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Alle Forderungen auf dieser Seite stammen aus dem Grundsatzprogramm 2012 der Freien Wähler, nicht aus dem Vertrag. 224 von 490 Forderungen dieses Programms finden sich im Koalitionsvertrag nicht wieder: Für sie gibt es im ganzen Vertrag keinen Punkt mit mindestens 30 Prozent Übereinstimmung. Bei jeder dieser Forderungen ist angegeben, welche anderen Parteien im Parlament sie teilen (Wahl- und Grundsatzprogramme, ab 30 Prozent Übereinstimmung).
Staat, Demokratie und Verwaltung16
- Die Bürger sollen stärker in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
- Das Verhältnis zwischen Bürgern und Staat soll wieder auf eine vertrauensvolle Grundlage gestellt werden.
- Es sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit sich möglichst viele Menschen politisch einbringen können.
- Bundesweite Volksbegehren und Volksentscheide sollen eingeführt werden.
- Der Bundespräsident soll direkt gewählt werden.
- Das Volk soll ein Initiativrecht erhalten.
- Mandatsträger sollen stark und frei von Fraktionszwängen sein.
- Eine schleichende Entmachtung der Parlamente wird abgelehnt.
- Parteiübergreifende Zusammenarbeit wird ideologischer Parteipolitik vorgezogen.
- Die Vertretung von Gruppeninteressen gegenüber der Politik soll für die Bürger deutlich nachvollziehbarer offengelegt werden.
- Parteispenden und Sponsoring sollen reglementiert werden.
- Ein Stellenabbau in der Verwaltung ohne vorherige Aufgabenkritik wird abgelehnt.
- Hoheitliche Befugnisse werden in ihren Kernbereichen nicht auf Private übertragen.
- Über Regeln und Normen wird so bürgernah wie möglich und so selten wie nötig zentral entschieden.
- Die Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans wird transparenter.
- Bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans werden die Bürger ernsthaft beteiligt.
Innere Sicherheit, Justiz und Bürgerrechte16
- Privat betriebene Gefängnisse werden abgelehnt.
- Die dauerhafte Wahrnehmung der Zugangskontrollen bei Gerichten durch private Sicherheitsdienste wird abgelehnt.
- Der Gesetzgeber schafft durch verlässliche gesetzliche Vorgaben Rechtssicherheit für Bürger und Unternehmen.
- Zum Schutz von Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften werden gegebenenfalls Strafvorschriften verschärft.
- Die Sicherheitskräfte erhalten eine ausreichende Personalausstattung.
- Die Sicherheitskräfte erhalten eine leistungsbezogene Bezahlung.
- Die Sicherheitskräfte erhalten ausreichend Freizeit zwischen den Einsätzen.
- Die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden auf allen Ebenen wird verbessert und intensiviert.
- Zur Entlastung der Justiz werden Nachlasssachen auf Notare übertragen.
- Justizminister dürfen Staatsanwälte in Einzelfällen nicht mehr zu einer bestimmten Sachbehandlung anweisen.
- Weisungen an Staatsanwälte werden zumindest transparent ausgestaltet.
- Die Selbstverwaltung von Justiz und Gerichten wird durch mehr Autonomie und eigenständige Verwaltung der Finanzmittel gestärkt.
- Deutschland ratifiziert das UN-Übereinkommen gegen Korruption zeitnah.
- Bund und Länder erlassen Gesetze mit klaren Regeln für den Einsatz staatlicher Überwachungssoftware.
- Europäische Sicherheitsbehörden wie Europol und Eurojust werden stärker parlamentarisch kontrolliert.
- Die europäische Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität wird verstärkt.
Migration, Asyl, Integration und Staatsangehörigkeit6
- Die Regelungen zum Zuzug von Einwanderern sollen mit Blick auf den Fachkräftemangel überprüft werden.
- Nachweisbare soziale und karitative Leistungen könnten in Einwanderungsverfahren berücksichtigt werden.
- Für politische Flüchtlinge soll es keine neuen Aufnahmehürden geben.
- Mehrstaatigkeit soll grundsätzlich vermieden werden.
