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512 von 969 Forderungen aus diesem Programm finden sich im Koalitionsvertrag nicht wieder: Für sie gibt es im ganzen Vertrag keinen Punkt mit mindestens 30 Prozent Übereinstimmung. Bei jeder dieser Forderungen ist angegeben, welche anderen Parteien im Parlament sie teilen (Wahl- und Grundsatzprogramme, ab 30 Prozent Übereinstimmung).
Staat, Demokratie und Verwaltung32
- Spenden von Unternehmen an Parteien sollen verboten werden.
- Politische Mandate und Wirtschaftsmandate sollen unvereinbar sein.
- Die direkte Demokratie soll unter anderem durch Volksabstimmungen ausgebaut werden.
- Alle Gesellschaftsbereiche sollen demokratisiert werden.
- Ein Sozialismus, der nicht von der Mehrheit demokratisch gestaltet, sondern autoritär gesteuert wird, wird abgelehnt; ohne Demokratie gibt es keinen Sozialismus.
- Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung gelten als unverzichtbar.
- Sozialismus und Demokratie sind untrennbar.
- Rechtsstaat und Sozialstaat sollen eine Einheit bilden.
- Die direkte Demokratie wird ausgebaut.
- In Runden Tischen und Wirtschafts- und Sozialräten sind Gewerkschaften, Kommunen, Verbraucher sowie soziale, ökologische und andere Interessenverbände vertreten.
- Die Gesellschaft soll demokratisiert werden.
- Die Bundesrepublik soll ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat sein.
- Alle Staatsgewalt soll vom Volk ausgehen und in Wahlen und Abstimmungen ausgeübt werden.
- Das Sozialstaatsgebot im Grundgesetz wird erweitert und präzisiert.
- Die repräsentative parlamentarische Demokratie wird durch direkte Demokratie erweitert.
- Der Volksentscheid wird ein wichtiges Mittel der direkten Demokratie.
- Wirtschaftsverbände und Unternehmen dürfen nicht an Parteien spenden.
- Wirtschaftsverbänden und Unternehmen wird verboten, Abgeordnete auf ihren Gehaltslisten zu führen.
- Großspenden von Privatpersonen an Parteien werden begrenzt.
- Alle Vertretungskörperschaften von der Gemeindevertretung bis zum Europäischen Parlament werden als Entscheidungsgremien gestärkt.
- Parlamente werden von Regierungen früher und umfassender informiert und in die Entscheidungsvorbereitung einbezogen.
- Die parlamentarische Öffentlichkeitsarbeit wird verbessert.
- Das Wahlalter wird bei allen Wahlen auf 16 Jahre gesenkt.
- Die Möglichkeiten direkter Demokratie über Volksinitiativen, Volksbegehren, Volksentscheide, Bürgerbegehren und Bürgerentscheide werden erweitert.
- Die erreichten sozialstaatlichen, rechtsstaatlichen und demokratischen Errungenschaften sowie ökologischen Regulierungen sollen weiterentwickelt werden.
- Politische Streiks und Generalstreiks werden neben Demonstrationen, Bürgerbegehren und zivilem Ungehorsam als legitime Mittel des Widerstands befürwortet.
- Politische Prozesse sollen transparent gemacht und Missbrauch politischer Macht aufgedeckt und verhindert werden.
- Eine Regierungsbeteiligung wird ausgeschlossen, wenn die Regierungspolitik die Aufgabenerfüllung des Öffentlichen Dienstes verschlechtert.
- Die demokratischen Rechte sollen ausgebaut werden.
- Alle Landtags-, Bundestags- und Europaabgeordneten sollen Herkunft und Höhe ihrer Einkünfte veröffentlichen.
- Parlamentsmitglieder dürfen während des Mandats nicht auf der Lohnliste eines Unternehmens oder Wirtschaftsverbands stehen.
- Spenden von Konzernen und Banken an die eigene Partei werden abgelehnt.
Innere Sicherheit, Justiz und Bürgerrechte23
- Recht soll unabhängig vom eigenen Geldbeutel einklagbar sein.
- Die Bürgerrechte sollen ausgebaut werden.
- Die Notstandsgesetze, die einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren ermöglichen, sollen aufgehoben werden.
- Der Drogenkonsum wird entkriminalisiert.
- Langfristig werden alle Drogen legalisiert.
- Die Gewaltenteilung wird konsequent durchgesetzt und die Justiz auf Bundes- und Landesebene demokratisiert.
- Es werden parteipolitisch unabhängige Justizräte zur Selbstverwaltung der Justiz gebildet.
- Richter und Staatsanwälte werden ausschließlich durch Richterwahlausschüsse bestellt.
- Die ausgewählten Richter und Staatsanwälte repräsentieren alle gesellschaftlichen Schichten angemessen.
- Staatsanwälte erhalten die gleiche Unabhängigkeit wie Richter.
- Die staatlichen Sicherheitsorgane werden unabhängig und demokratisch kontrolliert.
- Der Ausbau des Überwachungsstaates wird abgelehnt.
- Polizei, Bundeswehr und Geheimdienste werden strikt getrennt und demokratisch kontrolliert.
- Die Geheimdienste werden abgeschafft.
- Der Zugang zu Gerichtsverfahren wird unabhängig von den finanziellen Mitteln gesichert, damit alle vor Gericht gleichgestellt sind.
- Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung gelten als unverzichtbare Voraussetzung demokratischer Staatlichkeit.
- Onlinedurchsuchungen werden abgelehnt.
- Der Ausbau der Videoüberwachung wird abgelehnt.
- Die umfassende Speicherung von Telekommunikationsdaten wird abgelehnt.
- Die Gleichsetzung linker Ideen mit faschistischem Gedankengut durch Totalitarismusdoktrin und Extremismustheorie wird abgelehnt.
- Kriminalitätsbekämpfung in der EU darf nicht zu Lasten der Grund- und Menschenrechte gehen.
- Die EU soll sich zur Gewaltenteilung und zur Trennung von Polizei, Geheimdiensten und Militär bekennen.
- Ein Überwachungsstaat und weitere Beschneidungen der Bürgerrechte werden abgelehnt.
Migration, Asyl, Integration und Staatsangehörigkeit8
- Familiennachzug wird Kindern, gleich- und andersgeschlechtlichen Lebenspartnern und Angehörigen zweiten Grades ermöglicht.
- Schutzsuchende werden nicht abgewiesen.
- Es gelten offene Grenzen für alle Menschen.
- In Deutschland geborene Kinder hier lebender Eltern erhalten die deutsche Staatsangehörigkeit.
- Sammellager für Flüchtlinge werden abgelehnt.
- Die Abschottungspolitik der EU wird abgelehnt.
- Die Grenzschutzagentur FRONTEX wird abgeschafft.
- Die Grenzschutzagentur FRONTEX soll aufgelöst werden.
