Ländern befürwortet.
- In Behörden wird eine flexible interne Unternehmensberatung mit den Mitarbeitern eingerichtet.
- Gesetzgebung richtet sich stärker auf strategische Ziele und Kennziffern zur Zielerreichung aus.
- Gesetze treten grundsätzlich nur zum 1. Januar und 1. Juli in Kraft.
- Pilotregionen, auch grenzüberschreitend, werden als regulatorische Reallabore ermöglicht.
- Dem Staat wird der Zugriff auf relevante Daten ermöglicht.
- In der Verwaltung werden kompatible, interoperable IT-Lösungen eingesetzt.
- Das Personalwesen aller Ministerien wird gebündelt.
- Regierungen und Behörden kommen mit ihren vorhandenen Ressourcen aus.
- Nicht für jedes neue Problem wird ein neuer Beauftragter oder eine neue Behörde geschaffen.
- Jede staatliche Aufgabe erhält ein gesamtstaatliches Preisschild.
- Für Bürger wird nachvollziehbar, welche staatliche Ebene für welche Aufgabe verantwortlich ist.
- Ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst wird bejaht.
- Der öffentliche Dienst erhält flexiblere Einstiegsvoraussetzungen.
- Die Vergütung im öffentlichen Dienst wird stärker leistungsorientiert.
- Der öffentliche Dienst bietet attraktivere Arbeitsorte.
- Die Durchlässigkeit zwischen Verwaltung, privatem Bereich und Wissenschaft wird verbessert.
- Im öffentlichen Dienst wird ein aktives Personalmanagement betrieben.
Innere Sicherheit, Justiz und Bürgerrechte37
- Rechtsfreie Räume werden nicht geduldet.
- Strafen sollen der Tat unmittelbar folgen.
- Der Rechtsstaat soll Freiheit und Sicherheit gewährleisten und Recht und Gesetz analog wie digital durchsetzen.
- Ein starker Staat soll die Menschen schützen und ihnen möglichst viele Freiräume lassen.
- Alle Sicherheitsbehörden sollen enger zusammenarbeiten und sich auch mit internationalen Partnern vernetzen.
- Intelligente Videosicherheitstechnik an Gefahrenorten soll ausgebaut werden.
- Der Verwahrlosung des öffentlichen Raums wird entgegengetreten.
- Die Zahl der gerichtlichen Instanzen soll verringert werden.
- Beschleunigte Verfahren sollen häufiger angewendet werden.
- Die Rechte von Opfern sollen gestärkt werden.
- Psychosoziale Prozessbegleitung und Opferschutz sollen fester Bestandteil der Aus- und Weiterbildung von Polizei und Justiz werden.
- Gegen Täter häuslicher Gewalt soll deutlich härter vorgegangen werden.
- Ein Sexkaufverbot wird unterstützt.
- Schutz der Menschen und staatliche Sicherheitsinteressen sollen Vorrang vor individuellen Datenschutzinteressen haben.
- Der Schutz vor Desinformationskampagnen, insbesondere ausländischer staatlicher Akteure und Terrororganisationen, soll verbessert werden.
- Bei der Gefahrenabwehr soll bundesweit ein gleichermaßen hoher Standard gelten.
- Das BKA soll als Zentralstelle für den länderübergreifenden polizeilichen Informationsaustausch gestärkt werden.
- Die Zusammenarbeit mit Europol soll verstärkt werden.
- Der Bund soll die Länder bei der inneren Sicherheit unterstützen können.
- In hochspezialisierten Sicherheitsbereichen soll eine freiwillige Übertragung von Gefahrenabwehrkompetenzen auf den Bund oder andere Länder möglich werden.
- Wo der Staat nicht selbst tätig sein darf, soll er die Bevölkerung verstärkt aufklären und informieren.
- Der Bund soll die Fähigkeit erhalten, hochspezialisierte Cyber-Angriffe durch aktive Gegenmaßnahmen abzuwehren.
- Die Bürger sind selbst zur Vorsorge aufgefordert.
- Der Bund soll im Bevölkerungsschutz lageabhängig handeln können.
- Ein Nationaler Sicherheitsrat soll innere und äußere Sicherheit gebündelt in den Blick nehmen.
- Gefährder sollen früher identifiziert und im gesetzlichen Rahmen überwacht werden können.
- Die Scharia gehört nicht zu Deutschland.
- Der ideologische Nährboden des religiösen Extremismus soll deutlich intensiver in den Blick genommen werden.
- Islamische Organisationen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, dürfen weder Gesprächs- noch Vertragspartner des Staates sein.
- Vom Verfassungsschutz beobachtete islamische Organisationen erhalten keine staatliche Förderung.
- Es soll eine gemeinsame europäische Sicherheitsarchitektur geben.
- Die EU-Staaten sollen in der inneren Sicherheit enger zusammenarbeiten.
- Präventions- und strafverfolgungsrelevante Daten sollen zwischen Polizei- und Sicherheitsbehörden in Europa umfassend und schnell ausgetauscht werden können.
- Europol soll zu einem europäischen FBI weiterentwickelt werden.
- Operative polizeiliche Befugnisse sollen bei den Mitgliedstaaten bleiben.
- Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, werden drogenfrei gehalten und stärker kontrolliert.
- Menschen sollen sich dort, wo sie leben, sicher fühlen.
Migration, Asyl, Integration und Staatsangehörigkeit34
- Einbürgerung soll ein Bekenntnis zur Leitkultur und ihren Werten voraussetzen.
- Die Außengrenzen der EU sollen besser geschützt werden.
- Europa soll jederzeit wissen und kontrollieren, wer warum einreisen will, wer sich aufhält und wer wieder ausreist.
- Frontex soll zu einer echten Grenzpolizei und Küstenwache mit hoheitlichen Befugnissen werden.
- Die gemeinsamen europäischen Außengrenzen sollen gemeinsam europäisch geschützt werden.
- Ein funktionierender Außengrenzschutz soll Grenzkontrollen an den Binnengrenzen überflüssig machen.
- Bis zu einem funktionierenden Außengrenzschutz sollen Kontrollen an den Binnengrenzen möglich bleiben.
- Kontrollen an den Binnengrenzen sollen grundsätzlich mit der Zurückweisung von Personen verbunden werden, die bereits in einem anderen EU- oder Schengen-Staat aufgenommen wurden oder dort Asyl beantragen können.