- Vom Grundsatz der Vermeidung von Mehrstaatigkeit soll es genügend Ausnahmen geben, etwa bei ernsthaftem Bemühen um Entlassung aus der bisherigen Staatsbürgerschaft.
- Die Optionspflicht für volljährig gewordene Kinder ausländischer Personen soll überprüft werden.
Wirtschaft, Wettbewerb und Industrie20
- Der Finanzmarkt soll reguliert werden.
- Die Finanzaufsicht soll gestärkt werden, um Risiken zu minimieren und stabile Banken zu garantieren.
- Banken sollen auf ihre Systemrelevanz überprüft und die Bankenregulierung optimiert werden.
- Die Vorschriften sollen so gestaltet werden, dass keine Bank ein Systemrisiko darstellen kann.
- Die Haftung von realwirtschaftlich orientierten Banken und Investmentbanken soll getrennt werden.
- Die Verlustrisiken spekulativer Investmentbanken sollen besonders kontrolliert werden, damit sie die Geldversorgung der Realwirtschaft nicht beeinträchtigen.
- Steuerzahler sollen nicht für Verluste privater Banken haften.
- Bankvorstände sollen persönlich und mit ihrem Privatvermögen für die Geschäfte ihrer Bank haften.
- Verdienste und Boni von Bankmanagern sollen angemessen sein und an den langfristigen Erfolg der Bank gekoppelt werden.
- Bankgeschäfte sollen mit einer dem tatsächlichen Risiko entsprechenden Eigenkapitalquote unterlegt werden.
- Für hochriskante Geschäfte sollen deutlich höhere Eigenkapitalquoten gelten.
- Unnötige Kreditklemmen für Mittelstand und Kommunen sollen vermieden werden.
- Insolvente Banken sollen im Regelfall abgewickelt werden.
- Soziale Bedürfnisse der Menschen sollen im unternehmerischen Handeln eine tragende Rolle spielen.
- Die Wirtschaftspolitik strebt eine ausgewogene Unternehmensstruktur an, in der Unternehmen jeder Größe soziale und regionale Verantwortung übernehmen.
- Das Handwerk wird durch Neuregelungen nicht zusätzlich belastet.
- Die Rahmenbedingungen für das Handwerk werden verbessert.
- Verbraucherschutzpolitik zielt auf gut informierte und mündige Bürger.
- Gesetzliche Verbraucherschutzvorgaben kommen zum Einsatz, wenn Selbstregulierung nicht funktioniert.
- Im Finanzmarkt und in der digitalen Welt werden verbraucherfreundliche Regelungen geschaffen.
Arbeit, Löhne und soziale Sicherung11
- Eltern sollen flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit erhalten.
- Eltern soll eine reibungslose Rückkehr in den Beruf gewährleistet werden.
- Die Sozialversicherungssysteme sollen familiengerecht ausgestaltet werden.
- Die sozialen Sicherungssysteme sollen an den demographischen Wandel angepasst werden.
- Vollzeitbeschäftigung soll zur angemessenen Bestreitung des Lebensunterhalts ohne staatliche Hilfe ausreichen.
- Bedürftige sollen daran mitwirken, ihre Bedürftigkeit zu überwinden.
- Öffentliche Sozialleistungen sollen möglichst Hilfe zur Selbsthilfe sein.
- Für die Eingliederungshilfe von Menschen mit Behinderung soll ein Bundesleistungsgesetz geschaffen werden.
- Die Tarifautonomie wird gewahrt.
- Unternehmer sind zu angemessener Entlohnung und fairen Arbeitsbedingungen verpflichtet.
- Jede systematische Ausnutzung von Arbeitnehmern, etwa durch Dumpinglöhne in der Zeitarbeit, wird abgelehnt.
Steuern, Haushalt und öffentliche Finanzen7
- Die gesamte Ausgabenpolitik von den Kommunen bis zur europäischen Ebene soll neu geordnet werden.
- Die wachsende Neuverschuldung soll gestoppt werden.
- Der Schuldenstand des Bundes soll konjunkturgerecht zurückgeführt werden.