Wirtschaft, Wettbewerb und Industrie67
- Als anderes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wird der demokratische Sozialismus angestrebt.
- Der Verkauf öffentlichen Eigentums wird abgelehnt.
- Angestrebt wird ein Systemwechsel weg vom Kapitalismus.
- Die Vorherrschaft des Kapitals soll durch demokratische, soziale und ökologische Kräfte in einem längeren Prozess überwunden werden.
- Angestrebt wird eine demokratische Wirtschaftsordnung, die die Marktsteuerung demokratischer, sozialer und ökologischer Kontrolle unterordnet.
- Weitere strukturbestimmende Wirtschaftsbereiche sollen in staatliches, kommunales, genossenschaftliches oder Belegschaftseigentum überführt werden.
- Die Wirtschaft soll einer strikten Wettbewerbskontrolle unterworfen werden.
- Angestrebt wird ein demokratischer Sozialismus, der den Herausforderungen und Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts gerecht wird.
- Angestrebt werden grundlegende Veränderungen der herrschenden Eigentums-, Verfügungs- und Machtverhältnisse.
- Angestrebt wird der demokratische Sozialismus des 21. Jahrhunderts in einem großen transformatorischen Prozess gesellschaftlicher Umgestaltung.
- Die Eigentumsfrage gilt als entscheidende Frage gesellschaftlicher Veränderung.
- Die ökonomische Macht derer, die an Armut, Ausbeutung, Naturzerstörung, Rüstung und Kriegen verdienen, soll zurückgedrängt und überwunden werden.
- Angestrebt wird eine radikale Erneuerung der Demokratie, die sich auf wirtschaftliche Entscheidungen erstreckt und alle Eigentumsformen emanzipatorischen, sozialen und ökologischen Maßstäben unterwirft.
- Wirtschaftsdemokratie gilt als tragende Säule des demokratischen Sozialismus.
- Strukturbestimmende Großbetriebe werden in demokratische gesellschaftliche Eigentumsformen überführt.
- Kapitalistisches Eigentum soll überwunden werden.
- Welche Bereiche vergesellschaftet werden und in welchen öffentlichen oder kollektiven Eigentumsformen, wird im demokratischen Prozess entschieden.
- Es werden Rechtsformen geschaffen, die die gemeinschaftliche Übernahme von Betrieben durch die Beschäftigten erleichtern und fördern.
- Allumfassendes Staatseigentum wird abgelehnt.
- Die Grundversorgung mit Energie, Wasser, Mobilität, Wohnen, sozialer Infrastruktur, Gesundheit, Bildung, Kultur und Sport wird nicht dem kapitalistischen Profitstreben überlassen.
- Netzgebundene Dienstleistungen und Einrichtungen der Daseinsvorsorge bleiben in öffentlichem Eigentum oder werden in öffentliches Eigentum überführt.
- Netzgebundene Dienstleistungen und Einrichtungen der Daseinsvorsorge unterliegen demokratischer Kontrolle.
- Große Naturreichtümer gehören grundsätzlich in öffentliche Hand.
- Das Bankensystem soll aus drei Säulen bestehen: Sparkassen, Genossenschaftsbanken und staatlichen Großbanken.
- Ein funktionierender Finanzsektor gilt als öffentliches Gut und seine Bereitstellung als öffentliche Aufgabe.
- Auch Unternehmen im Eigentum von Bund, Ländern und Kommunen werden kontrolliert.
- Öffentliches Eigentum gilt als Voraussetzung, wenn auch nicht als Garantie, für neue Kriterien und Prioritäten des Wirtschaftens.
- Ein Ausgleich der Interessen von Freiberuflern, Kleinunternehmen und Lohnabhängigen gilt als lohnend für Demokratie und Volkswirtschaft.
- Selbstständige in Handwerk, Kunst und anderen Dienstleistungen gelten als unverzichtbar für einen demokratischen Sozialismus.
- Das Privateigentum kleiner und mittlerer Unternehmen gehört zur pluralen Eigentumsordnung des demokratischen Sozialismus.
- Die wirtschaftliche Entwicklung wird in ihren Grundrichtungen demokratisch gesteuert und nicht allein Markt und Unternehmen überlassen.
- Die Wirtschafts- und Finanzpolitik stärkt die inländische Nachfrage.
- Regionale und sektorale Wirtschaftspolitik nimmt auf Grundlage demokratischer Rahmenplanung und gestaltender Strukturpolitik steuernden Einfluss auf Investitionsentscheidungen der Unternehmen.
- Eigentum verpflichtet und soll dem Wohl der Allgemeinheit dienen.
- Der Finanzsektor wird demokratischer Kontrolle unterworfen.
- Statt Privatisierung wird der öffentliche und gemeinwirtschaftliche Sektor wieder erweitert.
- Managergehälter werden auf das 20-fache der untersten Lohngruppen im Unternehmen begrenzt.
- Vergütung mit Aktienoptionen und übermäßige Abfindungen werden verboten.
- Ein Richtungswechsel in der Wirtschafts- und Finanzpolitik zielt auf neue Vollbeschäftigung, höhere Masseneinkommen und gestärkte öffentliche Finanzen.
- Die inländische Nachfrage wird durch Umverteilung zugunsten kleiner und mittlerer Einkommen und eine Ausweitung öffentlicher Leistungen gestärkt.
- Ein öffentlicher Zukunftsfonds hilft bedrohten, aber überlebensfähigen Unternehmen und fördert den sozial-ökologischen Umbau.
- Staatliche Hilfen für Unternehmen werden nur gegen Eigentumsanteile der öffentlichen Hand oder Belegschaftsanteile vergeben.
- Private Banken werden verstaatlicht.
- Private Banken werden demokratischer Kontrolle unterworfen und auf das Gemeinwohl verpflichtet.
- Durch strikte Regulierung erfüllt der Bankensektor seinen öffentlichen Auftrag, etwa zinsgünstige Finanzierung sinnvoller Investitionen und sichere Anlage privater Ersparnisse.
- Ein kostenloses Girokonto für jedermann wird bereitgestellt.
- Das Investmentbanking wird abgewickelt.
- Eigenhandel mit Wertpapieren und Spekulation mit Derivaten werden Banken verboten.
- Geschäfte von Banken außerhalb der eigenen Bilanz werden verboten.
- Geschäfte von Banken mit in Steueroasen registrierten Unternehmen oder Personen werden verboten.
- Rahmenvorgaben für Kredit- und Guthabenzinsen werden eingeführt.
- Der internationale Kapitalverkehr wird effektiv kontrolliert und reguliert.
- Hochspekulative Investitionsvehikel, die die Stabilität des Finanzsystems gefährden, werden verboten.
- Spekulation mit landwirtschaftlichen Nutzflächen und Agrarrohstoffen einschließlich Wasser wird verboten.
