Für Forschung und Wissenschaft
wasstehtdrin.de ist ein strukturierter Korpus deutscher Wahlprogramme aus Bund und Ländern seit 1990: jedes Programm in einzelne Forderungen zerlegt, jede Forderung mit wörtlichem Zitat, Seitenzahl und Politikfeld, zwischen den Parteien verglichen und nach und nach über die Wahljahre verknüpft. Das Verfahren ist beschrieben und versioniert.
Wofür Sie es einsetzen
Programmanalysen scheitern oft an der Vorarbeit: Dokumente beschaffen, Text gewinnen, Einheiten abgrenzen, Themen zuordnen. Diese Schritte sind hier für alle Programme auf dieselbe Weise erledigt. Die Einheit ist die einzelne Forderung, für sich verständlich formuliert und an den Wortlaut im Original gebunden.
Der Bestand deckt den Bundestag und alle sechzehn Landtage ab. Damit eignet er sich für Fragen, die über die Bundesebene hinausgehen: Unterschiede zwischen Landesverbänden einer Partei, die Ausbreitung einer Forderung von Land zu Land, der Wandel eines Politikfelds über drei Jahrzehnte.
Möglichkeiten der Anwendung
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Längsschnitte
Die Forderungen einer Partei werden über ihre Programme hinweg verknüpft (in Arbeit, folgt nach und nach). Sichtbar wird dann, seit welchem Programm eine Position vertreten wird, wann sie sich geändert hat und wann sie weggefallen ist.
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Querschnitte je Parlament
Für jedes Parlament stehen die aktuellen Programme der Parteien nebeneinander. Jedes verglichene Paar von Forderungen erhält einen Befund in festen Stufen, dazu je eine Zeile zum Gemeinsamen und zum Unterschied.
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Begriffe und Schwerpunkte
Die Begriffsauswertung zählt, welche Begriffe in den Programmen am häufigsten vorkommen, quer durch alle Politikfelder, je Parlament und je Partei.
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Programm und Regierungshandeln
Koalitionsverträge sind wie Programme zerlegt und den Ressorts zugeordnet. Das ist ein Ausgangspunkt für Arbeiten dazu, was aus Programmen in Verträge eingeht.
Was Sie beachten sollten
Der Korpus ist vollständig KI-generiert. Sprachmodelle zerlegen, ordnen zu und vergleichen; einzelne Befunde werden nicht nachträglich geändert. Maschinell gesichert ist, dass jedes Zitat wörtlich im Originaltext steht. Die Güte der Zerlegung misst ein zweiter Modelllauf an Stichproben. Für wissenschaftliche Arbeiten sollten Sie die Güte der Zuordnungen an einer eigenen Stichprobe prüfen und berichten.
Ändern wir die Methode, gilt die neue Fassung für alle Parteien und bekommt eine neue Versionsnummer. Methodenversion und Datenstand stehen auf jeder Seite maschinenlesbar im Quelltext; geben Sie beides beim Zitieren an, damit Ihre Ergebnisse nachvollziehbar bleiben.
Die Auswahl ist begrenzt: Parteien, die bei der jeweils letzten Wahl in den Bundestag oder einen Landtag gewählt wurden, und Programme zu Wahlen ab dem 3. Oktober 1990. Für Fragen zu Kleinparteien oder zur Zeit davor ist der Bestand nicht geeignet. Datensätze für Forschung und Unterricht gibt es auf Anfrage.
Methode und Offenlegung · Häufige Fragen
Weitere Zielgruppen
Parteien und Abgeordnete · Journalismus · Verbände und Organisationen · Schulen und Lehrkräfte · Bürgerinnen und Bürger