- Das Steuerrecht soll einfacher und gerechter werden.
- Die Rechnungshöfe sollen gestärkt werden.
- Den Berichten der Rechnungshöfe soll in der politischen Umsetzung mehr Gewicht beigemessen werden.
- Eine Finanztransaktionssteuer soll eingeführt werden.
Rente und Alterssicherung1
- Die Alterssicherung soll auf einer Kombination aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Vorsorge beruhen.
Gesundheit und Pflege13
- Betreuungsnetzwerke für ältere Menschen sollen ausgebaut werden.
- Private und gesetzliche Krankenversicherung sollen zu einer Sozialen Gesundheitsversicherung zusammengeführt werden.
- Krankenversicherungsbeiträge sollen aus allen Einkommensarten erhoben werden.
- Das Gesundheitssystem soll für alle Beteiligten transparenter werden.
- Patienten sollen verständliche Nachweise über abgerechnete Leistungen erhalten.
- Die alten Hausarztverträge sollen wieder eingeführt werden.
- Pauschalen sollen die Abrechnung in der Hausarztversorgung erleichtern.
- Öffentlich-rechtliche, private und gemeinnützige Krankenhausträger sollen nebeneinander bestehen.
- Bonusmodelle zur Stärkung der Eigenverantwortung sollen weiterentwickelt werden.
- Die Praxisgebühr soll abgeschafft werden.
- Organspende mit angemessener Kontrolle und umfassender Information wird befürwortet.
- Die Pflegeversicherung soll grundlegend reformiert werden.
- Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff soll umgesetzt werden.
Familie, Kinder, Gleichstellung und Gesellschaft16
- Die Familie aus Eltern und Kindern soll als Fundament der Gesellschaft besonders geschützt und gestärkt werden.
- Es sollen Rahmenbedingungen für ein familienfreundliches Klima geschaffen werden.
- Eine aktive Gleichstellungspolitik wird angestrebt.
- Der Staat soll Mütter, Väter und Sorgeberechtigte bei der Kindererziehung unterstützen.
- Bei staatlichen Eingriffen in das Sorgerecht hat das Kindeswohl oberste Priorität.
- Die wertorientierte Jugendarbeit soll ausgebaut werden.
- Ein Freiwilliges Politisches Jahr soll in allen Bundesländern möglich sein.
- Ein freiwilliges bürgerschaftliches Jahr als Soziales, Ökologisches oder Politisches Jahr wird als Möglichkeit politischer Bildung und Ergänzung zum Ehrenamt befürwortet.
- Jeder Bürger soll die Möglichkeit haben, sich sportlich zu betätigen.
- Schulen und Sportvereine sollen enger zusammenarbeiten.
- Es sollen Ganztagsangebote im Sport geschaffen werden.
- Die Umsetzung der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Sport wird unterstützt.
- Der Bund trägt die Verantwortung für den Leistungssport.
- Zivilcourage wird besonders gefördert.
- Der Jugendschutz im Internet wird besser gewährleistet.
- Einzel- und Onlinehandel werden gesetzlich stärker zur Alterskontrolle beim Verkauf von Computerspielen mit Altersbeschränkung verpflichtet.
Bildung, Wissenschaft und Forschung14
- An Schulen soll neben christlichem auch Religionsunterricht anderer Glaubensrichtungen angeboten werden, sofern genügend Schüler vorhanden sind.
- Die Politik soll ein durchdachtes Gesamtkonzept für Bildung bieten.
- In allen Schularten soll es möglichst kleine Klassen geben.
- Es sollen schülergerechte und regional passgenaue Lösungen in der Bildungslandschaft geben.
- Bundesweit vergleichbare Bildungsstandards für alle Schulabschlüsse werden begrüßt.
- Hochschulbildung soll ein arbeitsmarktbezogenes und ein humanistisch-demokratisches Bildungsideal verbinden.
- Das Erststudium soll in ganz Deutschland kostenfrei sein.
- Die Modularisierung im Rahmen des Bologna-Prozesses soll überdacht werden.
- Die Hochschulpolitik soll transparent sein.