- Leerverkäufe werden verboten.
- Auf europäischer Ebene werden Regulierungs- und Aufsichtsstrukturen für den Finanzsektor aufgebaut und gestärkt.
- Die Politik der Entstaatlichung, Liberalisierung und bedingungslosen Wettbewerbsorientierung wird rückgängig gemacht.
- Die Privatisierung öffentlicher Daseinsvorsorge und sozialer Sicherungssysteme wird abgelehnt.
- Öffentliches Eigentum wird gestärkt.
- Die Wirtschaft soll nicht Wachstum um des Wachstums willen anstreben.
- Der Wachstumsdruck soll aus Gesellschaft und Wirtschaft herausgenommen werden.
- In der EU sollen öffentliche Investitionen erhöht werden.
- Die Binnenwirtschaft in der EU soll gestärkt werden.
- Die EU soll sich weltweit für eine strikte Kontrolle der Finanzmärkte einsetzen.
- Neoliberalismus, Kapitalherrschaft, imperialistische Politik und Krieg werden grundsätzlich abgelehnt.
- Durch gesellschaftlichen Widerstand und grundlegende Umgestaltung wird eine sozialistische Gesellschaft angestrebt.
- Eine Regierungsbeteiligung wird ausgeschlossen, wenn die Regierung Privatisierungen der Daseinsvorsorge betreibt.
Arbeit, Löhne und soziale Sicherung51
- Lohndumping und Sozialabbau werden abgelehnt.
- Arbeit soll durch Arbeitszeitverkürzung umverteilt werden.
- Es soll einen umfassenden Kündigungsschutz geben.
- Es soll einen umfassenden Kündigungsschutz geben.
- Hartz IV soll abgeschafft werden.
- Jeder Mensch soll ein Recht auf Arbeit haben.
- Konkrete Arbeitsangebote sollen ohne Sperrzeiten oder andere Sanktionen abgelehnt werden dürfen.
- Politische Streiks und Generalstreik sollen als Kampfmittel der Beschäftigten zulässig sein.
- Europaweit sollen hohe Mindeststandards beim sozialen und beim Umweltschutz gelten.
- Angestrebt wird eine neue, gerechte Verteilung der Erwerbsarbeit und der anderen gesellschaftlich notwendigen Arbeiten.
- Die Wirtschaft soll so organisiert sein, dass alle darin tätigen Menschen ihre Fähigkeiten frei entfalten und sich in ihrer Tätigkeit bilden und weiterbilden können.
- Alle müssen von ihren Einkünften würdig leben können.
- Die Erwerbsarbeitszeit wird drastisch verkürzt.
- Es wird ein Recht auf Arbeit eingeführt.
- Belegschaften werden ohne Lohnverzicht kollektiv am von ihnen erarbeiteten Betriebsvermögen beteiligt.
- Die Arbeitszeiten werden bei steigender Produktivität ohne Einkommensverlust fortschreitend verkürzt.
- Reichtum darf sich nicht länger bei Kapital- und Großgrundbesitzern konzentrieren.
- Jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit und das Recht, konkrete Arbeitsangebote ohne Sperrzeiten oder Sanktionen abzulehnen.
- Ein Zwang zur Erwerbsarbeit wird abgelehnt.
- Armutslöhne und Lohndumping werden beendet.
- Das Entsendegesetz schreibt für sämtliche Branchen vor, dass für alle Anbieter die Standards des Arbeitsortes gelten.
- Der Kündigungsschutz wird verbessert.
- Werkstattbeschäftigte erhalten Löhne und Gehälter, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.
- Die Arbeitszeiten werden bei vollem Lohn- und Personalausgleich verkürzt.
- Durch eine Reform des Arbeitszeitgesetzes wird die höchstzulässige durchschnittliche Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden begrenzt.
- Perspektivisch wird eine Obergrenze der Wochenarbeitszeit von 35 Stunden, längerfristig von 30 Stunden angestrebt.
- Starke und kämpferische Gewerkschaften gelten als notwendig.
- Das ungehinderte Streikrecht einschließlich politischem Streik und Generalstreik wird gewährleistet.
- Die Aussperrung wird verboten.
- Der Antistreikparagraph wird abgeschafft.
- Tarifflucht wird gesetzlich unterbunden.
- Praktika werden als Lernverhältnisse geregelt.
- Für Praktika werden Mindestentgelte festgesetzt.
- Alle Selbstständigen werden in den Schutz der Sozialversicherungen einbezogen.
- Auftraggeber Selbstständiger werden entsprechend den Arbeitgeberbeiträgen an der Finanzierung der Sozialversicherung beteiligt.
- Gemeinsame Vergütungsregeln für Leistungen Selbstständiger gegenüber Unternehmen werden durchgesetzt, wo dies möglich ist.
- Massenentlassungen werden verboten.
- Sozialstaatliche Leistungen beruhen auf individuellen Rechtsansprüchen.
- Soziale Leistungen bei Erwerbslosigkeit sichern den vorher erreichten Lebensstandard annähernd.
- Hartz IV wird abgeschafft.
- Ein am vorherigen Einkommen orientiertes Arbeitslosengeld wird eingeführt.
- Eine bedarfsdeckende und sanktionsfreie Mindestsicherung wird eingeführt.
- Sanktionen in der Grundsicherung werden abgeschafft.
- Sonderregelungen für junge Menschen bis 25 Jahre in der Grundsicherung werden abgeschafft.
- Bedarfs- und Einsatzgemeinschaften werden abgeschafft.
- Das Individualprinzip auf Basis gesetzlicher Unterhaltspflichten wird eingeführt.
- Politischer Streik und Generalstreik werden als Formen einer Politik von unten entwickelt.
- Verstöße gegen soziale Vorschriften sollen EU-weit geahndet werden.
- Starke, aktive und politisch eigenständig handelnde Gewerkschaften werden befürwortet.
- Eine Regierungsbeteiligung wird ausgeschlossen, wenn die Regierung Sozialabbau betreibt.
- Das Hartz-IV-System soll überwunden werden.
Steuern, Haushalt und öffentliche Finanzen12
- Europaweit sollen Mindeststandards für Unternehmens- und Vermögenssteuern gelten.
- Die Umverteilung von unten nach oben wird gestoppt und umgekehrt.
- Die nationalen Steuerpolitiken in der EU werden koordiniert, um Steuerdumping zu beenden.
- Steueroasen werden ausgetrocknet, indem Geschäfte mit ihnen unterbunden werden.
- Ökologische Steuern mit wirksamer Lenkungswirkung zur Senkung des Ressourcenverbrauchs werden eingeführt.
- Ökologische Steuern setzen bei der Produktion statt beim Endverbraucher an.
- Konzerne und andere finanzstarke Unternehmen zahlen wieder mehr Steuern.
- Bezieher niedriger und mittlerer Einkommen werden steuerlich entlastet.