- Die Kontrolle über die Migration soll zurückgewonnen werden.
- Die unkontrollierte Migration soll gestoppt werden.
- Die humanitäre Migration soll auf ein Maß begrenzt werden, das Deutschland nicht überfordert und der humanitären Verantwortung gerecht wird.
- Das Konzept der sicheren Drittstaaten soll umgesetzt werden.
- Wer in Europa Asyl beantragt, soll in einen sicheren Drittstaat überführt werden und dort das Verfahren durchlaufen.
- Bei positivem Ausgang des Verfahrens gewährt der sichere Drittstaat dem Antragsteller vor Ort Schutz.
- Die Anforderungen an sichere Drittstaaten sollen sich auf den Kern der Verpflichtungen aus Genfer Flüchtlingskonvention und Europäischer Menschenrechtskonvention beziehen.
- Schutzbedürftige sollen über humanitäre Kontingente aufgenommen werden.
- Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge sollen vornehmlich in der Nachbarschaft ihres Heimatlandes geschützt werden.
- Wer nicht aus einem EU-Staat einreist, politisch verfolgt wird und sich erfolgreich auf Artikel 16a Grundgesetz beruft, soll in Deutschland Schutz finden.
- Schutzsuchende, die die Sicherheit Deutschlands gefährden, dürfen nicht in Deutschland bleiben.
- Das Konzept der sicheren Drittstaaten soll nicht dazu führen, dass Europa sich seiner humanitären Verantwortung entzieht.
- Nach Einrichtung des Drittstaatenkonzepts soll die EU jährlich ein Kontingent schutzbedürftiger Menschen aufnehmen und gerecht auf die Mitgliedstaaten verteilen.
- Gelingt keine gemeinsame Einigung über ein EU-Aufnahmekontingent, soll eine Koalition der Willigen vorangehen.
- Bei der Auswahl für EU-Aufnahmekontingente sollen gezielt die Schwächsten berücksichtigt und Sicherheits- und Integrationsanforderungen gleichermaßen beachtet werden.
- Wer die Leitkultur lebt und eingebürgert werden möchte, ist eingeladen.
- Von Einbürgerungswilligen wird ein ausdrückliches Bekenntnis zu den Werten, Grundsätzen und Regeln Deutschlands erwartet.
- Die doppelte Staatsbürgerschaft soll die Ausnahme bleiben.
- Die doppelte Staatsbürgerschaft soll künftig nicht mehr über Generationen weitervererbt werden.
- Aussiedler und Spätaussiedler werden unterstützt.
- Die Aufnahme deutscher Spätaussiedler soll bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensgrundlagen in den Herkunftsgebieten fortgesetzt werden.
- Es sollen verpflichtende Sprachkurse eingeführt werden.
- Der praktische Spracherwerb am Arbeitsplatz soll gestärkt werden.
- Dem Fachkräftemangel wird gezielt durch gesteuerte Einwanderung von Arbeits- und Fachkräften entgegengewirkt.
- Die berufliche Qualifikation ist das entscheidende Kriterium für die Fachkräfteeinwanderung.
- Zuwanderung in die Sozialsysteme wird verhindert.
Wirtschaft, Wettbewerb und Industrie33
- Die Soziale Marktwirtschaft soll erhalten und aktiv weiterentwickelt werden.
- Zur Verringerung wirtschaftlicher Abhängigkeiten sollen Lieferketten und Produktion diversifiziert werden.
- Mehr Unternehmertum aus der Wissenschaft wird angestrebt.
- Die Soziale Marktwirtschaft ist das maßgebliche Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell.
- Das Wohlstandsversprechen wird erneuert durch Eigentumsschutz, Nachhaltigkeit, Technologieoffenheit, fairen Wettbewerb, freien Handel und größere wirtschaftliche Souveränität.
- Die Soziale Marktwirtschaft bleibt das Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell.
- Der Staat setzt lediglich den Rahmen für die individuellen Entscheidungen, aus denen Wohlstand entsteht.
- Nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum wird angestrebt.
- Eine Politik, die auf weniger Wachstum und Wohlstand ohne Leistung setzt, wird abgelehnt.
- Der europäische Binnenmarkt soll wettbewerbsfähig bleiben.
- Europa soll bei der Versorgung mit kritischen Rohstoffen und wichtigen Wirtschaftsgütern geopolitisch souverän sein.
- Freihandel wird befürwortet.
- Protektionismus und unlautere Handelspraktiken werden abgelehnt.
- Freier Handel soll regelbasiert sein.
- Neue Handelsabkommen werden abgeschlossen.
- Die Handelspolitik basiert auf Wechselseitigkeit und strategischen Allianzen.
- Weltweit wird ein besserer Marktzugang für europäische Güter und Dienstleistungen angestrebt.
- Handelsabkommen werden nicht mit wirtschaftsfremden Themen überfrachtet.
- Die Freiheit der Handelswege wird unterstützt.
- Zu große und einseitige wirtschaftliche Abhängigkeiten werden abgelehnt.
- Kritische Infrastrukturen und Unternehmen werden vor Übernahmen durch systemische Rivalen geschützt.
- Durch mehr europäische, transatlantische und internationale Rohstoffpartnerschaften wird einseitigen Abhängigkeiten entgegengewirkt.
- Die Bevorratung strategischer Rohstoffe ist zunächst eine privatwirtschaftliche Aufgabe.
- Für Krisensituationen gibt es koordinierte staatliche Unterstützung bei der Rohstoffbevorratung.
- Unternehmen erhalten Freiräume für die Entwicklung führender Technologien und Anwendungen.
- Die Vorstellung, der Staat wisse besser, wie sich Menschen und Unternehmen aufstellen, wird abgelehnt.
- Deutschland soll eine neue Gründerzeit erleben.
- Deutschland soll bei technologischen Durchbrüchen und Sprunginnovationen wieder Weltspitze werden.
- Mit Gründerschutzzonen werden in der Startphase bürokratie- und regulierungsfreie Räume geschaffen.
- Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen in allen Wachstumsphasen werden verbessert.
- Es braucht mehr verfügbares Investitionskapital und bessere Rahmenbedingungen für Ausgründungen.
- Eine nationale Ausgründungs- und Patentstrategie wird eingeführt.