- Die Hochschulautonomie wird befürwortet.
- Die Freiheit von Wissenschaft und Forschung wird anerkannt und findet ihre Grenze an der Menschenwürde.
- Die Forschungspolitik soll regionale Potenziale entfalten und Exzellenz nicht auf wenige Standorte konzentrieren.
- Die Bezahlung in der Wissenschaft soll mit ausländischen Forschungszentren und der Wirtschaft konkurrieren können.
- Die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen transparenter werden.
Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung1
- Revitalisierung von Innenstädten und Renaturierung von Industrie- und Gewerbebrachen erhalten Vorrang.
Verkehr und Infrastruktur7
- Prestigeprojekte werden zugunsten des Erhalts bestehender Verkehrsstrukturen abgelehnt.
- Die Unterfinanzierung des Bundesverkehrsetats wird beendet.
- Verkehrsnetze gelten als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.
- Eine zunehmende Übernahme staatlicher Verkehrsaufgaben durch Privatinvestoren wird kritisch gesehen.
- Die Regionalisierungsmittel für die Länder werden dauerhaft auf hohem Niveau gehalten.
- In der Hafenpolitik wird eine länderübergreifende Kooperation angestrebt.
- Gegen die Missachtung des Nachtflugverbots und die Unterwanderung der Ruhezeiten durch Ausnahmeanträge werden Maßnahmen ergriffen.
Energie10
- Die gesetzlichen Möglichkeiten kommunaler Wirtschaftstätigkeit im Bereich erneuerbarer Energien werden zur lokalen Wertschöpfung erweitert.
- Rahmenbedingungen und langfristige Planungssicherheit für lokale Wertschöpfung durch regenerative Kraftwerke werden geschaffen.
- Genossenschaftsmodelle in der Energieerzeugung werden gestärkt.
- Am Atomausstieg wird festgehalten.
- Die Produzenten von Atommüll werden an den Kosten der Endlagerung beteiligt.
- Der Wissenstransfer über die Sicherheitsanforderungen der Atommülllagerung wird für künftige Generationen gewährleistet.
- Ein Bundesenergieministerium wird eingerichtet.
- Energieversorgung gilt als zentrale Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge.
- Modelle zur Bürgerbeteiligung in Kooperation mit Stadtwerken werden ausgearbeitet und zur Verfügung gestellt.
- Europa verzichtet auf Atomkraft.
Klima, Umwelt und Naturschutz3
- Die Kulturlandschaften werden ausgewogen und sanft weiterentwickelt.
- Bei Projekten mit großflächiger Naturzerstörung wird besonders auf Betroffenheit und Willen der Bürger Rücksicht genommen.
- Bei der Ausweisung großflächiger Schutzgebiete werden die Bürger maßgeblich beteiligt.
Landwirtschaft, Ernährung und ländlicher Raum9
- Auf gentechnisch veränderte Lebens-, Saat- und Futtermittel wird verzichtet.
- Unternehmerisches, freies Handeln in der Landwirtschaft wird unter stabilen Rahmenbedingungen gewährleistet.
- Marktordnungselemente der Gemeinsamen Agrarpolitik werden gezielt weiterentwickelt und eingesetzt, wo Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen sind.
- Die Marktordnungselemente werden flexibel einsetzbar gestaltet, um schnell auf Marktverwerfungen reagieren zu können.
- Der regionale Einfluss auf die Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik wird verstärkt.
- Die EU-Biopatentrichtlinie wird angepasst, um Patente auf Tiere und Pflanzen zu unterbinden.
- Das Klonen von Tieren wird abgelehnt.
- Die Vermarktung von Klontieren wird abgelehnt.
- Der Einsatz von Agrogentechnik wird abgelehnt.
Digitalisierung, Daten und Technologie12
- Der Zugang zum schnellen Internet wird als Daseinsvorsorge verankert.
- Netzsperren, die Nutzer von der digitalen Gesellschaft ausschließen, werden abgelehnt.
- Dem Profiling von Nutzerdaten wird Einhalt geboten.