- Eine verkehrsmittelunabhängige Kilometerpauschale für den Arbeitsweg wird eingeführt, auch für Geringverdiener ohne Steuerpflicht.
- Der ermäßigte Umsatzsteuersatz wird auf arbeitsintensive Handwerksdienstleistungen ausgeweitet.
- Die Bemessungsgrundlage für Unternehmenssteuern soll in der EU vereinheitlicht werden.
- Ein EU-weiter Mindeststeuersatz für Unternehmensgewinne soll festgelegt werden.
Rente und Alterssicherung9
- Die gesetzliche Rente soll den Lebensstandard im Alter sichern und nicht von den Finanzmärkten abhängig sein.
- Alle Frauen und Männer werden in eine paritätisch finanzierte gesetzliche Rentenversicherung einbezogen.
- Der Solidarausgleich in der gesetzlichen Rente wird gestärkt.
- Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Rentenversicherung werden deutlich angehoben und letztlich aufgehoben.
- Die Rentenansprüche für hohe Einkommen werden abgeflacht.
- Die Rentenwerte Ost werden auf Westniveau angeglichen.
- Die Rente mit 67 wird abgelehnt.
- Nach 40 Beitragsjahren einschließlich gleichgestellter Zeiten gibt es einen ungekürzten Rentenzugang.
- Ein abschlagsfreier Ausstieg aus dem Erwerbsleben wird ab 60 bis 65 Jahren möglich.
Gesundheit und Pflege6
- Die paritätische Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung wird wiederhergestellt.
- Zuzahlungen im Gesundheitswesen werden abgeschafft.
- Arzneimittelpreise werden gesetzlich kontrolliert.
- Überschüsse im Gesundheitswesen werden zum Wohl der Versicherten und Beschäftigten eingesetzt.
- Zweckentfremdungen wie Spekulationsgeschäfte mit Versichertenbeiträgen werden verboten.
- Die Drogenpolitik wird liberal und aufgeklärt ausgerichtet.
Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft21
- Die Partei versteht sich als sozialistisch und feministisch und will patriarchale und kapitalistische Verhältnisse überwinden.
- Die Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie darf nicht individualisiert werden.
- Als Familie gilt jede Form, in der Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, ob Lebensgemeinschaft, Ehepaar, Mehrgenerationenhaushalt oder andere Gemeinschaft.
- Als Familie gilt jede Gemeinschaft, in der Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung füreinander da sind.
- Die Klassengesellschaft soll überwunden werden.
- Jede Arbeit, ob bezahlt oder unbezahlt, soll Wertschätzung erfahren.
- Geförderte zivilgesellschaftliche Akteure unterliegen Transparenz und öffentlicher Kontrolle zur Einhaltung sozialer und ökologischer Standards.
- Sexuelle Verstümmelung und Zwangsheirat werden wirksam bekämpft.
- Die Instrumentalisierung von Frauenrechten zur Begründung von Rassismus und Kriegen wird zurückgewiesen.
- Das Recht auf sexuelle und geschlechtliche Vielfalt wird unterstützt.
- Das Personenstandsrecht wird an den Menschenrechten von Intersexuellen und Transsexuellen ausgerichtet.
- Geschlechtsangleichende Operationen im Kindesalter werden unterbunden.
- Unverheiratete Eltern, Patchwork-Familien sowie Partnerschaften von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersexuellen und anderen sollen neben verheirateten Eltern als Erziehende anerkannt werden.
- Die Politik soll Rahmenbedingungen schaffen, die Identität, Sprache und Kultur der Minderheiten sichern.
- Bundespolitische Grundsätze zum Schutz der Minderheiten sollen erarbeitet werden und mittelfristig in einen Grundgesetzartikel münden.
- Die Rechte der Minderheiten, insbesondere ihr Recht auf Selbstbestimmung, sollen geschützt werden.
- Repräsentanz und Mitwirkung der Minderheiten in der gesellschaftlichen Willensbildung sollen gefördert werden.
- Jugendparlamente und -foren sollen über echte Kompetenzen verfügen.
- Die Kommerzialisierung des Sports zur Profitmaximierung soll zurückgedrängt werden.
- Der Schul- und Berufsschulsport soll durch Qualitätsstandards verbessert werden.
- Diskriminierung wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität soll in der EU ausgeschlossen sein.
Bildung, Wissenschaft und Forschung17
- Mit öffentlichen Geldern subventionierte Forschungsergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht.
- Schulen sollen Wissen über Religionen vermitteln.
- Der Unterricht über Religionen soll von staatlich anerkannten Lehrkräften ohne kirchliche Einflussnahme erteilt werden.
- Bildung darf nicht auf ökonomisch verwertbaren Wissenserwerb verengt werden.
- Inklusive Bildung soll als Grundrecht durchgesetzt werden.
- Bildung ist ein öffentliches Gut und keine Ware.
- Privatisierungen im Bildungsbereich werden abgelehnt.
- Alle Bildungsbereiche sollen demokratisiert werden.
- Studierende sollen eigenständig inhaltliche Schwerpunkte setzen können.
- Bildung und Forschung sollen eine Einheit bilden.
- Rüstungsforschung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen wird abgelehnt.
- Ökonomische Einflussnahme und Verwertungsinteressen an Hochschulen sollen zurückgedrängt werden.
- Bundeswehrwerbung an Bildungseinrichtungen, etwa durch Jugendoffiziere, Planspiele und Unterrichtsmaterialien, wird abgelehnt.
- Neue Freiräume für kritische Wissenschaft sollen geschaffen werden.
- Die Ausbildungsförderung soll ohne Rückzahlungsverpflichtung gewährt werden.
- Private Monopole über gesellschaftliches Wissen widersprechen dem Prinzip des freien Zugangs zu den Wissensbeständen der Menschheit.
- Die Privatisierung von Wissenschaftseinrichtungen wird abgelehnt.
Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung6
- Das Recht auf menschenwürdiges Wohnen wird gesetzlich verankert.
- Mieten richten sich nach dem Wohnwert.
- Das Wohngeld wird regelmäßig angepasst.
- Alle Wohneigentumsformen werden gleichberechtigt gefördert.
- Ein Grundrecht auf Wohnen wird ins Grundgesetz aufgenommen.
- Die Entfernungen zwischen Wohn- und Arbeitsstätten sollen verringert werden.
Verkehr und Infrastruktur19
- Die Bahn und die Unternehmen des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs orientieren sich nicht an der Rendite.
- Der Energieverbrauch im Verkehrs- und Transportwesen wird entscheidend gesenkt.
- Der Gütertransport wird von der Straße auf die Schiene verlagert.
- Der öffentliche Nah- und Fernverkehr soll unter Einbeziehung von Fahrgästen, Beschäftigten und Umweltverbänden demokratisch reguliert und betrieben werden.