- Privateigentum und Erspartes bleiben geschützt.
Arbeit, Löhne und soziale Sicherung27
- Der Sozialstaat soll Sicherheit bei wesentlichen Lebensrisiken geben, Benachteiligungen ausgleichen und auf Hilfe zur Selbsthilfe zielen.
- Die Lohnfindung bleibt Sache der Tarifpartner ohne direkten politischen Einfluss.
- Der Grundsatz Fördern und Fordern soll immer gelten.
- Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird abgelehnt.
- Arbeit gilt als solidarische Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft, die auch öffentliche, gemeinnützige Beschäftigung umfassen kann.
- Der Grundsatz Fördern und Fordern gilt immer.
- Das Arbeitsvolumen wird erhöht.
- Die Erwerbstätigkeit von Frauen wird durch attraktive Rahmenbedingungen und steuerliche Anreize gefördert.
- Erfahrung und Kompetenz älterer Menschen werden für den Arbeitsmarkt genutzt.
- Digitalisierung wird als Teil der Antwort auf den Arbeits- und Fachkräftemangel genutzt.
- Ein starker Sozialstaat trägt jeden, der die Solidargemeinschaft wirklich braucht.
- Sozialpolitik stellt aktivierende Vorsorge in den Mittelpunkt und folgt dem Subsidiaritätsprinzip.
- Bei sozialen Leistungen wird ihre Finanzierung stets mitbedacht und auf Generationengerechtigkeit gesetzt.
- In den Sozialversicherungen werden beitragsbezogene Leistungen klarer von steuerfinanzierten abgegrenzt.
- Der Gesamtbeitrag zu den Sozialversicherungen wird stabil niedrig gehalten.
- Möglichst viele soziale Leistungen werden zusammengefasst.
- Die Bürger werden im Sozialstaat persönlicher begleitet.
- Die positive und die negative Koalitionsfreiheit werden respektiert.
- Die Lohnfindung bleibt ohne direkten politischen Einfluss in der Hand der Tarif- und Arbeitsvertragsparteien.
- Der Lohn soll immer auch Ausdruck von Leistung und Produktivität sein.
- Wer Vollzeit arbeitet, soll davon leben können.
- Der Mindestlohn bleibt wichtiger Teil der Arbeitsmarktordnung.
- Löhne sollen einen Abstand zu zielgenauen Sozialleistungen wahren.
- Mitarbeiterkapitalbeteiligungen werden attraktiver gestaltet.
- Alle Arbeitnehmer werden am Produktivkapital des Landes beteiligt.
- Aus dem Land der Sparer soll ein Land der Anteilseigner werden.
- Die Selbstverwaltung bleibt tragendes Prinzip in allen Zweigen der Sozialversicherung.
Steuern, Haushalt und öffentliche Finanzen24
- Das steuerliche Ehegattensplitting soll beibehalten werden.
- Kinder sollen steuerlich künftig stärker berücksichtigt werden.
- Die Staatsquote soll sinken.
- Steuerliche Anpassungen dienen als Mittel, den Markt über Anreize auf langfristige Perspektiven auszurichten.
- Steuerliche Anreize werden auch zur CO2-Einsparung eingesetzt.
- Steuerliche Anreize werden regelmäßig auf ihre Notwendigkeit überprüft.
- Maßstab der Besteuerung ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.
- Es wird ein steuerliches Gesamtkonzept von der Unternehmens- bis zur Einkommensteuer erarbeitet.
- Das Steuersystem setzt Anreize zu Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft und sorgt für Rechtssicherheit.
- Der linear-progressive Einkommensteuertarif bleibt erhalten.
- Die Unternehmensteuer soll für den Standort Deutschland attraktiv sein.
- Eine rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung wird eingeführt.
- Familienunternehmen werden in der Erbfolge nicht in der Substanz belastet.
- Eine Vermögensteuer wird abgelehnt.
- Die Schuldenbremse wird als Garantie solider Finanzen beibehalten.
- Öffentliche Haushalte werden grundsätzlich ohne neue Schulden aufgestellt.
- In Krisenzeiten aufgenommene Schulden werden innerhalb einer Generation zurückgezahlt.
- Schattenhaushalte werden grundsätzlich abgelehnt.
- Schuldenfinanzierte Sondervermögen werden nur in äußersten Ausnahmefällen eingerichtet.
- Schuldenfinanzierte Sondervermögen dürfen später nicht für andere Zwecke umgewidmet werden.
- Bürger können sich jährlich und digital über die Wirkungskennzahlen staatlicher Leistungen informieren.
- Zukunftsausgaben werden aus dem Kernhaushalt finanziert.
- Haushalte weisen immer auch ihre Zukunftslasten aus.
- Die Kosten für Pensionsrückstellungen werden klar beziffert.
Rente und Alterssicherung13
- Die Rente soll für alle Generationen gerecht und zuverlässig sein.
- Wer gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, soll mehr erhalten als jemand ohne Arbeit und Beiträge.
- Die gesetzliche Rente soll durch eine verpflichtende kapitalgedeckte Altersvorsorge ergänzt werden.
- Die Rente wird langfristig gesichert und generationengerecht gestaltet.
- Wer gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, muss im Alter mehr haben als jemand, der dies nicht getan hat.
- Die gesetzliche Rente nach 45 Jahren Vollzeit zum Mindestlohn, Kindererziehung oder Angehörigenpflege liegt deutlich oberhalb der Grundsicherung im Alter.
- Für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können, werden passgenaue Lösungen geschaffen.
- Die Regelaltersgrenze wird an die Lebenserwartung gekoppelt, die Lebensarbeitszeit für Arbeitsfähige steigt.
- Wer vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden muss, erhält eine auskömmliche Alterssicherung.
- Für alle wird eine verpflichtende kapitalgedeckte Altersvorsorge eingeführt.
- Bestehende kapitalgedeckte Altersvorsorgen werden bei der Pflicht berücksichtigt.
- Menschen mit geringem Einkommen erhalten staatliche Zuschüsse zur kapitalgedeckten Altersvorsorge.
- Wohneigentum gilt als wichtiger Baustein der Altersvorsorge.
Gesundheit und Pflege22
- Aktive Sterbehilfe wird abgelehnt.
- Das duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung wird erhalten und gestärkt.