- Unternehmen, die in Deutschland wirtschaften, müssen die deutschen Datenschutzstandards einhalten.
- Für Geodatendienste werden gesetzlich bindende Datenschutzvorschriften im Bundesdatenschutzgesetz geschaffen und gegenüber den Anbietern durchgesetzt.
- Maßnahmen zur Entwicklung maßgeschneiderter Geschäftsmodelle zwischen Rechteverwertern und Internetdienstanbietern werden unterstützt.
- Eine Bevormundung der Nutzer von Internet und Computerspielen wird abgelehnt.
- Die qualifizierte elektronische Signatur des Personalausweises wird für die Alterskontrolle im Jugendschutz nutzbar gemacht.
- Einheitliche Datenschutzstandards werden über Deutschlands Grenzen hinaus geschaffen.
- Verbrauchern werden stärkere Datenschutzrechte garantiert.
- International tätige Unternehmen unterliegen einheitlichen Datenschutzanforderungen.
- Der hohe nationale Datenschutzstandard wird nicht abgesenkt.
Europa, Euro und europäische Institutionen26
- Die europäische Währungsarchitektur soll grundlegend überarbeitet werden.
- Nur vom Volk legitimierte Institutionen sollen europäische Haushalts-, Finanz- oder Währungspolitik gestalten dürfen.
- Der Bundestag soll sein Haushaltsrecht behalten.
- Generalermächtigungen und Sonderausschüsse in der europäischen Finanzpolitik werden abgelehnt.
- Die Euro-Stabilitätskriterien sollen wieder eingehalten werden.
- Rettungsschirme werden abgelehnt.
- Krisenländern sollen wirksame Programme und Hilfen zur Wirtschaftsentwicklung als Hilfe zur Selbsthilfe angeboten werden.
- Ein Staateninsolvenzrecht unter Einbindung des IWF soll eingeführt werden.
- Eurostaaten, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, soll ein Austritt aus der Eurozone ermöglicht werden.
- Als letzte Konsequenz soll ein Ausschluss aus der Eurozone möglich sein.
- Die Unabhängigkeit der EZB und ihre Ausrichtung auf Geldwertstabilität sollen garantiert werden.
- Eine monetäre Staatsfinanzierung durch die EZB wird abgelehnt.
- Der Stimmrechtsanteil in der EZB soll dem Haftungsanteil entsprechen.
- Eine unabhängige europäische Ratingagentur in Form einer Stiftung soll gegründet werden.
- Konvente unter breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft werden Ideengeber für die Zukunft Europas.
- Zu wichtigen Fragen der Zukunft Europas finden Volksabstimmungen statt.
- Weitere EU-Reformen, insbesondere Kompetenzübertragungen auf die europäische Ebene, werden von den Bürgern beschlossen.
- Die Europäische Bürgerinitiative wird zu Volksentscheiden auf europäischer Ebene über das Sekundärrecht weiterentwickelt.
- Die Länderparlamente stimmen über EU-Reformen ab, wenn Landeskompetenzen betroffen sind.
- Die Europäischen Verträge werden strikt durchgesetzt und eingehalten.
- Vereinbarungen wie der ESM-Vertrag, die Bestimmungen der Europäischen Verträge außer Kraft setzen, werden abgelehnt.
- Die Macht des Europäischen Rats wird zurückgedrängt.
- Die Länderparlamente werden im Subsidiaritätsfrühwarnsystem gestärkt.
- Über die EU-Erweiterung wird ideologiefrei debattiert.
- Europäischen Ländern, die sich um Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie bemühen, wird grundsätzlich eine Beitrittsperspektive gegeben.
- Die europäische Kohäsionspolitik wird effektiver und intensiver gestaltet.
Außenpolitik, Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit24
- Ein friedliches Zusammenleben der Völker wird angestrebt.
- Die EU-Nachbarschaftspolitik wird im Rahmen der Mittelmeerunion, der Östlichen Partnerschaft und der Schwarzmeersynergie intensiviert.
- Deutschland wird seiner gewachsenen weltpolitischen Verantwortung als europäische Zivilmacht durch eine friedliche und berechenbare Außenpolitik gerecht.