- Die Deutsche Bahn soll einer breiteren demokratischen Kontrolle unterliegen.
- Privatisierungen öffentlicher Verkehrsunternehmen werden abgelehnt.
- Langfristig soll der Schienenverkehrssektor ausschließlich unter öffentlichem Einfluss stehen.
- Der Bund soll den Ländern dauerhaft ausreichende Mittel für den öffentlichen Personennahverkehr bereitstellen.
- Der Aufbau eines konkurrierenden Fernbusnetzes wird abgelehnt.
- Die Bundesverkehrswegeplanung soll grundlegend zu einer umweltgerechten Mobilitätsplanung reformiert werden.
- Die Erweiterung des Autobahn- und Straßennetzes wird abgelehnt.
- Elektroautos und Biosprit gelten nicht als Lösung der Verkehrsprobleme.
- Eine EU-weit einheitliche Kerosinsteuer soll eingeführt werden.
- Eine internationale Flugticketabgabe soll eingeführt werden.
- Die Subventionierung von Flughäfen soll beendet werden.
- Der Güterverkehr soll deutlich reduziert werden.
- Die externen Kosten des Güterverkehrs sollen den Transportpreisen angelastet werden.
- Ein weiterer Flussausbau für die Binnenschifffahrt wird abgelehnt.
- Transportpreise sollen steigen.
Energie17
- Energie für industrielle Großverbraucher wird verteuert, um energiesparende Technologien zu fördern.
- Der Umbau der Energiewirtschaft soll auf dezentralen Erzeugungs- und Versorgungsstrukturen beruhen.
- Die Energiewirtschaft soll demokratisiert und die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger gefördert werden.
- Energie aus Biomasse soll nur genutzt werden, wenn die Eigenversorgung mit Nahrungs-, Futtermitteln und Industrierohstoffen gesichert ist.
- Der Import von Biomasse aus Raubbau und Monokulturen wird abgelehnt.
- Die energetische Nutzung von Biomasse darf Nahrungsmittel nicht verteuern.
- Die energetische Nutzung von Biomasse soll nachhaltig erfolgen.
- Der Einspeisevorrang für erneuerbare Energien soll gesichert werden.
- Die EEG-Umlage soll vornehmlich von Vielverbrauchern in Industrie und Privathaushalten getragen werden.
- Alle Atomkraftwerke sollen unverzüglich stillgelegt werden.
- Der Export von Atomtechnik soll verboten werden.
- Ein Verbot jeglicher friedlicher und militärischer Nutzung der Atomenergie soll im Grundgesetz verankert werden.
- Die Endlagersuche soll ergebnisoffen, transparent und unter Einbeziehung der Bevölkerung erfolgen.
- Atommüll soll auf Kosten der Verursacher an Orten mit den geringsten Risiken verwahrt werden.
- Der Neubau von Kohlekraftwerken soll verhindert werden.
- Kohle soll so verteuert werden, dass der Betrieb und die Planung von Kohlekraftwerken unwirtschaftlich werden.
- Energiepartnerschaften der EU mit Ländern im globalen Süden sollen auf einen gemeinsamen Einstieg in die Energiewende ausgerichtet werden.
Klima, Umwelt und Naturschutz16
- Die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) wird verboten.
- Die bisherigen Erfahrungen mit dem EU-Emissionshandel gelten als enttäuschend.
- Der Erwerb von Emissionsrechten aus Entwicklungsländern durch Verursacher von Treibhausgasen in Industrieländern wird als Tausch von Umweltverschmutzung gegen Armut abgelehnt.
- Jeder Mensch hat ein gleiches Recht auf einen Anteil an den Gütern der Erde und die gleiche Pflicht, die Lebensgrundlagen zu schützen.
- Gleiche Nutzungsrechte und gleiche Schutzpflichten sollen Leitbild des globalen Handelns werden.
- Bestimmte Lebensweisen sollen nicht vorgeschrieben werden.
- Die Rahmenbedingungen sollen so gestaltet werden, dass ein ressourcenleichtes Leben für alle attraktiv wird.
- Die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid soll verhindert werden.
- Die Standards der sparsamsten Elektrogeräte über den gesamten Lebenszyklus sollen gesetzlich rasch zur Vorschrift werden.
- Die Reparaturfreundlichkeit soll als Kriterium in die Bewertung von Geräten einfließen.
- Die Effizienzregelung für Elektrogeräte soll auf andere Produkte übertragen werden.
- Die Übertragung von Schutzgebieten an Privatpersonen wird abgelehnt.
- Das Kreislaufwirtschaftsgesetz soll strengere Anforderungen stellen.
- Der Export von Abfällen soll verboten werden.
- Rohstoffe und chemische Erzeugnisse sollen nur so weit genutzt werden, wie natürliche Prozesse und Senken nicht überlastet werden.
- Deutschland und die EU sollen ihren Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel und zu dessen Begrenzung in Entwicklungsländern ohne Vorbedingungen in notwendiger Höhe leisten.
Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum24
- Land- und Bodenreformen sollen die Ernährungssouveränität und das Recht auf Nahrung sichern.
- Bäuerliches Eigentum an Grund und Boden gehört zur pluralen Eigentumsordnung des demokratischen Sozialismus.
- Einer Konzentration privaten Grundeigentums in der Landwirtschaft wird entgegengewirkt.
- Die Errungenschaften der Bodenreform werden verteidigt.
- Eine gentechnikfreie Landwirtschaft wird angestrebt.
- Agrogentechnik wird unverzüglich in Deutschland, in der EU und weltweit verboten.
- Die Nulltoleranz gegenüber gentechnischen Verunreinigungen bei Saatgut wird beibehalten.
- Terminator-Saatgut wird verboten.
- Gentechnikfreie Zonen werden eingerichtet.
- Erzeuger- und Vermarktungsgemeinschaften für gentechnikfreie Produktion werden geschaffen.
- Gentechnik auf dem Acker, im Futtertrog, auf dem Teller und im Tank wird abgelehnt.
- Patente auf Pflanzen, Tiere, Menschen und andere Lebewesen sowie deren Organe, Gene und Zuchtverfahren sollen weltweit verboten werden.
- Internationale Abkommen wie TRIPS und das Europäische Patentübereinkommen sollen zum Verbot von Patenten auf Leben geändert werden.
- Der Widerstand gegen die Monopolisierung von Saatgut und Nutztieren durch Patente wird unterstützt.
- Die Biopatentierung wird grundsätzlich abgelehnt, weil sie Biopiraterie fördert.
- Biopiraterie soll verboten werden.
- Patente auf Leben soll es nicht geben.
- Die Förderung des ökologischen Landbaus soll durch Umlagen auf nichtökologische Erzeugung finanziert werden.
- Ein Tierschutzsiegel auf Lebensmitteln soll eingeführt werden.
- Die Agro-Gentechnik wird wegen unkalkulierbarer Risiken abgelehnt.