- Der Grundsatz der Freiberuflichkeit im Gesundheitswesen bleibt erhalten.
- Medizinisch-technologische Innovationen werden genutzt und weiterentwickelt.
- Im Gesundheitswesen wird auf Eigenverantwortung gesetzt.
- Jeder soll mehr auf die eigene Gesundheit achten.
- Psychische Gesundheit erhält mehr Beachtung.
- Eine Legalisierung von Drogen wird strikt abgelehnt.
- In der Drogenpolitik wird auf Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression gesetzt.
- Kinder und Jugendliche werden vor Drogenkonsum und Sucht geschützt.
- Der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen wird gestärkt, um die Gesundheitsausgaben zu dämpfen.
- Die solidarische Beitragsfinanzierung im Gesundheitswesen bleibt erhalten.
- Die Eigenvorsorge wird gestärkt und das Kostenbewusstsein der Versicherten geschärft.
- Die Zahl der Studienplätze für Humanmedizin wird erhöht.
- Die Telemedizin wird ausgebaut.
- Die Hausarztpraxis bleibt erste Anlaufstelle für Patienten vor Ort.
- Pflegende Angehörige erhalten Respekt und Unterstützung.
- Die Kooperation zwischen Familien, Institutionen, Pflegekräften und nachbarschaftlichem Ehrenamt in der Pflege wird verbessert.
- Die Heimkosten in der Pflege sollen kalkulierbar sein.
- Bezahlbare Pflegezusatzversicherungen werden eingeführt, um die Finanzierungslücke in der Pflege zu schließen.
- In der Pflege wird mehr Eigenvorsorge angestrebt.
- Die Pflegeversicherung bleibt eine Teilkaskoversicherung.
Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft35
- Ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr soll eingeführt werden.
- Das Leitbild von Ehe und Familie wird bejaht.
- Alleinerziehende sollen stärker unterstützt werden.
- Bestrebungen, Menschen aufgrund von Merkmalen unterschiedliche Wertigkeiten zuzuschreiben, werden abgelehnt.
- Ein weltoffener, einladender Patriotismus wird vertreten.
- Hilfen beim Ausstieg aus der Prostitution werden unterstützt.
- Die aufsuchende Arbeit bei Kindern, Jugendlichen und Eltern soll im Bedarfsfall schnell und entschlossen erfolgen.
- Deutschland soll sich zu einer Leitkultur bekennen.
- Das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels gehört ausdrücklich zur deutschen Leitkultur.
- Angestrebt wird ein weltoffener Patriotismus.
- Das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen soll für ein selbstbestimmtes Leben gestärkt werden.
- Eltern und Angehörige von Menschen mit Behinderungen sollen unterstützt werden.
- Ehe und Familie bleiben das gesellschaftliche Leitbild.
- Zu den Familien gehören auch gleichgeschlechtliche Ehen, Alleinerziehende und Patchworkfamilien.
- Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen flexiblere Arbeitszeiten und Arbeitszeitmodelle ermöglicht werden.
- Elternzeit und Elterngeld sollen als familienpolitische Leistungen erhalten bleiben.
- Kinderarmut soll aktiv bekämpft werden.
- Familien sollen verlässliche Kinderbetreuung erhalten.
- Junge Menschen sollen Freiraum zur Entfaltung erhalten.
- Angestrebt wird ein Miteinander der Generationen mit gegenseitiger Fürsorge.
- Es soll mehr und bessere Angebote für ältere Menschen geben, gemeinsam mit anderen Generationen ein lebendiges Miteinander zu gestalten.
- Technologischer Fortschritt darf nicht zur Ausgrenzung führen.
- Die Forschung zu Einsamkeit soll verstärkt werden.
- Das ungeborene Leben soll besonders geschützt werden.
- Die hohe Zahl an Abtreibungen soll gesenkt werden.
- Ein ideologischer Genderbegriff wird abgelehnt.
- Die rechtliche Unterscheidung der beiden biologischen Geschlechter soll beibehalten werden.
- Ein Gesellschaftsjahr für alle Schulabgänger soll den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
- Für das verpflichtende Gesellschaftsjahr soll es eine bundesweit einheitliche Regelung geben.
- Die Gesellschaft braucht eine lebendige Debattenkultur.
- Geschlechtergerechte Sprache wird befürwortet, ein Gender-Zwang abgelehnt.
- In Behörden, Schulen, Hochschulen, staatlichen Einrichtungen und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk soll keine grammatikalisch falsche Gender-Sprache verwendet werden.
- Dem Schulsport kommt eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung zu.
- Sporttalente sollen früh erkannt und gezielt gefördert werden.
- Mehr Frauen sollen öffentliche Ämter und Mandate innehaben.
Bildung, Wissenschaft und Forschung43
- Zivilklauseln an Hochschulen sollen abgeschafft werden.
- Das Grundrecht der Eltern, die Erziehung ihrer Kinder zu bestimmen, wird bekräftigt.
- Es soll eine neue Erziehungspartnerschaft zwischen Bildungseinrichtungen und Eltern geben.
- Ungleiches soll ungleich behandelt werden, auch bei einer individuellen Ressourcenzuweisung.
- Das gegliederte Schulsystem soll erhalten bleiben.
- Am Prinzip der Wahlfreiheit im Bildungssystem wird mit Blick auf das Kindeswohl festgehalten.
- Die Länder sollen im Bildungsbereich stärker zusammenarbeiten.
- Zwischen den Ländern wird ein Kooperationsgebot für abgestimmte und vergleichbare Schulsysteme eingeführt.
- Die Kultusministerkonferenz wird reformiert, um mehr Verbindlichkeit, bessere Vergleichbarkeit der Schulformen und Schulabschlüsse sowie mehr Effizienz zu erreichen.
- Das föderale Bildungswesen und der Wettbewerb um die besten Bildungskonzepte bleiben erhalten.
- Die Bildungsinvestitionen werden mindestens auf das Niveau des OECD-Durchschnitts angehoben.
- Die Länder legen verbindliche bundeseinheitliche Qualitätsmindeststandards fest.
- Kinder mit Förderbedarf werden zur Teilnahme an einem vorschulischen Programm in Kita, Kindergarten oder Vorschule verpflichtet.
- Schule vermittelt neben Wissen auch Werte und soziale Tugenden.
- Die Achtung vor Demokratie und Rechtsstaat wird immer wieder neu vermittelt.