- Außenpolitik dient als friedliches Mittel zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Hunger, Ressourcensicherheit und Finanzmarktregulierung.
- Deutschland gestaltet die Globalisierung aktiv mit.
- Deutsche Außenpolitik wirkt darauf hin, Protektionismus zu beenden und zu verhindern.
- Bestehende Bündnisstrukturen werden fortentwickelt.
- Transatlantische Partnerschaft und deutsch-französische Beziehungen bleiben im europäischen Rahmen Basis der außenpolitischen Orientierung.
- Deutsche Außenpolitik trägt Verantwortung für die Sicherung des globalen Friedens.
- Völker, die sich von despotischen Regimen lossagen, werden auf ihrem Weg zu Demokratie und Rechtsstaat konstruktiv begleitet.
- Die Transformationsprozesse nach dem Arabischen Frühling werden durch konstruktive Förderung und Hilfestellung statt Bevormundung unterstützt.
- Im Nahostkonflikt wird eine Zwei-Staaten-Lösung angestrebt.
- Die deutsche Entwicklungshilfe wird überprüft.
- Entwicklungshilfe dient zielgerichtet dem Aufbau von Wirtschafts-, Bildungs- und Sozialstrukturen vor Ort.
- Waffenlieferungen an autoritäre Regime, die diese gegen die eigene Bevölkerung oder für Angriffskriege einsetzen könnten, werden abgelehnt.
- Die Struktur der Bundeswehr wird fortlaufend an die Erfordernisse einer modernen Verteidigungsarmee angepasst.
- Die Folgen von Bundeswehrstandortschließungen für Kommunen und Bürger werden abgemildert.
- Die NATO wird als transatlantische Werte-, Interessen- und Solidargemeinschaft bejaht.
- Die NATO wird für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts fortentwickelt.
- Außenpolitik folgt einer Kultur der Zurückhaltung und bleibt multilateral eingebettet.
- Militärische Einsätze außerhalb des Bündnisgebiets erfolgen mit weitaus mehr Zurückhaltung.
- Das Verhältnis zwischen NATO und Gemeinsamer Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU wird klar austariert.
- Eine Entwicklung hin zu einem grundsätzlich proaktiven Sicherheitsbündnis wird abgelehnt.
- Städtepartnerschaften sollen durch die staatliche Außenpolitik stärker unterstützt und koordiniert werden.
Kultur, Medien, Religion und Erinnerung1
- Die Freiheit der Kunst wird bejaht.
Föderalismus, Kommunen und regionale Entwicklung11
- Politische Entscheidungen sollen auf die tiefstmögliche demokratische Ebene verlagert werden.
- Mit integrierter Sozialplanung soll dem Bevölkerungsrückgang in ländlichen Regionen begegnet werden.
- Die Kommunen sollen beim Leistungssport vom Bund finanziell entlastet werden.
- Die Sozialkosten sollen gerecht zwischen Bund, Ländern und Kommunen aufgeteilt werden.
- Die regionale Kompetenz der Kommunen wird bejaht.
- Die Daseinsvorsorge bleibt Kernaufgabe der Kommunen.
- Die eigenen Einnahmequellen der Kommunen werden ausgebaut.
- Das Konnexitätsprinzip wird auf allen staatlichen Ebenen streng umgesetzt.
- Bund und Länder dürfen den Kommunen keine Mehrausgaben durch Normen auferlegen, ohne diese angemessen zu ersetzen.
- Kommunen können sich durch Beteiligungen oder eigene Gesellschaften neue Einkommensmöglichkeiten erschließen.
- Die Daseinsvorsorge bleibt effizient und modern in öffentlicher Hand, für Städte wie ländlichen Raum.
„Nicht gefunden“ heißt nicht, dass es zu dem Thema keine Forderung gibt. Wie das entsteht
Reihenfolge
- a) ↑ Politikfelder: In der Reihenfolge unseres Katalogs; „Ohne Politikfeld“ steht hier am Anfang.
- Forderungen: In der Reihenfolge des Programms, also nach Seitenzahl.