- Die Kennzeichnungspflicht für Gentechnik soll bis zur technischen Nachweisgrenze gesenkt werden.
- Patente auf Tiere und Pflanzen werden abgelehnt.
- Die Gemeinsame Agrarpolitik soll die Belange der Entwicklungsländer stärker berücksichtigen.
- Importe von Agrarrohstoffen zur Biospriterzeugung sollen ausgeschlossen werden.
Digitalisierung, Daten und Technologie11
- Der öffentliche Zugang zu Wissen und Information ist unumgänglich und darf nicht Einzelnen vorbehalten bleiben.
- Die Netzinfrastruktur kommt unter gesellschaftliche Kontrolle und wird demokratisiert.
- Schutzmechanismen gegen die Verwertung persönlicher Daten im digitalen Zeitalter werden geschaffen.
- Die Freiheit des Wissens in der digitalen Welt wird verteidigt und ausgebaut.
- Die Vielfalt der Netze wird unterstützt.
- Netzsperren werden abgelehnt.
- Das Durchleuchten und Filtern von Inhalten im Internet wird abgelehnt.
- Der Aufbau von Zensurinfrastrukturen im Internet wird abgelehnt.
- Die freie Nutzung des Internets soll gewährleistet werden.
- Alle Nutzerinnen und Nutzer sollen Daten ihrer Wahl senden und empfangen können.
- Digitale Eigentumsrechte sollen beschränkt werden.
Europa, Euro und europäische Institutionen38
- Soziale Rechte sollen Vorrang vor den Binnenmarktfreiheiten haben.
- Die Europäische Zentralbank soll demokratisch kontrolliert werden.
- Die Wirtschaftspolitik in der EU soll koordiniert und demokratisch kontrolliert werden, um Lohn-, Sozial- und Umweltdumping entgegenzuwirken.
- Angriffe europäischer Institutionen auf die Eigentumsordnungen der Mitgliedstaaten und der Liberalisierungsdruck der EU auf die öffentliche Daseinsvorsorge werden gestoppt.
- Die EU räumt dem Schutz öffentlicher Güter und dem Zugang aller zur öffentlichen Daseinsvorsorge höchste Priorität ein.
- Das europäische Banken- und Finanzsystem wird dauerhaft unter gesellschaftliche Kontrolle gestellt.
- Die Zentralbanken orientieren sich neben Geldwert- und Währungsstabilität gleichberechtigt am Beschäftigungsziel und am Ziel nachhaltiger Entwicklung.
- Eine Angleichung der Lebensverhältnisse in der Europäischen Union wird angestrebt.
- Die EU-Strukturförderung wird an Klimaschutz und Energiewende ausgerichtet und fördert ökologischen Umbau und öffentliche Daseinsvorsorge.
- Das Europäische Parlament erhält ein eigenständiges Initiativrecht.
- Bundestag und Landesparlamente erhalten erweiterte Kontroll- und Mitwirkungsrechte in der europäischen Gesetzgebung.
- Obligatorische Volksentscheide über EU-Verträge werden eingeführt.
- Bürger erhalten EU-weit das Recht auf Bürgerinitiativen, -begehren und -entscheide zu europäischen Entscheidungen.
- Die im Vertrag von Lissabon angelegte Militarisierung der EU-Sicherheits- und Verteidigungspolitik wird abgelehnt.
- Die neoliberale Grundausrichtung der EU wird abgelehnt.
- Das Fehlen einer Sozialstaatsklausel in den EU-Verträgen wird kritisiert.
- Die angestrebte verstärkte Zusammenarbeit der Polizei- und Sicherheitsdienste in der EU wird abgelehnt.
- Das Demokratiedefizit der EU und ihrer Institutionen wird kritisiert.
- Die militaristischen, undemokratischen und neoliberalen Grundelemente des EU-Primärrechts sollen vollständig revidiert werden.
- Die EU soll eine von Bürgerinnen und Bürgern mitgestaltete Verfassung erhalten.
- Über eine EU-Verfassung soll zeitgleich in allen Mitgliedstaaten per Referendum abgestimmt werden.
- Die EU soll Demokratie und nationalstaatliche Souveränität nicht den Finanzmärkten opfern.
- Durchgriffsrechte der EU auf nationalstaatliche Haushalte werden abgelehnt.
- Eine soziale Fortschrittsklausel soll im EU-Primärrecht verankert werden.
- Die Rechtsgrundlagen der EU sollen wirtschaftspolitisch neutral und offen für eine gemischtwirtschaftliche Ordnung mit bedeutendem öffentlichem Sektor sein.
- Der Stabilitäts- und Wachstumspakt soll durch einen Pakt für nachhaltige Entwicklung, Vollbeschäftigung, soziale Sicherheit und Umweltschutz ersetzt werden.
- Die EU soll eine koordinierte, demokratisch kontrollierte Wirtschaftspolitik gegen Unterbietungskonkurrenz bei Löhnen, Sozialleistungen und Umweltstandards betreiben.
- Die Europäische Zentralbank soll demokratisch kontrolliert werden.
- Die Europäische Zentralbank soll neben Preisstabilität auch auf Beschäftigung und nachhaltige Entwicklung verpflichtet werden.
- Kapitalverkehrskontrollen sollen auf europäischer Ebene ermöglicht werden.
- Eine öffentliche EU-Institution soll Staaten Kredite ohne Umweg über private Geschäftsbanken gewähren.
- Das Europäische Parlament soll gestärkt werden.
- Die Entscheidungsprozesse in allen EU-Institutionen sollen transparent sein.
- Die Bürgerinnen und Bürger sollen in der EU mehr unmittelbare Mitwirkungsrechte erhalten.
- Menschen- und Grundrechte sollen in der EU Vorrang vor den Grundfreiheiten des Binnenmarktes erhalten.
- Die EU-Erweiterung soll solidarisch gestaltet werden, mit partnerschaftlicher Kooperation der Regionen und Vorrang für bessere Arbeits- und Lebensverhältnisse.
- Im EU-Haushalt sollen Mittel umverteilt werden.
- Die finanziellen Beiträge der Mitgliedstaaten zum EU-Haushalt sollen erhöht werden.
Außenpolitik, Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit99
- Angestrebt wird eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen.
- Rüstungsexporte sollen verboten werden.
- Rüstungsindustrie soll durch Förderung der Rüstungskonversion auf zivile Produktion umgestellt werden.
- Einer deutschen Beteiligung an einem Krieg wird niemals zugestimmt.
- Die zivile Entwicklungsunterstützung soll gestärkt werden.
- Konfliktprävention und friedliche Konfliktlösung sollen Vorrang haben.
- Die ökonomische Ausbeutung der Länder des globalen Südens soll beendet werden.
- Aus der besonderen deutschen Verantwortung folgt das Eintreten für das Existenzrecht Israels.