- Bildung für nachhaltige Entwicklung soll verantwortungsvolles Handeln für künftige Generationen fördern.
- Religionsunterricht zählt in allen Bundesländern zu den Pflichtfächern.
- Islamischer Religionsunterricht an deutschen Schulen findet generell in deutscher Sprache statt.
- Wer nicht am Religionsunterricht teilnimmt, kann das Fach Ethik wählen.
- Präsenzunterricht hat Vorrang, digitale Lernsysteme ersetzen die Lehrkraft nicht.
- Die Schule soll für Lehrer und Schüler ein sicherer Ort sein.
- Die Höhere Berufsbildung bleibt eine deutsche Qualitätsmarke.
- Der Deutsche Qualifikationsrahmen wird rechtlich verankert.
- Die Hochschulen erhalten eine starke und zuverlässig gewährte finanzielle Ausstattung.
- Das Hochschulsystem soll auf Leistungsorientierung basieren.
- Für alle Studenten sollen gleiche Ausgangschancen geschaffen und die individuelle Leistungsbereitschaft gefördert werden.
- Das elternabhängige BAföG als Sozialleistung wird gestärkt.
- Die KfW-Studienkredite und die Begabtenförderwerke werden gestärkt.
- Arbeit neben dem Studium wird nicht gehemmt.
- Es wird ein differenziertes und individuell anpassbares Bildungsangebot geschaffen.
- Es werden Anreize geschaffen, damit Absolventen in Deutschland leben, arbeiten und Unternehmen gründen.
- Das duale Studium gilt als wertvoller Beitrag zur Sicherung des Wirtschafts- und Bildungsstandorts.
- Bestrebungen, die offene und freie Debattenkultur in Forschung und Lehre zu beschneiden, werden abgelehnt.
- Es werden attraktive Karrierewege in der Wissenschaft geschaffen.
- Öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse sind grundsätzlich frei zugänglich.
- In der Wissenschaft sollen transparente und faire Auswahlprozesse Familie und Karriere unabhängig vom Geschlecht ermöglichen.
- Die wissenschaftliche Zusammenarbeit in Europa wird ausgebaut.
- Die Forschungsrahmenprogramme bleiben Kern der künftigen europäischen Forschungspolitik.
- Kleinen und mittleren Unternehmen wird der Zugang zu den europäischen Forschungsrahmenprogrammen erleichtert.
- Hochschulen sollen strategischer und enger mit anderen Hochschulen in der EU kooperieren können.
- Unternehmerischen Ausgründungen aus der Wissenschaft wird Hochleistungsinfrastruktur zur Verfügung gestellt.
- Spitzentechnologie wird durch europäische Forschungskooperationen unterstützt.
- Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten stärker zusammen.
Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung6
- Deutschland soll ein Land der Eigentümer werden.
- Viel Stadtnatur wird als Beitrag zu Lebensqualität, Gesundheit und Klimaanpassung angesehen.
- Enteignungen im Wohnungsbereich werden abgelehnt.
- Markteingriffe wie ein Mietendeckel werden abgelehnt.
- Das Wohngeld wird indexiert.
- Das Baukindergeld wird dauerhaft bereitgestellt.
Verkehr und Infrastruktur8
- Niemandem wird vorgeschrieben, welches Verkehrsmittel er nutzt.
- Das Automobil wird unabhängig von der Antriebsart befürwortet.
- Strecken werden durch massive Investitionen in die Schieneninfrastruktur elektrifiziert.
- Stillgelegte Bahnstrecken werden wieder in Betrieb genommen.
- Das Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn wird ausgebaut.
- Netz und Betrieb der Bahn werden für mehr Wettbewerb stärker voneinander getrennt.
- Ausbau und Zuverlässigkeit des Nahverkehrs haben Vorrang vor einer weiteren Senkung der Fahrpreise.
- Die Technologieführerschaft bei nachhaltigen Antrieben, in der Luftfahrt, bei Flugtaxis und Drohnen wird angestrebt.
Energie10
- Auf die Option Kernkraft wird derzeit nicht verzichtet.
- Der europäische Energiebinnenmarkt wird ausgebaut und vollendet.
- Die Energieeffizienz wird gesteigert.
- Die Sektorenkopplung wird vorangetrieben.
- Neben Erneuerbaren Energien bleibt das Land auf verschiedene Technologien und Energieträger angewiesen.
- Auf die Option Kernkraft wird derzeit nicht verzichtet.
- Deutschland soll bei Energieinnovationen an der Spitze stehen.
- Bei der Energieversorgung gilt Technologieoffenheit einschließlich Wasserstoff, Geothermie, klimaneutraler Gaskraftwerke, Kernkraftwerke neuer Generationen und Fusion.
- Der weltweit erste Fusionsreaktor soll gebaut werden.
- Die Forschung zu nuklearen Abfällen wird vorangetrieben.
Klima, Umwelt und Naturschutz27
- Klimaschutz soll technologieoffen und über Anreize erfolgen.
- Der Emissionshandel ist das zentrale Instrument des Klimaschutzes.
- Die Politik richtet sich an den Pariser Klimazielen aus.
- Politik soll nachhaltig im Sinne nachfolgender Generationen gestaltet und die Schöpfung bewahrt werden.
- Ein schonender Umgang mit Natur und Umwelt soll über die Kräfte und Steuerungsmechanismen des Marktes erreicht werden.
- Die Bewahrung der Schöpfung gilt als politische Verantwortung.
- Ökologie, Ökonomie und Soziales gehören auch im Hinblick auf Generationengerechtigkeit untrennbar zusammen.
- Saubere Luft, sauberes Wasser und gute Böden sollen selbstverständlich sein.
- Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele und ihre nationale Umsetzung durch die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie werden unterstützt.
- Die Pariser Klimaziele werden eingehalten.
- Es besteht Verantwortung für die vom Klimawandel besonders betroffenen Regionen.
- Klimaanpassung wird als Querschnittsaufgabe in allen Politikfeldern behandelt.
- Klimaanpassung wird im Einklang mit Emissionsreduktion und Kohlenstoffkreislaufführung betrieben.
- Der Emissionshandel ist das zentrale marktwirtschaftliche Instrument für effizienten Klimaschutz.
- Der Emissionshandel wird international vorangebracht.
