Digitalisierung, Daten und Technologie: was sich gegenüber 2021 geändert hat
Alle Änderungen im Wahlprogramm 2026 für Rheinland-Pfalz, Forderung für Forderung
Im Politikfeld Digitalisierung, Daten und Technologie 36 neu, 2 geändert, 2 unverändert, 15 entfallen. Die Forderungen 2026 im Vergleich mit 2021.
Neu setzt das Programm auf digitale Souveränität: Die Verwaltung soll konsequent souveräne Cloud-Strukturen nutzen, eine Open-Source-Strategie soll Unabhängigkeit von Anbietern proprietärer Software schaffen. Breiten Raum erhält Künstliche Intelligenz, etwa mit einem KI-Check für kleine und mittlere Unternehmen zur Umsetzung der europäischen KI-Verordnung und mit ethischen Leitplanken. Hinzu kommen der Ausbau des Netzes von über 700 Digital-Botschaftern für ältere Menschen und europaweit vergleichbare Datenschutzmaßstäbe. Beim Mobilfunk entfällt das Ziel einer flächendeckenden 4G-Versorgung bis 2025 zugunsten der Gigabit-Strategie 2030 und des Mobilfunkpakts. Nicht mehr einzeln genannt sind der Glasfaserausbau mit Landesmitteln, der 5G-Ausbau und die Initiativen Digitale Dörfer und Digitale Städte. KI-Zusammenfassung
NeuNeu im Programm (36)
Forderungen, die im Programm 2021 nicht standen.
- Moderne digitale Netze werden geschaffen.
- Eine altersunabhängige Landesstrategie zur Medienkompetenz wird entwickelt.
- Kinder und Jugendliche sollen das Internet als freien und sicheren Ort der Chancen erleben.
- Digitale Zivilcourage gegen Hassrede wird gefördert.
- Datenschutz gilt als wesentlicher Schutz für Beschäftigte und Unternehmen.
- Die Datenschutzmaßstäbe sollen europaweit vergleichbar werden.
- Zusätzliche Datenschutzregelungen sollen zurückgeführt und auf ein einheitliches Niveau gebracht werden.
- Ein KI-Check unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der rechtskonformen Umsetzung der europäischen KI-Verordnung.
- Künstliche Intelligenz soll Menschen unterstützen und nicht ersetzen.
- Digitale Kompetenzen werden in allen Bevölkerungsgruppen gefördert.
- Volkshochschulen und Digital-Botschafter spielen bei der Begleitung von Menschen in die digitale Welt weiterhin eine zentrale Rolle.
- Das Netzwerk der über 700 Digital-Botschafter zur Unterstützung älterer Menschen wird ausgebaut.
- Der Transfer von KI in Wirtschaft und Verwaltung wird unterstützt.
- Für KI werden klare ethische Leitplanken gesetzt.
- Der Ausbau digitaler Netze wird vorangetrieben.
- Kooperationen zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei der Digitalisierung werden gefördert.
- Kommunen werden mit digitalen Werkzeugen, zentralen Basisdiensten, einheitlichen Standards und Beratung unterstützt.
- Die Digitalstrategie des Landes wird kontinuierlich weiterentwickelt.
- Die Verwaltung setzt konsequent auf souveräne Cloud-Strukturen und Software.
- Das Land beteiligt sich am Zentrum Digitale Souveränität und nutzt dessen Produkte.
- Der Weg der Verwaltung in die Cloud wird unterstützt.
- Die Deutsche Verwaltungscloud wird ausgebaut, um sensible Daten unter europäischen Datenschutz- und Sicherheitsstandards zu verarbeiten.
- Eine Open-Source-Strategie des Landes wird entwickelt.
- Ziel ist die Unabhängigkeit von Anbietern proprietärer Software.
- Ein Schwerpunkt liegt auf dem verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz.
- KI wird dort eingesetzt, wo sie den Staat klüger, transparenter und handlungsfähiger macht.
- Kompetenzen im Bereich KI werden systematisch ausgebaut.
- Schulungen zu KI werden gefördert.
- Für KI werden Leitplanken geschaffen, die ethische Gesichtspunkte, Transparenz und Sicherheit berücksichtigen.
- Offene Daten werden gefördert.
- Für die Nutzung offener Daten werden rechtliche Grundlagen geschaffen.
- Datensouveränität gilt als Leitprinzip.
- Daten gehören den Bürgerinnen und Bürgern, die sie bereitstellen, und werden verantwortungsvoll genutzt.
- Ein neues Verständnis von Datenschutz soll Schutzanliegen und Fortschritt vereinbaren.
- Das Programm der Digital-Botschafterinnen und Digital-Botschafter zur digitalen Teilhabe älterer Menschen wird fortgeführt.
- Für die Nutzung von Social Media werden klare, altersgerechte Regeln angestrebt.
GeändertFortgeführt, aber geändert (2)
Forderungen aus 2021, die 2026 mit anderen Einzelheiten wiederkommen: andere Zahl, Frist, Reichweite oder Bedingung.
GleichUnverändert fortgeführt (2)
Dieselbe Forderung wie 2021, der Wortlaut darf abweichen.
EntfallenNicht mehr im Programm (15)
Forderungen aus 2021, die 2026 nicht mehr vorkommen.
- Die Chancen der Digitalisierung sollen mit den Herausforderungen der Klimakrise verknüpft werden.
- Die Initiativen „Digitale Dörfer“ und „Digitale Städte“ werden fortgesetzt.
- Digitale lokale und regionale Plattformen etwa für Nachbarschaftshilfe, Ehrenamt und Carsharing werden unterstützt.
- Alle Bürgerinnen und Bürger sollen an der digitalisierten Gesellschaft teilhaben können.
- Über das E-Government-Gesetz und das Online-Zugangs-Gesetz sollen flächendeckend digitale Verwaltungsangebote bereitgestellt werden.
- Die Chancen der Digitalisierung sollen genutzt werden, und alle Menschen sollen daran teilhaben.
- Die Digitalisierung soll sicher gestaltet werden.
- Digitale Projekte wie Digitale Dörfer, Smart-City-Projekte und die 5G-Modellregion sollen in zehn Jahren landesweit etabliert sein.
- Das Land soll eine Vorreiterrolle in der Digitalisierung behalten.
- Der flächendeckende Wechsel von Kupfer- zu Glasfaserleitungen soll mit Hochdruck vorangetrieben werden.
- Das Breitband-Kompetenzzentrum soll gestärkt und weiterentwickelt werden.
- Beim Glasfaserausbau wird weiter auf Ausbaugemeinschaften auf Landkreisebene gesetzt.
- Das Land stellt die erforderlichen Mittel für den flächendeckenden Glasfaserausbau bereit.
- Auf europäischer Ebene soll ein flächendeckendes europäisches Gigabit-Netz schnell ausgebaut werden.
- Die Weichen für den 5G-Ausbau sollen gestellt werden.
Ob eine Forderung entfallen ist, heißt nur: Sie steht nicht mehr im Wahlprogramm. Wie das entsteht