- Der Nahostkonflikt soll im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung friedlich beigelegt werden.
- Ein eigenständiger und lebensfähiger palästinensischer Staat soll auf Basis der UN-Resolutionen völkerrechtlich anerkannt werden.
- Die Begründung militärischer Interventionen mit dem Schutz von Menschenrechten wird abgelehnt.
- Das Modell der ALBA-Staaten mit ihrer solidarischen ökonomischen Zusammenarbeit wird mit großem Interesse beobachtet.
- Vorbereitung und Führung eines Angriffskrieges werden unter Strafe gestellt.
- Die EU und Deutschland sollen international eine Vorreiterrolle einnehmen.
- Die UN-Entwicklungsziele zur Minderung von Armut, Hunger, Kindersterblichkeit und Umweltzerstörung sollen eingehalten und übertroffen werden.
- Die EU soll strukturell nicht angriffsfähig sein.
- Die EU soll frei von Massenvernichtungswaffen sein.
- Die EU soll auf den Ausbau militärischer Stärke verzichten.
- Die EU soll auf weltweite militärische Einsatzfähigkeit und militärische Einsätze verzichten.
- Abrüstung wird angestrebt.
- Die EU soll gleichberechtigte internationale Beziehungen fördern.
- Die EU soll eine solidarische Weltwirtschaft anstreben.
- Gewaltfreiheit wird innerhalb von Gesellschaften und zwischen Staaten angestrebt.
- Strukturelle Gewaltprävention und ziviler Konfliktaustrag werden angestrebt.
- Frieden soll durch kollektive und gegenseitige Sicherheit gesichert werden.
- Abrüstung und strukturelle Nichtangriffsfähigkeit werden angestrebt.
- Die UNO soll reformiert und gestärkt werden.
- Krieg wird als Mittel der Politik abgelehnt.
- Die NATO soll aufgelöst werden.
- Die NATO soll durch ein kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands ersetzt werden, das Abrüstung zum zentralen Ziel hat.
- Deutschland soll aus den militärischen Strukturen der NATO austreten.
- Die Bundeswehr soll dem Oberkommando der NATO entzogen werden.
- Alle Kampfeinsätze der Bundeswehr sollen sofort beendet werden.
- Deutsche Beteiligungen an UN-mandatierten Militäreinsätzen nach Kapitel VII der UN-Charta sollen beendet werden.
- Die Verknüpfung militärischer und ziviler Maßnahmen wird abgelehnt.
- Zivile Hilfe darf nicht für militärische Zwecke instrumentalisiert werden.
- Ein Rüstungsexportverbot soll im Grundgesetz verankert werden.
- Globalen Herausforderungen soll friedlich, im Dialog und multilateral begegnet werden.
- Die Vereinten Nationen sollen auf die Basis ihrer eigenen Charta zurückgeführt werden.
- Zentrale Aufgabe der Vereinten Nationen soll die Sicherung des Weltfriedens durch Prävention, Streitbeilegung und zivile Konfliktlösung bleiben.
- Die UN sollen größere Rechte, auch ökonomische, erhalten.
- Die UNO-Organisationen sollen effektiver werden.
- Der UN-Sicherheitsrat soll besser legitimiert werden.
- Die UN-Generalversammlung soll größere Rechte erhalten.
- Regionalorganisationen wie die OSZE sollen zur Verwirklichung der UN-Charta-Ziele beitragen.
- Statt Aufrüstung, Auslandseinsätzen und EU-NATO-Partnerschaft soll die Außen- und Sicherheitspolitik strikt am Gewaltverbot der UN-Charta ausgerichtet werden.
- Abrüstung und Rüstungskontrolle werden angestrebt.
- Rüstungsexporte sollen strikt verboten werden.
- Die Streitkräfte sollen auf strikt defensive Fähigkeiten umgebaut werden.
- Die EU und Deutschland sollen auf alle Atomwaffenoptionen verzichten.
- Alle in Deutschland stationierten Atomwaffen sollen abgezogen und vollständig vernichtet werden.
- Alle Massenvernichtungswaffen sollen verboten werden.
- Die EU soll eine Vorreiterrolle bei der zivilen Konfliktprävention einnehmen.
- Die EU soll die notwendigen Kapazitäten für zivile Konfliktprävention schaffen.
- Ein militärisch-ziviler Europäischer Auswärtiger Dienst wird abgelehnt.
- Die Beteiligung an Militäreinsätzen im Rahmen von GASP und ESVP wird abgelehnt.
- Die Beteiligung an EU-Battle-Groups und EU-Interventionsstreitkräften wird abgelehnt.
- Die Militarisierung der EU wird abgelehnt.
- Der Umbau der Bundeswehr zu einer weltweit einsetzbaren Kriegsführungsarmee wird abgelehnt.
- Die Bundeswehr soll schrittweise abgerüstet werden.
- Die kriegsführungsfähigsten Teile der Bundeswehr sollen zuerst abgerüstet werden.
- Für Beschäftigte der Rüstungsproduktion sollen Konversionsprogramme aufgelegt werden.
- Für Soldatinnen und Soldaten sollen Konversionsprogramme aufgelegt werden.
- Für die Liegenschaften der Bundeswehr sollen Konversionsprogramme aufgelegt werden.
- Langfristig werden ein Deutschland und ein Europa ohne Armeen und eine Welt ohne Kriege angestrebt.
- Dem Gebot, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf, soll wieder Geltung verschafft werden.
- Die Bundeswehr soll aus allen Auslandseinsätzen zurückgeholt werden.
- Ein Einsatz der Bundeswehr im Inneren jenseits der Katastrophenhilfe soll strikt untersagt werden.
- Die Notstandsgesetze, die einen Bundeswehreinsatz im Inneren ermöglichen, sollen aufgehoben werden.
- Statt Militäreinsätzen soll humanitäre Hilfe geleistet werden.
- Die bisher für Kriege ausgegebenen Milliarden sollen für die Bewältigung internationaler Krisen und Katastrophen eingesetzt werden.
- Ein ziviles Hilfskorps für internationale Katastrophenhilfe, das Willy-Brandt-Korps, soll eingerichtet werden.
- Die Beteiligung von Bundes- und Länderpolizei an internationalen Polizeieinsätzen zur Unterstützung von Kriegen und autoritären Regimen soll beendet werden.
- Militärberatungsmissionen sollen beendet werden.
- Ein ziviler Katastrophenschutz mit eigenen zivilen Kapazitäten soll unter dem Dach der UNO etabliert werden.
- Deutschland soll sich international für eine UN-geführte Katastrophenhilfe einsetzen.
- Das Willy-Brandt-Korps soll langfristig in eine UN-geführte Katastrophenhilfe integriert werden.
- Alle ausländischen Militärbasen in Deutschland sollen geschlossen werden.