- Der EU-Emissionshandel wird durch schrittweise Einbeziehung aller Sektoren mit energiebedingten Emissionen gestärkt.
- Übergangsweise wird auf Klimaclub, Energiepartnerschaften und Schutz vor Verlagerung von CO2-Emissionen gesetzt.
- Deutschland soll 20 Prozent zur Lösung des CO2-Problems beitragen.
- Mit modernen Technologien soll Deutschland Vorbild für andere Länder werden.
- Kreislaufwirtschaft wird als grundlegendes Prinzip zur Schließung von Stoffkreisläufen etabliert.
- Die Wegwerfgesellschaft wird durch eine Kreislaufwirtschaft nach den Grundsätzen Reduzieren, Wiederverwenden, Reparieren, Recyceln abgelöst.
- Der Erhalt der biologischen Vielfalt gilt als Menschheitsaufgabe.
- Schutz und Nutzung der Meere werden stets zusammen gedacht.
- Bei der Nutzung von Nord- und Ostsee werden Ansätze wie Naturschutz auf Zeit gefördert.
- Die Leistungen der Ökosysteme werden gesichert.
- Mit der verfügbaren Fläche soll sorgsam umgegangen und sie mehrfach genutzt werden.
- Klimaneutralität im Verkehr wird technologieoffen umgesetzt.
Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum16
- Die nachhaltige Fischerei wird als Teil der maritimen Wirtschaft unterstützt.
- Leitbild ist eine vor Ort verwurzelte, bäuerliche Landwirtschaft.
- Landwirte sind für Innovationen und neue Geschäftsmodelle auf Investitionen auch von Risikokapitalgebern angewiesen.
- Ein Ausverkauf landwirtschaftlicher Flächen an Kapitalinvestoren wird abgelehnt.
- Ernährungssicherheit wird als Staatsziel verankert.
- Ernährungssouveränität und der Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen zu bezahlbaren Preisen werden gesichert.
- Ein wesentlicher Beitrag zur Welternährung wird geleistet.
- Landwirtschaftliche Nutzflächen und Eigentum werden besser und verbindlicher geschützt.
- Konventionelle und ökologische Landwirtschaft gelten als gleich wichtig.
- Indikatoren, die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Erzeugung gleichwertig abbilden, werden Grundlage der Agrarpolitik.
- Die Landwirtschaft erhält zur Erreichung klima- und umweltpolitischer Ziele Freiräume und Planungssicherheit statt detaillierter Vorgaben.
- Naturschutz- und Umweltleistungen der Landwirtschaft werden honoriert.
- Verbraucher werden klar und verbindlich über Tierwohl und Herkunft tierischer Produkte informiert.
- Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU wird befürwortet.
- Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ermöglicht nachhaltigeres Wirtschaften, ein gutes Einkommen und Schutz auf volatilen Märkten.
- Der Staat sorgt dafür, dass Menschen auch auf dem Land alles zum Leben vorfinden.
Digitalisierung, Daten und Technologie14
- Regierungen, Unternehmen und Zivilgesellschaft sollen Maßnahmen gegen digitale Einflussnahme und Desinformation ergreifen.
- Die Erstellung und Veröffentlichung von Inhalten mit Künstlicher Intelligenz soll transparent gemacht werden.
- Die Menschenwürde bleibt bei der Nutzung technologischen Fortschritts unantastbar.
- Digitalisierung und Künstliche Intelligenz erhalten einen deutlich höheren Stellenwert.
- Angestrebt wird ein souveräner europäischer digitaler Binnenmarkt mit einheitlichen Regeln für Unternehmen.
- In Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing soll eine führende Rolle eingenommen werden.
- Die automatisierte Erhebung und Nutzung von Daten wird gefördert.
- Die Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Daten wird erhöht.
- Open Data wird als Chance für Innovationen und Wachstum gefördert.
- Der Datenschutz wird einfacher und innovationsfreundlicher.
- Anstelle der Datenminimierung gelten die Prinzipien Datensouveränität und Datensorgfalt, jeder bestimmt selbst über Erhebung und Nutzung seiner Daten.
- Datenerheber und Datenverarbeiter müssen Sorgfaltsstandards erfüllen.
- Die Datenschutz-Grundverordnung wird reformiert.
- Privater Datenschutz und staatliche Datennutzung sollen nebeneinander möglich sein.
Europa, Euro und europäische Institutionen34
- Die Sicherheit in Europa soll gestärkt werden.
- Der europäische Binnenmarkt soll gestärkt werden.
- Eine europäische Schulden- und Haftungsunion wird abgelehnt.
- Die deutsch-französische Zusammenarbeit und das Weimarer Dreieck mit Polen sind elementar.
- Die Kompetenzen zwischen EU und Mitgliedstaaten sollen nach Solidarität, Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit klar geordnet sein.
- Die Mitgliedstaaten sollen auch künftig über die Verteilung der Zuständigkeiten in der EU entscheiden.
- Eine sinnvolle Übertragung weiterer Hoheitsrechte auf die EU ist möglich.
- Der Identitätskern der deutschen Verfassung soll geschützt werden.
- Die vertragliche Kompetenzverteilung in der EU soll stetig überprüft und ihre Einhaltung wirksam kontrolliert werden.
- Die nationalen Verfassungsgerichte sollen innerhalb des europäischen Verfassungsgerichtsverbunds gestärkt werden.
- Entscheidungsverfahren der EU sollen vereinfacht und beschleunigt werden.
- In der Außen- und Sicherheitspolitik der EU sollen qualifizierte Mehrheitsentscheidungen eingeführt werden.
- Das Europäische Parlament soll ein Initiativrecht erhalten.
- Am Ende einer Legislaturperiode nicht beschlossene Gesetzesvorschläge sollen verfallen und gegebenenfalls neu eingebracht werden müssen.
- Die Europäische Kommission soll spürbar verkleinert werden.
- Die Instrumente der verstärkten Zusammenarbeit sollen im Sinne eines Europas der Pioniere häufiger genutzt werden.
- Die Europäische Politische Gemeinschaft soll weiterentwickelt werden, um den Dialog über die EU hinaus und die Nachbarschaftspolitik zu stärken.
- Das Beitrittsversprechen gegenüber Kandidatenländern soll realistisch sein.
- Bei den Beitrittskriterien soll es keine Abstriche geben.