- Die Infrastruktur in Deutschland darf nicht für völkerrechtswidrige Kriege und menschenrechtswidrige Maßnahmen wie die Verschleppung von Gefangenen genutzt werden.
- Angestrebt wird eine solidarische Weltwirtschaftsordnung, die ärmeren Ländern nachhaltige Entwicklungsperspektiven schafft und soziale, ökologische und demokratische Rechte global durchsetzt statt Exportkonkurrenz zu fördern.
- Die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards soll gewährleistet werden.
- Internationale Institutionen sollen demokratisiert werden.
- Von Unterentwicklung, Staatszerfall und Bürgerkrieg besonders betroffene Länder sollen gestärkt werden.
- Ein Schuldenerlass wird als Maßnahme zur Stärkung besonders betroffener Länder genannt.
- Der Aufbau leistungsfähiger öffentlicher Dienste, insbesondere in Bildung, Gesundheit und Daseinsvorsorge, soll in diesen Ländern unterstützt werden.
- Der Aufbau rechtsstaatlicher demokratischer Strukturen soll in diesen Ländern unterstützt werden.
- Ein geeigneter Technologietransfer soll zur Stärkung dieser Länder beitragen.
- Deutschland und die EU sollen ihren finanziellen und technischen Beitrag zur Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern ohne Vorbedingungen in notwendiger Höhe leisten.
- Umwelttechnologien sollen Entwicklungsländern unentgeltlich oder zu günstigsten Sonderbedingungen zur Verfügung gestellt werden.
- Die Verlagerung energie- und ressourcenaufwendiger Produktion aus dem Norden in den Süden wird strikt abgelehnt.
- Entwicklungspolitik soll die Süd-Süd-Beziehungen und regionale Märkte stärken.
- Entwicklungspolitik soll die kleinbäuerliche Produktion stärken.
- Entwicklungspolitik soll die Verarbeitung von Rohstoffen in den Entwicklungsländern fördern.
- Entwicklungspolitik soll für faire Preise auf den Weltmärkten sorgen.
- Geschlechtergerechtigkeit soll ein entwicklungspolitischer Schwerpunkt sein.
- Entwicklungspolitik soll die Bildung von Mädchen und Frauen fördern.
- Die Spekulation mit Nahrungsgütern soll durch Finanzmarktregulierung und den Aufbau regionaler Reserven unterbunden werden.
- Entwicklungsländer sollen bei der Sicherstellung ihrer Ernährungssouveränität unterstützt werden.
- Eine Regierungsbeteiligung wird ausgeschlossen, wenn die Regierung Kriege führt, Auslandskampfeinsätze der Bundeswehr zulässt oder Aufrüstung und Militarisierung vorantreibt.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung21
- Der Bruch mit dem Stalinismus als System gilt unwiderruflich.
- Medien erhalten demokratische Redaktionsstatuten.
- Eine breite Gegenöffentlichkeit wird gestärkt.
- Das Kartellrecht wird auf den Mediensektor angewendet.
- Eine repressive Verbots- und Bewahrpädagogik im Jugendmedienschutz wird abgelehnt.
- Öffentlich-rechtliche Medien werden gestärkt.
- Statt Nutzer zu kriminalisieren, werden neue Vergütungsmodelle für Kreative und Kulturschaffende entwickelt.
- Das politische, wissenschaftliche und kulturelle Erbe der antifaschistischen Bewegung soll gepflegt werden.
- Das Staatsziel Kultur soll ins Grundgesetz aufgenommen werden.
- Kulturelle Bildung soll von Anfang an gewährleistet werden.
- Eine schrankenlose Liberalisierung und Verwertung kultureller Leistungen wird abgelehnt.
- Die Kulturgeschichte des früher geteilten Landes soll im europäischen Kontext aufgearbeitet werden.
- Das Recht aller Menschen auf ein Bekenntnis zu einer Weltanschauung oder Religion wird verteidigt.
- Weltanschauliche und religiöse Minderheiten sollen geschützt werden.
- Staat und Kirche sollen institutionell getrennt sein.
- Jeglicher politischer Missbrauch von Religion wird abgelehnt.
- Die Rechte der Urheberinnen und Urheber gegenüber den Verwertungsunternehmen sollen gestärkt werden.
- Total-Buy-Out-Verträge, mit denen sämtliche Nutzungsrechte unbegrenzt gegen ein fixes Honorar abgetreten werden, sollen verboten werden.
- Für möglichst alle Gruppen von Urhebern sollen verbindliche Vergütungsregeln oder Urhebertarifverträge vereinbart werden.
- Nichtkommerzielle Nutzung und kreative Weiterverarbeitung von Werken sollen möglichst wenig eingeschränkt werden.
- Das Urheberrecht soll für das Internetzeitalter weiterentwickelt werden.
Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung15
- Gleichwertig gute Lebensbedingungen in allen Regionen Deutschlands werden angestrebt.
- Strukturschwache Länder und Regionen werden in einem kooperativen und sozialen Bundesstaat unterstützt.
- Ein Wettbewerbsföderalismus mit Länderkonkurrenz bei Steuern, Standards und Bedingungen im öffentlichen Dienst wird abgelehnt.
- Zusammenarbeit und Verflechtung von Wachstumszentren und strukturschwachen ländlichen Gebieten werden verbessert.
- Ein neuer Politikansatz für Ostdeutschland soll hohe Erwerbslosigkeit, niedrigere Löhne und die Abwanderung junger Menschen beenden.
- Landesentwicklungskonzepte und eine langfristige gesamtdeutsche Innovations-, Investitions- und Strukturpolitik gleichen Entwicklungsnachteile Ostdeutschlands aus.
- Die kommunale Selbstverwaltung wird gestärkt.
- Kommunen erhalten hinreichende finanzielle Mittel und Einwirkungsmöglichkeiten auf wirtschaftliche und soziale Prozesse.
- Kommunen erhalten eine stärkere Stellung im föderalen System.
- Das kommunale Wirtschaftsrecht wird so gestaltet, dass kommunale Unternehmen gleichberechtigt am Wirtschaftsleben teilnehmen.
- Öffentliche Unternehmen werden gestärkt, damit sich regionale Wirtschaftskreisläufe besser entwickeln.
- Solidarische Bürgerkommunen, in denen Menschen ihre Angelegenheiten selbst entscheiden, werden angestrebt.
- Selbstverwaltete regionale Entwicklungsfonds sollen eingerichtet werden.
- Der kommunale Finanzausgleich soll verändert werden.
- Eine Struktur- und Anschubförderung für regionale Wirtschaftskreisläufe wird gefordert.
„Nicht gefunden“ heißt nicht, dass es zu dem Thema keine Forderung gibt. Wie das entsteht
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der Reihenfolge unseres Katalogs; „Ohne Politikfeld“ steht hier am Anfang.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Programms, also nach Seitenzahl.