- Der Weg zum EU-Beitritt soll schrittweise über Binnenmarktzugang, Grundfreiheiten, Programmteilnahme und Beobachterstatus zur Mitgliedschaft führen.
- Eine Schulden- und Haftungsunion wird abgelehnt.
- Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll zu einem Europäischen Währungsfonds weiterentwickelt werden.
- Mittel aus ESM und künftigem Europäischem Währungsfonds sollen nur unter eindeutigen Konditionen vergeben werden.
- Die Banken- und Kapitalmarktunion soll vollendet werden.
- Die europäischen Fiskalregeln sollen im Sinne einer vorsorgenden Haushaltspolitik weiterentwickelt werden.
- Verstöße gegen die Stabilitätskriterien sollen konsequent sanktioniert werden.
- Für Mitgliedstaaten soll ein Insolvenzverfahren eingeführt werden.
- Die Europäische Zentralbank soll unabhängig bleiben.
- Die Europäische Zentralbank darf keine monetäre Staatsfinanzierung betreiben.
- Eine Weiterentwicklung des europäischen Wiederaufbaufonds zu einer Transferunion wird abgelehnt.
- Die Fiskalregeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts und des Fiskalvertrags werden weiterentwickelt.
- Die Maastricht-Kriterien mit 60 Prozent Schuldenstandsquote und drei Prozent Defizit bleiben für alle Mitgliedstaaten verbindlich.
- Eine direkte Verschuldung auf europäischer Ebene, insbesondere mit gesamtschuldnerischer Haftung, wird abgelehnt.
- Die Subsidiaritätsprüfung der EU wird gestärkt.
Außenpolitik, Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit62
- Die Bundeswehr soll bei besonderen Bedrohungslagen im Inland eingesetzt werden dürfen, wenn nur sie über die nötigen Fähigkeiten verfügt.
- Fluchtursachen sollen vor Ort bekämpft werden.
- Menschen sollen in ihrer Heimat Lebensperspektiven erhalten.
- Die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik braucht einen grundlegenden Perspektivwechsel.
- Die geopolitische Handlungsfähigkeit Deutschlands soll stärker in den Fokus rücken.
- Außenpolitische Partnerschaften sollen sich stärker an strategischen Interessen ausrichten.
- Deutschland soll sich enger mit seinen Partnern abstimmen und gemeinsame Interessen mit ihnen durchsetzen können.
- Eine starke transatlantische Freundschaft soll das Fundament der Außenpolitik bleiben.
- Die Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik soll atlantisch bleiben und europäischer werden.
- Der UN-Sicherheitsrat soll reformiert werden.
- Deutschland soll unabhängiger von autokratischen Staaten werden.
- Die politische Kooperation mit Nord- und Südamerika, Afrika, dem Indopazifik und Zentralasien soll gestärkt werden.
- Deutschland soll zur Linderung der Not in den ärmsten Ländern der Welt beitragen.
- Entwicklungspolitik setzt auf Hilfe zur Selbsthilfe, ausgerichtet an den UN-Nachhaltigkeitszielen.
- Entwicklungszusammenarbeit soll besser gebündelt und mit der europäischen Entwicklungszusammenarbeit abgestimmt werden, auch um die Global Gateway Initiative der EU zu stärken.
- Privatwirtschaftliche Initiativen sollen stärker unterstützt werden.
- Die Verbindung zu Afrika soll strategisch ausgebaut werden.
- Auf dem afrikanischen Kontinent soll keine Einflusszone systemischer Konkurrenten Europas entstehen.
- Die Afrikanische Union und andere regionale Zusammenschlüsse sollen gestärkt werden, damit afrikanische Staaten für Sicherheit und Wachstum sorgen und die kontinentale Freihandelszone gelingt.
- Universelle Menschenrechte sollen geschützt werden.
- Menschenrechte sollen effektiv und nicht nur symbolisch verteidigt werden.
- Der Schutz verfolgter Christen hat besonderen Stellenwert.
- Die Wahrung des Völkerrechts und der Schutz der multilateralen Ordnung sind nicht verhandelbar.
- Deutschland steht auch im Krisenfall uneingeschränkt zu seinen Partnern.
- Ein Russland, das einen verbrecherischen Angriffskrieg führt, kann kein Partner sein.
- Ein anderes Russland soll eines Tages als kalkulierbarer politischer und wirtschaftlicher Partner zurückgewonnen werden.
- Russland muss das Existenzrecht seiner Nachbarstaaten uneingeschränkt akzeptieren, bis dahin wird europäische Sicherheit gegen Russland organisiert.
- Die Ukraine soll im Kampf für ihre Freiheit und territoriale Integrität umfassende Unterstützung Deutschlands und der westlichen Demokratien erhalten.
- Die Ukraine soll auf ihrem Weg zur Mitgliedschaft in EU und NATO umfassend unterstützt werden.
- Es sollen wirkungsvolle Instrumente zur Durchsetzung des Völkerrechts geschaffen werden.
- Die Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson.
- Deutschland soll sich für eine Entwicklung hin zur Zweistaatenlösung einsetzen.
- Deutschland soll sich für die Stabilisierung des Nahen und Mittleren Ostens einsetzen.
- Die Streitkräfte sollen modern ausgerüstet, kampfstark und durchhaltefähig sein.
- Die Bundeswehr soll über eine gut ausgebildete Reserve verfügen.
- Die Aussetzung der Wehrpflicht soll schrittweise zurückgenommen werden.
- Die Wehrpflicht soll in ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr überführt werden.
- Bis zur Einführung des Gesellschaftsjahres soll eine Kontingentwehrpflicht eingeführt werden.
- Die Bundeswehr soll grundlegend reformiert werden.
- Die militärischen und zivilen Strukturen der Bundeswehr sollen neu aufgestellt und auf den militärischen Zweck ausgerichtet werden.
- Beschaffungswesen und rüstungsindustrielle Basis sollen neu und strategisch ausgerichtet werden.
- Für gemeinsame europäische Rüstungsprojekte sollen gemeinsame Exportregeln ermöglicht werden.
- Die Zeitenwende braucht mehr als ein einmaliges, zeitlich begrenztes Sondervermögen.
- Zur Finanzierung der Bundeswehr sollen die EU- und NATO-Verpflichtungen umfassend erfüllt werden.
- Öffentliche Gelöbnisse werden unterstützt.
- Ein nationaler Ehrentag für verwundete oder gefallene Soldatinnen und Soldaten und für Veteranen soll eingeführt werden.
- Herausragende militärische Leistungen sollen deutlich höhere Anerkennung erfahren.
- Die Bundeswehr soll als Arbeitgeber materiell attraktive Rahmenbedingungen bieten.
- Zur Sicherung des Personalbedarfs der Streitkräfte soll es keine Denkverbote geben.
- Das verpflichtende Gesellschaftsjahr soll auch den Streitkräften zugutekommen.
- Der europäische Pfeiler der NATO soll gestärkt werden.
- Die europäischen NATO-Partner sollen eigenständig militärisch handeln können, wenn die NATO als Ganzes dies nicht kann.
- Die militärischen Strukturen der europäischen NATO-Partner sollen stärker integriert werden.
- Militärische Ausrüstung soll wo möglich gemeinsam mit europäischen Partnern entwickelt und beschafft werden.
- Sicherheits- und verteidigungsrelevante Forschungskooperation mit Hochschulen soll ermöglicht und gestärkt werden.
- Die nukleare Teilhabe soll mit europäischen Partnern wie Frankreich und dem Vereinigten Königreich zu einem gemeinsamen atomaren Schutzschirm weiterentwickelt werden.
- Langfristiges Ziel ist eine europäische Armee.
- Ein internationales und europäisches Volksgruppen- und Minderheitenrecht soll gestärkt werden.
- Das Recht auf Heimat, eigene Sprache und Kultur soll fortgelten.
- Vertreibungen jeder Art sollen international geächtet werden.
- Durch Vertreibung verletzte Rechte sollen anerkannt werden.
- Handelswege werden gegebenenfalls auch militärisch geschützt.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung22
- Nationale Symbole sollen im öffentlichen Leben gestärkt werden.
- Der 23. Mai soll als Tag des Grundgesetzes nationaler Gedenktag mit einer Rede zur Lage der Nation werden.
- Der Gottesbezug des Grundgesetzes wird bekräftigt.
- Religionen stehen nicht über dem Grundgesetz und rechtfertigen weder intolerante Ideen noch Straftaten.
- Friedliches Zusammenleben der Religionen und interreligiöser Dialog sollen gefördert werden.
- Kirchen und Gemeinden sind wichtige Partner bei der Gestaltung des Gemeinwesens.
- Der Sonntag und die christlichen Feiertage sollen geschützt werden.
- Muslime sind Teil der religiösen Vielfalt Deutschlands.
- Ein Islam, der die freiheitlichen Werte ablehnt, gehört nicht zu Deutschland.
- Muslime, die nicht in den großen Islamverbänden organisiert sind, sollen bei ihrer Selbstorganisation unterstützt werden.
- Muslimisches Gemeindeleben soll auf dem Boden des Grundgesetzes und seiner Werte stattfinden.
- Forschung und Lehre der islamischen Theologie sollen weiter ausgebaut werden.
- Imame sollen deutschsprachig an deutschen Hochschulen ausgebildet werden.
- Für die Auslandsfinanzierung von Moscheegemeinden sollen Alternativen gefunden werden.
- Für die Entsendung von Imamen aus dem Ausland sollen Alternativen gefunden werden.
- Ausländische Regierungen dürfen keinen Einfluss auf Moscheegemeinden, Islamverbände und Muslime in Deutschland nehmen.
- Deutschland soll Kulturnation bleiben.
- Kultureinrichtungen, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung agieren, etwa durch antisemitische Narrative, sollen keine staatliche Förderung erhalten.
- Eine ideologische Kulturpolitik wird abgelehnt.
- Die Freiheit der Kunst und das geistige Eigentum sollen geschützt werden.
- Die Erinnerung an Aufbauleistung und Integration der Flüchtlinge, Vertriebenen und Aussiedler nach dem Zweiten Weltkrieg soll gestärkt werden.
- Medienpolitik soll fairen Wettbewerb sichern, insbesondere gegenüber internationalen Digitalkonzernen und marktbeherrschenden Plattformen sowie im dualen Rundfunksystem.
Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung20
- Die Bund-Länder-Beziehungen sollen durch eine Föderalismusreform neu geregelt werden.
- Es wird auf eine Strategie der Dezentralisierung gesetzt.
- Föderalismus und starke Länder werden befürwortet.
- Föderalismus und kommunale Selbstverwaltung werden gestärkt.
- Der Anteil der Länder an den Gemeinschaftsteuern wird dauerhaft strukturell erhöht.
- Der Anteil der Kommunen an den Gemeinschaftsteuern wird dauerhaft strukturell erhöht.
- Das Konnexitätsprinzip wird bejaht.
- Der Gestaltungsrahmen für eigene kommunale Steuern wird erweitert.
- Bürger erhalten vor Ort mehr Gestaltungsmöglichkeiten zur Stärkung von Selbstverwaltung und örtlicher Demokratie.
- Übergeordnete Ebenen nehmen nur Aufgaben wahr, die sie besser lösen können als untergeordnete Ebenen.
- Die Aufgaben von Bund und Ländern werden entflochten, um klare Verantwortlichkeiten zu schaffen.
- Die Länder sollen stärker in den Wettbewerb um die besten Ideen gehen.
- Die Kommunen bleiben föderaler Bestandteil der Länder.
- Die Verantwortungsprinzipien spiegeln sich in den Bund-Länder-Finanzbeziehungen wider.
- Die Förderpraxis und Kofinanzierung von Landesaufgaben durch den Bund wird zurückgedrängt.
- Eine Föderalismusreform wird durchgeführt.
- Die Föderalismusreform löst die Herausforderungen digitaler und technischer Standardisierung im Bundesstaat.
- Bei der Föderalismusreform werden die Einnahmeverteilung zwischen Bund und Ländern und der Länderfinanzausgleich einbezogen.
- Kommunen erhalten Experimentierräume.
- Mischfinanzierungen zwischen staatlichen Ebenen werden verhindert.
„Nicht gefunden“ heißt nicht, dass es zu dem Thema keine Forderung gibt. Wie das entsteht
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der Reihenfolge unseres Katalogs; „Ohne Politikfeld“ steht hier am Anfang.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Programms, also nach Seitenzahl.